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40 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Rezension bezieht sich auf: Ilias. Odyssee (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Vorgesehen war es ja nicht, mich nach Jahren wieder einmal in die Odyssee zu vertiefen. Aber da ich mich beruflich mit dieser antiken Heldensaga beschäftigen musste, suchte ich eben in der Buchhandlung nach einer ungekürzten Ausgabe, die zudem keine prosaischen Veränderungen enthalten durfte. Die Empfehlung der kundigen Verkäuferin gebe ich nun in der Form einer Amazon-Rezension gerne weiter. Dabei verzichte ich allerdings auf inhaltliche Bemerkungen, gehe ich doch davon aus, dass allfällige Interessenten Odysseus weder für einen Badezusatz, noch für eine neue Luxuslimousine halten.Mein Anliegen ist es, potenziellen Käufern die Angst vor einer Hexameter-Übersetzung zu nehmen. Die Lektüre ist viel einfacher, als mich schulische Erinnerungen erwarten liessen. Offenbar hatte mein Lehrer damals zu Recht so für Heinrich Voss geschwärmt. Klar kenne ich auch die Schwab'sche Fassung, aber wieder Mal mit Versen in Berührung zu kommen, war bei solcher Sprachleistung einfach schön. Mein Fazit: Wer nicht eine der zahlreichen Prosaübersetzungen lesen will, kommt um die Hexameter-Version um Heinrich Voss kaum herum. Mir machte die Lektüre Spass. Schön, wenn meine Empfehlung dazu beiträgt, auch anderen die Befürchtung zu nehmen, Verse zu lesen, sei zwingend öde, schwierig und langweilig. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
07.08.2011 19:28:07 GMT+02:00
Dr. Eberhard Grütte meint:
Ei Ei -- Homers Odysseus macht immer wieder neugierig, insbes. wenn sich ein Schulbuchexperte auf ihn einläßt. Der Rezension allerdings konnte man kaum entnehmen, wieviel Prickelwasser Odysseus bei seinen Abenteuern verspritzt, die schon dicht in die Nähe von Soft-Pornos gehen. Die schöne Geschichte vom Vertragsabschluss bei der Zauberin Kirke des um seine Poentenz fürchtenden Helden, oder die Verwandlung seiner Schiffskameraden in Schweine-die sie vielleicht auch waren- oder die erotische Frust-Storie bei der Nymphe Kalypso- so ein kleiner Fingerzeig hätte schon Appetit gemacht, denn die deutschen Hexameter von H.Voß gleichen eher den klotzigen Schluckbeschwerden germanischer Stabreime als beschwingter hellenischer Poesie.Ein kleiner Hinweis auf diese Probleme deutscher Hexameter wäre schon angebracht.
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
08.08.2011 00:08:13 GMT+02:00
Fuchs Werner Dr meint:
Na na na, Dr. Grütte. Da legen Sie den Finger auf eine Wunde, die nur schwer zu schliessen ist. Homers Gesänge wären beim Publikum seiner Zeit sicher nicht so gut angekommen, wenn sie die gleichen Assoziationen geweckt hätten, die uns die Nachfahren Winkelmanns verklickern wollten. Und natürlich haben Sie auch Recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass der deutsche Hexameter eher für Schlachten- als für Sittengemälde geeignet ist.
Danke für die Hinweise. Werner Fuchs
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