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Bedenklich, 26. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Unter Beschuss: Warum Deutschland in Afghanistan scheitert (Broschiert)
Lindemann wirft hier einen erschreckend amoralischen Blick auf die Lage in Afghanistan: er schlägt vor, mit den Warlords (die so ziemlich jedes Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben) zu kooperieren und verteidigt vehement den Angriff auf den Tanklaster. Wenn das nicht regelkonform war, dann müsse man halt die Regeln ändern. Angeblich ist der Mann ja Politikwissenschaftler. er scheint jedoch nicht gelernt zu haben, dass diese zynische Außenpolitik wie auch Kissinger sie betrieben hat, letztlich zum Scheitertn verurteilt ist, weil sie keine politischen Alternativen zulässt. Zu glauben, dass das Problem Afghanistan rein militärisch zu lösen ist, ist mehr als nur naiv. Gebetsmühlenartig predigt er, dass man mehr für die Ausbildung lokaler Sicherheitskräfte tun muss. Das ist keine sehr originelle Feststellung. Die Schwierigkeit liegt hier jedoch an der mangelnden Loyalität zur Zentralgewalt, weil Stammesstrukturen hier eine größere Rolle spielen. Das einfach hinzunehmen und die Leute auszubilden und zu bewaffnen ist bedenklich. Mixh stört auch deutlich seine Kritik an der Politik. Lindemann versteht nicht, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist und dass die Politik die Regeln macht- und das ist auch gut so, denn die Politik trägt auch die Verantwortung.Ähnlich bedenklich finde ich seine Apelle, der Bundeswehr als kämpfende Truppe Respekt zu zollen. Das sollte nicht das primäre Selbstverständnis der Bundeswehr sein. alles in allem ist das Buch eine recht platte Polemik zum thema Afghanistan, aber eine interessante Primärquelle über Heisteshaltungen, die sich nun in der Bundeswehr finden.
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Unter Beschuss: Warum Deutschland in Afghanistan scheitert 3430300460
Marc Lindemann
Econ
Unter Beschuss: Warum Deutschland in Afghanistan scheitert
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Bedenklich
Lindemann wirft hier einen erschreckend amoralischen Blick auf die Lage in Afghanistan: er schlägt vor, mit den Warlords (die so ziemlich jedes Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben) zu kooperieren und verteidigt vehement den Angriff auf den Tanklaster. Wenn das nicht regelkonform war, dann müsse man halt die Regeln ändern. Angeblich ist der Mann ja Politikwissenschaftler. er scheint jedoch nicht gelernt zu haben, dass diese zynische Außenpolitik wie auch Kissinger sie betrieben hat, letztlich zum Scheitertn verurteilt ist, weil sie keine politischen Alternativen zulässt. Zu glauben, dass das Problem Afghanistan rein militärisch zu lösen ist, ist mehr als nur naiv. Gebetsmühlenartig predigt er, dass man mehr für die Ausbildung lokaler Sicherheitskräfte tun muss. Das ist keine sehr originelle Feststellung. Die Schwierigkeit liegt hier jedoch an der mangelnden Loyalität zur Zentralgewalt, weil Stammesstrukturen hier eine größere Rolle spielen. Das einfach hinzunehmen und die Leute auszubilden und zu bewaffnen ist bedenklich. Mixh stört auch deutlich seine Kritik an der Politik. Lindemann versteht nicht, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist und dass die Politik die Regeln macht- und das ist auch gut so, denn die Politik trägt auch die Verantwortung.Ähnlich bedenklich finde ich seine Apelle, der Bundeswehr als kämpfende Truppe Respekt zu zollen. Das sollte nicht das primäre Selbstverständnis der Bundeswehr sein. alles in allem ist das Buch eine recht platte Polemik zum thema Afghanistan, aber eine interessante Primärquelle über Heisteshaltungen, die sich nun in der Bundeswehr finden.
TKr "TKr"
26. Januar 2010
- Insgesamt:
5

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