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Kundenrezension

7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleines Juwel, 20. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Gleis 4: Roman (Gebundene Ausgabe)
Isabelle ist unterwegs zum Flughafen, um sich in Italien von einer Operation zu erholen. Aber ist das wirklich eine gute Idee? Im Moment steht Isabelle jedenfalls ratlos vor der Bahnhofstreppe. Wie soll sie, die noch nicht wieder schwer heben darf, ihren Koffer dort hinauf wuchten? Als sich ein älterer Herr galant anbietet, ihren Koffer zu tragen, nimmt sie das Angebot erleichtert an, ohne zu ahnen, was dadurch auf sie zukommt. Denn oben am Gleis 4 angekommen, bricht der Mann zusammen und stirbt. „Bitte“, ist sein letztes Wort, an Isabell gerichtet.

Isabell wird von der Polizei befragt, weil der Tote keine Papiere dabei hat, und verpasst dadurch ihren Flug. Zuhause angekommen, wird ihr klar, dass erstens ihr diese Reise noch zu viel ist und sie sich zweitens verantwortlich fühlt. Schließlich ist der Mann gestorben, als er ihr einen Gefallen tat. Natürlich ist sie auch neugierig.

Beim Auspacken merkt sie, dass sie aus Versehen die Mappe, die der Mann bei sich trug, eingesteckt hat. Darin ist sein Handy, und ein Mann ruft an, um „Marcel“ zu beschimpfen. Inzwischen hat die Polizei aber auch ein Handy im Hotelzimmer des Toten gefunden und dessen Namen herausgefunden: Martin.
Wer war dieser Mann wirklich? Welche Geschichte steckt hinter den zwei Identitäten? Isabell beginnt, Nachforschungen anzustellen.

Als die Witwe Véronique aus Kanada in die Schweiz kommt, um ihren Mann einzuäschern, wird sie von Isabell und deren Tochter Sarah aufgenommen. Zusammen lüften die drei Frauen das Geheimnis des Toten mit den zwei Namen.

In diesem schmalen Band steckt viel mehr, als man zunächst vermutet. Geschickt wird aus einer harmlosen Alltagssituation eine Handlung, die zunächst auf einen Kriminalroman hinausläuft, dann aber eine Kurve beschreibt und sich zu einer Familiengeschichte entwickelt.

Jede Familie hat ihr Geheimnis, aber in einigen Familien sind die Geheimnisse besonders schlimm. So auch hier. Ein unmenschlicher Umgang mit (armen) Müttern und Kindern, der noch vor wenigen Jahrzehnten gang und gäbe war, löst heutzutage berechtigtes Entsetzen aus.
„Die Moral ist die Mutter der Lügen“, heißt es im Buch, denn die Verbrechen gegen Frauen und Kinder wurden (und werden) im Namen der Moral begangen.

Mit wenigen Worten schafft Franz Hohler es, den Charakteren Substanz zu verleihen. Einige Andeutungen genügen, um Lebensgeschichte und Persönlichkeit des Charakters zu verstehen.

Zum Beispiel bei Isabells Tochter Sarah, die ihren afrikanischer Vater nie kennen gelernt hat, in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist, sich aber dennoch als zwischen zwei Kulturen gefangen erlebt und dem ganz alltäglichen Rassismus ausgesetzt ist.

Mein einziger Kritikpunkt am Buch ist, dass es leider es Mode geworden ist, keine Anführungszeichen zu benutzen. Mich stört das, aber in diesem Fall habe ich schnell darüber hinweg sehen können.

Denn Franz Hohler hat mich mit seinem schönen und ruhigen Schreibstil von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Dieses Buch ist ein kleines Juwel.
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Gospelsinger
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Ort: Berlin

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