Kundenrezension

91 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die ideale Kombination, 22. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Acer Aspire V7-582PG-74508G52tkk 39,6 cm (15,6 Zoll) Ultrabook (Intel Core i7 4500U, 1,8GHz, 8GB RAM, 500GB HDD, +20GB SSD, NVIDIA GT 750M, Touchscreen, Win 8) schwarz (Personal Computers)
Seit einer Woche bin ich jetzt stolzer Besitzer des Aspire V7, nachdem ich vorher ein paar Monate nach der optimalen Hardwarekombination zur Ablösung meines jetzt fast 5 Jahre alten 13 Zoll Macbooks gesucht habe. Optimal heißt in meinem Fall

- Full HD Bildschirm mit etwas größerer Diagonale als das Macbook
- Nicht zu schwer
- Gute Verarbeitung
- Schneller Prozessor
- SSD statt drehender Festplatte
- Anschlussmöglichkeit für hochauflösenden Monitor
- Beleuchtete Tastatur
- Möglichkeit zur späteren Aufrüstung von Festplatte und RAM
- Halbwegs bezahlbar

Der letzte Punkt war ein Grund, Apple wieder den Rücken zu kehren. Die Retina Macbooks sind definitiv nicht bezahlbar. Und aufrüsten oder austauschen kann man da auch nix.

Mit dem Acer habe ich jetzt aber einen ziemlichen Volltreffer gelandet.
Arbeiten wir die Liste mal ab.

Der Bildschirm ist ein Full HD IPS Bildschirm, das heißt die Farben verfälschen sich kein bisschen, wenn man schräg draufsieht. Das ist sonst gern schon bei minimaler Bewegung des Deckels der Fall. Es ist zudem ein Touchscreen, was den Nachteil Hochglanz und damit starke Reflexionen mit sich bringt, dafür aber neue Möglichkeiten unter Windows 8 bietet. Google Maps kann man im Browser zum Beispiel mit der bekannten Zweifingergeste zoomen. An der Stelle war ich vorher aber tatsächlich unentschieden, ob es nicht doch lieber ein matter Bildschirm ohne Touch sein sollte. Gab’s aber nicht, und wie sich gleich zeigen wird passt der Rest einfach zu gut. Die Beschichtung des Bildschirms ist übrigens sehr beeindruckend, was Fingerabdrücke angeht. Ich habe noch nie einen Touchscreen gesehen, der so lange halbwegs sauber bleibt. Und ich hatte schon etliche Tablets und Smartphones in den Fingern.

Gewicht ist mit etwas mehr als 2kg wirklich angenehm für einen 15Zöller.

Verarbeitung: Alugehäuse mit Plastikunterseite. Nix dran auszusetzen, macht einen wertigen Eindruck. Auch der Bildschirm ist nicht so leicht zu verwinden wie z.B. die Sony S-Serie, die im Laden einen extrem labbrigen Eindruck machte.

Prozessor: i7 ist die momentan schnellste Serie, hier allerdings als deutlich gedrosselte Mobilversion. Das ergibt dann immer noch gehobenes i5 Niveau, was mir völlig ausreicht. Die ganz fetten Prozessoren kriegt man in so einem flachen Notebook nicht mehr gekühlt. Man kann halt nicht alles haben.

SSD: Jetzt wird’s langsam interessant. Viele flache Notebooks haben nur noch einen kleinen Steckplatz für ein mSata Modul, keinen Platz für eine 2,5Zoll Festplatte. Die technischen Informationen auf Acers Webseite sind echt mager, aber da hier eine konventionelle 500GB Festplatte verbaut ist, musste der Platz vorhanden sein. Ist er auch. Wie sich herausstellte für maximal 7mm hohe Festplatten, was für die üblichen SSDs heutzutage ausreicht. Ich habe also die verbaute Festplatte gegen eine 500GB SSD getauscht.

Externer Monitor: Der Punkt war vor dem Kauf einfach nicht endgültig zu klären. Ich hatte herausgefunden, dass der Laptop einen „Acer Converter Port“ besitzt, der physikalisch einem mini-Displayport entspricht. Acer schreibt in einer FAQ zum R7 sinngemäß, dass für den verschiedene Kabel erhältlich sind und sie das Funktionieren eines Monitor nicht garantieren. Es stellte sich heraus, das sowohl mein älterer Samsung 21,5Zöller zu Hause mit 1680x1050 (mit mini-Displayport auf DVI-Adapter) als auch mein 27Zöller im Büro mit traumhaften 2560x1440 Punkten (direkt am Displayport) wunderbar funktionieren. Mir ist schleierhaft, warum man so ein Alleinstellungsmerkmal (sucht mal Ultrabooks mit mehr als HDMI-Anschluss) in den technischen Daten nicht einmal erwähnt.

Beleuchtete Tastatur: Hab ich im schummrigen Wohnzimmer öfter mal vermisst. Manchmal sind’s halt auch die Kleinigkeiten. Dimmbar ist sie bei Acer nicht, aber an- und abschaltbar. Ich finde die Helligkeit angenehm. Und an der Stelle auch noch ein Wort zum Touchpad: Schön groß und versteht die üblichen Gesten. Für den rechten Mausklick muss man ziemlich weit unten rechts in die Ecke, aber ich denke, da gewöhnt man sich dran. Ganz so glatt und leichtgängig wie die Apple-Touchpads aus Glas ist es dann aber doch nicht. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

Kommen wir zur Aufrüstung, die ich ja wie gesagt wegen der Festplatte schon hinter mir habe. Im Gegensatz zu den meisten anderen Notebooks gibt es keine Klappen, hinter denen sich austauschbare Teile verbergen. Die gesamte Bodenplatte ist aus einem Stück und mit 17(!) Schrauben befestigt. Die wollen wirklich alle rausgedreht werden und halten auch tatsächlich nur die Bodenplatte. Es fallen einem also hinterher keine Kleinteile entgegen. Und als ob das nicht reichen würde, ist die Platte auch noch rundherum eingeklipst. Auch das ist aber nicht wirklich problematisch. Einmal mit einem stabilen Fingernagel (nein, nicht die lackierten 2cm Waffen einer Frau ;-) außen rum und vorsichtig ziehen und ruckeln, dann geht es ganz leicht. Anschließend liegt dann das ganze Innenleben offen, siehe Foto. Die Festplatte, wie gesagt maximal 7mm dick, liegt praktisch lose im Gehäuse und wird wohl von der Bodenplatte gehalten. 4GB RAM sind fest verlötet, die anderen 4 gesteckt und somit tauschbar. Zusätzlich ist noch eine 24GB SSD in einem mSata Steckplatz verbaut. Für diesen Steckplatz sind Module bis 500GB erhältlich, und da durch den Austausch der Hauptplatte die Beschleunigungsfunktion dieses Caches hinfällig ist, habe ich hier für später tatsächlich einen zweiten „Festplatten“-Platz zur Verfügung. Der Akku sieht übrigens ziemlich speziell aus und besteht aus mehreren verbundenen Modulen. Ob man dafür im Fall der Fälle Ersatz bekommt, weiß ich nicht. Andererseits hatte ich bis jetzt auch noch nie den dringenden Bedarf, selbst der fast fünf Jahre alte Apple-Akku hat noch 75% der Originalkapazität. Exakte Laufzeitmessungen habe ich beim Acer übrigens nicht gemacht, ich schätze aber so 4-5 Stunden, also weder besonders viel noch besonders wenig.

Alles in allem also ein sehr rundes Paket, das mich mit 500GB SSD nun knapp 1300 Euro gekostet hat. Verglichen mit anderen hochwertigen Geräten ist das noch recht moderat. Von den Apple-Preisen fang ich lieber gar nicht erst an.

Einen Stern Abzug für den doch sehr spiegelnden Bildschirm. Bei dunklerem Bildinhalt und dem momentanen Sommerwetter ist das kein Terrassengerät. Ansonsten passt mir hier aber wirklich alles.

NACHTRAG:
Für alle, die sich nicht durch die vielen Kommentare kämpfen wollen (obwohl es sich durchaus lohnt):
Nach langem Rätselraten ist das Programm Expresscache bemerkt worden. Acer nutzt also nicht die übliche Intel-Technologie, um mit der kleinen SSD das System zu beschleunigen, sondern eine Zusatzsoftware. Details dazu in den Kommentaren, jedenfalls wissen wir jetzt, dass die SSD tatsächlich benutzt wird.
Ansonsten bin ich nach wie vor sehr zufrieden. Der Rechner läuft fix, ist leise (gut, bei hoher Last drehen natürlich die Lüfter hoch, aber im Normalbetrieb kaum) und wird nicht übermäßig warm.
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Kommentare

Von 5 Kunden verfolgt

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1-10 von 125 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.07.2013 00:50:27 GMT+02:00
Dominic meint:
Vielen Dank für deine Bewertung, das festigt meine Entscheidung, mir dieses Notebook demnächst zuzulegen ;)
Wäre auf alle Fälle schön, wenn du n bisschen den Akku testen könntest, also Akkulaufzeit bei Filme/Musik/Surfen/Spielen etc :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.07.2013 11:46:46 GMT+02:00
T. Gamradt meint:
Ein richtiger Akkutest müsste ja unter reproduzierbaren Umständen erfolgen. Filme guck ich in so klein nicht und zum Spielen kommt eigentlich nur das Smartphone zum Einsatz, sorry.
Mein Haupteinsatzgebiet ist Fotoverwaltung mit Lightroom. Und da ich auch meistens nicht so weit von der nächsten Steckdose entfernt bin, kann ich leider nicht mehr als die geschätzten 4-5 Stunden Laufzeit beisteuern.
Aber wäre das wirklich entscheidend, wenn es eine Stunde mehr oder weniger wäre?

Veröffentlicht am 23.07.2013 12:24:03 GMT+02:00
overdrive meint:
Wirklich ein super Beitrag!

Gerade, daß du auch auf solche Sachen wie den zu öffnenden Boden und die austauschbare Platte + Speicher eingegangen bist ist super! Sowas findet man in den ganzen semiprofessionellen 2 Minuten-Reviews (zumindest bis jetzt) nicht zu diesem Gerät. Da stehen meist auch nur die Spezifikationen drin...
Eine Frage noch: Ist denn das Gehäuse/Handballenauflage wirklich aus Aluminium? Ich meine gelesen zu haben, daß es nur ein (recht gutes) Plastik-Imitat sein soll? Aber wenn mans nicht merkt... ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.07.2013 13:24:15 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.07.2013 13:27:02 GMT+02:00
Dominic meint:
Im Grunde genommen is es ja Wurst, war nur rein Interessehalber ;)

Aber von der Leistung her läuft der i7 gut?
Was vllt interessant wäre, die einzelnen daten des Windows Leistungsindex, wobei die Festplatte bei dir ja jetzt mehr hat, bzw die SSD, aber in der regel haben die normalen festplatten max nur 5,9 oder so.

Aber danke auch nochmal für dein Bild von der geöffneten Klappe :) Gut, dass man "problemlos" an die Lüfter kommt, um sie ggf zu reinigen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.07.2013 17:07:26 GMT+02:00
T. Gamradt meint:
Das war eigentlich der Grund, aus dem ich die Bewertung geschrieben habe. Genau die Informationen fehlten mir natürlich auch.
Die Handballenauflage halte ich wirklich für Alu. Das ist eine Platte, die auch die Tastatur umschließt. Eingelassen ist sie in etwas, das ich bei näherer Betrachtung doch eher für Plastik halten würde. Und die Bodenplatte ist wie gesagt auch Plastik. Macht aber alles einen ganz ordentlichen Eindruck, knarzt auch nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.07.2013 17:15:43 GMT+02:00
T. Gamradt meint:
Leistungsmäßig komme ich vom Core 2 Duo, das ist natürlich ein ordentlicher Sprung. Lightroom läuft jedenfalls sehr viel flotter als vorher.
Der Leistungsindex ist wie folgt:
Prozessor: 7,1
RAM: 7,5
Grafik: 5,8
Grafik (Spiele): 6,4
Primäre Festplatte: Es stand noch der alte Wert von 5,9 drin, nach Neubewertung mit SSD (Samsung 840) jetzt 8,1

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.07.2013 17:42:19 GMT+02:00
Dominic meint:
Vielen Lieben dank ;) sind ja eigentlich recht ordentliche Werte :)
Und wie es der Zufall so will, habe ich atm auch einen Core 2 Duo (T6600) Prozessor in meinem Laptop ^^

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.07.2013 18:39:29 GMT+02:00
overdrive meint:
Richtiges Alu ist ja noch besser!
Ich glaube, das wird auch mein neues Notebook (allerdings hätte ich es gern in einer anderen Farbe).
Ich komme übrigens von einem Core Duo T2050, nochmal ne Ecke älter...
Wie die Zeit vergeht... ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.07.2013 21:19:48 GMT+02:00
Dominic meint:
Mir gefällt die Farbe eigentlich, ich mag Schwarze Notebooks, außerdem werden die mit andren Farben denke noch auf sich warten lassen ^^
T2050 Oo... das is noch ne ganze ecke :D

Veröffentlicht am 24.07.2013 07:22:49 GMT+02:00
Dominic meint:
Was ich vllt noch Fragen wollte,
Wenn man mit dem Touchscreen arbeitet, wackelt das Display stark, oder hält es sich gut in der Position?
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