Kundenrezension

34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine empfehlenswerte GPS-Kamera für alle Zoom-Freunde, 27. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Sony Cyber-SHOT DSC-HX50V (20,4 Megapixel,30 -x opt. Zoom (3 Zoll Display) (Camera)
Handhabung & Ausstattung:

Optisch würde mir die Sony HX50V zwischen anderen Modellen nicht unbedingt auffallen. Dafür wird man spätestens ein wenig mehr Interesse entwickeln, wenn sich der neueste Zugang in der Digitalkamera-Familie von Sony in den eigenen Händen befindet. Sehr großzügig fällt die angeraute Fläche für die Finger auf der Vorderseite der Kompaktkamera aus, aber auch der ovale Ausschnitt für den Daumen sitzt zumindest für meine Verhältnisse perfekt. Ausgeschlossen ist auch eine versehentliche Bedienung der Film-Taste. Nicht selten haben Kamerahersteller in der nahen Vergangenheit kaum darauf geachtet und die Taste beispielsweise mit einer leichten Erhebung versehen. Das ist Quatsch und braucht niemand. Ein weiterer Punkt ist zwar in erster Linie ausschlaggebend von der eigenen Gewohnheit, aber ich benutze parallel die RX100 von Sony und dementsprechend problematisch fand ich das Gewicht der HX50V. Inklusive Akku wiegt die Kamera knappe 275 Gramm und bevor jetzt die Aufschreie kommen - auch ich war sehr überrascht zu sehen, dass die RX100 sogar nur 240 Gram auf die Waage bekommt. So kann der Schein manchmal trügen. Wie kann das sein? Ich vermute die Täuschung muss durch das Magnesium-Gehäuse entstanden sein.

Nichts desto Trotz empfinde ich ein besseres Tragegefühl bei der HX50V und damit möchte ich jetzt noch kurz auf die Austattung eingehen - da sowieso mehr oder weniger alle Hersteller eine ähnliche Anordnung befolgen. Deshalb sei hier auf die erwähnenswerten Dinge eingegangen, wie beispielsweise der externe (und überhaupt nicht selbstverständliche) Multi-Interface-Schuh neben dem eingebauten Blitz, der wiederum leider nicht automatisch bei aktivierten Blitz aus seinem Versteck herausspringt. Wie schon beim letzten getesteten Gerät wurde auch hier an den Kosten gespart. Nachteil: Ohne manuelle Freigabe durch die darunter befindliche Taste wird der Blitz nicht auslösen. Für die Akkuleistung kann es dagegen nur von Vorteil sein. Aber dazu später mehr. Ebenfalls positiv ist der Belichtungskorrekturregler an der Oberseite und der üppig ausgestatte Moduswahlknopf: Intelligente Automatik/ Überlegene Automatik/ P/ A/ S/ M/ MR (Speicherabruf-Modus)/ iSchwenk-Panorama/ Filmmodus/ Szenenwahl. Neben dem Multi-Interface-Schuh befindet sich der für die HX50V exklusive GPS-Empfänger, sowie das Mikrofon und an den Seiten die üblichen Anschlüsse für HDMI und USB. Interessant ist neben dem eingebauten Wi-Fi-Empfänger (mittlerweile Standard) noch die Taste CUSTOM, der eine gewünschte Funktion zugewiesen werden kann. Das sollte es dann in diesem Bereich gewesen sein, kommen wir deshalb zum Menü.

Menü:

Leider kann sich Sony bei Ihren diversen Modell-Reihen nicht auf ein einheitliches Menü festlegen. So ist auch hier einmal mehr alles anders und prinzipiell empfinde ich es nicht schlecht, aber umständlich - da erneut Einarbeitung gefordert ist. Aber möchte man den Vorteil sehen, dann ist sicherlich einer davon die entspeckte Darstellung gegenüber den anderen Modellen. Die HX50V zeigt nur verfügbare Optionen zu dem jeweils ausgewählten Modus an. Die CUSTOM Taste bietet neben ISO noch als Schnellwahl den Weißabgleich, Messmodus und Auslösung bei Lächeln. Ich finde letzters am praktischsten, wobei ich selbst großer Anhänger vom Speicherabruf-Modus bin. Hier wählt man die abzurufende Einstellung, wenn der Moduswahlknopf eingestellt ist. Einstellen lassen sich drei Profile über die Menüoption bzw. durch vorherige Einstellung wie Blitz, welche Aufnahme gewünscht ist etc. Danach ins Menü und bestätigen. Eine wunderbare Sache, die von den Herstellern leider nur zu gerne vergessen oder als nicht für nötig empfunden wird.

Das Schwenk-Panorama funktioniert Sony-typisch durch drücken auf den Auslöser und der anschließend in Pfeilrichtung gleichmäßigen Bewegung. Die Szenenwahl bietet 17 Szenarien inkl. 3D Effekt für den Fernseher - der aber ziemlich enttäuschend ausfällt und prinzipiell keinerlei Unterschiede zu einem normalen Bild offenbart. Auf den Filmmodus möchte ich noch später eingehen. Die überlegene Automatik bietet wieder eine Reihe an Effekte, wie Helligkeit, Farbe, Lebhaftigkeit und Bildeffekte (Spielzeugkamera, Pop-Farbe etc.)

Bildqualität & Objektiv:

Über die Bildqualität wurde hier schon viel negatives abgehandelt und meistens waren wohl die hohen Erwartungen schuld, ausgelöst durch den Vergleich zur früheren HX20. Natürlich muss man sich davor informieren und sich selbst fragen, was will ich überhaupt und was ist mir persönlich wichtig. Den Negativling heraushängen lassen und sich dann über Dinge zu beschweren, die sowieso schon im Vorfeld bekannt waren, helfen hier niemanden der sich ernsthaft mit einem möglichen Kauf auseinandersetzt. Wichtigste Unterschiede sind der Optische Zoom, die erhöhte Brennweite, eine verbesserte Batteriebetriebsdauer und Wi-Fi (wer es benötigt). Schlechter geworden ist dagegen der Blitz. Schön wäre gewesen, die HX50V mit einem RAW-Format auszustatten. Soweit im groben Detail. Kann man auf die genannten Vorteile verzichten, bietet die HX20 fast gleiche Qualitäten für fast die Hälfte des Preises der HX50V. Besitzer einer besseren Kamera (wie eben der RX100), dürften das neue Modell von Sony sowieso nur als Zweit.- bzw. Drittgerät sehen. Grund dafür ist der optische Zoom, der die HX50 wirklich zu etwas Besonderem macht.

Dank der hervorragenden doppelten Bildstabilisierung gelingen auch aus der Hand sehr gute Aufnahmen. Das Objektiv bietet sich wunderbar für Landschaften an und sorgt mit der 24mm Brennweite für überraschend neue Betrachtungswinkel. Bei den ISO-Werten verwendete ich die 20-Megapixel-JPEG-Einstellung und hatte bis ISO 800 eine durchaus gute Bildqualität. Aber nach hinten heraus kann man es vergessen. Da haben andere Kompaktkameras in dieser Preisklasse schon besseres abgeliefert. Trotzdem bleibt es für diesen kleinen Bildsensor eine gute Leistung. Insgesamt lassen sich einige violette Farbsäume in kontrastreichen Situationen erkennen, zudem wirken die Bilder stets ein bisschen weich - Photoshop kann da weiterhelfen. Die HDR-Funktion bietet übrigens eine drastische Erhöhung der Details im Schatten und in hellen Bereichen. Erstaunlich ist auch die Makro-Funktion die es erlaubt, bis an 1,5 cm an das Objekt heranzugehen. Das ist phantastisch. Für die Nachtphotographierer bietet die HX50V eine maximale Belichtungszeit von 30 Sekunden im manuellen Modus. Was dagegen nicht so gut funktioniert ist die Hintergrund-Defokussierung. Anders als beispielsweise bei der RX100, gibt es hier nicht die Möglichkeit, den Grad der Unschärfe selbst zu bestimmen und auch deshalb erkennt die Kamera oftmals nicht das hervorstehende Objekt.

Videoaufnahme:

Bei den Videoaufnahmen musste ich mich schon oft darüber Ärgern, dass außer der Videoaufnahme keinerlei Effekte oder weitere Funktionen verfügbar waren. Sony hat Ihr nachgebessert und bietet neben der normalen Videoaufnahme über die rote Taste noch die bereits angesprochene Option über das Wählrad. Der Filmmodus mit veränderbaren Einstellungen bietet eine Szenenwahl, ein Auslösen bei Lächeln während der Aufnahme, eine Gesichtserkennung und die Möglichkeit jederzeit ein Bild währenddessen zu knipsen (Ausnahme bei PS (AVC HD 28M)). Der Zoom ist übrigens kaum wahrnehmbar und bei Außengeräuschen, die prinzipiell immer vorhanden sind, sogar unhörbar. Obwohl ich kein Anhänger von Videoaufnahmen über Kompaktkameras bin - dieses Modell macht wenigstens mal ein bisschen mehr daraus und bietet es nicht nur an - weil aufgrund der hohen Konkurrenz diese Funktion praktisch integriert werden muss.

Wi-Fi

Um die Wi-Fi Steuerung über das Smartphone zu nutzen, muss zu Beginn das Passwort eingegeben werden (wird auf dem Display der Kamera angezeigt). Im Anschluss hat man das Bild auf dem Smartphone und im Gegensatz zu vielen anderen Modellen, erfolgt die Übertragung hier nicht nur als mehrsekündige Verspätung. Beispielsweise bei der NX300 von Samsung. Als Optionen bietet Sony die Auswahl zwischen Foto (Selbstauslöser, Blitz, Rückblick-Check) und Film. Allerdings funktioniert das Zoomen nur sehr widerspenstig und langsam. Auch gibt es keinerlei Informationen über den aktuell verwendeten Zoomfaktor. Im Modus Film steht auch der Zoom zur Verfügung, dafür keine weiteren Funktionen. Wie immer bei den Wi-Fi Geschichten: Eine nette Spielerei, aber auch nicht wirklich sinnvoll. Daneben kann man das aufgenommene Bild via Kamera auch direkt an den Computer senden. Dafür ist es aber nötig, erstmalig die Kamera mit dem PC zu verbinden, um den Speicherort zu bestimmen. Doch auch hier spielt rein der Bequemlichkeits-Faktor eine Rolle, ansonsten verzichtbar.

Falls sich noch jemand fragen oder informieren möchte ob es weitere Unterschiede zwischen der HX50 und der HX50V geben sollte - Nein die gibt es nicht. Einziger Unterschied ist nur das GPS Modul. Auch ist es meiner Ansicht nach eine eher fragliche Entscheidung, ob nicht die HX50V als alleiniges Modell ausreichend gewesen wäre. Diese nun künstliche Preisdifferenz liegt aber voll im Trend der Zeit. Sehr gut bei den TV Geräten zu beobachten. Meist werden auch hier zwei identische Reihen produziert, einmal mit Sat-Modul und einmal ohne. Neben der problematischen Ressourcen-Verschwendung ist es letztlich reine Geldmacherei. Aber gut. Ich wollte nicht abschweifen - aber das nervt mich derzeit einfach. Nochmals zurück zur Kamera: Für die nächste Reise ist dieses Modell von Sony mit GPS und dem sehr hilfreichen 30x optischen Zoom absolut empfehlenswert.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.01.2014 20:24:52 GMT+01:00
T. Schmidt meint:
Hallo,
wie unterscheidet sich die HX50 von der V-Version? Ist die Beschriftung auf der Kamera (hinten unten rechts) anders? Ich frage deshalb, weil ich bei uns im Mediamarkt ein Modell gefunden habe, was angeblich die GPS Funktion hat, aber mit HX50 (ohne V) beschriftet war.
Wo kann ich die GPS Funktion finden im Menü um es mal zu testen.
Ansonsten gibt es ja wohl keine Unterschide.
Gruß
Thomas
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