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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Um differenziertere Klänge bemüht, 24. Juli 2012
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Rezension bezieht sich auf: Wild Bunch (Audio CD)
Das erstmals bereits 1999 erschienene Album "The wild bunch" beendete eine dreizehnjährige Auszeit der "hard rock/southern boogie band" (vgl. Booklet) Black Oak Arkansas. Seit 1971 hatte die Truppe in schöner Regelmäßigkeit Alben veröffentlicht, deren wilder Southern Rock sich nicht unbedingt durch das Merkmal Differenziertheit ausgezeichnet hat. Wo andere Southern Rock-Combos wie die legendäre Allman Brothers Band oder die Marshall Tucker Band fast filigran zu Werke gehen, bevorzugten die Black Oaks einen rüden, eher einfach strukturierten Sound. Als musikalische Feingeister konnte man sie jedenfalls nicht bezeichnen. Auf "Wild bunch", dies muß man den fünf Musikern zugestehen, bemüht man sich um mehr Feinschliff. Diesen Eindruck vermittelt zumindest die recht uneinheitliche Mischung aus alten Black Oak Arkansas Hymnen ("Jim Dandy to the rescue"; "Hot rod" usw.), Rockern, bluesrockigen Songs und sogar etwas Funk. Großen Anteil am differenzierteren Klangbild der Band hat der routinierte, im Bluesrock verwurzelte Leadgitarrist Rocky Athas. Immer wieder krönt er die Songs mit seinen inspirierten Soli. Auch Drummer Johnnie Bolin - Bruder des bekannten Gitarristen Tommy Bolin - trägt mit seinem kraftvollen Spiel zu diesen neuen Tönen bei. Bei den drei Gründungsmitgliedern Mangrum, Rickie Lee Reynolds (g, keyb., back voc) und Pat Daugherty (bg, back voc) scheint demgegenüber die Zeit mehr oder weniger stehen geblieben zu sein. Insbesondere der von privaten Schicksalsschlägen nicht verschont gebliebene Jim 'Dandy' Mangrum röhrt sich noch genauso durch die Setlist wie in den seligen 70er Jahren. Dieses Southern Rock-Original hat noch immer den Stimmumfang eines Bierdeckels. Gleichwohl, der Mann hat einen immensen vokalistischen Wiedererkennungswert. Noch ein Wort zum Songkatalog. Highlights sind die Tommy Bolin-Komposition "Post toastee", ein fetziger Stampfer mit toller Gitarrenarbeit von Athas. Überzeugend ist darüber hinaus die abgeklärte Version des BOA-Standards "Jim Dandy to the rescue" sowie der kraftvolle Rocker "This is our town", eine von mehreren Neukompositionen der Truppe. Herausragend schließlich der furiose Bluesrock-Song "No time" sowie der bodenständige Rhythm & Blues-Knaller "Happy Hooker". Freilich finden sich auf "Wild bunch" neben durchschnittlichem Songmaterial auch mehrere Totalausfälle. So ist der "Deep purple blues" ein absoluter 08/15-Blues langsamerer Machart. "Truth to be known" klingt anfangs wie "Wind of change" von den Scorpions. Der Titelsong "The wild bunch" wirkt einfach nur irritierend. Auch auf den 'Bonustrack' "Talk to the hand" hätte ich verzichten können. Produktionstechnisch fällt auf, daß die Scheibe nicht wie aus einem Guss klingt. Dies hat wohl mit den drei unterschiedlichen Aufnahmelokalitäten zu tun. Als großer Southern Rock-Fan, freilich nicht unbedingt Black Oak Arkansas-Infizierter, hat mich "The wild bunch" positiv überrascht. Das Bemühen um differenzierte Sounds gilt es anzuerkennen. Jubelstürme hat das Album bei mir trotzdem nicht ausgelöst. In die erste Riege des Southern Rocks werden sich die Jungs wohl nicht mehr spielen können.
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