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Rezension bezieht sich auf: Adel verpflichtet (DVD)
Der große Sir Alec spielt in diesem Film seine Paraderolle, genauer gesagt sogar acht. Die Spannbreite des Guinness'schen Genies ist nach wie vor beeindruckend. So weiß er nicht nur als agiler 24-Jähriger, vertrottelter Priester oder bärbeißiger Baron zu überzeugen, sondern auch als emanzipierte Suffragette. Dass letztere Rolle leider nur sehr kurz ausfällt ("fällt" im wahrsten Sinne des Wortes), ist wohl der Rücksichtnahme des Regisseurs auf seinen Schauspieler geschuldet.Die Handlung bedarf nur weniger Worte: Louis Mazzini, verstoßener Abkömmling der wohlhabenden D'Ascoyne-Familie fühlt sich um sein Erbe betrogen und beschließt kurzerhand, acht seiner Verwandten aus dem Weg zu räumen, um Nachfolger des Barons zu werden. Zwar glückt sein raffinierter Plan, doch dann wird er ausgerechnet wegen eines Mordes verhaftet, den er gar nicht begangen hat. Das ganze stellt sich als Erpressungskomplott einer eifersüchtigen Gespielin heraus, die Louis entlasten will, sobald er verspricht, sie zu heiraten. Auf diese Weise kann Louis dem Henker entrinnen, übersieht jedoch, dass er während seiner Zeit im Gefängnis die Geschichte seiner Morde aufgeschrieben und das belastende Manuskript in seiner Zelle vergessen hat. Was "Adel verpflichtet" bis heute so sehenswert macht, sind, neben dem bereits erwähnten Alec Guinness, die hervorragend geschriebenen Dialoge, die beeindruckende Eloquenz mit einem gerüttelt Maß an Ironie verbinden, und der rabenschwarze Humor, der so viele Komödien der Ealing-Studios auszeichnet. Dieser Film hat Klasse und erzählt seine durch und durch britische Geschichte mit erfrischender Eleganz und Leichtigkeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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EUR 33,97
Rezensentin / Rezensent
![]() Ort: Nürnberg
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