Kundenrezension

17 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Glänzend, aber noch lange kein Rollenspiel!, 5. Juni 2011
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Witcher 2: Assassins of Kings - Premium Edition (uncut) (Computerspiel)
Also ich hatte glücklicherweise die Möglichkeit, den "zweiten Witcher" seit Release ausgiebig zu testen, bevor die Schachtel an nen Freund weitergeht.
Ich persönlich finde - wie schon bei Teil 1 - keinen Zugang zu diesem dauernden "Cutscene/laufen/klicken klicken klicken" Gameplay.

Es sei gesagt, ich bin ein großer Fan der der Piranha Bytes Games - und habe die Gothic Serie inkl. Risen x mal durchgezockt (Ausnahme Gothic4!!!).
Die Spielwelten mit ihrer fast maximalen Freiheit - genauso wie die unzähligen Möglichkeiten und die "Beweglichkeit" des eigenen Spielcharakters sind für mich nach wie vor das Non Plus Ultra.
Ich will nun keinen direkten Vergleich ziehen, bzw. diese Bürde dem Witcher vor die Nase setzen, leider geistern mir eben doch die riesigen Wälder eines Gothic3 durch den Kopf, wenn ich "Rollenspiel" oder "Freiheit" lese.

Und dann beginnt man eben Assassins of Kings:
Filmchen, Cutscenes, Gelabere ohne Ende - dafür gibts gleich mal ein paar Titten, ach wie toll (Ironie).
Bis man Geralt erstmalig mit WSAD rumhakelt, äääh steuert, vergehen mehrere Minuten. Dann denkt man sich "wow, Wahnsinns-Grafik samt Sound" - und dies ist für mich definitiv der große Pluspunkt des Spiels.
60min später quasselt man sich immer noch durch einen wirren Prolog, ist bereits durch einige Gegnerhorden "gerollt", denkt sich immer noch "hui, sogar Gothic4 hatte ein besseres Kampfsystem!" - und die Sequenzen nehmen kein Ende.

Ich wollte doch keine DVD ansehen - sondern "spielen".
Für mich war bereits der Einstieg beim ersten Witcher fuuuurchtbar öde, zäh, langweilig und sperrig. Bis das Spiel mal Fahrt aufgenommen hat, hat man sich bereits längst in der lebendigen Spielwelt von Risen oder Gothic3 aklimatisiert.
AOK setzt da offensichtlich noch mal einen drauf!
Bis man ENDLICH in die Spielwelt und ins erste Kapitel entlassen wird, vergehen gefühlte Stunden. Unter`m Strich steht man dann dennoch da - und hat NULL Gefühl für Inventar oder sonstige Möglichkeiten des Witchers.
Kurz gesagt: Einstieg: KATASTROPHE!!!

... und so geht es dann nett weiter!
Alte Freunde kommen hinzu, neue Feinde, weitere Cutscenes, eine lächerliche neue "Sprungfunktion" (ich nenne es den behinderten Geralt, weil rollen kann er, ne Jump-Taste gibts dafür nicht!), immer wieder Tastenkombi drücken (ebenfalls furchtbar), Faustkämpfe welche das erste Riddick Spiel vor Jahren schon in Perfektion präsentierte und welche hier wiederum eine Katastrophe sind und ja, uuuuunglaublich große und freie "Levels", anders kann ich es nicht nennen;-)

Also um das ganze zu relativieren:
Ich denke dass AOK fast alle Fans des ersten Teils sehr positiv ansprechen wird. Das Witcher Universum an sich ist sehr cool, die Charaktere hart und glaubwürdig, das gebotene Szenario an sich stimmig.
Viele von mir erwähnte Mankos sind unter Umständen oberflächlich - und viele Leute WOLLEN wahrscheinlich massig Cutscenes und eine epische Erzählweise.
Dies alles ist auch berechtigt und die vielen positiven Rezensionen sprechen ja dafür.

Ich persönlich denke dennoch, dass AOK keinesfalls mit der Gothic Serie oder Oblivion in ein Regal gestellt werden sollte.
Wer die Freiheit dieser Spiele kennt und mochte, wird sich beim sehr komprimierten und zähen Witcher-Gameplay höchstwahrscheinlich nicht wohl fühlen.
Warum ein Großteil der Spieler hier das total vermurkste Kampfsystem dennoch akzeptiert, ist mir ein Rätsel. Jowood wurde für das Gothic4 Kampfsystem erst vor kurzem in der Luft zerrissen - dieses war jedoch noch um einiges besser und "manueller" als jetzt bei AOK.

Ich bin demnach ebenfalls der Meinung:
Die Jungs sollten nen Witcher-Kinofilm im Sinne eines "Beowulf 3D" angehen, oder die Spielmechanik grundlegend ad acta legen.

Nun ja, RISEN 2 wird demnächst zeigen, was ein Geralt alles "könnte".
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.06.2011 16:25:33 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.06.2011 16:27:12 GMT+02:00
Ja, The Witcher 2 ist halt ein Fantasy-Roman im Rollenspielkorsett. Sehr storylastig. Wer maximale Freiheit und riesige erkundbare Welt ohne Wenn und Aber im Rollenspiel haben muss wird TW 2 nicht gut finden. Wer hingegen ne toll inszenierte Geschichte erleben will, die er selber gestalten kann, den wird TW 2 von den Socken hauen.

Zum Kampfsystem muss ich aber noch was sagen, das kann ich so nicht stehen lassen :p. Das Kampfsystem ist wesentlich anspruchsvoller und komplexer als das bei Gothic 4. Bereits auf dem "normalen" Schwierigkeitsgrad muss man taktisch mit Kombinationen aus Zeichen, Schwert und Alchemie vorgehen, muss aufpassen dass man nicht von mehreren Gegnern eingekesselt wird usw. Also der Vergleich mit Gothic 4 stinkt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.06.2011 23:13:59 GMT+02:00
Wolfgang P. meint:
... mag sein, ich habe auch Gothic4 nach einigen Stunden aus purer Langeweile und Demotivation abbrechen müssen.

beide Kampfsysteme habe ich allerdings als sehr ähnlich unvorteilhaft, hakelig und schlichtweg "nervig" empfunden.

Veröffentlicht am 06.06.2011 01:39:29 GMT+02:00
The Witcher 2 ist weder langweilig noch demotivierend und das Kampfsystem ist in Ordnung. Der Vergleich mit dem schnöden Gothic 4 ist in jeder Hinsicht unangebracht.

Dein Problem ist, dass du zum Spiel gar nicht vorgedrungen bist, da es nicht deinen Vorstellungen von einem Rollenspiel entspricht. Das Problem liegt nicht am Spiel selber, sondern an deinen persönlichen Erwartungen, die das Spiel nicht erfüllen kann und auch nicht erfüllen will. The Witcher 2 will kein Rollenspiel von der Art Risen sein, sondern eher eines von der Art Mass Effect 2 oder Dragon Age: Origins.

Die Rezension von B.Kirchner erfasst das recht gut: http://www.amazon.de/review/RL1EOMPC9V2C3/ref=cm_cr_rdp_perm

Veröffentlicht am 06.06.2011 13:25:13 GMT+02:00
Maggsic meint:
The Witcher basiert auf einer Buchreihe des polnischen Fantasy-Schriftstellers Andrzej Sapkowski. Es ist eine Geschichte über den Hexer Geralt von Riva.
Kurz und knapp: einzigartig, traumhaft, unverwechselbar, unvergesslich, unvergleichbar :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.06.2011 17:13:16 GMT+02:00
Wolfgang P. meint:
@ Philipp Martin:
Kann gar nicht großartig wiedersprechen!
In meinem Post steht ja, dass ich das Spiel nur aus meiner Hinsicht als langweilig definieren kann - und Fans des ersten Witcher`s wohl durchaus ihren Spaß haben.
Ist eben eine subjektive Kritik, die allerdings auch andere Leute hier durchaus konstruktiv untermauert haben. Das Spiel spricht halt eine gewisse Fraktion an - und ich sehe mich eher auf der Gothic/Risen Seite, welche offensichtlich andere Bedürfnisse befriedigt.

ABER: Es ist schon in Ordnung - und ich freue mich auch für Witcher Fans, wenn sie mit dem Produkt glücklich sind. Ich kann halt nichts damit anfangen und freue mich auf Risen 2.

Veröffentlicht am 07.06.2011 01:22:28 GMT+02:00
MountyMAX meint:
@Philipp Martin : Du brauchst wirklich keine Taktik, wie in meiner Rezession geschrieben, reicht es völlig aus mit Bomben durch die Welt zu gehn, ganze Gruppen löscht man mit 2-3 Bomben (wegen den großen Flächenschaden) aus, Bosse einfach so lange bis hinüber, weil die Gegner bei beschuss einfach Ihre Atacke abbrechen und neu beginnen. Bomben haben keinen Cooldown, somit brauchst du nur auf die entsprechende Taste hämmern.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.06.2011 02:35:16 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.06.2011 02:39:29 GMT+02:00
Wenn man sich so mit Bomben ganz einfach durchs Spiel mogeln kann ist das ein schweres Manko bei der Waffenbalance (quasi ein Bug). Da müsste dann mit einem Cooldown, wie du es nennst, ein Riegel vorgeschoben werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.06.2011 21:44:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.06.2011 21:49:20 GMT+02:00
GameGuru meint:
@Wolfgang P.
Du sprichst mir aus der Seele, wenn ich denn eine hätte. Ich zähle schon die Tage bis Skyrim. ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.06.2011 15:50:19 GMT+02:00
ChegueSalo meint:
und was spricht dagegen, sich selber davon abzuhalten Bomben zu verwenden? Man spielt W2 ja alleine und zu seinem eigenen Vergnügen.

Veröffentlicht am 10.06.2011 16:58:34 GMT+02:00
A. Gurski meint:
Ich verstehe nicht, dass ein Rollenspiel am PC immer mit maximaler Freiheit zu tun haben muss, das schließt sich allein schon durch die technische Beschränktheit aus. Das hatten Rollenspiele zu DOS Zeiten z.B. auch nicht, trotzdem werden heute Spiele wie eye of the beholder noch verherrlicht. Selbst ein Rollenspielsystem wie DSA wird durch einen Spielleiter im Grunde eingeschränkt. Den Begriff Rollenspiel hat doch im Grunde auch nur die Spielepresse über solche Produkte wie den Witcher gestülpt, weil sie sonst eh keine Bezeichnung für das Spiel hätten.
Ein Spiel wie Diablo als Action RolePlayingGame zu bezeichnen, ist ja auch eher aus einer Verlegenheit heraus geboren worden.

Da ich selber mehrere Teile der Gothic Reihe und auch Risen gespielt habe, finde ich den den Vergleich hier vom Rezensenten auch eher unglücklich. Die Atmosphäre, welche ja auch zu einem Rollenspiel beitragen sollte, ist doch bei Risen über weite Strecken nur total öde. Dies kann man vom Witcher eigentlich nicht behaupten, da meiner Meinung nach die Spielwelt endlich einmal erwachsener ist und sich nicht im Fantasyeinheitsbrei verliert.
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