Kundenrezension

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Asphyx auf dem (hoffentlich nur vorläufigen) Zenith ihres Schaffens, 6. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Deathhammer (Limited Edition) (Audio CD)
Im Gegensatz zu anderen (Death Metal) Bands, die erstmal langwierige Intros mit viel Brimborium abfackeln müssen, bekommt der Hörer bei diesem Album in der Nanosekunde, in der der Laser die Disc berührt, unmittelbar den vollen Fratzenhammer in die Visage. Auf den Punkt sind Drums, Bass, Gitarren und vor allem der dieses Mal wieder überirdische Keifgurgelkeuch-Gesang des Martin van Drunen am Start und fönen einem eine gute Dreiviertelstunde lang eine inverse Leningrad Cowboys Frisur - wenn die Haarpracht mitmacht.

Nach dem ohnehin schon sehr starken Vorgänger konnte die Band ihr Konzept aus relativ simplen aber umso zwingenderen Riffs, einem unglaublich fetten (Bass-) Sound, und dem Wechsel von schnellen und langsamen Passagen sowie herrlichem Gekloppe und getragenen und nachdenklichen Passagen verfeinern und per heute perfektionieren.

Die ersten beiden Tracks sind relativ kurze Knüppelorgien, die aufgrund des simplen aber sehr effektiven Drummings von Bob Bagchus irgendwie einen unwiderstehlichen Swing haben. Danach wird bei Minefield erstmal auf die Bremse getreten und man schleppt sich in getragenem bis stampfenden Tempo übers Minenfeld. Am Ende gibts ein sehr melodiöses Fadeout, bei dem sich die Hail of Bullets Herkunft von Gitarrist Paul Baayens deutlich heraushören lässt (Berlin & To Bear The Unbearable lassen grüßen). Ich finde, dass Paul ein echter Gewinn für die Band ist und die früher als "nervenzerfetzenden" Doom Passagen (vor allem da teilweise ziemlich - gewollt - dissonant) durch den melodiöseren Approach deutlich mehr Klasse gewonnen haben, wenngleich eine gewisse Konvergenz der Bands Asphyx und Bullets hier schon zum Greifen nahe ist. Aber wenn man mal vergleicht, was sich seine Vorgänger, vor allem unter der Flagge Soulburn für einen Stiefel zusammengespielt haben, ist Baayens hier der richtige Mann.

Anyway - mit "Of Days When Blades Turn Blunt" wird wieder überwiegend gekloppt. Auch wenn bisweilen kritisiert wird, dass die Band ihr eigentliches Trademark "Doom" auf diesem Album etwas vernachlässige, finde ich die z.T. an Massacre oder Leprosy erinnernde Konsequenz im Uffta-Beat ziemlich gelungen.

Auch der fünfte Titel ist wieder ein (über)langes Doom-Stück, dass neben kleineren Eruptionen auch wieder ein großes Finale im HOB-Stil hat. Musikalisch sehr gelungen. The Flood ist ein flotterer Groover, der bislang noch nicht so die Akzente setzen konnte. Dann kommt das vorab bekannte "Doom you to Death", dass mich vom Hauptriff irgendwie an Slowly We Rot erinnert, aber bei dem ausnahmsweise mal nicht die so geniale Balance zwischen schnell und langsam bzw. im Hinblick auf die Songlänge gefunden wurde. M.a.W. - datt Dingen könnte locker zwei Minuten kürzer sein.

Mit Vespa Crabo wird wieder in höheren Tempi operiert, wobei hier das typische Rumpel-Triolenfeeling gefällt. Den ganz großen Abschluss bildet das Magma Mammut, yay. Hier wollen einige Leute Bathory raushören. Mich erinnert das aber irgendwie eher an eine Mischung aus Amon Amarth und vor allem den Song "The Brimstone Gate" von Naglfar (Diabolical), was vielleicht auch am triolischen Feeling und den leichten Black Metal Vibes liegt. Insgesamt ein krönender Abschluss für ein in sich geschlossenes Album, dass keine nachhaltigen Schwächen enthält und im Hinblick auf Songwriting und Sound nochmals eine signifikante Steigerung gegenüber dem Vorgängeralbum darstellt. Da dieses bereits mit 5 Sternen verarztet wurde, insoweit zwingend erneut die Höchstnote.

Tja. Ach ja, wer jetzt noch ernsthaft immer noch The Rack und Last One hinterherheult, der... dann... ach ist mir doch Wurz.
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Kommentare


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.03.2012 16:25:43 GMT+01:00
Sascha meint:
Habe ich ncihts weiter hinzuzufügen. Asphyx stark wie eh und je! :)

Veröffentlicht am 16.05.2012 16:49:12 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.05.2012 16:49:25 GMT+02:00
Johannes A. meint:
muffy666, schreibst du schon Reviews für eine Zeitschrift, Website oder ähnliches? Wenn nicht, so solltest du es definitiv tun. Nicht nur, dass diese Rezension treffender ist, als alles, was man so in Metal Hammer und Konsorten liest, nein, ich hatte auch fast soviel Vernügen mit den treffenden Formulierungen und dem Wortwitz, wie mit dem Hören der CD. Danke!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.05.2012 18:28:13 GMT+02:00
muffy666 meint:
Vielen Dank für das positive Feedback. Ich schreibe nicht für ein Magazin, da ich das nur aus Spass mache und nur über Sachen, die mich interessieren, bzw. die ich gerne platt mache. ;-) Die Vorstellung, im Monat dutzende von uninteressanten Scheiben durchhören zu müssen, löst bei mir Schreibblockade aus - die Erfahrung habe ich schon mal gemacht. :-)
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