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Kundenrezension

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starkes Debüt voller Klassiker, 11. September 2008
Rezension bezieht sich auf: The Allman Brothers Band (Audio CD)
Man merkt ihrem Debütalbum von 1969 an, dass die Allman Brothers Band es allen zeigen wollte - und das tat sie auch voller Selbstvertrauen und Souveränität. Es beinhaltet bereits alle Zutaten, die die Allman Brothers Band ausmachen sollten: Gregg Allmans markante Stimme und seine Hammond B-3, seine starken Kompositionen, griffige Coverversionen, traumhaftes Ensemblespiel, eine flockende Rhythmusgruppe (Berry Oakley am Bass) mit zwei Schlagzeugern (Butch Trucks und Jaimoe) und zwei Gitarristen, die auf telepathische Weise miteinander verbunden zu sein schienen: Dickey Betts und nicht zuletzt Duane Allman, der mit seinem vielseitigen, inspirierten und flüssigen Gitarrenspiel über die Jahre als Sessiongitarrist Studioerfahrung mit einer Vielzahl von Künstlern gesammelt hatte (einen Einblick liefern die beiden CDs "Duane Allman - An Anthology" und "An Anthology Vol. 2").

Gleich das Einstiegsinstrumental (!) Don't want you no more, in dem sich Bluesrock und jazzige Passagen abwechseln, legt energetisch los, um nach 2 1/2 Minuten überzugehen in It's not my Cross to bear, einen dynamischen Markenzeichen-Blues von Gregg Allman, wie maßgeschneidert für die Band, in dem er sich mit seiner dreckigen Bluesröhre ins Zeug legt, wie überhaupt auf dem ganzen Album.

Und dann die Single-Auskoppelung, der feurige und abwechslungsreiche Bluesrock Black hearted Woman mit seinem Erkennungsriff in 7/8, dessen Percussion an Santana erinnert. Kaum zu glauben, dass es Zeiten gab, in denen solche Songs auf Single veröffentlicht wurden! Die Allman Brothers sollten sich über die Jahre noch öfter bei Muddy Waters bedienen, und die Studiofassung von Trouble no more (ebenfalls auf der Deluxe Edition von "At Fillmore East" zu hören) steht der Liveversion in nichts nach.

Every hungry Woman ist ein weiterer wütender Gregg Allman-Bluesrock voller Feuer und Slidegitarre. Mit dem majestätischen Dreams kommt das düstere und unheimliche Kernstück des Albums, eher die gelungene Umsetzung eines Albtraums als eines Traums, später genial von Molly Hatchett gecovert - was für ein Opus für ein Debütalbum! (Auf der 4-CD-Box "Dreams" erschien zusätzlich die Demo-Version, die zeigte, was die Allman Brothers aus ihrer Vorlage noch rausholten.)

Das Bass-Intro in 11/8 leitet mit dem aggressiven und ebenfalls etwas düsteren Whipping Post einen weiteren absoluten ABB-Klassiker ein, der in der Liveversion auf "At Fillmore East" mit über 22 Minuten eine ganze Plattenseite einnehmen sollte. Welche Band kann schon auf einem Debütalbum mit gut 33 Minuten Spielzeit so viele Klassiker unterbringen, solch begnadetes Ensemblespiel, solche Souveränität und so viel Feuer und Spielfreude? Es spricht für sich, dass über die Jahre alle sieben Songs, teilweise mehrfach, auf diversen Live-Alben erneut erschienen.

Leider konnte das Folgealbum "Idlewild South" ein Jahr später diesen Standard nicht halten, dafür würde aber ihr Live-Klassiker "At Fillmore East" die hier gegebenen Versprechen mehr als einlösen!

Mir liegt von diesem Album nur ein Mittneunziger "Remaster" vor, das unerfreulich dünn und flachbrüstig klingt; mich würde interessieren, ob die hier bei Amazon angebotenen neueren Ausgaben klanglich wirklich mal remastert wurden.

Sammler seien auf "Beginnings" hingewiesen, das die ersten beiden ABB-Alben enthält. Dank der kurzen Spielzeit dieser beiden Alben (64 Minuten) wäre darauf sogar noch Platz für die drei dazugehörigen, auf "Dreams" erschienen Outtakes gewesen.
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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.09.2008 18:26:46 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.09.2008 18:35:38 GMT+02:00
AMM meint:
Naja, mir gefällt "Idlewild South" keinen Deut schlechter als das Debutalbum, allein schon wegen "Elisabeth Reed"! Ich habe damals gleich zu "Beginnings" gegriffen. Meine Version von 1998 wurde von Suha Gur 20-Bit-remastert, klingt nach meinem Empfinden nicht unbedingt "dünn und flachbrüstig", aber auch nicht so druckvoll wie das ebenfalls von Suha Gur remasterte "Eat A Peach", wovon ich jedoch nur die Deluxe-Edition habe! Neuere Remasters von den alten Allman Brothers-Alben gibt es meines Wissens nicht!

Klingen die frühen Sachen auf "The Road Goes On Forever" bzw. "Gold" besser?

SF

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2008 21:22:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.09.2008 21:30:53 GMT+02:00
Auweia, die "Idlewild South" kommt bei mir gar nicht so gut weg, die Rezension müßte hier auch bald erscheinen, die habe ich sogar noch vor dieser hier geschrieben! Ich habe von allen frühen ABB-CDs auch die von Suha Gur remasterten, aber da gibt's Unterschiede (er hat ja auch zu der Zeit glaube ich einige Rod Stewart-CDs remastert etc.), aber ich habe gemerkt, dass bei ihm nicht alleine der Name für Qualität steht, sondern eben auch nur die Technik, die ihm zur Verfügung steht, und die ist eben über die Jahre besser geworden - s. z.B. eben die "Eat a Peach Deluxe"! Aber die ABB-Remasters, die wir beide offenbar haben, finde ich im Vergleich zu ALLEN anderen mir bekannten Remasters, besonders von Ende der Neunziger, echt viel zu dünn und zu leise, das ging auch '98 schon viel besser, sind die echt erst von '98? I don't want you no more z.B. ist auf meiner CD (und dementsprechend auch auf "Beginnings", die ich natürlich auch habe) lauter als das direkt folgende It's not my Cross to bear, und sowas geht einfach nicht! Auf "The Road goes on forever" ist das dann kein Thema mehr. (Deshalb mein harsches Urteil "dünn und flachbrüstig".) Mir fiel schon zum ersten Mal bei den Stones-Virgin-Remasters '93/'94 auf, was man da alles rausholen kann, und da kommen diese hier bei weitem nicht mit! Ich hätte gedacht, die CDs seien erneut remastert worden, weil hier überall steht, die seien 2007 wiederveröffentlicht etc. Aber Amazon meint damit dann doch wohl nur die alten CDs.

Die Sachen auf "The Road goes on forever" klingen wirklich fetter und druckvoller. Über die "GOLD" kann ich diesbezüglich nichts sagen (deswegen habe ich mich da auch nicht über den Klang geäußert), aber da sie ja noch nach "The Road..." erschien, gehe ich davon aus, dass sie entweder 1:1 übernommen (alle anderen "GOLD"-CDs, die ich habe, klingen super), oder höchstens nochmal verbessert wurde. T

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.09.2008 10:52:56 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.09.2008 13:51:47 GMT+02:00
AMM meint:
Vielleicht ist aus den Bändern ohne komplett neues Remixen einfach nicht mehr rauszuholen. Die kürzlich bei MoFi erschienene "Idlewild South" soll ja auch nicht allzu viel besser klingen als die Remasters von 1997. Hab mir die bislang verkniffen, weil ich mich geärgert habe, dass die nicht gleich die "Beginnings" herausgebracht haben.

Ich muss in den nächsten Tagen mal wieder meinen Lieblingsplattenladen in der bayrischen Landeshauptstadt aufsuchen, dort hab ich bei meinem letzten Besuch jede Menge "Gold"-CDs für schlappe ¤ 8,99 gesehen!

Au Mann, der Herbst wird teuer, Ende September kommen die neuen Remasters von CCR, und das auch noch expanded mit Bonustracks! Wenn die tatsächlich besser klingen als meine CCR-Box, dann muss ich wohl auch hier wieder zuschlagen! SF

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.09.2008 21:25:58 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.09.2008 21:27:07 GMT+02:00
Da müßte auch ohne neues Abmischen mehr rauszuholen sein, sogar ich hab ein Programm, mit dem das ginge! Dass es geht, zeigt ja auch "Eat a Peach" aus derselben Endneunziger Reihe im Vergleich mit der Deluxe Edition.

Ich wußte nicht, dass von CCR schon wieder Remasters unterwegs sind, ich fand die aus der "Holz-Kiste" nicht mehr zu toppen! Und ich hatte alle diesbezüglichen Quellen immer so verstanden, dass es auch gar keine Outtakes mehr gibt, so wie bei ABBA. Auf der anderen Seite hieß es das auch immer im Doors-Umfeld (z.B. in John Densmores Autobiographie) - und was wird da seit Ende der Neunziger auf dem Box-Set und auf der "Perception"-Box alles noch ans Tageslicht gefördert! Habe jetzt von einer 7-LP-Box gelesen, die die 6 regulären Doors-LPs (mit Jim Morrison) enthält sowie das erste Album im Monomix. Mich wundert, dass diese Doors-Alben (ein paar davon sind doch bestimmt auch noch paralell in Monomixen erschienen, so wie z.B. die ersten beiden Pink Floyd-Alben) in Mono immer noch auf CD unveröffentlicht sind, das wäre doch eine Marktlücke. Weißt Du was darüber? T

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2008 13:05:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.09.2008 14:47:14 GMT+02:00
AMM meint:
Von der Vinyl-LP-Box mit dem Monomix des ersten Doors-Albums habe ich auch gelesen, auf CD gibt es die Monomixe aber definitiv nicht, nicht einmal in Japan. Bei den CCR-Remasters bin ich mir ziemlich sicher, dass das die selben sind wie bei der "Holzkiste". Die Bonustracks finde ich allesamt nicht sooo prickelnd (die meisten sind ja irgendwelche Live-Tracks), als dass ich da nochmal zuschlagen müßte. Habe stattdessen vorgestern bei amazon in Frankreich die CCR-Box "Absolute Originals" (auf 2.500 Stück limitiertes Boxset mit Hybrid-SACDs aller sieben CCR-Alben) bestellt, die bei Analogue Sounds remastert wurde und klanglich alles bislang von CCR gehörte in den Schatten stellen soll. Kanns kaum noch erwarten, dass das Packerl endlich ankommt, mal sehen, was ich dann mit meiner "Holzkiste" mache! SF

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.06.2013 17:33:26 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.06.2013 17:37:47 GMT+02:00
Oldiefan meint:
@Toby Tambourine:
Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn ist 1997 (30th anniv.) in schöner Papp-Box und 2007 als 40th anniv. Deluxe Edition 3-CD-Box in Mono erschienen.

The Piper at the Gates of Dawn
Piper At The Gates Of Dawn (Limited 3CD Boxset)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.06.2013 23:54:47 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 23.06.2013 23:55:19 GMT+02:00]
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