Rezension bezieht sich auf: Kill Your Friends (Taschenbuch)
Es wurden ja schon viele Romane mit Bret Easton Ellis' "American Psycho" verglichen, bei den meisten war das letztlich bloß eine Marketing-Mogelpackung. Bei John Niven liegt der Fall etwas anders. Ja, auch hier gerät der Protagonist (Steven Stelfox) in einen Strudel der Gewalt, der manchen abschrecken wird. Aber auch hier ist die Gewalt nicht reiner Selbstzweck, sondern dient dazu, den bitterbösen Zynismus und die dreckigen Mechanismen des Systems aufzuzeigen. In diesem Fall ist es die Musikindustrie. Steven Stelfox ist A&R-Manager einer Major-Plattenfirma und gerät unter Erfolgsdruck. Der Autor war selbst als Musikmanager tätig und weiß, wovon er schreibt, wenn er mit gnadenloser Bösartigkeit über Marketingmeetings, Firmenreisen und die ganze Verlogenheit einer Branche schreibt, in der nach außen hin alles ganz easy ist, die aber durch und durch verkommen ist. Wie John Niven die Balance zwischen knallhartem Thriller und Enthüllungsbuch über die Musikbranche gelingt, ist einmalig. Und dazu noch grotesk komisch. Die Vergleiche mit "American Psycho" sollte dieses Buch nicht mehr lange nötig haben. "Kill Your Friends" sollte bald selbst als Kultroman einen festen Platz in der zeitgenössischen Literatur einnehmen!
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Kill Your Friends 3453675444
John Niven
Heyne TB
Kill Your Friends
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Ein Hammer von einem Buch!
Es wurden ja schon viele Romane mit Bret Easton Ellis' "American Psycho" verglichen, bei den meisten war das letztlich bloß eine Marketing-Mogelpackung. Bei John Niven liegt der Fall etwas anders. Ja, auch hier gerät der Protagonist (Steven Stelfox) in einen Strudel der Gewalt, der manchen abschrecken wird. Aber auch hier ist die Gewalt nicht reiner Selbstzweck, sondern dient dazu, den bitterbösen Zynismus und die dreckigen Mechanismen des Systems aufzuzeigen. In diesem Fall ist es die Musikindustrie. Steven Stelfox ist A&R-Manager einer Major-Plattenfirma und gerät unter Erfolgsdruck. Der Autor war selbst als Musikmanager tätig und weiß, wovon er schreibt, wenn er mit gnadenloser Bösartigkeit über Marketingmeetings, Firmenreisen und die ganze Verlogenheit einer Branche schreibt, in der nach außen hin alles ganz easy ist, die aber durch und durch verkommen ist. Wie John Niven die Balance zwischen knallhartem Thriller und Enthüllungsbuch über die Musikbranche gelingt, ist einmalig. Und dazu noch grotesk komisch. Die Vergleiche mit "American Psycho" sollte dieses Buch nicht mehr lange nötig haben. "Kill Your Friends" sollte bald selbst als Kultroman einen festen Platz in der zeitgenössischen Literatur einnehmen!
Der Dude
2. März 2008
Insgesamt: 5
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