Kundenrezension

29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 3 Jahre haben sich gelohnt, 17. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Sounds of a Playground Fading (Audio CD)
Meine Erwartungen waren hoch, auch wenn ich wusste, dass mich In Flames so oder so kaum enttäuschen konnten. Vorweg: ich bin kein felsenfester Verteidiger der alten In Flames Alben, sondern höre hauptsächlich die "neueren" Sachen seit 'Reroute to Remain' und 'Clayman'. Dennoch sind viele der älteren melodischen Songs aus 'Colony' und 'Whoracle' auf meiner Favoritenliste. D.h. ich liebe es, wenn es ordentlich aufs Kerbholz gibt und mich dazu eine "catchende" Melodie mitzieht.

Beides findet man auf 'Sounds of a Playground fading' auf jedenfall wieder, auch wenn die Härte vergangener Alben einen Tick in den Hintergrund gerät und Platz für herrliche Melodien macht, die meiner Meinung nach bei 'A Sense of Purpose' zu kurz kamen. Den einen mag das etwas stören, der andere (wie ich) genießt es einfach und macht einen der 'Come Clarity' Songs an, wenn er Lust auf Härteres verspührt, was allerdings nicht heißen soll, dass 'Sounds of a Playground fading' ein Weichspühlalbum darstellt, es fällt lediglich auf, dass öfter Cleanvocals zum Einsatz kommen, die, wie sämtliche anderen Vocals, jedoch in fast allen Fällen sehr schön ausgeführt werden, und weniger "raufholz"-Songs vorhanden sind.

Nach dem Kick-Ass-Opener 'Sounds of a Playground fading', welches mit den besten Refrain des Albums hat, folgt der bekannte Ohrwurm 'Deliver us' und das langsamere 'All for me'.
Dann nimmt es mit 'The Puzzle' schnellere und härtere Fahrt auf. 'Fear is the Weakness' ist ein Beispiel dafür, wie super In Flames mit dezenten Synthies umgehen und keinesfalls erstklassige Gitarrenparts vernachlässigen.
Ebenso sieht es mit 'Where the dead Ships dwell' aus, wo einzig das langgezogene "miles" im Refrain stark an 'Deliver us' erinnert.
'The Attic' ist eher ein Song, der zur Atmosphäre des Ganzen beiträgt und wohl mehr Wert auf die mal wieder interessanten Lyrics legt.
Danach wird es Zeit wieder etwas Kohle in den Ofen zu schieben, was in 'Darker Times' auch getan wird.
In 'Ropes' habe ich mal wieder ein Lieblingslied der Band gefunden, einfach weil die Gitarrenhooks und der frische Chorus den Song zu einen der kurzweiligsten der Platte machen.
"So, jetzt könntet ihr aber mal ordentlich abgehen!", dachte ich mir nach den bisher 9 Titeln und prompt fing 'Enter Tragedy' aus den Boxen zu knattern, was nur durch Chorus und Solo wieder etwas abgeschwächt wird.
'Jesters Door' sehe ich eher als kleines Zwischenspiel und Message an den ExGitarristen Jesper an. Etwas schade, weil ich vorher allein vom Titel her einen "oldschool" In Flames-Song erwartet habe.
Doch sofort entschädigt mich 'A new Dawn' mit tieferen Vocals und dem besten Zwischenpart aller Alben, der durch den Zusammenspiel von Streicher und Gitarre an frühe Zeiten erinnert und wie ein Mix aus den Zwischenparts von 'Zombie Inc.' und 'Ordinary Story' wirkt und damit einen weiteren Höhepunkt des Longplayers darstellt.
Für mich die wahre Perle des Albums ist 'Liberation'. Es zeigt sich mal wieder, dass Metal-Bands die besten Balladen herausbringen, was auch In Flames immer wieder bewiesen haben. Es passiert nicht oft, dass mir Songs eine Gänsehaut verleihen. Dieser Track bringt damit die gesamten 54 Minuten perfekt zum ausklingen und hinterlässt mich mit einem verdammt zufriedenen Gefühl.

So reiht sich 'Sounds of a Playground fading' in eine der vielseitigsten Albumsammlung einer einzigen Band ein, die ich kenne. Es bildet für sich wieder ein neues, kurzweiliges und ganz einfach spaßiges Hörerlebnis. Die Fans werden es eh tun, also empfehle ich jedem, der auch nur entfernt Freude an Melodic Metal findet, sich hiermit auszutoben.
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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.06.2011 10:57:29 GMT+02:00
Ich gehöre allgemein nicht zu den Ewiggestrigen, aber im Falle von In Flames irgendwie schon. Das letzte wirklich überzeugende Album war "Clayman" aus dem Jahr 2000, danach kam höchtens noch Mittelmaß. Ich will damit nichts gegen deine Rezension sagen, denn wenn die "Sounds Of A A Playground Fading" gefällt, ist das schön für dich, und gut geschrieben ist die Rezi auch. Aber spätestens seit dem Vorgänger "A Sense Of Purpose" habe ich In Flames abgeschrieben und kenne die neusten Songs nur durch Hörproben. Bis einschließlich "Come Clarity" besitze ich all ihre Alben (obwohl die letzten nicht besonders toll waren, vor allem "Soundtrack To Your Escape" ist unter aller Sau), aber die letzten beiden habe ich nicht und will sie auch gar nicht haben. Für mich ist "Colony" immer noch DAS In-Flames-Überalbum, mit dem Stilwechsel kann ich nicht viel anfangen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.06.2011 11:39:24 GMT+02:00
M. Starke meint:
Finde ich schade für dich, kann deine Meinung aber auch nachvollziehen. Da mein Musikgeschmack relativ breit ist, finde ich es gerade super, dass In Flames soviele Bereiche mit der Zeit bedient hat.

Vllt. gibst du dem Album ja wenigstens eine Chance und hörst es dir bspw. bei Youtube oder grooveshark.com mal durch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.06.2011 13:59:09 GMT+02:00
T. Neidigk meint:
Deine Rezension finde ich recht gut, wenn auch etwas unentschlossen. Jeder weiß, dass In Flames nie mehr die sein werden, die sie mal waren. Für die einen ist das etwas Gutes, für andere ist es ein Ärgerniss.
In Flames waren eine der wichtigsten Melodic Deathmetal Bands und Mitbegründer des Göteborg-Sounds/Stils. Insofern ist ihre musikalische Entwicklung für mich eine Schande. Obwohl ich eingestehen muß, dass viele der neueren Songs live viel besser rüberkommen als auf den Alben. Dennoch ist für "diehard oldschool jesterheads" wie mich jede Platte, die die Band seit Clayman herausgebracht hat, ein Schlag ins Gesicht. Der Stilwechsel hat nichts mit "natürlicher Weiterentwicklung der Band" oder dem "Einbringen neuer Elemente und Einflüsse" zu tun. Es ist schlicht wohl kalkulierte Marktstrategie und DAS stößt mich einfach nur ab. Da wäre es mir lieber, sie wären sich und ihrer Linie treu geblieben, auch wenn das bedeutet hätte, dass sie "nur" ähnlich erfolgreich gewesen wären wie z.B. Dark Tranquillity oder Soilwork.

Veröffentlicht am 17.06.2011 16:59:18 GMT+02:00
Das schöne an In Flames ist, dass kein Album klingt, wie das andere und obwohl damit die Fans nicht an einen einzigen Sound gewöhnt werden, gibt es sogar bei In Flames Fans, die sich über die meist jüngeren Alben beklagen. Eigentlich sehr schade, da In Flames, was die musikalische Qualität angeht immer gute Alben produziert hat. Ich sag immer, wenn ich ein Album, wie die alten will, dann hör ich mir eben die an und jedes neue Album einer Band sollte auch neu klingen. Daher schöne Rezension die eben nicht auf old-fashion Fan gehabe geschrieben ist, sondern das Album etwas wertungsfreier durchleuchtet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.06.2011 19:07:50 GMT+02:00
T. Neidigk meint:
Auch wenn ich mich nur zum Teil von Deinem "old-fashion Fan Gehabe" angesprochen fühle, so gebe ich nur eines zu bedenken:

Jede Band hat ihre Geschichte und die Fans entscheiden sich der Band weiter zu folgen oder nicht. Es kann ja niemand etwas für seinen Geschmack. Das Entscheidende für mich als (Melodic) Death Metal Fan ist aber hier die Frage: Würde ich mir dieses Album kaufen, wenn es das Debüt einer unbekannten Band wäre? Für mich lautet die Antwort ganz klar NEIN. Auch wenn die Musik an sich wirklich gut ist, so spricht sie mich einfach nicht an. Das ist kein "Gehabe"! Für viele IF Fans ist der Stilwechsel ein wirklicher Verlust und dennoch hoffen sie immer wieder auf das nächste Album, in der Hoffnung, dass IF sich wenigstens wieder etwas mehr dem MeloDeath nähern.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.06.2011 17:24:36 GMT+02:00
Ich sehe die Veränderungen von In Flames als eine Bereicherung. Ich mein kaum eine Band bietet mir 10 Alben, die so unterschiedliche Stile und doch eine recht subtile einigkeit besitzen. Wenn ich gute Melo Death hören will, dann nim ich mir Colony, Whoracle, Jester Race oder Clayman, wenn ich mal Lust auf Synth Klänge verspüre, dann höre ich Reroute to Remain oder Soundtrack to Your Escape. Wenn ich mal richtig Power möchte, dann höre ich Come Clarity und wenn ich mal was modernen Metal hören will, dann höre ich die letzten beiden Ableger. Ich kann nur sagen, dass es Großartig ist, dass eine Band solange überlebt und so unterschiedliche Stile bedienen kann und dennoch, meiner Meinung nach, sie selbst bleiben. Naja das zu meiner Meinung ;-) Muss ja jeder selber wissen, was er gerne hört. Ich finds auf jeden Fall besser, als sowas was z.B. Disturbed macht, die im Grunde 5mal das gleiche Album abgeliefert haben. Das mag ich wiederum nicht. Egal, viel Spaß noch beim hören oder nicht hören ;-)!

Veröffentlicht am 27.06.2011 23:20:14 GMT+02:00
Borzik Marco meint:
Kann Deiner Rezension nur voll und ganz zustimmen! Mir ergeht es genauso, das ist schon fast erschreckend. Mit dieser Rezension sei eigentlich alles gesagt. Weiter so!

Veröffentlicht am 17.07.2011 17:58:01 GMT+02:00
Omega meint:
Es ist bei iF aber auch wirklich so, dass gerade die älteren Alben vom Stil her sich doch sehr ähneln, wenn nicht sogar identisch sind. Bei den neueren (ab ca. Clayman, Reroute To Remain) herrscht bei jedem neuen Album auch ein neuer Stil und daher kann man iF nicht vorwerfen, dass ihre Musik nur eine ausgeklügelte Marktstrategie ist, denn nichts verkauft sich schneller, als immer dasselbe Album mit anderem Namen rauszubringen (siehe AC/DC, etc.), denn wenn sie dies vorhätten, würden sie den Stil, den sie auf ihrem erfolgreichsten Album praktiziert haben, einfach immer weiter spielen und jedes Release würde sich exakt so anhören. Das würde sich wesentlich besser verkaufen, als bei jedem Album einen anderen Stil zu spielen, der auch gerade vom Härtegrad, etc. immer variiert, denn "Come Clarity" war wesentlich härter als "Reroute To Remain" und "Sounds Of..." ist auch definitiv härterals "A Sense Of Purpose" und gerade das ist doch die Komponente, die einem zum großen Erfolg verhilft, oder nicht? Klar ist der alte Stil längst Geschichte, aber man muss auch bedenken, dass nicht einmal ein Gründungsmitglied mehrin der aktuellen Besetzung ist und iF sozusagen nicht mehr die iF sind, die sie zu ihrer Gründungszeit waren.

Veröffentlicht am 25.08.2013 13:46:03 GMT+02:00
Frederik R. meint:
Also meiner Meinung nach war Clayman das letzte gute Album für ca. sechs Jahre. Ich fand Reroute To Remain und Soundtrack To Your Escape bis auf Ausnahmen (Trigger, My Sweet Shadow oder The Quiet Place) eher schwach. Ab Come Clarity gings dann wieder aufwärts und ich finde, auch wenn viele Fans da anderer Meinung sind, dass A Sense Of Purpose das beste Album seit Clayman ist... Das mag aber auch daran liegen, dass es mein erstes IF-Album war, aber ich liebe es einfach!
Natürlich ist das nur meine Meinung...
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Rezensentin / Rezensent

M. Starke
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