Kundenrezension

171 von 196 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Angenehmes, leistungsstarkes Notebook für überwiegend stationären Einsatz, 11. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Acer Aspire V3-771G-53218G50Makk 43,9 cm (17,3 Zoll) Notebook (Intel Core i5-3210M, 2,5GHz, 8GB RAM, 500GB HDD, NV GT650M, DVD, Win 7 HP), schwarz (Personal Computers)
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Das Aspire V3 von Acer gibt es in sehr unterschiedlichen Ausführungen. In der Version V3-771G-53218G50Makk (mit Core i5-3210M, GT 650M, 8 GB RAM) erhält man ein solide gebautes und sinnvoll ausgestattetes, großes Mittelklasse-Notebook. Den leistungsfähigen Innereien stehen an Kompromissen nur das mittelprächtige Display und eine nicht gerade beeindruckende Akkulaufzeit gegenüber.

Auftritt und Bedienung

Das V3-771G kommt in einem schlichten, aber stabilen Karton, der keine Überraschungen enthält. Außer dem Notebook selbst nebst üblichem Pflichtzubehör (Akku, Netzteil, Kabel) findet man lediglich noch Garantiekarte und Kurzanleitung. Wie bei Acer üblich, ist alles sehr sorgfältig verpackt.

Die äußeren Teile des V3 sind aus Kunststoff. Die Konstruktion wirkt aber solide, und die Verarbeitung ist sehr sauber. Das Gehäuse ist verwindungssteif, der Widerstand des Deckelscharniers genau richtig. Auch einen Dummy zum Schutz des SD-Karten-Slots vorne links hat man spendiert. Die Verteilung der Anschlüsse am Gehäuse ist insgesamt sinnvoll gewählt: Bis auf die Öffnung für ein Kensington-Schloss (links hinten) und den Stromanschluss (rechts hinten) sind sie alle im vorderen Bereich der Seitenflächen untergebracht, also auf der linken Seite vor dem Lüfterauslass sowie rechts vor dem optischen Laufwerk. Auf der Rückseite gibt es keine Anschlüsse - dafür lässt sich das Notebook sehr weit aufklappen.

Das Display hat mit 1600x900 Bildpunkten eine für 17-Zoll-Notebooks übliche Auflösung, die für die meisten Zwecke ausreicht. Es ist sehr gleichmäßig ausgeleuchtet, weist aber die für TN-Panels typische starke Blickwinkelabhängigkeit auf. Zudem ist es nur mäßig hell und spiegelt stark. Immerhin bietet es bei senkrechter Blickrichtung einen relativ guten Kontrast und schöne Farben. Aufgrund der geringen Helligkeit ist es nur für Innenräume geeignet.

Der Klang der internen Lautsprecher ist klar, aber wie bei den meisten Notebooks sehr dünn. Bässe kann man höchstens erahnen.

Gut gelungen finde ich die Chiclet-Tastatur mit einem angenehmen, festen Anschlag und übersichtlichen Layout. Die Tasten haben eine leicht raue Oberfläche. Ihre Beschriftung ist auch bei schwachem Licht gut erkennbar. Das nahtlos als leichte Vertiefung in die Handballenauflage integrierte Touchpad ist optisch unauffällig. Mit seiner strukturierten Oberfläche, tastbar markiertem Scrollbereich und deutlich abgesetzten Tasten ist es ergonomisch zu bedienen. Ansonsten gibt es nur ein einziges weiteres Bedienelement: den Ein- und Ausschaltknopf links oberhalb der Tastatur.

Der Lüfter läuft ständig, erzeugt bei geringer Last aber nur ein leises Rauschen, das ich nicht als störend empfinde. Unter hoher Last wird das Rauschen natürlich kräftiger, aber nie sehr laut und bleibt vom Ton her gut erträglich. Es ist insbesondere nicht mit einem Heul- oder Pfeifton unterlegt.

Innere Werte und Leistung

Mit dem Core i5 3210M ist eine moderne CPU verbaut, die besonders unter hoher Last relativ wenig Strom verbraucht. Die von Intel vorgesehene maximale Taktfrequenz von 3,1 GHz (bei Belastung nur eines Kerns) erreicht sie nur selten, hält aber die nächstniedrigere Taktstufe von 2,9 GHz auch unter Maximallast standhaft durch (getestet mit Prime95 v27.7). Bei reiner CPU-Last bleiben die Kerntemperaturen unter 80°C. Lastet man parallel den Grafikprozessor aus, steigt die Temperatur der CPU-Kerne bis knapp unter 100°C (max. zulässig: 105°C). Auch bei dieser starken, schon leicht praxisfremden Auslastung wird die CPU nicht heruntergetaktet, wie ich es bei Acer-Notebooks der Vorgänger-Generation erlebt habe.

Die integrierte Grafikeinheit (GPU) Intel HD 4000 ist wunderbar für Medienwiedergabe geeignet und kann die meisten wichtigen Videoformate hardwareunterstützt (DXVA) und makellos abspielen. Nur den inzwischen weniger verbreiteten Microsoft-Codec VC-1 mag der Chip (oder der Treiber?) nicht. Dank der leistungsstarken CPU ist natürlich zur Not auch die Wiedergabe von HD-Videos in Software problemlos möglich.

Die für Notebook-Verhältnisse kräftige nVidia-Grafik GT 650M, die bei nur bei Bedarf zugeschaltet wird, genügt bei der nativen Auflösung des Displays (1600x900) und normalen Ansprüchen für alle gängigen aktuellen Spieletitel. Im Benchmark 3DMark 2006 erzielt mein 771G damit sehr ordentliche 13311 Punkte. Das ist knapp halb so schnell wie mein aktueller, recht leistungsstarker Desktop-PC (Core i5 3570K@4200, GTX 560Ti).

Der WLAN-Empfang ist in Ordnung und liegt auf dem Niveau anderer moderner Notebooks. Von meiner FritzBox 7390 überträgt das V3 aus kurze Distanz etwa 12 MB pro Sekunde. Auch über zwei Stockwerke gibt es noch eine stabile Verbindung (Signalstärke "gut") mit einer effektiven Datenrate von etwa 3 MB pro Sekunde.

Das massive 120W-Netzteil wird auch bei maximaler Last kaum mehr als handwarm. Die wärmste Stelle am Gehäuse des V3 ist der Lüfterauslass. Heiße Stellen an der Unterseite habe ich nicht feststellen können.

Nicht ganz so toll ist die Akkuleistung. Selbst bei mäßiger Last sind mit voller Bildschirmhelligkeit kaum mehr als zweieinhalb Stunden Betrieb drin. Beim Abspielen von HD-Videos ist bereits nach weniger als zwei Stunden Schluss. Für den (Mäuse-) Kinoabend sollte also eine Steckdose in Reichweite sein. Aufladen geht dafür mit anderthalb Stunden Dauer relativ schnell.

Als Arbeitsspeicher sind zwei 4 GB-Module von Nanya verbaut, die mit 1333 MHz im Dual-Channel-Betrieb laufen.

Die Festplatte ist eine ST9500325AS von Seagate. Man hört von ihr allenfalls ein sehr leises Tickern bei Zugriffen.

Software-Schlankheitskur

Im Auslieferungszustand ist wie bei Consumer-Notebooks üblich eine Menge weitgehend unnützer Software vorinstalliert. Um die Windows-Installation zu verschlanken (und auch den Start zu beschleunigen), sollte man Überflüssiges deinstallieren. Das geht allerdings reibungslos.

Ich habe bis auf ein paar Standards von Adobe (Flash, AIR, Reader) und Microsoft (.NET, Silverlight, Visual C++ Redistributables) alles, was nicht zur Nutzung der Hardware benötigt wird, deinstalliert. Die Treiber und hardwarenahe Software, die man behalten sollte, stammen von Atheros / Qualcomm (LAN- und Funkmodule), Dolby (Soundaufbereitung), EDTWare (Touchpad), Intel (CPU, Grafik, Chipsatz), nVidia (Grafik) und Realtek (Audio, SD-Kartenleser). Auch von Acer habe nur wenige Programme installiert gelassen: LaunchManager (Wi-Fi- & Bluetooth-Schalter), ePower Management, eRecovery Manager, Updater und Crystal Eye Webcam (eigentlich von Cyberlink).

Da keine Recovery-Medien mitgeliefert werden, sollte man zeitnah im "Acer eRecovery Management" Recovery-DVDs brennen. Dafür sind vier DVD-Rohlinge und mehrere Stunden Zeit erforderlich. Wenn man Windows neu zu installieren gedenkt, sollte man die Möglichkeit nutzen, eine zusätzliche DVD mit Installationsdateien für Treiber und Anwendungen erstellen zu lassen. Tipp: Statt DVDs zu brennen, kann man mit der Demo-Version von "Phantom Drive" einen virtuellen Brenner installieren, der die Wiederherstellungs-DVDs dann gleich als ISO-Images erstellt, was auch wesentlich schneller geht.

Fazit

Das Aspire 771G-53218G50Makk ist für mich ein angenehmes Notebook, das auf dem Schreibtisch eine elegante Figur macht. Es ist auch für anspruchsvolle Aufgaben stark genug und mit seiner kräftigen dedizierten Grafikeinheit absolut spieletauglich.

Aufgrund seiner Abmessungen und auch der mäßigen Akkuleistung ist das V3-771G vor allem für überwiegend stationären Einsatz geeignet. Ansonsten stellt nur das nicht sehr helle, spiegelnde Display eine Schwäche dar. Die Komponenten sind insgesamt stimmig gewählt, weitere Schwachpunkte habe ich nicht feststellen können.

Gerade in der Konfiguration mit Core i5 und GT 650M bietet das 17-zöllige V3 trotz der genannten Defizite ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Daher gebe ich eine Kaufempfehlung und fünf Sterne *****.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.10.2012 10:29:07 GMT+02:00
macki meint:
Hallo,
welche Werte haben Sie bei dem Windowsleistungsindex und haben Sie schon den aktuellen Grafiktreiber drauf?
Gruß!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.10.2012 20:12:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.10.2012 20:13:12 GMT+02:00
A. Leclerc meint:
Hallo macki,
hier die Werte mit dem neuesten vNivia-Treiber für Notebooks (306.97):

Prozessor: 7,1
RAM: 7,5
Grafik: 7,1
Grafik (Spiele): 7,1
Festplatte: 5,9

Hoffe das hilft...
Viele Grüße
alec

Veröffentlicht am 15.09.2013 00:17:38 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 15.09.2013 00:18:08 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 15.09.2013 00:18:20 GMT+02:00
G. L., Berlin meint:
Hallo,

ich habe eine Frage und zwar:

Wenn Sie den Displayrahmen mit einer Lampe beleuchten, sehen Sie dann auch so viele Kratzer durch das Reinigen mit einem Mikrofasertuch?

Ich war sehr vorsichtig, denn ist mein Rahmen voll mit Kratzern.

Liebe Grüße!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.09.2013 12:15:30 GMT+02:00
A. Leclerc meint:
Hallo,

hochglänzender Kunststoff ist natürlich immer sehr empfindlich. Zum Reinigen von solchen Oberflächen nehme ich lieber ein Schwammtuch, wie es sie z.B. bei Aldi gibt, und feuchte es leicht mit Wasser an. Damit es keine Kratzer gibt, darf man beim Wischen nicht zu fest andrücken, und das Tuch sollte natürlich frei von hartem Staub sein (z.B. Bohrstaub oder gar Sand). Trockenes Abwischen funktioniert meines Erachtens weniger gut und produziert eher Kratzer - es sei denn, man nimmt jedes Mal ein nagelneues Mikrofasertuch.

Um Ihre Frage zu beantworten: Zumindest sehe ich keine Kratzer, die bei normaler Beleuchtung auffallen würden. Mikrofeine Krätzerchen sind aber auf die Dauer kaum vollständig zu vermeiden.

Viele Grüße
alec
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