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Kundenrezension

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mauerblümchenphänomen": (Vermeintlich) schwacher Bond-Darsteller in toller Bond-Story!, 23. November 2012
Rezension bezieht sich auf: James Bond 007 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät (DVD)
Mittlerweile hat sich das oft gescholtene "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" zu einem Dauerbrenner und darüber hinaus zu einer Art "Geheimtipp" (wenigstens in Fankreisen) gemausert.
Das war nicht immer so! Lange Zeit galt das 6. Bond-Film-Abenteuer, das, als es anno 1969 in die Kinos kam, nicht die erhofften (aber auch sehr hoch angesetzten finanziellen) Erwartungen erfüllen konnte, als Mauerblümchen der 007-Chronologie.
Nach den riesigen Kassenerfolgen der Vorgänger, blieb dieses "andersartige" Bond-Abenteuer lange Zeit eine Art Sonderling.
Viele schreiben diesen Umstand (auch teils heute noch) Mr. Lazenby zu, der in seinem einzigen Auftritt als 007 von einer Connery-orientierten Anhängerschaft nur wenig Gegenliebe erfuhr.
Tatsächlich wirkt Mr. Lazenby stellenweise ein bisschen blass und farblos, dennoch glaube ich, dass es für genau diesen Plot keine bessere Wahl als ihn hätte geben können!
Mal ehrlich: Könnte man sich (im Nachhinein) ernsthaft einen Sean Connery oder Roger Moore in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" vorstellen? Ich hab damit jedenfalls so meine Schwierigkieten, obwohl ich - wohlgemerkt - einen Sir Connery nach wie vor für den besten Bonddarsteller aller Zeiten halte...

Aber erst mal alles der Reihe nach. Wie kommt es, dass "OHMSS" heutzutage keinen Vergleich scheuen muss, ja - mehr noch - er von eingesessenen Bond-Sehern (inklusive mir selbst auch) gar als einer der besten seiner Gattung umjubelt wird?
Zu einem sehr großen Teil liegt das für meine Begriffe erstens einmal an der durch und durch stimmigen Atmosphäre. Wie in keinem anderen Bond-Streifen wechseln idyllisches Wohlgefühl, geballte Action, rauhe Gewalt (als z.B. ein Verfolger Bonds von einer Schneefräse zerstückelt wird) und grenzenlose Traurigkeit einander ab, ohne sich aber dabei gegenseitig die Show zu stehlen, also sich in irgendeiner Form "abzuwürgen".
Zu einem großen Teil dürfte das bestimmt an der großartigen Kameraarbeit liegen, die Schauplätze perfekt einfängt und bis heute - gute 40 Jahre später - die Atmosphäre der Drehorte praktisch nahtlos-ungefiltert ins heimelige Wohnzimmer transportiert.
Aber auch die Besetzungen (lassen wir die Hauptfigur hierbei mal außen vor) sind allesamt sehr glücklich gewählt. Der Superschurke Blofeld (verkörpert durch einen authentischen sowie brillianten T. Savalas alias "Kojak") wurde meines Erachtens nie mehr wieder derart passend besetzt. Ebenso kann Bond-Frau (nicht Bond-Girl!) Teresa oder Tracy (gespielt vom Schirm-Charme-und-Melone-Star Diana Rigg) auf ganzer Linie überzeugen. Sie interagiert glänzend mit dem "neuen" Bondcharakter, ohne diesem aber offensichtlich die Show zu stehlen!
Bliebe eben noch die - nicht unumstrittene - Hauptfigur des Films: George Lazenby alias 007 Nr. 2. Ich selbst habe nie einen Groll gegen ihn verspürt und auch nie etwas gegen OHMSS gehabt - ganz im Gegenteil. Dennoch kann ich es nachvollziehen, dass es einige Menschen gab und (immer noch) gibt, die nichts mit ihm in der Rolle des berühmtesten Geheimagenten der Welt anzufangen wissen.
Ich seh das ja so: Meiner Meinung nach ist Lazenbys "Fluch" (dass es ihm nämlich nur ein einziges Mal vergönnt war, in die Haut von 007 zu schlüpfen) im Nachhinein gesehen zu seinem größten Trumpf im Ärmel geworden! Es ist nämlich so, dass aufgrund der Einmaligkeit seines Auftritts (in eben jeder 007-Beziehung) keine kritischen Vergleiche auf ganzer Bond-Linie angestellt werden können! All seine "Macken" und Eigenheiten, die er auf die eine oder andere Weise in seine Rolle (wenn auch nur behutsam) miteinfließen lassen konnte, werden nie dem Vorwurf standhalten müssen, dass er es ein anderes Mal besser hinbekommen hätte... Anm.: Einen guten indirekten Vergleich hierzu bietet wohl Mr. Dalton, der einerseits bei seinem 007-Debüt "Der Hauch des Todes" (für seine Verhältnisse) brillierte und andererseits im darauffolgenden (und seinem letzten) Bond-Film "Lizenz zum Töten" enttäuschte (was aber bestimmt nicht zuletzt auch am eher schwachen Plot des Films liegen dürfte).
Ich hoffe, es ist einigermaßen nachvollziehbar, was ich mit meinen Ausführungen andeuten möchte...
Zwar mag Lazenby, neben Dalton, in gewisser Hinsicht der "farbloseste" aller Bond-Dasteller bislang gewesen sein, aber in einer unbestimmten, nahezu "magischen" Art kommt ihm dieser "Chamäleon-Charakter" in der Story von OHMSS zugute!
Zudem muss man bedenken, dass bei Sean Connery, dem seit "Goldfinger" (trotz souveräner Auftritte in "Feuerball" und "Man lebt nur zweimal" - keine Frage!) kontinuierlich die Lust am Bondmachen zu vergehen schien, allmählich die Luft raus war. Es war, glaube ich, auch an der Zeit, der Welt ein neues Bond-Gesicht zu präsentieren! (Anm.: Ich persönlich finde "Diamantenfieber" und "Sag niemals nie" aber auch ganz gut. Bin halt auch so ein bisschen Connery-Fan.)
Interessant finde ich ja auch, dass man einen Daniel Craig (den ich offengestanden nicht so sehr mag) Jahrzehnte später dafür hochgejubelt hat, dass er Bond "authentischer", weil verletzlicher und menschlicher, dargeboten hat, während Mr. Lazenby dafür eher gescholten wurde...

Nun aber zum Plot. Auch der ist in mehrerlei Hinsicht einzigartig. Bond rettet am Beginn des Films einer jungen Frau das Leben. Ausgerechnet ist sie die Tochter eines korsischen Mafia-Bosses namens Draco. Aber wie Väter nun mal so sind, bedankt sich dieser sehr artig bei 007 und macht ihm darüber hinaus sogar den Vorschlag, Teresa (seine Tochter) zur Frau zu nehmen (plus einer Mitgift von einer Million Pfund!), da er der Meinung ist, Bond sei genau der Richtige, der Tracys psychische Instabilität wieder ins Lot bringen könne. Bond, der zwar bereits (wie könnte es anders sein) mit Tracy intim geworden war (nachdem er für sie im Casino Kartenspielschulden beglichen hatte) und durchaus wahre Gefühle für diese empfindet, lehnt jedoch dankend ab. Mehr interessiert ihn der momentane Aufenthaltsort des Erzschurken Blofeld, dem Kopf der Verbrecherorganisation SPECTRE. Draco informiert Bond darüber, dass dieser bereits mehrere seiner Männer abgeworben habe und stellt Beziehungen zu einer Anwaltskanzlei in Bern her.
Nachdem 007 der Sache nachgegangen ist, gelangt er incognito zu Blofelds Hauptsitz in den Schweizer Alpen (herrliche, atemberaubende Aufnahmen). Dort betreibt Blofeld offiziell eine Forschungsstation für Allergietherapien. In Wahrheit natürlich schmiedet er jedoch finstere Pläne. Er möchte 10 in Therapie befindliche Mädchen durch Hypnose zu seinen "Werkzeugen" machen, die - wenn sie später wieder nachhause kommen - unwissend tödliche Erreger an 10 verschiedenen Orten (der Welt) gleichzeitig aussähen sollen. Damit sollen in weiterer Folge schließlich sämtliche Staatsoberhäupter erpresst und in die Knie gezwungen werden.
Natürlich wird ihm 007 dabei einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen. Allerdings fliegt dessen Tarnung, als er sich mit einigen der hübschen Frauen auf flüchtige Affären einlässt, zunächst auf und obendrein hat Tracy ihren Schatz in der Schweiz ausfindig gemacht, weshalb es ein überraschendes erneutes Aufeinandertreffen der beiden gibt.
Letztlich vereitelt Bond Blofelds Pläne, indem er sich in Wintersportprofimanier über steile Gletscherhänge stürzt, auf Seilbahngondeln herumturnt und mithilfe Verbünderter letzlich Blofelds erworbenes Quartier in die Luft fliegen lässt.
ABER: Blofeld, der nach einer mörderischen Verfolgungsjagd mit 007 gen Ende des Films aufgrund einer Querschnittlähmung an den Rollstuhl gefesselt ist, rächt sich bitter! 007, der herausgefunden hat, dass seine Liebe zu Tracy stärker ist als die zu König & Vaterland und sich diese unmittelbar vor dem Abspann zur Frau nimmt, gerät unvermutet - mit seiner Angetrauten im Wagen sitzend - durch ein überholendes Motorrad unter Beschuss. Bond, der daraufhin geschockt den Wagen anhält, bleibt zwar unverletzt, doch zu seinem Entsetzen muss er feststellen, dass Tracy tödlich getroffen wurde. Als ein vorbeikommender Polizist schließlich fragt, ob denn auch alles in Ordnung sei, erwidert ein gebrochener James Bond "Es ist alles gut... Wir haben alle Zeit der Welt!" Mit diesen Worten, die im Laufe des Filmes übrigens häufiger genannt werden (stimmig untermalt von Louis Armstrongs "We have all Time in the World"), weil Bond Tracy schon zuvor versprochen hat, sie zu heiraten und den Agentenjob zu quittieren und somit den Kreis quasi schließen, endet der Film dann auch. Ausnahmsweise mal kein Happy-End also!
Das traurigste und rührseligste Bond-Ende aller Zeiten - das aber weder kitschig noch unnatürlich oder überkanditelt rüberkommt... Vermutlich auch deshalb, weil eben ausgerechnet Lazenby dieses eine Mal James Bond verkörpern durfte...

Für mich insgesamt eine sehr runde Story, gänzlich ohne nervende Überlängen, logische Fehler oder sonstige nennenswete Schwächen. Wohl überhaupt einer der besten Bond-Plots überhaupt!
Zugute kommen mag OHMSS sicher auch, dass hier viele Szenen erstmalig auf Film gebannt wurden. Angefangen bei der Buggy-Verfolgungsszene vor dem Titelvorspann, wo Lazenby sogar ein zynischer und wirklich unterhaltsamer Kommentar über die Lippen kommt, als er mit den Worten "Das wäre dem anderen nie passiert", feststellt, dass das eben von ihm gerettete Mädchen (Tracy) sich soeben spurlos aus dem Staub gemacht hat, ehe er noch seinen Charme nachhaltig hatte ausspielen können.
Dann gibt es da noch einen spektakulären Kampf auf einer Seilbahngondel, ebenso erstmalige 007-Verfolgunsgjagden über verschneite Abhänge mittels Skiern, Bobs etc. Es fällt doch auf, dass viele dieser gelungenen Elemente in späteren Bond-Abenteuern kopiert werden sollten. Man denke nur an "Moonraker" (Seilbahn), "In tödlicher Mission" (Skiszenen, Bobbahn, Verfolgung durch Strandbuggys etc.). Auch hier wurden neue Maßstäbe gesetzt! Einzig Unterwasseraufnahmen hat man sich dieses Mal gespart - das wäre dann aber vermutlich auch zu viel des Guten gewesen, noch dazu, wo man ja bereits im Vorvorgänger "Feuerball" beinahe schon inflationär mit Aufnahmen dieser Art konfrontiert war.

Fazit: Im Nachhinein ist es verwunderlich, dass OHMSS - trotz vieler spektakulärer Stunts und einer neuartigen, interessanten und fesselnden Story - nicht der GROSSE Riesenmegaerfolg wurde! Dennoch sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt, dass dieser Streifen durchaus kein Flop war, wie so oft so gern fälschlicherweise behauptet wird. Seine Produktionskosten hat OHMSS um ein Vielfaches wieder eingespielt. Lediglich verglichen an den boomenden Vorgängern blieb dieser Bond-Film hinter den hohen Erwartungen zurück.
Nochmal in aller Kürze: Tolle Drehschauplätze, hervorragende Einfangatmosphäre, melancholische (wirklich unter die Haut gehende, nicht künstlich aufgesetzte) Momente, großartige Bösewichter, das wohl wichtigste und einflussreichste Bondgirl aller Zeiten und - nicht zuletzt - auch noch ein durchwegs überzeugender Bonddarsteller, von dem ich nach wie vor der Meinung bin, dass er die beste Wahl - zumindest für dieses eine Mal - war.
Wie gesagt: So wenig ich mir (bei aller Sympathie für einen Sean Connery) einen der anderen Bond-Darsteller - anstelle eines Herrn Lazenby - für die Rolle in OHMSS vorstellen könnte, so wenig könnte ich mir - ganz ehrlich - in umgekehrter Weise einen Mr. Lazenby etwa in "Liebesgrüße für Moskau" oder "Octopussy" vorstellen...

Für mich ist "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" nach wie vor einer der atmosphärischsten Bonds, die jemals gedreht wurden!
Unter die Top 5 der besten Bond-Filme aller Zeiten würde ich den Streifen deshalb allemal wählen!!

In vielerlei Hinsicht einmalig - deshalb auch ein wahrer, verdienter und überaus authentischer Klassiker der Marke "007"!

Muss man eigentlich gesehen haben (als Bond-Fan sowieso). Klare 5 STERNE!
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.11.2012 16:11:00 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 23.01.2013 18:19:31 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.12.2012 00:10:40 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.12.2012 00:31:19 GMT+01:00
Danke erstens einmal fürs Auseinandersetzen mit meiner Rezi!

Dass Dalton vielseits als "Idealbesetzung" der 007-Rolle gesehen wird, ist mir ehrlich gesagt so noch gar nicht untergekommen. Ich find's offengestanden auch ein bisschen schleierhaft, wieso er dann lediglich zweimal James Bond verkörpern durfte. Dalton kam bei seinem Debüt bestimmt die tolle Story zugute, wohingegen der Plot von "Lizenz zum Töten" für meine Begriffe mehr als dürftig ausgefallen ist - oder von mir aus mag das auch an der Actionfilm-Atmosphäre des Streifens liegen...
Mir ist nur bekannt, dass Daltons zweiten Auftritt ziemlich viele Leute als eher verunglückt wahrgenommen haben. Und: So viel schlechter oder besser als Mr. Dalton habe ich - ganz ehrlich - keinen einzigen der anderen Bond-Darsteller gefunden. Einzige Ausnahme: Daniel Craig - mit dem ich in dieser Rolle einfach nichts anfangen kann. Aber vermutlich ist auch das nur wieder einmal eine Frage des subjektiven Geschmacksempfindens.
Meines Erachtens ist Connery mit 4 grandiosen und 2 wenigstens zufriedenstellenden Auftritten der beste Bond aller Zeiten ("Sag niemals nie" zähl ich jetzt mal nicht dazu - obwohl das auch ganz passabel geworden ist).
Moore hat bessere und schwächere Auftritte, weil er a. mehr und mehr "seine" Figur aus Bond machte und b. gegen Ende seiner 007-Laufbahn doch schon sichtlich in die Jahre gekommen war. Dalton hat mir einmal gut und einmal mittelmäßig gefallen. In der tollen Story von "Der Hauch des Todes" hätte aber wohl auch ein Pierce Brosnan nicht viel falsch machen können. Dessen Pech war es, glaube ich, immer wieder ziemlich schlechte Drehbücher abgestaubt zu haben. "GoldenEye" jedenfalls ist alles in allem ein ziemlich guter Bond-Film geworden, wie ich finde...
Tja, und Craig?? Zu menschlich, zu verliebt, zu hart und zu weich, zu versoffen, zu wenig distanziert und fiktiv für einen Sir-Geheimagenten, der einen mal 2 Stunden aus der Realität entführen soll... (ich halte Mr. Craig - bei allem Respekt - generell für einen ziemlich unterdurchschnittlichen Schauspieler) Aber wie gesagt: Das ist halt meine Meinung und soll keineswegs heißen, dass ich andere nicht akzeptieren oder goutieren könnte!

Lazenby hat - eben ähnlich wie Dalton - bei der starken Story (und vor allem der tollen Atmosphäre) seines ersten Auftritts nichts falsch machen können. Und einen Vergleichswert hat er uns wegen seiner Kurzlebigkeit im Geheimagentenfilmgeschäft eben keinen gelassen...
Hätte er aber z.B. anstelle eines Sean Connery z.B. in Diamantenfieber mitgewirkt, so wäre das wohl erheblich in die Binsen gegangen (und das, obwohl Connery da auch schon ziemlich lustlos wirkte).
Für dieses eine Mal (also OHMSS), in diesem speziellen Plot (mit Hochzeit etc.) war Lazenby aber schlichtweg perfekt. Zu Connerys Bond-Image hätte das irgendwie nicht gepasst...

Besser kann ich's einfach nicht in Worte fassen. Können Sie/kannst du jetzt besser verstehen, warum ich Lazenby und Dalton für gute Vergleichspartner und ich dennoch Connery für den besten Bond aller Zeiten halte??

P.S. Ich persönlich halte Lazenby und Dalton für ziemlich "anpassungsfähig", weil sie sehr "glatt" und eben auch "farblos" rüberkommen. Alle anderen Bonds waren durch ihre Darsteller sichtlich geprägt, Moore sticht dabei wohl am offensichtlichsten heraus und Brosnan womöglich am wenigsten offensichtlich. Dennoch hatte Brosnan einen gewissen, unverkennbaren Charme inne, der irgendwie sehr gut zur Figur James Bond passte...
Oder anders und gemein ausgedrückt: Durch ihre fehlende Aura haben Lazenby und Dalton der Figur J.B. zumindest keinen nachhaltigen Schaden zufügen können... Zweimal hat halt das gute Drehbuch samt Nebendarstellern und Drehschauplätzen die Sache sozusagen "geritzt". Und: Die "spezielle" Story von OHMSS verlangte in gewisser Weise nach einem "speziellen" Bond. Lazenby hat's verblüffenderweise ohne große Anstrengung hinbekommen, ohne aber irgendeinen bitteren Nachgeschmack zu hinterlassen...
Hätte Dalton nur in "Der Hauch des Todes" gespielt, so könnte man das heutzutage auch von ihm behaupten...
So. Ende. ;)

MfG, Michael

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.12.2012 16:29:54 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 23.01.2013 18:19:41 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.12.2012 18:12:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.12.2012 18:14:19 GMT+01:00
OK!

Ich habe keine Ahnung von Schauspielerei - geb ich gerne zu!
Ich hab ja auch gar nichts gegen Mr. Dalton persönlich. In seinem ersten Auftritt fand ich ihn ja gut...

P.S. Man kann Antworten auch "höflicher" posten. Bin aber nicht beleidigt. ;)

Grüße, Michael
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