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Kundenrezension

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh Joanne..., 25. Oktober 2013
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Rezension bezieht sich auf: Songs from the Road (Audio CD)
Nach 3 Studioalben legt uns die britische Musikerin ihre erste Liveaufnahme vor. Für den Preis von knapp 17,00€ erhalten wir nicht nur die CD sondern auch gleich die DVD (mit 3 Zusatztracks), somit stellt sich bereits vor dem Hören ein erstes Wohlgefallen in Bezug auf das Schlagwort „Preis / Leistungsverhältnis“ ein.

Der Mitschnitt erfolgte im Zuge einer Englandtour im Mai 2013. Taylor bedient Gesang wie Gitarre und ein Bassist, Schlagzeuger und Keyboarder komplettieren das Quartett. Die Setlist setzt sich größtenteils aus Kompositionen der bisherigen 3 Studioalben zusammen.

Die Wahl des Clubs „Borderline“ ist überaus glücklich, für Bluesrock in London ist es die erste Adresse und auch Joe Bonamassa wird wissen, warum er dort spielt, wenngleich er mühelos das Zehnfache an Zuschauern mobilisieren könnte. Das Publikum geht bei jedem Lied mit, feiert die Band überschwenglich und trägt eine große Portion zum Einfangen dieser Liveatmoshäre bei.

Derartige Zusammenhänge stellen häufig Tontechnik und Produktion vor eine schwere Aufgabe. Labelchef Thomas Ruf saß persönlich an den Reglern und hat den Job famos hingekommen. Aus eigener Tätigkeit kenne ich die Problemstellung trotz Dynamik und Schalldruck dieses Musikstiles und der Lokation die Instrumente sauber herauszuarbeiten und kleine Details hörbar zu machen. Hier punktet „Songs from the Road“ erneut.

Das zufriedene Publikum begründet sich im Spiel und der Performance dieser Musikerin. Bei dieser Dame stimmen die markanten Eckpfeiler: Eigenes Songwriting, excellente Technik auf den 6 Saiten und diese fragile, teils kehlinge Stimme, die bei Bedarf auch rockig röhren kann. Die Setlist enthält (leider) keine ruhigeren akustischen Lieder wie auf dem einen oder anderen Studioalbum, denn Joanne Shaw Taylor kann durchaus reduzierten Country Blues sicher zitieren. Somit bleibt es durchgehend bei dem klassischen Besteck für Blues Rock mit Südstaateneinschlag, sprich Gibson Les Paul und Marshall Turm. Ein gute Wahl, ob es eine kleine versteckte Hommage an einen Briten ist, der mit ähnlichem Setup als Twen unter John Mayall diesen Klang begründetet hat sei einmal dahingestellt. Dieser Fingerwink zielt auf die Vorschußlorbeeren des Pressetextes ab: „ein Live-Album, das das Zeug hat, die Stars von ihrem Podest zu stoßen“. Ich bin sicher, daß Jimi an der Version von „Manic Depression“ seine helle Freund gehabt hätte.

Nach mehrmaligen Abbhören der Platte lege ich mich fest: Diese junge Musikerin befindet auf einem guten Weg, sich das Podest mit diversen Ikonen zu teilen.

Uneingeschränkter Kauftipp für Fans, Anhänger und Jünger des (Blues)rock im weit gefassten Sinne, speziell jedoch von Bonamassa&Harth, Zoe&Freischlader, Samthana Fish. Freunde einer traditionellen Auslegung des Genres (Delta/Piedmont/Chicago etc.) mit vorzugsweiser männlicher Stimme sollten vielleicht mehrmals hinhören, aber sich dann umstimmen lassen. Die Dame kann es, das Paket ist jeden Cent wert, danke Joanne.
Volle Wertung für diese Aufnahme
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Kommentare


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.11.2013 00:49:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.11.2013 00:52:30 GMT+01:00
jojo meint:
Nun die "Zusammenhänge" und wer den noch so da in diesem "Drecksclub" spielt (kenne den auch zur Genüge) interessiert da weniger. Schön wäre einfach ein vollständiger Live Mitschnitt auf CD. Gern auch auf zwei (2) CDs. Dass das nicht so ist, ist schade. Wirklich!

Ach ja - die so schöne Wortwahl und Schreibstil Ihrer Beurteilung lassen einiges vermuten...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.11.2013 08:53:43 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.11.2013 08:54:29 GMT+01:00
Vielen Dank für Ihre Ergänzung zu der Rezension. Die Wahl des Clubs bzw. Spielstätte ist Geschmackssache des Publikums (und des Musikers). Für mich wirkt es authentischer im Rahmen eines Besuches in London Stätten wie Ronnie Scotts, Brixton Academy oder Borderline aufzusuchen. Man kann natürlich auch in die Royal Albert Hall pilgern und dort einen deutlich dreistelligen Betrag für Clapton, Bonnamassa und Konsorten entrichten. Alles Geschmackssache.
Ihrem Argument der Vollständigkeit kann ich durchaus folgen. Hier gibt es leider kein Wunschkonzert und wir sind auf Teufel und Verderb der Plattenfirma oder den Wirrungen des Künstlers ausgesetzt. So ärgere ich mich seit Jahren, daß uns van Morrisson bei seinem, meiner bescheidenen Meinung nach, genialen Live-Album „too late to stop now“ eines seiner besten Lieder einfach unterschlägt (moondance). Der Meister befand einen Akkord im Mittelteil als unsauber gespielt. Es gibt weitere Skurilitäten. So wird uns bei der einen oder anderen Liveaufnahme von Miles Davis, das Stimmen der Instrumente und kurzes Anspielen als „Waiting for miles“ verkauft und das als eigenständiger Titel. So etwas ist eine Frechheit.

Ich bin der Auffassung, daß bei dem Album, über das wir hier sprechen, das Gesamtbild stimmig ist. Die Künstlerin hat eine gute Stimme, Klangqualität und Können auf dem Instrument stimmen. Vielleicht können Sie diesem Ansatz folgen, wenn Sie das Album abgehört haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2013 18:52:16 GMT+01:00
jojo meint:
Seit langem bin ich in dem Bereich Tätig. Und so manche CD oder auch DVD Produktion "regt" zum Nachdenken an...
Aber Sie haben recht, alles ist natürlich persönliche Geschmackssache.
Neben dem Borderline in England gibt es auch auf dem europäischen Kontinent schon den einen oder anderen bekannten Club/Spielstätte wo bessere Voraussetzungen für einen Mitschnitt(DVD) gegeben sind.
Zurück zu Frau Taylor, ja, ich habe sie vor fünf Jahren schon gesehen und dachte - Whow - mal hören was da noch so kommt... und sie wurde besser.

Und letztlich würde ich jedem dann doch empfehlen, wenn die Möglichkeit besteht, sich Konzerte dieser Art als Zuschauer anzugucken/hören. Wenn dann die Show nicht gefilmt wird geht es auf der Bühne auch etwas lockerer zu.
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