42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Heilung meines Sohnes,
28. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Pferdejunge: Die Heilung meines Sohnes (Gebundene Ausgabe)
Um es gleich vorweg zu nehmen - der autistische Junge, um den es hier in diesem Buch geht wurde nicht geheilt, doch er befindet sich auf dem Weg der Heilung und dies verdankt er seiner tiefen Zuneigung und seinem sogenannten Draht zu diesen besonderen Tieren. DER PFERDEJUNGE von Rupert Isaacson nimmt uns mit auf die harte Reise eines Vaters, welcher an seinen autistischen Sohn glaubt und zeigt uns auf das Hoffnung und Glaube einem manchmal Wege eröffnen mögen, die derjenige selbst vorher gar nicht wahrgenommen hatte. Der autistische Junge zeichnete sich durch Schreiattacken, Ticks und andere Marotten aus und war zunächst nicht erreichbar, bis der Vater bemerkte, dass er einen instinktiven Draht zu Pferden besaß und diese sich ihm sogar unterwarfen. DER PFERDEJUNGE ist eine wunderschöne Geschichte in der die Eltern ihr Kind nicht aufgeben und sich sogar auf eine sehr beschwerliche Reise machen, um für ihren Sohn eine Heilung zu erlangen.
Das Buch hat mich sehr berührt, es hat mich betroffen gemacht zu lesen wie sehr der Vater an seinen doch unerreichbar scheinenden Sohn glaubte, wie sehr er ihm Gesundheit wünschte und alles in seiner Macht zu tun bereit war, obwohl andere ihn bereits abgeschrieben hatten.
Autismus ist keine Bagatelle - es ist eine tiefgreifende soziale Persönlichkeitsstörung und eine große Herausforderung für Eltern und Verwandte wie auch Freunde, wenn sich so ein Mensch in ihrer Umgebung befindet.
Autisten lassen fast nichts an sich heran und sie zu erreichen und zu ihrem Kern vorzudringen ist bei jedem Autisten anders. Einige Autisten reagieren auf Musik, andere auf Tiere, wieder andere auf starke Reize in Form von Gerüchen oder Geräuschen. Dieser Autist hatte einen besonderen Draht zu Pferden und sein Vater hatte zudem aus seiner eigenen Arbeit einige Schamanen und Heiler kennen gelernt. Daraus entstand der Wunsch nach Heilung mittels einer Verbundtherapie von Heilern und Pferden.
Eine Reise in die Mongolei wurde geplant um dort Schamanen aufzusuchen und bei der Reiternomaden der Mongolei Heilung zu suchen. Die Art und Weise der Reise und die immer wieder aufflammenden Ticks des Jungen machten es allen beteiligten nicht leicht.
Die schamanistische Arbeit und die Heilungszeremonie wären ohne die unterstützende Wirkung der Pferde in diesem Land bestimmt nicht möglich gewesen. Ob die Gebärmutter der Mutter tatsächlich von etwas schwarzem und dunklem infiziert war und der Junge von etwas besessen war (im weitesten Sinne) mag dahin gestellt sein - Tatsache ist, dass sich die Schamanen des Jungen annahmen, ihn versuchten zu heilen und ihr möglichstes taten, wo die traditionelle Medizin des Westens bereits aufgegeben hatte.
Heute reitet der Junge alleine und spricht mit seinem Vater schon vollständige Sätze, der Weg der Heilung ist noch nicht zur Gänze gegangen, doch die ersten Schritte auf ihm haben Vater und Sohn gemeinsam beschritten und das Ergebnis spricht für sich.
Empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?