Kundenrezension

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein fast unschuldiges Debut, 7. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Speak and Spell (Audio CD)
Schon erstaunlich wie professionell das Debutalbum der damals knapp 20jährigen Überlebenskünstler und Electronic Helden Depeche Mode klingt. Natürlich ist das Vince Clarkes Album und Vermächtnis, der hier nahezu alle songs beisteuerte, und man merkt das auch ganz klar am fröhlicheren und unbeschwerterem Grundtenor der meisten songs. Tracks wie ,New Life', ,Puppets', ,What's Your Name', der Überhit ,Just Can't Get Enough' oder die Debut Single `Dreaming Of Me' sind tanzbarer Party Electronic Pop, die aber schon durch die eingängigen Melodien bestechen die später auch die Hits von Yazoo oder Erasure ausmachen sollten. Kraftwerk waren für die verwendeten Sounds sicher ein großer Einfluß, aber auch Giorgio Moroder wie man bei ,Photographic' leicht nachprüfen kann. Human League waren im selben Jahr mit ,Dare!' am Start und diesem Album gleicht das DM Debut nicht nur sound- sondern auch stimmungsmäßig - einziger Unterschied war, dass Human League zu dieser Zeit schon ein wenig opulentere Synth Sounds als auf ihren ersten Alben verwendeten.

Der zukünftige Mastermind Martin L. Gore darf hier aber auch schon zwei songs beisteuern - ,Tora!, Tora!, Tora!' und das Instrumental ,Big Muff'; vor allem ersteres lässt schon eine gewisse Schwermut und Bedrohlichkeit erkennen und ist damit ein erster Fingerzeig in die Richtung die DM nach Clarkes Weggang zunehmend einschlagen werden.

Insgesamt ein unschuldiges tanzbares Teeniepop Elektronic Album das in die Hoch-Zeit des Wave Pop perfekt hineinpasste und das durch die sehr eingängigen songs und die professionelle Produktion erstaunlich gut gealtert ist. Die atmosphärische Dichte und der tiefergründige Gehalt der späteren DM Alben fehlt hier aber noch weitgehend, und es war im nachhinein wahrscheinlich Depeche Mode's größtes Glück, dass Clarke die Band kurz darauf verlassen hat, denn so war der weg frei für die düstere Romantik von Gore und Gahan, die sich in eine Nische setzten, in der auch heute noch kaum Platz für eine andere Band ist.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.04.2009 20:14:31 GMT+02:00
Child in time meint:
Auch hier ein verdientes `ja`.

Veröffentlicht am 11.04.2009 11:27:57 GMT+02:00
Andreas S. meint:
Unterschreib ich mit Empfehlung.
Zum Glück haben DM das was Du im Vergleich zu HL ansprichst, eben diese Verwaschenheit der 80er nie angenommen.
HL hatte übrigens nie die Klasse von Melodien und kamen aus ihrem Avantgardismus nie raus ohne Klasse zu verlieren.
Was ich gerade an dieser Scheibe sehr mag, ist die klare Strukturiertheit. Die hat Clarke noch mit zu Yazoo genommen , aber mit dem zweiten Album dort oder spätestens bei Erasure langsam verloren.

Veröffentlicht am 14.04.2009 09:31:09 GMT+02:00
V-Lee meint:
@cit - freut mich dass wir auch abseits des rock genres einer meinung sein können.
@ andreas: wenn human league kompositorisch gut waren, waren sie sehr gut ('human', oder 'open your heart' z. bsp.) aber die hatten da nie diese beständigkeit von martin gore.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.04.2009 15:32:34 GMT+02:00
Andreas S. meint:
Eines der wunderschönsten Lieder (mit somebody) aus dieser Zeit ist 'Life On Your Own'. Sehr schön auch 'Louise', insbesondere kommt hier Philip Oakeys Timbre gut zur Geltung. Bei 'open your heart', das schön ist, kommt er dagegen gesanglich fast über die Grenzen. 'Human' auch sehr schön, hab ich aber leid (ging bei der Nummer schnell).
Mit dem Vergleich hast Du recht, ich würde sogar sagen, dass sie in der Hochzeit von ihrer artifiziellen Darstellung lebten, bevor sie die Morodernummer machten.
Bei Gore eher umgekehrt. Das (irgendwie geschlechtslose) Wesen hatte durch seine musikalische Ausdruckskraft immer Bodenhaftung.
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V-Lee
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