Kundenrezension

30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wiedergeburt des Rock!, 20. Mai 2012
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Rezension bezieht sich auf: Apocalyptic Love (Deluxe Edition inkl. 2 Bonustracks) (Audio CD)
Slash. Gitarrengott. Ikone. Mann mit dem Top Hat, der die unglaublichsten sehnsüchtigen Melodien hervorbringt. Seiner - Trademark - Les Paul, die unweit der Knie baumelt, entringt, nein: entstreichelt. Überlebender des "Sex, Drugs & Rock N'Roll"-Strudels aus Exzessen und Todessehnsucht.
Myles Kennedy. Unstrittig einer der besten Rocksänger. Nachfolger eines Robert Plant. Mit Chris Cornell, John Corabi und Chester Bennington aktuell Bester seiner Fachs.

Zwei Götter - vereint, die Welt zu beglücken.
Der Output: unglaublich!

Um ehrlich zu sein: bereits seit Monaten hatte ich, Slash-Fan der ersten Stunde und Alter Bridge verfallen nach "Blackbird", mich dieser Scheibe entgegen gesehnt. Zu Recht: für mich ist "AL" die beste Rockplatte seit Jahren. Besagtes "Blackbird" ist die hohe Schwelle, die erreicht wird; Soundgardens "Down On The Upside" ist ein weiterer Massstab, den es anzulegen gilt. Diese beiden Marksteine des Rock, teilweise schon 15 Jahre alt, geben die Richtung vor.
Und mit beiden Meisterwerken kann AL mithalten, ja sie teilweise toppen.

Zunächst:
* Natürlich, das Können. Slash und Myles sind absolute Könner. Magier. Um nichts schlechter jedoch die Backing-Group: Brent Fitz (Drums) und Todd Kerns (Bass) grooven wie eine Eins und legen ein fast schon jazziges Fundament für das Gitarrengewitter der Mitverschwörer Slash und Kennedy. Und ja: letzterer ist ein begnadeter Gitarrist: Hör Dir, geneigter Rockhörer, doch etwa die tollen Soli zu "All Hope Is Gone" und "Isolation" von "AB III" an; diese stammen von Myles. Beispiel: "You're A Lie". Hier knarzen die Les Pauls, das es eine Freude ist (besonders bemerkenswert: die kurzen Stops während des Solos von Slash)!
Slash hat sein Können noch deutlich verbessert. Noch souliger als je zuvor (Vibrato!) - unvergleichlich.
* Die Chemie: Dass es eine derartige gibt, zeigen schon die Kompositionen (dazu gleich mehr). WELCHE aber, muss man hören: Die Gruppe klingt, als wäre sie seit Jahrzehnten miteinander unterwegs (was bereits zeitlich ausgeschlossen ist, kennen sich doch Slash und Kennedy erst seit 2 Jahren - "Starlight" war der erste Kontakt). Denn: nicht nur ungeheure Spiellaune kennzeichnet die Kollaboration der Conspiratrors, sondern vor allem
* unglaublich tighte Kompositionen. Hier zeigen gerade Slash und Kennedy ihr Bestes: Von ersterem stammen offenbar die geradezu teilweise kranken Riffs ("You're A Lie", "Hard N'Fast"), von letzterem wunderschön schräge Ohrwürmer in Form von Breaks und Chorusses ("Crazy Life", "Bad Rain", "Carolina"). Und: teilweise ist doch recht klar die Handschrift des Hauptverantwortlichen zu hören - "Hard N'Fast" etwa ist deutlich Slash ("Been There Lately" aus Snakepit-Zeiten plus Speed), ebenso "Standing In The Sun" (das als Mischung aus "Locomotive" von UYI II der GN'R und "Paradise City" derselben daherkommt), während etwa "Far And Away" alte Mayfield Four-Zeiten von Myles Kennedy heraufbeschwört. Auch das einzigartige "Not For Me" ist ganz Kennedy - auf AB-Niveau, wenn nicht, so denke ich, sogar besser.
* Highlights für mich: "Anastasia". Rockoper. Chorus: fast ABBA. Johann Sebastian Bach meets Yngwie Malmsteen meets Sleaze und Soundgarden. Toller Song, über 6 Minuten reine Spielfreude! "One Last Thrill" before I die. Ja! Unglaubliche Passagen finden sich in "No More Heroes" (Chorus, nicht von dieser Welt!). Und, für mich das Beste vom Besten: "Not For Me". Einzigartig, ein Fels in der Brandung. Der für mich beste Song seit "Stairway To Heaven" von Led Zeppelin. Story: Nein, das ist kein Leben für mich. Drogen, Ausbeutung, Exzess. Heavy Lyrics, vorgetragen von einem zerbrechlichen Kennedy (grandiose Sangesleitung!), sensibelste Gitarrenarbeit mit Jahrhundertsolo - und letztlich überzeugend positiver Message.
* Auch wenn natürlich Anleihen bei grossen Hits der beiden Protgonisten nicht fehlen (so ist neben den genannten auch einiges zu hören, das an "Sweet Child Of Mine", "Mean Bone", "Metalingus", "Burn It Down" und "Rise Today" gemahnt), sind die Kompositionen wie aus einem Guss. Ich lege mich fest: besseres hat man von Slash noch nicht gehört!
* Deutlich besser als dessen selbstbetiteltes Debüt vor 2 Jahren finde ich AL. Weniger poppig, dafür straighter, tighter, klarer. Kein Vergleich etwa mit "Starlight" (da sind die neuen Songs wesentlich direkter und weniger gefällig); dem Gesamteindruck nach würd ichs eher mit "Back From Cali" und dem grossartigen "By The Sword" vergleichen. Und ja: besser als alles, was Slash alles mit Velvet Revolver, Snakepit und GN'R gemacht hat!
Für Myles Kennedy gilt das ebenso: Das Niveau von ABs "Blackbird" wird für mich erreicht; Mayfield Four, "One Day Remains" und selbst "AB III" werden getoppt.
* Da live eingespielt: tolle Atmosphäre, tolle Aufnahmequalität. Danke der Produktion.

Fazit: für mich das beste Rockalbum seit Jahren.
Die Geburt einer neuen Supergroup. Die Welt wartet auf mehr. Danke!
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.05.2012 17:32:30 GMT+02:00
M. Kleene meint:
Klasse Rezension! Hier wurde alles auf den Punkt gebracht. Wenn Sie das Solo von "Not For Me" als Jahrhundertsolo ansehen - sollten Sie sich auch "Street Child" von Elan anhören - in dem Slash mit seinem einzigartigen Solo (Richtung "Estranged; November Rain) das Lied zum Meisterwerk macht! Dies dürfte zweifelsohne dazu gehören - sofern Sie diesen Song nicht kennen. :)
Viele Grüße
M. Kleene

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.05.2012 18:07:27 GMT+02:00
avvocato meint:
Kenne ich - und danke!:-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.05.2012 11:55:40 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.05.2012 11:57:41 GMT+02:00
Michel S meint:
stimme hier leider nur sehr bedingt zu. Slashs erste Platte gefällt mir insgesamt besser, da sie unausgewogener ist und mit diversen Gast-Sängern auch verschiedene, mehr, Farbtupfer reinbringt. Mit seiner zweiten Platte ist Slash für mich angekommen... in seinem bekannten GnR-Soundkosmos. Ein siong wie Anastasia bestätigt das eher, als dass es das widerlegt. Klar, schlecht ist das alles nicht, aber auch nicht wirklich innovativ. Da fand ich die erste Platte wesentlich innovativer.

Alles irgendwie schon mal gehört und daher nicht wirklich neu.

Veröffentlicht am 07.08.2012 01:48:12 GMT+02:00
Smilodon meint:
Der Titel deiner Rezension ist ja wohl nur ein (hoffentlich gut gemeinter) Scherz! Sorry Mann! Rock baut anders!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.08.2012 10:50:39 GMT+02:00
avvocato meint:
find ich nicht. über geschmack können wir gerne streiten. nur mag ich nicht. wems gefällt, gefällts - wem nicht (siehe deine eigene rezi), dem eben nicht. punkt. rüsse aus steyr nach steyr
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