Kundenrezension

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Prä-New Wave, 17. Mai 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black and White (Audio CD)
Konnte man das besser machen? Ich würde diese Frage mit einem klaren ,Jein' beantworten. Für 1978 waren die Stranglers mit diesem Album soundmäßig ganz weit vorner und vor allem völlig eigentständig. Siouxsie & The Banshees konnten vielleicht noch mit einem ähnlich eigenständigen (wenn auch völlig anderem) Soundgewand rund um das Punk Genre aufwarten.

Das frappierende an dieser Musik ist ja, daß Sie zwar Punk atmet, aber weder von den Rhythmen, noch von der Instrumentierung wirklich ins Punk Genre paßt. Einzig beim Bonus Track ,Mean To Me' klingen sie wie eine Punk Band die Rock'n'Roll spielt, aber die rollenden Bassläufe, das dominante Keyboard, die für damalige Verhältnisse fast verhaltene Gitarre und die tw. ungewöhnlichen Akkordfolgen waren damals sicher einzigartig. Und sehr gut gealtert ist das alles auch noch.

Auf der anderen Seite spricht es aber auch Bände, daß der zweite Bonustrack - das großartige cover von ,Walk On By' - der kompositorisch beste track hier ist. Beim songwriting ging noch viel (was Sie dann später ja auch bewiesen - man denke nur mal an ,Strange Litlle Girl' oder ,Golden Brown'). Dennoch, eigentlich ist das hier schon bester New Wave am Höhepunkt der Punk Phase und bevor es diesen überhaupt gab. ,Nice'n'Sleazy', das so klingt wie der Titel, die rasende Ska-Punk Polka ,Hey!', das vielleicht doch nicht ganz ernst gemeinte ,Sweden', der Hit ,Toiler On The Sea' - das alles sind tracks die diese Platte auf jeden Fall lohnenswert machen - auch wenn Sie hier noch nicht auf dem Zenit ihres Schaffens angekommen waren.

Etwas seltsam diletantisch-Künstlerisches haftet dieser Platte und den frühen Stranglers allgemein an, das irgendwie verstört und man weiß nie, meinen die das ernst oder ist das einfach schon eine, auf hohem Niveau, abgehobene Parodie auf die damalige musikalische Szene. Wahrscheinlich trifft beides zu. Die Balance zwischen New Wave/Punk und Pop zu halten gelang der Band sehr lange - eigentlich bis ,Dreamtime' und selbst danach waren sie immer noch für vereinzelte Großtaten gut, der output der frühen Jahre aber bleibt bis heute eigentlich unerreicht und dazu gehört zweifelsohne auch diese Platte.
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1-10 von 93 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.05.2011 09:44:13 GMT+02:00
Uwe Smala meint:
Die erste Scheibe von ihnen fand ich auch ganz gut mit "Peaches" und
"Down in the sewer"!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2011 10:21:21 GMT+02:00
guitar meint:
eine großartige band, totale amateure, aber so gut!

hanging around war damals unsere hymne.

wegen golden brown kamen sie ziemlich in kritik, der text wurde als rassistisch aufgefasst.

cool ist es, wie sie die orgel in den punksound integrieren, und wie der bass eigentlich die bessere gitarre ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2011 10:26:17 GMT+02:00
V-Lee meint:
@guitar - sehe ich auch so. die gitarre setzt eigentlich nur klangliche akzente. der sound ist von der orgel und dem bass bestimmt. und das machte sie auch so einzigartig.
@uwe - die 'rattus norvegicus' habe ich heute mit der post bekommen. rezi folgt....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2011 10:26:59 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.05.2011 10:29:05 GMT+02:00
Uwe Smala meint:
Stimmt schon, die Orgel klingt manchmal wie so ein
"Quelle"-Teil und der Bassman war auch anderswo
sehr gefragt. "Golden Brown" ist auch `ne tolle Nummer.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2011 10:35:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.05.2011 10:38:36 GMT+02:00
Uwe Smala meint:
Genau, "Rattus.." hatte ich schon mal 1977 in Vinyl.
Habe nur noch "The Raven" und "Collection 77-82" in Vinyl.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2011 10:45:34 GMT+02:00
V-Lee meint:
die 'all live and all of the night' kann ich sehr empfehlen (auch wenn die zwischansagen tw, etwas mühsam sind...) und 'la folie' ist auch sehr gut.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2011 10:58:03 GMT+02:00
Uwe Smala meint:
Die hatten einen gewaltigen Output bis 2006.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2011 11:40:02 GMT+02:00
V-Lee meint:
naja, spätestens ab 'stranglers in the night' war der ofen dann irgendwie aus, find' ich...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2011 11:40:57 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.05.2011 12:23:08 GMT+02:00
guitar meint:
ich finds auch großartig, wie sie sich vom amateur-punk hin zu ziemlich exquisitem düsteren pop entwickelten - und dabei immer sie selbst geblieben sind.

tolle band, toller sound, tolle songs.

ich hab eine ganz frühe liveplatte von denen auf vinyl, klingt ganz heftig, räudig und großartig. damit hab ich so ca 1983 meine omi erschreckt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2011 11:45:51 GMT+02:00
guitar meint:
naja, ohne hugh cornwell sind sie nicht mehr stranglers. aber auch nach 1990 gelangen noch ein paar schöne momente
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