Kundenrezension

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Garbage, 18. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Garbage (Audio CD)
Garbage hörte ich mit einiger Verspätung. "Queer" war zwar auf einem "Rolling Stone" Sampler zu hören, aber richtig mitgekriegt habe ich sie erst bei einem Liveauftritt im Fernsehen und so wurde "Garbage" mein persönliches Album des Jahres 1996.

Butch Vig (ja, der von Nirvana), Steve Marker und Duke Erikson spielten zusammen in einer Band, die sich Rectal Trip nannte, um daraus die Idee Garbage ins Leben zu rufen. Zu ihnen gesellte sich die schottische Provinzsängerin Shirley Manson, ohne die, das kann man, glaube ich, zweifelsfrei sagen, die Band nie zu einem solchen Erfolg gekommen wäre. Interviews zufolge wollte Shirley von Beginn an nicht irgendwelche Herz-Schmerz-Liedchen singen und so ging man in die Vollen.

In "Vow" nimmt Shirley Rache an dem Mann, der sie vorher ausgebrannt hat: "I Came To Cut You Up, I Came To Knock You Down, I Came Around To Tear Your You Little World Apart...And Break Your Soul Apart"
Niedlich, nicht?

"I'm Only Happy When It Rains, I'm Only Happy When It's Complicated...You Know I Love It When The News Is Bad And Why It Feels So Good To Feel So Sad" ("Only Happy When It Rains").
Noch besser.

Textlich war Shirley Manson das exakte weibliche Pendant zu Robert Smith. Äußerlich war sie Vamp und Rock-Lolita, Eva, Apfel und Schlange gleichzeitig. In Konzerten konnte man greifen, dass sie einen Mann forderte und sich nicht von ihm unterkriegen lassen würde.

Anders als The Cure, die ihre Traurigkeit meistens eins zu eins in eine ebenso trübsinnige Musik umsetzten, waren Garbage hart, ja brutal hart. Von Gitarren dominiert setzten sie alles in ihrer Musik ein, was die moderne Studiotechnik hergab: Verzerrungen, Loops und Samples bis zum Abwinken, doch daraus ergab sich der aufregendste Crossover seit The Who auf "Who's Next" erstmals Synthesizer einsetzten. Gerade in den 90ern (wie schon in der Produktbeschreibung erwähnt), als einem schon durch die schlechte Renaissance des Britpop und durch die dämlichen Girl- und Boygroups übel wurde, trafen Garbage mitten ins Herz.

Sie adelten ihren Erstling durch das abschließende "Milk", ein langsamer Song voll spröder Schönheit, zerbrechlich wie Glas..."I Am Milk, I Am Red Hot Kitchen, And I Am Cool, Cool As The Deep Blue Ocean. I Am Lost, So I Am Cruel, But I'd Be Love And Sweetness, If I Had You....I'm Waiting, I'm Waiting For You..."
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.08.2009 13:28:00 GMT+02:00
annadschan meint:
Gutes Album, keine Frage. Was der Verweis auf Robert Smith dagegen soll, erschließt sich mir nicht, da gibt es doch nicht den geringsten Bezug. Und "Who's Next" mit ins Spiel zu bringen, halte ich für maßlos übertrieben, ein solches Format haben die Innovationen bei Garbage nun wirklich nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.09.2009 13:53:02 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.09.2009 13:53:32 GMT+02:00
Pete Thrope meint:
Wenn Sie sich die Texte dieser CD zu Gemüte führen, werden Sie erkennen, dass Garbage (bzw. Shirley Manson) ähnlich düstere Texte aufzuweisen hat wie eben Robert Smith.

Möglicherweise ist der Vergleich mit "Who's Next" etwas gewagt (wobei ich gleich betonen möchte, dass ich Garbage auf keinen Fall mit The Who vergleichen will), aber wenn ich die Zeiten vergleiche, in denen beide Platten aufgenommen wurden, ist er zumindest nicht übertrieben. Man darf nicht übersehen, dass zu Zeiten von "Who's Next" die Rockmusik noch relativ in den Kinderschuhen steckte, es also wesentlich mehr Möglichkeiten zu Innovationen gab als heute, wo die Rockmusik ein wesentlich breiteres Spektrum abdeckt. Insofern finde ich den Crossover - und nur darum geht's - eben genauso aufregend.
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