Kundenrezension

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Best.Torchwood.Ever., 16. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Torchwood - Kinder der Erde [2 DVDs] (DVD)
Ich "beobachte" das Doctor-Who-Universum seit dem Revival im Jahre 2005.

Lange wurden die englischen Werbetrommeln gerührt, ob es Hinweise auf dem Restart in anderen Serien betrifft (ein Charakter aus "Coupling" trägt ein Sweatshirt mit der Aufschrift "Bring back Doctor Who") bis hin zu öffentlichen, negativen Kritiken an der Besetzung von Billie Piper als neue Begleiterin des Doctors.

Bereits hier erhält John Barrowman erstmalig Screentime in seiner Rolle als "Jack Harkness" und begleitet den Doctor noch ein Stück des Weges.

Dann wurde Doctor Who mit Ablauf der 2. Staffel in Deutschland eingestellt und mir blieb "nur" der Rückzug auf Folgen in Originalsprache, dabei entdeckte ich schließlich auch, daß zwischenzeitlich "Torchwood" geboren war, ein Ableger oder auch wie es neudeutsch heißt, ein Spin-Off.

Dieses Spin-Off hatte es allerdings von Anfang an in sich, zum einen ist die Nähe zu Doctor Who sehr präsent (Charaktere wechseln zwischen den Serien, Eve "Gwen Cooper" Myles (Torchwood) spielt in Doctor Who ihre eigene Vorfahrin), die Charakterzeichnung ist sehr dicht (die Verhältnisse der Charaktere zueinander nehmen genausoviel Platz ein, wie die Bedrohung gegen die Torchwood von Woche zu Woche anzugehen hat) und Sexualität (egal ob Hetero-, Bi- oder Homo-) wurde gezeigt (nicht etwa als dramaturgisches Mittel, sondern eher als Brücke zwischen den Person, egal welcher Couleur).
Mögen die Special-effekte durchwachsen sein, so tut das den Geschichten keinerlei Abbruch, denn es handelt sich nun mal um eine Fersehproduktion und nicht um einen Blockbuster. Hinzu kommt, daß Cardiff als Handlungsort sehr viel Lokalcolorit vorzuweisen hat.

Zur dritten Staffel:

"Kinder der Erde" schlägt anfangs den gleichen Ton an (incl. des Humors) wie die vorangegangenen Staffeln, wandelt sich aber schnell in eine Geschichte des Terrors und führt den Figuren und auch uns vor Augen, daß nichts sicher ist.
Überhaupt, wie Sicherheit als Begriff in dieser Staffel überhaupt nichts verloren hat. Man meint hier eine Kampagne zu sehen gegen den Überwachungsstaat (immerwieder eingeblendete Kameras, stets werden Telefone abgehört) bei gleichzeitiger Kritik an den gewählten Volksvertretern, die sogar ihre Untergebenen "bluten" lassen um ihr eigenes Fell zu retten.
Die uns heutzutage vorgegaukelte Sicherheit und die damit verbundene Aufrüstung der Überwachungstechnik wird hier als schnelle Möglichkeit entlarvt, Andersdenkende als Terroristen abzustempeln.

Das alles wird in keinster Weise übertrieben dargestellt, die Akteure agieren, daß ist für mich auch der Grund der fortgesetzten Gänsehaut, allzu menschlich, die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und kaum jemand bleibt verschont.

Das Böse, oder besser, der Gegner ist nicht mehr wirklich zu erkennen, da passt es natürlich auch, daß der Auslöser des Dramas, ein Alienbotschafter, stets und ständig nur im Nebel erscheint (und sich ab und zu erbricht), nicht aber wirklich identifizierbar ist.

Desweiteren wird in diesen 5 Stunden nicht nur in die persönlichen Abgründe geschaut, es blitzt auch hier und dort (wenn auch zugegebenermaßen) geringfügig Hoffnung auf:
Ianto bekennt sich zu seiner Beziehung mit Jack gegenüber seiner Schwester, Gwens Schwangerschaft, Rhys wird halb-offiziell Teil des Teams, die Figur der Bridget Spears, die in Respekt zu ihrem Vorgesetztem den Machenschaften des Premierministers ein Ende bereitet und nicht zuletzt Lois Habiba und Miss Johnson, die erst von Neugier bzw. Pflichterfüllung geplagt erkennen müssen, für wen sie eigentlich arbeiten und sich von einem kleinen Rädchen im System zu einem Zünglein an der Waage entwickeln, mit wenig Rücksicht auf ihre eigene Sicherheit.

Die Dialoge sind geschliffen wie immer (Gwens Synchronstimme ist und bleibt unsäglich), dienen (anfangs) der Humorschiene und wandeln sich schließlich zu nicht erfüllbaren Prophezeiungen.
Als Alice zu Miss Johnson über Jack sagt "Ein Mann, der nicht sterben kann, hat nichts zu verlieren" hängt dieser Satz wie ein Damoklesschwert über der Handlung und am Ende wissen wir als Zuschauer, daß das NICHT stimmt.

Die Tode, die erfolgen, haben, entgegen der Meinung von anderen Kunden, nicht die Daseinsberechtigung "nur" als Schockelement, sondern erweitern die Harkness'sche Charakterzeichnung, von dem wir bisher zwar wußten, daß er bereits Leute verloren hat, die er liebte, jedoch muß ich bei aller Sympathie für den Charakter sagen, ich bin dankbar dafür, daß ihm sein Sonnyboy-Lächeln vom Gesicht gerissen wurde.

Den damit einhergehenden sauren Beigeschmack muss man schlucken können und das Ende wird einen noch sehr lange verfolgen.
Dies ist keine Kritik, sondern eher ein positives Zeichen dafür, daß die Autoren, Darsteller etc. hier etwas geschaffen haben, was einzigartig und nachhaltig ist.

Wer den Verlust von "liebgewonnenen" Charakteren nicht verschmerzen kann, sollte die Finger von der Staffel lassen, andererseits läßt man sich so eine der unglaublichsten und nahegehensten Drama-Serien entgehen.

Und an die Ein-Stern-Vergeber: Sucht Euch doch'nen anderen Spielplatz oder schaut Barbara Salesch.^^
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.10.2009 11:17:36 GMT+02:00
M. Roth meint:
Bis auf deinen letzten Satz ist die Kritik ja OK. Ich möchte nur gerne wissen was Euch daran immer so Freude bereitet andere Leute zu beleidigen. Keiner von den 1 Sterne Vergebern hat die 5 Sterne Vergeber beleidigt. Jeder hat seine eigene Meinung, aber das kannst du anscheinend auch nicht akzeptieren. Und kannst du mir bitte sagen was um alles in dieser Welt Barbara Salesch damit zu tun haben soll. Du wolltest einfach nur am Schluß noch mal den Unzufriedenen einen reinwürgen und eine super scheiß Sendung als Empfehlung geben, die deine "so sehr geliebte 3 Staffel" nicht so toll finden wie du. Danke ich habs verstanden, du bist nicht der Erste, wirst nicht der Letzte sein. Nein und ich werde mir Barbara Salesch nicht anschauen, und nicht Supernatural und nicht irgend etwas anderes was ihr lieben Leute mir so empfehlt, da mir ja anscheinend die große Genialität dieses Werkes so gänzlich entgeht. Viel Spaß im weiteren Leben und kauft dir doch die DVD und ergötze dich an dem Elend!

Veröffentlicht am 18.10.2009 16:04:29 GMT+02:00
alohabr meint:
Es ist schom zum Kotzen mti welcher Arroganz RTD Fans behandelt, die sein ach so wundervolles Werk eben nicht hac so wundevroll finden, aber wie du und einige andere Rezensenten hier mit denen umgehen, die nicht eurer Meinung sind, finde ich unverschämt. Jeder hat das Recht etwas zu mögen oder nicht zu mögen. Deshalb ist keiner besser oder schlechter und niemand muss sich hier Beleidigungen bieten lassen.

Und noch eines: Uns wurde Torchwood als Captain Jacks Serie angekündigt. Was wir am Ende von Staffel 3 haben ist die Gwen Cooper Show. Für mich ist das Etikettenschwindel.
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