Kundenrezension

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Spiel für "Rollenspieler", 24. Juli 2009
Von 
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Divinity II: Ego Draconis - Collector's Edition (Computerspiel)
Grafik:
Dass Divinity 2 - Ego Draconis die 3D-Grafik nicht neu erfinden würde, war klar und wurde vom Entwickler, wenn ich mich richtig erinnere, auch so publiziert. Hier hat er auch Wort gehalten. Rein grafiktechnisch liegt das Spiel zweifellos 3-4 Jahre zurück und kann mit Rollenspielen wie Gothic 3 oder auch Oblivion lange nicht mithalten. Wer viel Wert auf Grafik und Optik legt, darf m.E. von meinen vier vergebenen Punkten noch einen abziehen. ;)

Performance:
Nun ist mir das Rollenspiel und Spielgefühl an sich wichtiger als grafische Features, weswegen es nicht mein Hauptkriterium ist. Vielmehr finde ich es etwas schade, dass die Performance für die nicht mehr zeigemäße Grafik etwas schwach ist. Trotz einem ausreichenden System (2 x 2,5 GHz, 4GB Ram, GF 850XT) ruckelt das Spiel doch recht stark. Bei Titeln mit Spitzengrafik sage ich nicht, hier sollte es allerdings flüssiger laufen.

Kampfsystem:
Das Kampfsystem ist ganz klar actionorientiert und verzichtet weitestgehend (ggf. auch mit Absicht) auf taktische Elemente. Es lässt sich mit den aus Hack & Slay-Spielen bekannten "Klickorgien" recht gut vergleichen und bietet leider doch relativ wenig Anspruch. Hier hätte ich etwas mehr erwartet und muss auch zugestehen, dass ich etwas enttäuscht bin. Weiterhin geht es in den Kämpfen sehr schnell zur Sache und auch rasch in den Nahkampf. Für Spieler die mittels Magie oder Fernkampf gerne auf Distanz bleiben etwas ungeschickt. Das Kampfsystem würde ich auch als etwas unausgereift bezeichnen und ist meiner Meinung nach noch verbesserungswürdig: Gegner bekommt man nur mühlselig in den Fokus und Kämpfe so gut wie nicht "planen". Stattdessen einfach "draufkloppen" und abwarten. Etwas schade.

Talente und Fertigkeiten:
Divinity 2 setzt auf Altbewährtes. Typische Rollenspiel-Attribute und Fähigkeiten wie Stärke, Geschicklichkeit und Intelligenz helfen dem Spieler sich rasch zurecht zu finden. Meiner Meinung nach kein Fehler - niemand möchte sich groß mit vollkommen Neuem auseinandersetzen. Geskillt wird dabei selbst über die Fähigkeitenanzeige, Erfahrungspunkte, Stufenaufstieg, Punktevergabe... wie man es kennt. Der Spieler kann sich frei entwickelt und skillen wie er möchte, man muss sich als nicht zu Beginn des Spiels auf einen bestimmten Weg festlegen. Auch im Nachhinein sind noch Änderungen möglich - naja, Geschmackssache.

Storyboard und Questing:
Hier punktet Divinity 2 - Ego Draconis und schafft es, trotz obiger Schwächen den Spieler in seinen Bann zu ziehen. Das Storyboard ist durchweg logisch konzipiert und hat einen roten Faden. Auf den Spieler warten einige spannende und überaus interessante Wendungen und Elemente, die den Helden dazu zwingen, weiterzuspielen - so wie es sein sollte! Die Liebe der Entwickler steckt im Detail der Story und in den Charakteren - nicht in der Grafik! Und die Hauptstory fesselt. Soweit ich es bisher beurteilen kann, sind die Charaktere individuell, die Dialoge teils lustig, spannend, zynisch oder interessant. Im Hinblick auf die Quests liegt Divinity 2 bei den Hauptquests sehr weit vorne, die Nebenquests sind guter Durchschnitt. Zwar bieten die Nebenquests nicht ganz so viel wie die immer anderen und individuellen Quests bei Oblivion, sind allerdings auch weit von Gothic 3-Niveau à la "Befreie Stadt A, usw." entfernt.

Die Welt von Divinity 2:
Die Größe der Spielwelt ist nach dem ersten "Testtag" wohl ausreichend, wenngleich mit der von Oblivion nicht ganz zu vergleichen. Viele Häuser können nicht betreten werden, die Interaktion mit den Elementen der Spielwelt ist begrenzt. Jeder NPC ist allerdings ansprechbar und so manche Unterhaltung wird den Spieler zum schmunzeln bringen. Freche Sprüche und zynische Bemerkungen finden sich ausreichend und für Unterhaltung ist sicher gesorgt.

Fazit:
Für jemanden wie mich, der das "typische Rollenspiel" schätzt und bereits vor vielen Jahren mit Pen & Paper begonnen hat, steht das Rollenspiel an sich, mit seinem Storyboard, der Individualität der Personen und der Story, sowie den Rollenspielelementen im Vordergrund. Dementsprechend fällt auch trotz grafischer und technischer Schwächen die Beurteilung überwiegend positiv aus. Schade ist es insofern nur, dass Divinity 2 technisch hinter aktuellen Titeln hinterherhinkt - das Potential für 5 Sterne wäre durchaus da gewesen!
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.10.2009 18:49:20 GMT+02:00
Captain Cola meint:
Also ich wüsste nicht einen Punkt, der grafisch bei Gothic 3 besser gelöst ist.. Also Gothic 3 lässt es grafisch doch deutlich hinter sich, im Vergleich mit Oblivion zieht es mal den kürzeren, mal sieht es besser aus.
Wie es allerdings mit einer GF 850Xt (????? vielleicht Radeon X 8xx xt gemeint? ) aussieht, weiß ich allerdings nicht.

Bezüglich der Grafik, die "hinterherhinkt", kann ich das nur auf ihr System zurückführen, Two Worlds, Oblivion etc sehen mal besser, mal schlechter aus, die Grafik ist vor allem stimmig.
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