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163 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Asus O!Play Air HDP-R3 Media Player, Full HD 1080p, E-Sata, USB 2.0, 10/100 LAN, 300 Mbit WLAN, HDMI 1.3, Cardreader, Schwarz (Elektronik)
=== Allgemeines ===Der O!Play bootet nach dem Einschalten in nur ca. 5 Sekunden und produziert so gut wie kein Knacksen an einem bereits angeschalteten Verstärker. Die Bedienung ist sehr intuitiv und meistens flüssig. Nur nach Anschluss/Einschalten einer USB-Platte muss man ca. 10-15 Sekunden warten, und das Internetradio-Menü braucht ebenfalls etwas Geduld. Die Fernbedienung verfügt über eine "Settings"-Taste, mit der man von jedem Menü aus die Einstellungen ändern kann - sehr praktisch. Allgemein ist das Design der Fernbedienung gut, man findet wichtige Tasten wie Lautstärke, Play, Pause, Stop etc. auch im Dunkeln. Nach Anschluss einer Festplatte scannt der O!Play diese und schreibt einige Indexdateien ins Hauptverzeichnis. Das ist nicht ganz ungefährlich: Da es keinen Datenträger-Abmeldeprozess wie unter Windows (oder "umount" unter Linux) gibt, kann es leicht passieren, dass man während des Schreibens die Festplatte abzieht oder ausschaltet (oder der O!Play abstürzt) und das Dateisystem dadurch beschädigt wird. Anschließend liest der O!Play die Platte dann nicht mehr, weil die unvollständig geschriebenen Dateien weder gelöscht noch überschrieben werden können. In meinem Fall konnte auch Windows XP die Dateien nicht mehr löschen, und ich musste die Platte neu formatieren. Dummerweise sieht man nicht, wann der Player gerade schreibt - man muss schon das Ohr an die Platte halten und genau hinhören, bevor man sie herauszieht. === Video === Die Stärke des O!Play liegt in der hervorragenden Videoformatunterstützung. Alle angegebenen Formate funktionieren problemlos, und mein Exemplar spielte sogar Material ab, das den VLC unter Windows XP zum Absturz brachte (!). In dieser Hinsicht stimme ich mit dem aktuellen c't-Test überein, bei dem allerdings neben dem O!Play auch fast alle anderen getesteten Player ein "++" in diesem Bereich erhielten. Das Bild ist gestochen scharf, auch bei Kameraschwenks ruckelt nichts - einfach perfekt. Der analoge Videoausgang und der HDMI-Ausgang können gleichzeitig betrieben werden; das ist praktisch für Projektor-Nutzer, die fürs Musikhören einen alten Fernseher o.ä. anschließen müssen, um nicht jedesmal fürs Internetradio den Projektor anzuschalten. Die Unterstützung von ISO-Images ist nur rudimentär: Man kann durchs DVD-Menü navigieren und z.B. die Wiedergabe eines Kapitels starten, zurück ins Menü kommt man aber erst nach Ende der Wiedergabe - eine "Menu"-Taste fehlt. Mittem im Hauptfilm muss man also die Wiedergabe abbrechen und das ISO-Image erneut öffnen. Immerhin geht das recht flott. Beim Navigieren durch die Videos wird automatisch eine Vorschau angezeigt, was im Prinzip auch gut funktioniert und hilfreich ist ("Waren wir jetzt noch bei Season 3 Disc 5 oder schon bei Season 4 Disc 1?"). Allerdings muss man, um ein Video dann tatsächlich zu starten, die Initialisierung der Vorschau abwarten, weil der Player währenddessen nicht reagiert - das ist nervig, wenn man doch mal genau weiß, was man auswählen will. === Fotos === Das Slideshow-Feature lässt sich gut bedienen, ist ausreichend schnell und unterstützt Zooming. Zur Skalierung werden simple Filter verwendet, so dass schräge Linien mitunter sehr pixelig aussehen. === Audio === Musikwiedergabe unterstützt der O!Play leider nur stiefmütterlich. OGGs und MP3s brachten ihn etwa alle 2-3 Tracks zum Absturz - genau dieselben Dateien funktionieren seit Jahren problemlos in allen anderen Playern, von Winamp bis zum Autoradio. Und "Absturz" bedeutet beim O!Play, dass nicht einmal mehr die Fernbedienung funktioniert - man muss dann wohl oder übel den Stecker ziehen. Die Navigation durch Musikdateien ist nur für kleine Sammlungen praktikabel: Alle Einträge werden als große Liste angezeigt, so dass man für die "mittleren" Buchstaben M und N (z.B. "Madonna") durch die halbe Liste scrollen muss - Suchen ist nicht möglich. Das ist bei mehr als ca. 100 CDs nicht mehr praktikabel; man hört dann zwangsläufig nur noch AC/DC und ZZ Top. Dieses Problem lässt sich umgehen, indem man 26 Verzeichnisse namens "A", "B", ..., "Z" erstellt und die Alben dort hineinschiebt - effektiv, aber nicht gerade komfortabel. Das Anzeigen von ID3-Tags hat bei meinem Exemplar nicht funktioniert - es waren nur einige Schriftzeichen zu sehen, die nicht wirklich zu den westeuropäischen Zeichensätzen gehörten. === Online-Dienste === Die Unterstützung für Internet-Radio, die Asus per Firmware-Update nachlieferte, ist sehr lieblos und ins Gesamtkonzept des Players schlecht integriert. Die Senderliste entnimmt der Player dem Shoutcast-Service, was prinzipiell kundenfreundlich ist: Die Sender sind kostenlos und es gibt eine riesige internationale Auswahl (Größenordnung: zehntausende). Nur leider fehlen viele der offiziellen, d.h. auf shoutcast.com gelisteten Sender. Von den 18 SomaFM-Sendern beispielsweise kennt der Asus nur gut ein Drittel. Weiter unten folgt eine kurze Anleitung, wie man per Telnet beliebige Sender in die Favoritenliste bekommt, aber das ist natürlich umständlich und in Anbetracht der sich häufig ändernden Stream-URLs auf die Dauer selbst für eine Handvoll Sender nervig. Playlisten (.pls, .m3u) mit Webradio-URLs unterstützt das Gerät nicht (obwohl es ja Streams abspielen kann), und auch dynamische Metadaten (d.h aktueller Titel) werden im Radiobetrieb nicht angezeigt. Positiv ist zu vermerken, dass neben MP3 auch AAC+-Streams (und wahrscheinlich auch OGG, das habe ich jedoch nicht getestet) abgespielt werden können. Abstürze oder Stream-Abbrüche hatte ich beim Webradio keine. === Nicht getestet === Den Menüpunkt "Internet-TV" habe ich einmal ausgewählt, woraufhin der Player prompt abstürzte. Da sich meine Neugier in Grenzen hielt, habe ich das nicht weiter verfolgt. Flickr und Picasa sowie die Wiedergabe über LAN/WLAN habe ich ebenfalls nicht getestet. === Telnet-Zugang === Via Telnet (Username root, kein Passwort) loggt man sich auf dem Linux-System ein, das auf dem O!Play läuft. Im Verzeichnis /usr/local/etc/dvdplayer liegen sage und schreibe 8 Dateien, die die Favoritenliste repräsentieren: 1. IRxStationBitRate 2. IRxStationCodec 3. IRxStationFavorite 4. IRxStationGenre 5. IRxStationRegion 6. IRxStationStream 7. IRxStationUrl 8. IRxStationWebsite Jede enthält pro Favorit genau eine Zeile, d.h. alle müssen gleich viele Zeilen enthalten (zu prüfen mit "wc -l *"). Wirklich wichtig ist nur IRxStationUrl (für die Stream-URL) sowie IRxStationFavorite (für den Namen in der Favoritenliste). Um z.B. den Stream "SomaFM: Secret Agent" hinzuzufügen, ergänzt man einfach die Stream-URL sowie den Namen in diesen beiden Dateien und fügt in den übrigen Dateien eine Leerzeile hinzu: echo http://voxsc1.somafm.com:9010 >> IRxStationUrl echo SomaFM: Secret Agent >> IRxStationFavorite echo >> IRxStationBitRate echo >> IRxStationCodec echo >> IRxStationGenre echo >> IRxStationRegion echo >> IRxStationStream echo >> IRxStationWebsite === Fazit === Möchte man ausschließlich Videos schauen, ist der O!Play gut geeignet. Allerdings gibt es hier zahlreiche Konkurrenten, die kleiner und/oder preiswerter sind und USB-Festplatten nicht durch Schreiben von Indexdateien gefährden. Die ISO-Unterstützung ist das einzige Feature, das der O!Play einigen dieser Geräten voraus hat. Wer hingegen auch auf Audio-Wiedergabe Wert legt, sei es von der Festplatte oder vom Radio-Stream, wird mit dem Asus-Produkt sicher nicht glücklich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
Von 2 Kunden verfolgt
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am
27.12.2010 21:29:43 GMT+01:00
Christian meint:
Vielleicht wegen der Indexdateien und den mit unerwünschten Schreibzugriffen verbundenen Risiken.
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
05.03.2011 14:21:31 GMT+01:00
Peter Bauer meint:
Kann der player blu ray isos? Und auch mit menü? Und wie sieht es mit 3D Filmen vor allem 3D Blueray isos aus
Veröffentlicht am
12.08.2011 09:10:16 GMT+02:00
Volker Thiele meint:
Vielen Dank, für diese in wirklich sehr gutem Deutsch geschriebene Rezession.
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
21.01.2012 17:05:14 GMT+01:00
Paradroid meint:
Ja, wegen der ungesicherten Schreibzugriffe und der wirklich sehr schlechten Audio-Unterstützung.
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