Kundenrezension

66 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wird mal ein Klassiker, 31. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Porcupine Tree machen Alben, die eine Weile brauchen bis sie so richtig zünden. Zumindest geht es mir so. Ich habe seit 1994 alle Stilwechsel dieser Band überlebt und gestehe ihr die Freiheit zur Weiterentwicklung zu.
Jedes Album klingt ein wenig anders, manchmal auch total anders.
Und genau DAS ist es was diese Band nach all' den Jahren noch großartig macht. Einige Fans sind zwischenzeitlich abgesprungen, viele neue sind hinzugekommen. Ich bin wie viele andere auch geblieben und wurde bisher auch noch nicht enttäuscht.
Über die Musik und den thematischen Inhalt ist hier schon viel geschrieben worden, daher erspare ich mir weitere Einzelheiten.
Auffallend ist jedoch, daß auf diesem Album wieder mehr Wert auf Atmosphäre gelegt wird und so erinnert mich das Album oft an Signify, das mit Sicherheit schwermütigste Album der Band.
Wer PT kennt, weiß daß dies nicht unbedingt Schlechtes bedeutet. Schöne Melodien, wie My Ashes und Sentimental werden dann in melancholische Arrangements verpackt, die das Herz bluten lassen. Die härtere Gangart, die man schon von In Absentia und Deadwing kennt wird hier selbstverständlich auch zelebriert, jedoch verhaltener als bei den Vorgängern. Vom Riff-Gewitter des Titelsongs bis hin zur Industial-Hymne Sleep Together bieten PT hier hohe, wenn auch für sie vertrackte musikalische Kunst. Für mich ist Fear Of A Blank Planet das bisher rundeste Album der Band. Und das auch, weil sie hier den schwereren Weg gehen und bekannte Stärken wie betonte Eingängigkeit der Songs, dem Konzept zuliebe opfern und komplexer und düsterer musizieren. Ein Wagnis, daß sich aber ausgezahlt hat.

Fans der eingängigeren Seite von PT, die mit Songs wie Lazarus, Tains oder Blackest Eyes ihren bisherigen Höhepunkt gefunden hat, werden wahrscheinlich enttäuscht sein.
Dies macht das Album aber keineswegs schlechter, nur eben anders. Dies sollten Kritiker des Albums aber auch beherzigen. Aussagen wie 'Mangel an Kreativität' oder 'Einfallslosigkeit' sind meines Erachtens hohle Floskeln, die schnell geäußert sind ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben. Alben sind die musikalische Vision eines Künstlers, die aus einem kreativen Prozess entstanden ist. Letztlich liegt es an einem selbst, ob man mit einem Album etwas anfangen kann oder nicht und NICHT an dem Künstler. Das ist eine Geschmacksfrage und da sollte man schon mal sachlich bleiben.

Aber: Ich glaube nicht, daß Steven Wilson nach diesem Album, dessen Stilrichtung mit In Absentia begann, dieser noch viel Neues abgewinnen kann. Es wird dann Zeit für einen weiteren Richtungswechsel.
Letztlich wird Wilson aber wohl das Album machen, daß ihm vorschwebt - wie auch hier. Und auch diese Freiheit gestehe ich ihm zu.

Großes, stimmungsvolles Album, daß auch Fans von Tool und NIN zusagen könnte. Wird mit Sicherheit ein Klassiker in der Band-Geschichte.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.01.2008 12:17:22 GMT+01:00
Großes, stimmungsvolles Album, daß auch Fans von Tool und NIN zusagen könnte.

Dem kann ich nur 100% zustimmen. Bin NIN und Tool Fan.
Über dieses Album zu PT gekommen und absolut begeistert.
Das beste Stück auf FOABP ist meines Erachtens Ansthetize. Aktuell mein absolutes Lieblingslied.
So viel Abwechslung und doch Stimmigkeit in einem Song, das kriegen nicht viele Bands / Songwriter hin.
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