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51 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk für scheuklappenfreie Gourmets, 17. Januar 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Es gibt Momente im Leben die man nie vergisst! Besonders gerne erinnere ich mich an einprägsame musikalische Momente und ganz speziell jene, in denen man ein Ausnahme-Album das erste mal hört.
Opeth bescherten mir einen dieser seltenen, eindrucksvollen Momente und zwar als das erste mal "Blackwater Park" meine Ohren massierte. Noch nie hatte ich ein derartiges Riffgewitter, gemischt mit diesen unglaublich schönen Melodien in 10-Minuten-Nummern, bei denen keine Sekunde zu lang ist, gehört!
Schon der Opener "The Leper Affinity" beginnt sehr hart, mit einem Mörderriff, das seinesgleichen sucht! Nach einigen Minuten filigranstem Death Metal folgt dann das Opeth-typische Break und auf einmal ist man bei psychedelischem Progressive-Rock mit Akustik-Gitarren und Mikael Akerfeldts engelsgleicher Stimme angelangt, um kurz danach wieder die Hölle, in Form dieser unglaublich geilen Riffs, über sich hereingebrochen zu glauben. Nach dem wunderschönen Ausklang von diesem grandiosen Song durch ein Klavier (gespielt von Produzent und Porcupine Tree-Mastermind Steven Wilson), folgt mit Lied 2 einer der größten Momente der gesamten Opeth-Karriere. "Bleak" ist, trotz dem genialen Midtempo-Death Metal am Anfang, das wohl emotionalste Stück des Albums. Denn was dann im Hauptteil folgt ist kaum in Worte zu fassen! Ich versuch's trotzdem: Nach dem angesprochenen Grunzteil gehen die Gitarren plötzlich in ein Riff über, welches der Inbegriff von Melancholie zu sein scheint. Und dann noch diese Stimme von Mikael dazu...Gänsehaut pur! Danach folgt eine wunderschöne akustik-Passage die das nächste überirdische Gänsehaut-Riff einleitet, bevor wieder das erste Riff für kalte Schauer am ganzen Körper sorgt. Ein kurzer Wutausbruch beendet dann ein Lied, das mir beim ersten Mal hören förmlich die Sprache verschlug. Und auch heute noch gehört dieses Stück zu meinen absolut liebsten überhaupt.
Doch man kommt aus dem Staunen überhaupt nicht heraus, denn mit "Harvest" folgt eine reine akustik-Ballade, die nicht einmal ansatzweise erahnen lässt, dass man es hier mit einer Death Metal Band zu tun hat. Und wunderschön ist sie noch dazu, eine der schönsten die ich je gehört habe!
Auf das folgende Lied "The Drapery Falls" passt vor allem ein Wort: psychedelisch! Sei es das kurze akustik-Intro, das darauf folgende mega-geniale Riff oder die förmlich schwebenden Strophen. Überhaupt wirkt dieses Lied anfangs für Opeth-Verhältnisse ziemlich "normal" mit seinem Intro-Strophe/Refrain-Strophe/Refrain-Outro Aufbau. Doch wir sind ja hier bei Opeth und deswegen nimmt der Song nach dem wunderschönen Refrain und dem darauffolgenden vermeintlichen Gitarrensolo-Outro eine Wende und man bekommt wieder besten Death Metal um die Ohren gehauen abgewechselt von kurzen akustik-Passagen. Mit dem genialen Anfangs-Riff wird dann am Schluss der Kreis wieder geschlossen und ein weiteres Wahnsinns-Lied ist zu Ende.
Mit "Dirge for November" folgt dann das depressivste Stück des Albums. Das zu Beginn durch Mikaels leisen Gesang, begleitet von einer einsamen Akustikgitarre, fast schon introvertiert wirkende Stück, verwandelt sich dann im Hauptteil in pure Verzweiflung, die durch die abermals unglaublichen Riffs nur noch verstärkt wird, um dann mit denselben einsamen Gitarren-Melodien zu enden. Lied 5, ein weiterer Höhepunkt, mittlerweile der fünfte!
Danach folgt das vergleichsweise unspektakuläre, aber trotzdem gute "The Funeral Portrait". Wieder reichlich tolle Riffs und der obligatorische melodische Part am Schluss.
Das folgende Instrumental "Patterns in the Ivy", ein schönes Akustikgitarre/Klavier-Duo, lässt einen kurz verschnaufen. Denn was mit dem abschließenden Titeltrack folgt, spottet wieder jeglicher Beschreibung. Nach einem Midtempo-Einstieg folgt ein langer psychedelisch-ruhiger Part, der die Apokalypse einleitet! Anders kann ich das was jetzt folgt nicht umschreiben. Der Song steigert sich nun immer mehr, bis er in einem unfassbaren Riff- und Doublebassgewitter gipfelt, dass man meinen könnte, der Gehörnte höchstpersönlich habe soeben das Zimmer betreten! WAHNSINN!!! Einen besseren Abschluss kann es für ein derartiges Ausnahme-Album nicht geben, das außerdem von Steven Wilson einen fantastischen Sound und von Travis Smith ein weiteres stimmungsvolles Cover-Artwork verpasst bekam.
Ich gebe zu, diese Rezension ist wohl nicht die objektivste (und kürzeste), aber nach etlichen hundert Mal hören gefällt mir das Album noch immer fast so gut wie beim ersten Mal (fast, weil dieser erste Moment eben nie mehr erreicht werden kann) und ich kann sagen, dass Opeth hiermit ein innovatives, völlig zeitloses Meisterwerk gelungen ist, das, sowohl was die unglaubliche Vielfalt an tollen Melodien, den völlig eigenständigen Death Metal, als auch die technischen Fähigkeiten der vier Herren (wer Opeth je live erlebt hat, weiß wovon ich spreche) betrifft, seinesgleichen vergeblich sucht. Außerdem ist dieses Album auch Death Metal-Unerfahrenen absolut zu empfehlen, da es so viel mehr bietet und auf Grund dieser Vielschichtigkeit und dem durchleben beinahe jeder Emotion, es nicht verdient in diese viel zu enge Schublade gepackt zu werden. Die einzige Schublade in die diese Band wirklich passt, ist jene, auf der schlicht "Opeth" steht. Wie viele Bands können das schon von sich behaupten?
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