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Kundenrezension

326 von 335 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Artikel 4 " Benutzen Sie Ihren Kopf beim Kochen, denn dort fängt Kochen an." ( Rach), 13. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Kochgesetzbuch: Die Grundlagen erfolgreichen Kochens (Gebundene Ausgabe)
Christian Rach, Küchenchef des Restaurants " Tafelhaus " in Hamburg hat unter Mitarbeit der Autorin Susanne Walter und des Fotografen Wolfgang Schardt " Das Kochgesetzbuch " veröffentlicht. In diesem Buch werden die Grundregeln des erfolgreichen Kochens dargelegt und im Rahmen von über 160 Rezepten in die Praxis umgesetzt.
Dem Klappentext ist zu entnehmen, dass Rach vermutlich der einzige Küchenchef ist, der Mathematik und Philosophie studiert hat. Ich erwähne dies, weil seine wissenschaftliche Ausbildung mit Sicherheit der Grund dafür ist, dass er mit weitaus größerer Systematik ein Rezeptbuch geschrieben hat als andere Köche. Dabei beschreibt er nicht bloß wie man etwas zubereitet, sondern auch warum man etwas in einer ganz bestimmten Art und Weise herstellen soll.
Es sind nicht nur physikalisches Betrachtungen, die er in sein Konzept mit einbezieht, sondern auch ökologische und eine Vielzahl gesundheitlicher Überlegungen etc.
Es gibt Grundregeln des Kochens, die man zu Kenntnis nehmen sollte, damit die Ergebnisse perfekt sind. Rach nennt diese Grundregeln " Kochgesetze ". Man könnte, das, was er mit Paragraphen kennzeichnet allerdings auch einfach Küchentipps nennen. Den Kochgesetzen stellt er zehn Grundgesetze des Kochens voran.
So sollte man beispielsweise Muscheln in heißer Suppe oder in Sud einfach nur gar ziehen, aber nicht kochen, weil sie ansonsten hart wie Gummi werden.
Rach mahnt beim Kauf von Garnelen darauf zu achten, dass es sich um Wildfang handelt.
Als Grund nennt er die Pestizide und die Antibiotika mit denen Zuchtgarnelen belastet sind.
Dass der Meisterkoch darauf hinweist, dass Kabeljau zu den überfischten Sorten zählt und man deshalb aus Naturschutzgründen ab und an auf andere Sorten ausweichen möge, verdient Respekt. Solche Überlegungen habe ich in Kochbüchern anderer Spitzenköche bislang noch nicht gelesen. Des Weiteren belehrt er den Leser Schalotten - und Knoblauchwürfel bei Hackfleischgerichten zuvor in Butter anzudünsten, weil sie sich dann besser in den Fleischteig kneten lassen können. Man kann sich in insgesamt 186 Küchengesetze vertiefen und sollte diese auch beherzigen, nicht nur bei Rachs Rezepten. Es schadet nicht, wenn man beispielsweise generell im Kopf hat, dass nach dem Kochen Nudeln niemals kalt abgeschreckt werden dürfen, weil sie ansonsten die Fähigkeit verlieren, die Sauce aufzunehmen.

Rach präsentiert Rezepte für Saucen und Suppen, für Grundprodukte, wie Teige, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Getreide und Eier, für Gemüse und Salate, Fische und Meeresfrüchte, Fleisch, sowie Desserts und Obst.

Auffallend ist , dass einzelnen Arbeitsschritte ausführlicher und viel verständlicher erklärt sind als bei Rezepten herkömmlicher Kochbücher und neben einer übersichtlichen Auflistung der Zutaten als auch den jeweilig notwendigen Kochgesetze( Paragraph 148 ;" Ein Tafelspitz soll saftig und zart sein: Deshalb wird es im Unterschied zu Suppenfleisch, das eine leckere Brühe liefern soll, heiß aufgesetzt. So schließen sich die Poren direkt und das Fleisch bleibt innen saftig und laugt nicht aus. ") werden noch andere Infos mitgeliefert, so etwa, was man unter bestimmten Begrifflichkeiten zu verstehen hat.
Rachs Gerichte sind unkompliziert, von interessanter Würzung, stets fettarm und von den Ingredienzien her durchweg gesund.
Dieses Buch des Spitzenkochs mit einem Michelin-Stern und 17 Gault-Millau-Punkten gehört zu den Kochbüchern, aus denen auch ungeübte Hausfrauen oder Hausmänner täglich kochen können. Neben einigen Festtagsgerichten, gibt es eine Vielzahl sehr kostengünstiger Speisen , wobei Rach gedanklichen Anleihen aus Asien und südeuropäischen Regionen keineswegs scheut, gleichwohl auch " Königsberger Klopse " kreiert, die sich von denen meiner ostpreußischen Großmutter u.a. darin unterscheiden, dass die Brühe für die Klopse eine Geflügelbrühe ist. Meine Oma köchelte die Klöße in Rinderbrühe, auch knetete sie die Sardellen nicht ins Fleisch, sondern fügte sie geschnitten der Sauce zu.
Rachs Rezeptergebnis ist eindeutig besser, weil die Sardellen im Fleischteig das Fleischaroma nicht überdecken und sich in der die Sauce die Aromen der Nonpareilles und der Schnittlauchröllchen ungestörter ausbreiten können. Der nach Huhn mundende Pochierfond harmoniert besser zur Sahne als Rinderfond und stiehlt den Kalbs-Schweinehackfleischklößen geschmacklich nicht die Schau. Rinderfond dominiert zu sehr. Eindeutig.
Eine wohlüberlegte Variante, lieber Herr Rach! Bravo!

Erfreut haben mich neben den Texten auch die Fotos. Es sind sehr schlichte Aufnahmen, die auch Kochneulinge nicht zurückschrecken lassen. Hier wird nichts übertrieben bzw. verkünstelt dargestellt. Die Teller sind gefällig angerichtet, aber nichts ist durch Spray oder Lack gestylt. Hochglanz ist nicht Rachs Thema. Er präsentiert ehrliches Ergebnisse.

Ein tolles Buch von einem Koch der intellektuell, praktisch und lukullisch viel zu bieten hat.

Ich bin hellauf begeistert.
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Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.01.2009 01:03:21 GMT+01:00
Frank Vogel meint:
Hallo Frau König,

vielen Dank für ihre ausführliche Rezension. Allerdings liegt Herr Rach bei Paragraph 148 etwas daneben. Fleisch hat keine Poren! Deshalb können sich diese auch nicht schließen. Das ist ein Ammenmärchen, welches der deutsche Chemiker Justus von Liebig irrtümlich verbreitet hat und das sich bis heute hartnäckig in den meisten Köpfen der (Spitzen)Köche hält. Damit ein Tafelspitz saftig und zart wird, hängt mit der Qualität des Fleisches, der Gartemperatur und der Salzzugabe zusammen. Stichwort: Osmose.

grüße
Frank Vogel

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.01.2009 09:00:26 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 26.01.2012 13:12:35 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.01.2009 09:01:23 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 22.01.2009 09:01:55 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2009 12:56:57 GMT+01:00
LA. meint:
bin begeistert mit welcher Hingabe der Beitrag geschrieben wurde. Seit längerer Zeit spiele ich mit dem Gedanken, mir dieses Kochbuch zu kaufen.Nach dem Artikel weiss ich, dass es kein Halten gibt.Vielen Dank!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2009 14:00:54 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 26.01.2012 13:12:42 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 27.09.2012 11:04:10 GMT+02:00
Ein Kunde meint:
Ist da etwa ein Lebenstraum zerplatzt? Da setzt Amazon doch tatsächlich erstmals eine Frau, jedoch eine andere (Bienen-)Königin auf Platz 1 der Rezensenten-Rangliste und vergisst die hessische Phrasendreschmaschine mit der sagenhaften Anzahl an Hilfreich-Stimmen!
Geht es am Ende dann doch um Qualität?
Gruß, Therese Beuthel

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.09.2012 11:17:31 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 23.10.2012 10:48:29 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012 10:50:28 GMT+02:00
Klug, wer seine Kommentare unter Rezensionen setzt, die von der angeschlagenen gramgebeugten Ex#1-Rezensentin nicht umgehend gelöscht werden.
All die schönen Klicks!

Klick!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012 11:01:57 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 09.10.2012 15:14:14 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 11:41:19 GMT+01:00
Ein Kunde meint:
Nach Durchsicht aller seit dem im Profiltext genannten Datum 10.11.2012 eingestellten Rezensionen kann ich die Beobachtungen der Rezensentin nur bestätigen.

Ein anderer, in Anlehnung an die Wortwahl und feinfühlige psychologische Analyse der Rezensentin, pervers wohlmeinender Mensch, dessen narzisstische Ranglisten-Unterstützungsanfälle immer wieder verblüffen, setzt binnen weniger Minuten nach online-stellen jeder neuen Rezension gnaden- und kritiklos einen (Massen-)Hilfreichklick. Auch dieser Mensch scheint die von der Rezensentin ermittelte ominöse Systemlücke zu kennen und schamlos auszunutzen. Im Gegensatz zum "Abklicker" ist das Motiv für diese Energieleistung hier aber wohl jedem sonnenklar. Weshalb in solchen Fällen die Fàn-Reglung nicht greift, wiederum nicht.
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