Kundenrezension

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verschmelzung von "Visitation" mit "Chase the Dragon", 23. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: On The 13th Day Ltd.Digi (Audio CD)
Bereits die Magnum- Alben "Rock Art", "Brand new Morning" und "Visitation" enthielten überraschend gitarrenbetont- rockige Elemente, aber das erstgenannte Werk war nicht besonders inspiriert, und die zwei anderen lehnten sich mehr an "Wings of Heaven" als an "Chase the Dragon" an. Hier allerdings fühle ich mich stimmungsmäßig streckenweise tatsächlich an die sensationelle Drachenhatz zurückerinnert, besonders was den bissigen Gitarrensound angeht, der die schwelgend schönklingenden Keyboards weitestgehend in Schach hält und den Kitschfaktor erfrischend eindämmt. Der Gesang ist ebenfalls etwas weniger vordergründig gemischt als seit "Storyteller" gewohnt. Auch der stachelige Fantasy- Baum, welchen der legendäre Rodney Matthews auf dem Cover verewigt hat, erinnert stark an das 82er- Album, für dessen Artwork er ebenfalls verantwortlich war.

Können denn die neuen Songs mit "Soldier of the Line", "Spirit" und "Sacred Hour" mithalten? Schwer zu sagen, immerhin sind das Klassiker mit unantastbarem Kultstatus. Ich geh mal durch: Der Opener "All the Dreamers" ist einfach brilliant, "Blood red Laughter" rockt rau und drückend, und die stampfende Halbballade "Didn't like you anyway" bietet schöne Gitarren- Streicher- Wechsel im Intro und bombastische Hintergrundkeys im letzten Songdrittel. Der melodisch- kraftvolle Titelsong hätte auch auf "Visitation" erschienen sein können. "So let it rain", "Shadow Town" und "Broken Promises" sind weitere typische Magnum- Midtemposongs, wie die Fans sie lieben. Dafür ist "Black Tattoo" für Magnum- Verhältnisse ein straighter Rockstampfer mit Zirkusshow- mäßigem Keyboardoutro. Einzig die Ballade "Putting Things in Place" plätschert mit einem eher uninspirierten Refrain weitgehend an mir vorbei. Im Gegenzug glänzt "See how they fall" mit einem schönen Gitarrenecho und einer bombastischen Keyboardfanfare. Der Closer "From within" ist angenehm, wenn auch mit Chor etwas überproduziert. Die kontrastreich spannungsgeladene Dynamik von "Chase the Dragon" wird von "13th Day" nicht ganz erreicht. Das "11th Hour"- Album wird aber locker getoppt, und mit "Visitation" kann das aktuelle Album auch gut mithalten.

Das Master- Limiting ist zeitgemäß etwas hart geraten, das hätte nicht ganz so krass sein müssen. Ich dachte, der Loudness War wäre rückläufig. Aber gut, das ist jetzt wirklich kein Grund, vom Kauf des Albums abzuraten. Nehmt den Opener als Anspieltipp.

Die Bonus- Disk enthält "Eyes like Fire", welches schon von der "Visitation"- DVD bekannt ist. Daneben gibts einen unveröffentlichten Demosong aus der "Wings of Heaven"- Ära, zwei "13th Day"- Songs im Unplugged- Gewand und zwei Liveversionen bekannter Songs. Sollte man haben, wenn man Fan ist. Fünf Sterne.

P.S.: Nach mehrmaligem Durchhören des 1988er Demosongs "Those were the Days" stelle ich fest, dass Passagen davon später umgeschrieben und in "Heartbroke and Busted" (von "Goodnight L.A.") und in "You don't have to be a Baby to cry" ("Rock Art"- Bonustrack") verwertet wurden. Für den ein oder anderen langjährigen Fan ist das sicher ein interessantes Dokument.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.09.2012 21:33:25 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.09.2012 21:36:02 GMT+02:00
Funeral Doom meint:
Sehe ich ähnlich, aber "So Let It Rain" finde ich schon ziemlich daneben, und eigentlich nicht Magnum-typisch, eher schlagermäßig, ultra-Kommerz halt. Aber sonst - gute Rezi.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.09.2012 12:03:56 GMT+02:00
Danke. :)

Veröffentlicht am 25.09.2012 14:01:21 GMT+02:00
Ralf Wegmann meint:
Sehr gute Rezi. Ich bin allerdings kein Soundprofi, daher bin ich mit diesen Hinweisen überfordert. ( : - Das Master- Limiting ist zeitgemäß etwas hart geraten, das hätte nicht ganz so krass sein müssen.der Loudness War wäre rückläufig.). Allerdings finde ich einige Songs etwas zu lang geraten ( z.B. Dance hätte ich nach dem Schlagzeugteil aufhören lassen und nicht nochmal einen Refrain angehängt) und manche Songs klingen melodie-mäßig zu ähnlich mit Songs der Vorgängerplatten. Aber das ist nun wirklich " jammern" auf hohem Niveau.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.09.2012 14:18:22 GMT+02:00
Falls es dich interessiert: In einschlägigen Online- Lexika gibt es eine lesenswerte und recht gut verständliche Beschreibung des "Loudness War". Zu lang fand ich die Songs auf "Brand New Morning", hier ist es für mich okay. Danke für deinen Beitrag.
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent


Ort: www.freak-alex-band.com

Top-Rezensenten Rang: 769