Kundenrezension

16 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bedenklich, 26. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Unter Beschuss: Warum Deutschland in Afghanistan scheitert (Broschiert)
Lindemann wirft hier einen erschreckend amoralischen Blick auf die Lage in Afghanistan: er schlägt vor, mit den Warlords (die so ziemlich jedes Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben) zu kooperieren und verteidigt vehement den Angriff auf den Tanklaster. Wenn das nicht regelkonform war, dann müsse man halt die Regeln ändern. Angeblich ist der Mann ja Politikwissenschaftler. er scheint jedoch nicht gelernt zu haben, dass diese zynische Außenpolitik wie auch Kissinger sie betrieben hat, letztlich zum Scheitertn verurteilt ist, weil sie keine politischen Alternativen zulässt. Zu glauben, dass das Problem Afghanistan rein militärisch zu lösen ist, ist mehr als nur naiv. Gebetsmühlenartig predigt er, dass man mehr für die Ausbildung lokaler Sicherheitskräfte tun muss. Das ist keine sehr originelle Feststellung. Die Schwierigkeit liegt hier jedoch an der mangelnden Loyalität zur Zentralgewalt, weil Stammesstrukturen hier eine größere Rolle spielen. Das einfach hinzunehmen und die Leute auszubilden und zu bewaffnen ist bedenklich. Mixh stört auch deutlich seine Kritik an der Politik. Lindemann versteht nicht, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist und dass die Politik die Regeln macht- und das ist auch gut so, denn die Politik trägt auch die Verantwortung.Ähnlich bedenklich finde ich seine Apelle, der Bundeswehr als kämpfende Truppe Respekt zu zollen. Das sollte nicht das primäre Selbstverständnis der Bundeswehr sein. alles in allem ist das Buch eine recht platte Polemik zum thema Afghanistan, aber eine interessante Primärquelle über Heisteshaltungen, die sich nun in der Bundeswehr finden.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.01.2010 18:54:27 GMT+01:00
K. Welte meint:
Du bist dagegen mit den Warlords zu vehandeln.
Du bist dagegen die Sache militärisch anzugehen.
Du bist dagegen mehr Militär und Polizei auszubilden.

WOFÜR BIST DU?

Nicht die Politiker tragen die Verantwortung sondern die Soldaten die im Einsatz in Afgahnistan fallen oder verstümmelt werden, dagegen ist ein Rücktritt als Minister mit fetten Pensionen ein Witz.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.01.2010 09:50:41 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.01.2010 09:51:53 GMT+01:00
R. Kuhl meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 30.01.2010 13:04:46 GMT+01:00
J. Veith meint:
Einseitiger gehts wohl nichtmehr?
Was sollte denn sonst das Selbstverständnis einer ARMEE sein -das ist auch die Bundeswehr- außer sich als das zu sehen was sie nunmal ist, ein Mittel zur Kriegsführung, also zum kämpfen und töten?

Und darüberhinaus sieht denn Ihr Ansatz zu Afghanistan aus? Es reicht nicht eine heilige Kuh nach dem anderen herunterzubeten und von "Geisteshaltungen" zu schwadronieren -was haben sie militär. Vorzuweisen sich hier überhaupt ein Urteil bilden zu dürfen- das ist billig und einfach, tut aber nichts zur Problemlösung. Auch unsere bisherigen Ordnungen und Vorstellung sind nicht davor gefeilt eines Tages als historische Verirrungen bewertet zu werden, dass nur am Rande.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2010 00:41:50 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.07.2010 00:42:12 GMT+02:00
Sehr geehrter "Kunde",
die Soldaten der Bundeswehr sind keine "Mittel zur Kriegsführung, also zum Kämpfen und zum Töten", sondern orientieren sich immer noch an unserem jungen Grundgesetz. Ich empfehle die Lektüre. Darüber hinaus gibt es keinen Ansatz der "Militärs", sondern den Ansatz unserer Politiker, die gemäß dem GG als gewählte Vertreter das Primat haben.
Dass sich der Autor "auskotzt", ist seine persönliche Meinung als Privatperson, findet aber nach Rücksprache meistens Zuspruch bei denen, die in Afganistan vor Ort Verantwortung wahrnehmen müssen.
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