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Kundenrezension

381 von 410 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke dafür!, 20. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lone Survivor (DVD)
"Lone Survivor" hat es nicht leicht in Deutschland. In unserem lokalen Kino wird er nur um 23 Uhr gezeigt und vermutlich ist es damit in der kommenden Woche auch schon wieder vorbei. Im Grunde passt für mich damit alles in den gewonnen Eindruck, dass man "sowas" einfach nicht sehen will. Die bisher in Magazinen gelesenen und via YouTube geschauten Filmkritiken, runden diesen Eindruck für mich nur noch ab. In einer Rezension klagt man doch tatsächlich über einen "zu großen Realismus". Es würde unglaublich viel geschossen und das sei nichts für zarte Gemüter, denn, und jetzt kommt's, es sei furchtbar laut. :) Crazy s***, isn't it? Entschuldigt meinen Sarkasmus, aber das brennt schon arg.

Mag Krieg als Unterhaltungstheater mit ausreichendem historischen Abstand noch akzeptabel erscheinen, wenn man letztlich die Kurve hin zum "Anti-Kriegsfilm" meistert, so vermag diese Nacherzählung von Geschehnissen aus der nahen Vergangenheit dann wohl doch ein wenig zu sehr ein mulmiges Gefühl im Magen zu erzeugen. Vielleicht sogar verbunden mit der Reflektion der eigenen Haltung zu Themen, wie den Afghanistanfeldzug oder eine Konfliktbewältigung mit Hilfe des Krieghandwerks im Allgemeinen?

So ein Film passt einfach nicht ins Einerlei des Kinoprogramms und darum, so meine bescheidene Meinung, lässt man Ungediente, Pazifisten und sonstige Uninteressierte ihre Meinung kundtun. Was auch ok ist, aber letztlich dem Film nicht gerecht wird. Lone Suvivor soll nicht als Anti-Kriegsfilm taugen? Wer nach dem Streifen noch mit Hurra zur Front rennt, sollte zwingend in Behandlung.

Übertriebener Pathos und typisch amerikanische Heroisierung?
Ganz ehrlich, da darf man mal genauer hinschauen. Ich war jedenfalls angenehm überrascht über das gefundene Maß. Klar feiern sich die SEALs. Aber das beschränkt sich auf ihren Mikrokosmos und es ist in unserer KSK oder anderen Spezialeinheiten auf dem Globus sicher auch nicht anders. Wenn diese Männer einander ihr Leben anvertrauen und einen derart riskanten Job ausfüllen, kann man als Filmbetrachter gut glauben, dass einen die Ausbildung und das Einsatzleben zusammenschweißt und dass einem der Kamerad näher ist als jeder Verwandte. Brüder. Und wo liegt hier das Problem? Ich konnte im Film keinen triefenden Patriotismus ausmachen.

Überhaupt hat mich der Streifen in vielen Dingen, die mich sonst immer gestört haben, sehr positiv überrascht. Die SEALs werden hier nicht als "Überkrieger" porträtiert. Es sind ganz normale Männer. Sie bluten, sie schwitzen, sie weinen und sie verlieren die Nerven. Nicht aufzugeben, stattdessen zu kämpfen und dabei vielleicht zu scheitern oder eben auch zu überleben. Eben diesen Weg beschreibt die Geschichte des Films. Klar, die Story ist schnell erzählt. Aber hey, was wird hier auch sonst erwartet? Es geht um eine Militäroperation. Solche Unternehmungen sind selten von enormen Tiefgang geprägt. Interessant sind die Botschaften die sich zwischen den Zeilen und manchmal auch einfach in einem Gesichtsausdruck wiederfinden. By the way... die Besetzung ist super gelungen. Die Schauspieler machen den Verstorbenen alle Ehre.

Lone Survivor macht vieles besser als andere Filme dieses Genre. Nie hat man als Zuschauer das Gefühl, als hätte das vierköpfige Team auch nur den Hauch einer Chance im Kampf gegen die Übermacht. Die SEALs verbrauchen zusehens ihre Munition, während sie verzweifelt versuchen ihren Widersachern zu entweichen, ihre Wunden und Schmerzen auszublenden, ihre Ängste im Zaum und ihren Verstand wach zu halten.

Einer von vier schafft es letztlich und das auch nur mit der Hilfe von Fremden. Eine Geschichte die das Leben schrieb und die uns Dank Marcus Luttrell erzählt werden konnte. Sicherlich hat Hollywood seine Zutaten beigefügt, aber der "zu große Realismus" tut gut und wird dem Anliegen des Lone Survivors hoffentlich gerecht. Man leidet mit den Akteuren. Die Kameraführung ist einfach nur beeindruckend. Die Stürze tun schon weh, bei bloßer Betrachtung. Klar fragt man sich, wer nach sowas noch aufsteht ;) Aber darüber konnte ich dann doch hinwegschauen, denn der Film tut insofern gut, als dass er nicht die bekannten Fehler macht, die man aus zahlreichen anderen Produktionen kennt. Weder kommen die US-Streitkräfte als unfehlbar und unschlagbar davon, noch werden die Afghanen als ein Volk von verblendeten, zurückgebliebenen Agressoren dargestellt. Der Film stellt sehr wohl fest, dass in den Gewändern der Einheimischen nicht ein und der selbe Geist lebt. Stolz, Mut und Tradition der Afghanen finden ihren Platz in der Erzählung.

Mich hat es ferner überzeugt, dass selbst die Hauptfigur nicht als unfehlbar verkauft wird. Er hat mit Angst, eigenen Vorurteilen und seiner Rage in einer scheinbar ausweglosen Situation zu kämpfen. Am Ende bringt ihn die amerikanische Übermacht aus der Gefahrenzone doch sein Leben verdankt er seinen Brüdern und nicht zuletzt einem Fremden, der wohl größte Held in dieser Geschichte und der ist dabei "nicht einmal Amerikaner" ;)

Danke für diesen Film. Hat gut getan.
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1-10 von 71 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.04.2014 09:50:53 GMT+02:00
Blagger meint:
Danke dafür! Nämlich für eine Rezension mit Augenmaß, die dem Film endlich mal gerecht wird - im Gegensatz zu vielen Kritiken auch professioneller Schreiber, die mir ebenfalls einigermaßen sauer aufgestoßen sind. Ich möchte zu diesem Streifen auch noch eine Rezi schreiben, halte ihn ebenfalls in der Breite für überwiegend missverstanden oder tendenziös beurteilt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.04.2014 12:02:57 GMT+02:00
Al3x meint:
Danke für den Beitrag, ich ab hier auch schon gegen Gutmenschen gekämpft die nichts Besseres zu tun haben als ihr absolutes Unwissen und Unverständnis in dummer Art und weise zum Besten zu geben.

Veröffentlicht am 22.04.2014 18:36:37 GMT+02:00
Aus meiner Seele gesprochen. Besser hätte man es nicht auf den Punkt bringen können. Für mich seit ganz langen mal wieder ein absolut tief gehender, und zum nachdenken anregender Film, nach einer wahren Begebenheit. Regt definitiv stark zum Nachdenken an und legt einfach auch mal offen, was diese Sondereinsatzkräfte jeden tag FÜR UNS riskieren, damit der Staat Gesetze nachhalten kann. Diese Menschen haben unseren Respekt verdient und opfern dafür alles. Bis in den Tod. ZU UNSEREM WOHL. Und das kommt hier einfach rüber. Danke für deine objektive Meinung.

Veröffentlicht am 04.05.2014 02:46:03 GMT+02:00
Tommy Blade meint:
Ich dachte schon ich wär der einzige der so denkt.
Danke das mir das Gegenteil bewiesen wurde.
Das Problem in der heutigen Gesellschaft liegt in der Vergangenheit, deswegen werden nicht nur die eigenen Truppen als auch internationale runtergemacht. Darum hat auch das Verständnis im allgemeinen gelitten.
Dieser Film handelt ganz klar bis auf wenigen Ausnahmen und Namen die geändert wurden von der brutalen Realität eines mächtigen Feindes und das niemand unbesiegbar ist.
Ich glaube der Grund weshalb die deutschen Medien den Film so runtergeputzt haben ist einfach der Zusammenhalt oder im einfachen Sinne die Bruderschaft. Das hat nichts mit Patriotismus zutun!
Man hilft sich gegenseitig und man weiß das man es schaffen wird.
Ein anderer guter Film mit den Unterschied das echte (im Dienst) U.S. Navy SEALS zeigt Act Of Valor. 4 nach wahrer Begebenheit ausgeführte Missionen die von verschiedenen SEAL Teams ausgeführt wurden und für den Film einfach eine Verbindung bekommen haben.

Meine Meinung und das spiegelt sich in einigen wieder. Man muss nicht akzeptieren was sie tun, auch keine Anerkennung zollen, das wollen alle Eliteeinheiten nicht!. Das einzigste was man will ist das man es versteht, für wem man es tut und warum.

Veröffentlicht am 22.05.2014 22:31:45 GMT+02:00
Peter K meint:
Naja, wenn "Ungediente, Pazifisten und sonstige Uninteressierte ihre Meinung" nicht kundtun dürfen, darf es hoffentlich zumindest dieser Ex Fallschirmjäger.

Das Problem mit diesem Film ist nicht, dass er zu laut ist, oder zu realistisch oder sonstwas. Das Problem ist, dass es ein Haufen Unfug ist. Laut der Aufklärung in der Gegend und einer unabhängigen Untersuchung waren an diesem Gefecht weniger als 20 Afghanen beteiligt (Lutrell's eigener offizieller Bericht spricht von 20-35, einige Quellen sprechen von 8-10), nicht die 200 im Film. Und gegen eine 4/1 Übermacht sollten besser ausgebildete und bewaffnete Soldaten ankommen können. Besonders wenn sie einen zeitlichen Vorsprung im Rückzug haben und eine defensive Position aufbauen können. In ähnlichen Situationen wurden schon 20/1 Übermachten geschlagen.

Was hier passiert ist, war einfach ein kolossales Versagen des Seal-Teams und der einzige Überlebende versucht die Schuld dafür der Politik des "nicht Abschlachtens von Zivilisten" zu geben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.06.2014 09:48:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.06.2014 09:53:01 GMT+02:00
Sir Hollywood meint:
Danke für diese Eingabe. Wie, was und warum alles kam wie es kam, vermag ich als Außenstehender nicht zu beurteilen, auch nicht als Ex-Militärangehöriger. Dafür bleiben mir nach dem Film die wirklichen Gegebenheiten völlig unklar. Das Buch habe ich nicht gelesen. Ob ein SEAL-Team immer und unter allen Umständen gegen 20-30 Gegner ankommen muss, würde ich persönlich auch mal lieber unkommentiert lassen. Aber bezugnehmend auf Ihre einführende Zeile ist es mir wichtig klarzustellen, dass ich den genannten Gruppierungen nicht das Recht auf freie Meinungsäußerung abgesprochen habe (siehe Originaltext). Beste Grüße aus dem Web!

Veröffentlicht am 06.06.2014 18:37:51 GMT+02:00
Eine sehr gute Rezession des Filmes , der den Realismus sehr bildhaft darstellt. Nach diesem Film wird einem schon bewusst mit welchen massiven Problem Spezialeinheiten zu kämpfen haben. Ich war begeistert und freue mich auf die Veröffentlichung auf Blu Ray. Das in einem Kriegseinsatz geschossen wird ist wohl jedem vernünftig denkenden Menschen mehr wie bewusst. Das Krieg keine Lösung ist auch. Leider beweist uns die Geschichte der letzten 2000 Jahre etwas anderes.

Veröffentlicht am 13.08.2014 12:57:11 GMT+02:00
Apocalyptiker meint:
Schöner Beitrag, sind eh immer die gleichen Rumschreier und Gutmenschen die schon beim Wort "Patriot" Gallenkoliken bekommen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.08.2014 12:11:44 GMT+02:00
Overhead meint:
Ich habe den Film leider (noch) nicht gesehen, da er bei mir nicht im Kino gezeigt wurde.

Aber zumindest im Buch ist von einer Zahl zwischen 80 und 200 die Rede.
http://www.onviolence.com/?e=762
Hier werden vielleicht ein paar Fragen beantwortet. Wieso er im offiziellen Report nur 20-35 Gegner nennt, und im Buch (das hier vor mir liegt) dann 80-200 daraus werden, keine Ahnung. Die genaue Zahl wird man wohl nicht herausbekommen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2014 19:03:12 GMT+02:00
RohrHeini meint:
peter k haben sie mal das buch von den herrn gelesen und auch andere bücher ?

auch im buch class 228 wird kurz darauf eingegangen ... der seal luterell war teilnehmer der BUD/S class 228

das buch lone survoir ist ein erfahrungsbericht... achso die aufklärung kann ich auch mal irren ... aber erklären sie mir mal wie 8-10 mann ein dorf umzingeln können oder sich mit weiteren seals anlegen und einen heli (chinook) vom himmel holen können. glauben sie wirklich das die taliban nur ein trümmerhaufen ist ? wenn das so ist dann haben sie die falsche aufklärung ... die taliban sucht inzwischen den offenen kampf.
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