Kundenrezension

77 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Totale Systembremse – aber es gibt eine Lösung!, 28. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kaspersky Internet Security 2014 Upgrade - 3 PCs (Frustfreie Verpackung) (CD-ROM)
Kaspersky nutze ich schon seit Jahren. Nach Installation der KIS 2014 verlangsamte sich mein System derart dramatisch, dass mir der Spaß echt vergangen ist. Internet ging im Schneckentempo und die Arbeit mit verschiedensten Programmen wurde aufgrund der erheblichen Zeitverzögerungen echt zur Qual. Eine Recherche ergab das Problem, dass alte Installationsreste von früheren KIS-Versionen wohl die Ursache dafür sind. Die ganze Platte muss von sämtlichen (!) Kaspersky- Installationen befreit werden. Aber bitte keinesfalls per Systemsteuerung die Version von Hand deinstallieren. Dafür gibt es ein spezielles Tool von Kaspersky.

Ich habe das so gemacht:

(Wer ganz vorsichtig ist, könnte vor dem Prozedere noch einen Systemwiederherstellungspunkt oder ein Partitionsimage erstellen.)

1. Die Datei „kavremover.zip“ von der Kaspersky-Seite runtergeladen
2. In der KIS 2014 den Selbstschutz deaktiviert (> Einstellungen > Erweitert > Selbstschutz > Häckchen raus > bestätigen)
3. Internetverbindung gekappt (Netzwerkkabel raus)
4. KIS 2014 komplett beendet
5. „kavremover.zip“ entpackt
6. „kavremover.exe“ (als Admin) ausgeführt
7. KIS 2014 entfernen (lassen)
8. Gewartet und keine weiteren Anwendungen daneben ausgeführt (dauerte bei mir ca. 4 Minuten)
9. Neustart des Computers
10. [muss man nicht unbedingt ] „kavremover.exe“ noch mal ausgeführt; wenn dieser noch weitere KIS-Versionen erkannt hätte, dasselbe Prozedere
11. Installations-CD KIS 2014 eingelegt und installiert
12. Netzwerkkabel wieder rein, damit der Lizenzkey online überprüft werden kann
13. Update ausgeführt (waren so ca.130 MB)
14. KIS neu konfiguriert, da ja sämtliche alten Einstellungen weg waren

Danach rannte mein System förmlich! Überhaupt kein Vergleich mit vorher. Ich habe fast das Gefühl, dass mein System jetzt sogar etwas schneller ist, als unter KIS 2013.

Es gibt übrigens noch eine durchaus überlegenswerte Alternative zur (aufwendigen) Neuinstallation, die ja den Verlust aller alten Einstellungen bedeutet: Man gibt in KIS 2013 einfach den neuen Lizenzschlüssel von KIS 2014 ein und kann diese so ein weiteres Jahr nutzen. Sollte eigentlich klappen.

Aber die Neuinstallation mit dem Umweg über „kavremover.exe“ ist eigentlich ein Unding. Warum schafft es Kaspersky nicht, bei der Installationsroutine eben diese alten Dateileichen automatisch zu entfernen und dabei gleichzeitig die alten Einstellungen beizubehalten, ohne dass sich das System derart nach der Neuinstallation verlangsamt?! Und warum gibt es in der Installations- bzw. Produktbeschreibung keinen entsprechenden Hinweis auf die Probleme mit alten Versionsresten? Vielmehr muss sich der (stocksauere) User die Fehlerlösung mühsam in Foren o.ä. zusammensuchen. So etwas verprellt jahrelange Nutzer. Man sieht es nicht zuletzt hier bei Amazon bei den Bewertungen gefrusteter Kunden.

Zum Programm an sich: Naja, mir hat die KIS 2013 wesentlich besser gefallen. Bei der Konfiguration gibt es jetzt etwas weniger Möglichkeiten. Bspw. kann man die Heuristik nicht mehr einstellen. Auch die allgemeinen Stufen lassen sich nicht mehr konfigurieren. Was bedeutet bspw. „Höchste Stufe“?
Der früher von mir so geliebte Trainigsmodus für die Firewall bleibt seit 2011 auch in KIS 2014 nach wie vor verschwunden. Damit konnte man festlegen, dass sich die Firewall bei neu installierten Programmen sofort meldet, sobald diese erstmalig eine Verbindung ins www herstellen wollen. Der Benutzer konnte dann noch vor der Verbindung festlegen, ob er das für jetzt (und später) erlaubt oder nicht.
Unter KIS 2014 soll man dazu in den Einstellungen bei den vertrauenswürdigen Netzwerkprogrammen unter „Detail und Regeln“ die Netzwerkregeln auf „Aktion erfragen“ stellen. Hab ich gemacht: Die Programme verbinden sich trotzdem ohne Warnung der Firewall erstmalig ins www. Meine Lösung: Netzwerkkabel ziehen und alle fraglichen Programme öffnen und wieder schließen. So erscheinen dann diese Anwendungen in der Firewallliste, womit deren Netzwerkregeln und andere Regeln festgelegt werden können. Dieses für mich zeitintensives Prozedere musste ich eben durch die Neuinstallation durchführen.

In Tests in Fachzeitschriften (die sollten mal nicht nur mit "sauberen und jungfräulichen" Rechnern testen!) schneidet KIS ja immer hervorragend ab; die Leistung und Erkennungsraten sind wohl dann auch entsprechend sehr gut. Die Systembelastung ist (nach „kavremover.exe“) hervorragend niedrig. Auch wenn die Bedienung sich nach meinem Empfinden etwas verschlechtert hat, ist diese immer noch auf sehr gutem Niveau. Der Preis für die 3er-Lizenz ist zudem sehr günstig. Wer noch nie Kaspersky auf der Festplatte hatte, erhält schon mit Erstinstallation ein tolles Produkt. Diese bekommt der jahrelange KIS-Nutzer leider erst über Umwege und viel Arbeit. Dafür gibt’s einen Stern Abzug.

Nachtrag vom 11.01.2014:

Etwas strittig scheint ja hier zu sein, ob man die Deinstallation über die Systemsteuerung oder über den "kavremover" machen sollte. Nun, Kaspersky rät auf seiner Support-Seite ausdrücklich von der Deinstallation per Systemsteuerung ab und stellt eben dafür den "kavremover" bereit. Natürlich gibt es aber auch User, die mittels Deinstallation per Systemsteuerung ebenfalls gute Erfahrungen gemacht haben. Ich persönlich jedoch wollte bei solch einem wichtigen und ständig im Hintergrund arbeitenden Programm wie KIS lieber auf "Nummer sicher" gehen.

Noch ein Hinweis: Ich hatte vor Kurzem den Kaspersky-Support bemüht, da ich in ein paar Wochen mit einer Lizenz auf einen neuen Rechner/Partition "umziehe" (Was passiert mit meiner Lizenz?). Ich weiß zwar nicht, ob das hier in eine Rezension gehört, aber ich möchte die Antwort dennoch für potentiell Betroffene an dieser Stelle wiedergeben:

"Sehr geehrte(r) Kunde ,

Wenn Sie das Programm neu installieren müssen oder von einem Computer auf einen anderen transferieren möchten, so genügt es die Software auf dem "alten" Rechner zu deinstallieren, es danach auf dem neuen Rechner zu installieren und mit dem Aktivierungscode zu aktivieren.

Sollte eine Deinstallation wegen eines Defektes des PCs nicht mehr möglich sein, kann eine Installation auf dem neuen PC sofort erfolgen. [...]"

Übrigens hat mir der Support exakt 1 Minute (!) nach meiner Fragestellung geantwortet; da war ich echt (positiv) überrascht...
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.11.2013 19:59:09 GMT+01:00
Schorsch meint:
Einer der wenigen wirklich fachlich korrekten Beiträge ! Danke.

Veröffentlicht am 12.11.2013 22:13:57 GMT+01:00
Fachlich gut, aber der Remover ist nicht zwingend.
Seit etlichen Jahren wird jede Version bei mir mittels Systemsteuerung sauber deinstalliert (ebenfalls mit gezogenem Netzwerkstecker). Nur der Key bleibt erhalten.
Danach die neueste Version (vorab via Internet heruntergeladen) installiert und am Ende wieder ins Internet.
Langsame PC's (3 bei mir und insgesamt 4 bei Verwandten) habe ich mit dieser Variante noch nie gehabt.

Veröffentlicht am 08.01.2014 19:44:27 GMT+01:00
RaRo meint:
Danke für die übersichtliche Erklärung (im Kaspersky Forum ist alles so verwirrend, da ausschweifend erklärt)!

I-Net musste ich nicht abstecken, hat auch so gut geklappt.

Wieso heisst es eigentlich Upgrade? Da man die alte Version löscht, braucht man theoretisch vorher gar kein Kaspersky gehabt zu haben, oder erkennt das neue es trotzdem, dass man schon das alte hatte?

Hab natürlich gleich mal den gesamten PC gescannt, wissen sie vielleicht wieso ca. 60 Dateien nicht bearbeitet wurden? Sind großteils Dateien (von Spielen usw...), wo ich sicher weiss, dass sie vollständig ok sein müssen (hab im Internet gelesen, es "könnten" Viren sein).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 19:15:49 GMT+01:00
Thomas meint:
Ja, das stimmt natürlich, dass man das Internet nicht abklemmen muss. Aber während der De- und Neuinstallation ist man ja einige Zeit ungeschützt (keine Firewall etc.) und da sollte man nun vielleicht nicht unbedingt mit dem www verbunden sein.

Das Upgrade ist ja nun wesentlich billiger als die "normale Voll"- Version (die ausgelieferten Datenträger bzw. der Download müssten eigentlich für beide Kaufversionen identisch sein), aber irgendwie bekommt (trotz Neuinstallation) Kaspersky mit, ob auf dem Rechner schon die Vorgängerversion lief (Computersignatur auf Kaspersky-Server hinterlegt? Verbleibende Lizenz-Restinfo auf dem System? ...). Wie, weiß ich leider nicht, aber andernfalls würde sich Kaspersky ja mit der billigeren Upgrade-Version quasi ein Eigentor schießen…

Zu den nicht bearbeiteten Dateien von mir die Vermutung, dass es sich hier m.E. nach um verschlüsselte Archive handeln könnte, welche KIS standardmäßig nicht (mehr) untersucht. In früheren Versionen konnte man das in den Einstellungen an- bzw. abwählen (standardmäßig war es deaktiviert). Beim Scan wurde man dann für diese Archive nach dem Kennwort gefragt, welches man bei Drittsoftware (eben Spiele) natürlich nicht wissen konnte, und die demzufolge dann auch ohne Kennwort nicht gescannt werden konnten. Kaspersky hat wohl hier in der KIS 2014 (zwecks Vermeidung von Verwirrung…?) auf die optionale Untersuchung von verschlüsselte Archiven verzichtet. Ich kann jedenfalls eine entsprechende Konfigurationsmöglichkeit in KIS 2014 nicht finden.

Oder es sind vllt. Dateien, die Sie manuell unter > Einstellungen > Erweitert > Gefahren und Ausnahmen > Ausnahmeregeln anpassen ausgeschlossen haben. Von einem Virenbefall würde ich persönlich aber eher nicht ausgehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.02.2014 18:59:29 GMT+01:00
s meint:
Hi was ist der Untershied zwischen Upgrade und Vollversion?

Gruesse

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2014 19:41:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.02.2014 19:45:24 GMT+01:00
Thomas meint:
Also (teurere) "Vollversion" (a bissl unglücklich von mir formuliert ;-) ) ist für die Kunden, die aktuell noch nicht KIS auf dem Rechner haben.
Upgradeversion ist für die Kunden, die schon eine Vorgängerversion von KIS auf dem Rechner haben. Diese ist deshalb um einiges billiger.
Die Upgradeversion ist im eigentlichen Sinne natürlich auch eine Vollversion (dieselben Funktionen), aber eben nur billiger.

Veröffentlicht am 07.02.2015 10:16:57 GMT+01:00
Adam meint:
Hat Kaspersky seinen Support HIER hin verlegt? Auch eine Möglichkeit wenn man mit seinen Geldgebern/Kunden nix zu tun haben will.
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