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Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: KIWIfotos Reverse Adapter Filter Adapterring 49mm Male zu 62mm Male - Filteradapter Ring (Elektronik)
Zunächst: der Ring macht was er soll, ohne Abstriche. Er hat beidseitig ein Filtergewinde. Das erlaubt es zwei Objektive mit den Filter-Enden aneinanderzukoppeln. Der Sinn: man kann durch die Wahl der Objektive eine Vergrößerung des Motiv-Abbildes auf dem Sensor erreichen. Aktuelle Makro-Objektive liefern hier maximal eine 2-fache Vergrößerung. Die einzige derzeit gefertigte Ausnahme ist das Canon-Vergrößerungsobjektiv MP-E 65. Dies ermöglicht immerhin eine bis zu 5-fache Vergrößerung.Bei der Wahl der Objektive gilt im Kern: Vergrößerung = maximale Brennweite von Objektiv 1 geteilt durch minimale Brennweite von Objektiv 2. Also: ein 180mm-Objektiv am Kamerakorpus mit einem 18mm-Objektiv außen angekoppelt ergibt eine bis zu 10-fache Vergrößerung (180 geteilt durch 18). Der Ring selbst macht hierbei nichts anderes, als die mechanische Verbindung herzustellen. Vorsicht: die Filtergewinde, die man dazu missbraucht, sollen eigentlich kleine leichte Filter halten. Für ganze Objektive sind diese Minigewinde eigentlich nicht gedacht. Ebenfalls ist ein Kamerakorpus auch nicht dafür ausgelegt, die Kräfte zweier Objektive auszuhalten. Ehe etwas abbricht und runterfällt: im Zweifelsfalle stützen! Neben den Filterdurchmessern der Objektive muss auch die Linsenkonstruktion halbwegs zueinander passen, damit es keine Vignettierungen gibt. Wenn das Objektiv am Kamerakorpus nach außen eine riesige Scheibe mit 77mm Durchmesser hat und das dann gegenüberliegende Objektiv nur 40,5mm dann tritt eine Art Schlüsselloch-Effekt ein. Man sieht in der Mitte zwar einen hellen Fleck mit dem Wunschobjekt, aber man hat auch eine Menge "Tür" im Blick. Darum machen Objektive mit allzu unterschiedlichen Filterdurchmessern keinen Sinn: kaum Nutzbild, fast nur Vignette. Wenn man die Objektive bereits hat, kann man das einfach ausprobieren. Um Enttäuschung vorzubeugen: man kämpft bei 10-facher oder noch größerer Vergrößerung gegen Unschärfe. Die scharfe Zone ist physikalisch bedingt 10-tel Millimeter tief, mehr nicht. Um etwa ein Ameisengesicht durchweg scharf zu bekommen, muss man womöglich mit einem Schlitten ganze Schärfenreihen schießen und mit einem passenden Programm bearbeiten. Das liegt nicht an diesem Ring ' das ist Physik. Darauf muss man sich einlassen, wenn man in diesen Miniwelten fotografieren will. Ebenfalls wichtig: wenn man Objektive auf diese Art koppelt, benötigten die so entstehenden langen Rohre viel Licht. Koppelt man also etwa die Lichtstärken f3 und f4, dann ist das so, als hätte man die Blende auf f7 eingestellt bzw. eher noch etwas dunkler. Aus der Hand geht praktisch nichts. Sowohl wegen der Vergrößerung nicht aber auch wegen der resultierenden Belichtungszeit, wenn man nicht gerade Flutlicht einsetzt. Selbst mit Stativ ist ein ruhiges Bild nicht automatisch gesichert. Bei den erreichbaren Vergrößerungsmaßstäben sind die minimalen Bewegungen schon wegen des Windes eines offenen Fensters oder das Verlagen des Gewichtes von einem Fuß auf den anderen bei Parkett etwa wie Erdbeben. Nach dem Drücken des Auslösers heißt es Luft anhalten und stillstehen, bis die Aufnahme abgeschlossen ist. Vorauslösung des Spiegels (sofern vorhanden) ist ein Muss. Auch hier: das sind keine Schwächen des Rings. Das sind schlichtweg die optisch-physikalischen Bedingungen, die in der Umgebung herrschen, in die der Ring einen vordringen lässt. Die Filter sind sauber und präzise gearbeitet. Es wackelt nichts, das Material fasst sich angenehm an. Ich habe nichts zu beanstanden, darum volle Punktzahl. Ich weiß von anderen Adapterringen, dass man auch hier durchaus etwas falsch machen kann. So trivial ist nicht einmal die Fertigung einer solchen - de facto - Schraube. Bei der hier stimmt aber aus meiner Sicht alles. Ich beziehe mich auf die 49mm-an-62mm-Version. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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