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Kundenrezension

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "She's stepping into the light - but she can't see", 20. September 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Walking With Strangers (Audio CD)
Heute steht etwas eher ungewöhnliches auf dem Review-Programm für mich: Kein beinhartes Metal-Geschraddel, sondern Pop. Nun, Pop ist vielleicht nicht ganz die richtige Bezeichnung. Was spielt die Band? Nun, in erster Linie modernen, teils recht deftigen Rock, allerdings vermischt mit radikalem Einsatz von Synth-Sound, der in fast jedem Song das dominierende Element darstellt. Gesungen wird das Ganze von der absolut schönen Stimme der Sängerin Chibi, die in der Vergangenheit bei Songs wie "Blue" bewiesen hat, dass sie sogar zu angedeuteten Growls fähig ist. Ohne Frage ist die Musik von THE BIRTHDAY MASSACRE schon immer eher Richtung Kommerz gerichtet gewesen, aber hierzulande haben sie bislang noch nicht den ultimativen Bekanntheitsgrad erreicht, was vielleicht u.a. an den z.T. recht deftigem Sound ihrer bisherigen Werke liegen könnte. Auf welcher Stufe sich nun ihr neustes Werk bewegt, wird im Folgenden von mir persönlich beurteilt.

Der Einstieg in das Album fällt mit "Kill The Lights" gut und leicht - ein sanftes Intro, gefolgt von starkem Gitarrensound. Wie bei den meisten der nachfolgenden Songs liegt die Stärke vor allem im Refrain, welcher beschwingend und auf seine Weise mitreißend daher kommt. Einfach schön und geht schnell ins Ohr. Fließend geht's über in das nicht unähnliche "Goodnight". Hier wurden die Gitarrensounds zwar ein wenig reduziert, aber die Melodie steht dem Song auch ganz gut. Nicht ganz so toll wie der voran gegangene Song, aber durchweg gut hörbar. Mit "Falling Down" haben wir dann den ersten richtigen Ausnahme-Song, der zum Rest kaum passt. Tatsächlich klingt das Teil stellenweise wie PLACEBO, was aber erstaunlich gut rüberkommt. Der Refrain hat ein starkes Mitsing-Potential (sofern man die Lyrics versteht) und ist einfach klasse durchdacht. Das nachfolgende "Unfamiliar" war bei mir nicht sofort so gut verdaulich, weil ich den Refrain zunächt als recht nervig empfand. Tatsächlich hat sich diese Einstellung nach mehrmaligen Hören zwar gebessert, aber für mich spielt der Song im Vergleich zum ganzen Rest eine eher untergeordnete Rolle - eine recht ruhige, nicht übermäßig melodiöse Nummer, wenn man vom letzten Drittel absieht, welches wiederum schwer in Ordnung ist. Mit "Red Stars" findet sich dann der "Vorzeige-Song" des neuen Albums, welcher bereits auf Single erhältlich ist. Nach wenigen Sekunden stellt man fest: Ohne Frage das derbste und lärmigste, was TBM bis heute abgeliefert haben - aber absolut genial umgesetzt, trotz der eher schlichten Songstruktur. Die Nummer geht ohne Umwege direkt ins Ohr und zieht in seinen Bann. "Looking Glass" kommt zunächst mal ganz ungewöhnlich daher, aber spätestens beim Refrain bemerkt man die Stärken des Songs, die vor allen Dingen in den Lyrics liegen. Nicht ganz so auffällig, aber absolut super. Der nächste Song "Science" ist wieder von der interessanteren Sorte: Eine extrem gelungene Melodie, die leider nur zweimal im Song zu hören ist (in der ersten und letzten Minute), aber der Bereich dazwischen ist auf seine Weise ebenfalls sehr gut und eingängig - zur vollen Punktzahl hätte ich es aber toll gefunden, wenn man diese Melodie noch besser genutzt hätte. Aber sei's drum. Nun, es folgt "Remember Me" und ich weiß nicht völlig, was ich von dem Song halten soll: Die Melodie ist einerseits schlicht wundervoll, aber irgendwie bemerkt man den Song kaum, wenn er nebenher läuft - der Pepp fehlt offensichtlich leider. Das hat man in Track 12 (s.u.) besser umgesetzt bekommen. Nach diesem Durchhänger, der eigentlich keiner ist, folgt die Band-Hymne schlechthin, die bereits auf dem Debütalbum zu finden war und nun in einer überarbeiteten Fassung vorliegt - die Rede ist von "To Die For". Eines der wundervollsten Stücke musikalischen Schaffens, dass ich bisher vernehmen durfte, wurde komplett überarbeitet. Nun, was ist neu? Zum einen ist der Gesang, Dank der gesteigerten Produktionsqualität, besser hörbar und zum anderen wurden die etwas langatmigen Stellen mittendrin und ganz zu anfangs ein wenig beschnitten, so dass der Song rund 40 Sekunden Spielzeit verliert. Steigern die Änderungen auch die hohe Qualität des Urwerks? Durchaus, wie ich finde. Die Änderungen stehen der 2007er-Version ausgesprochen gut. Nun beginnt mit dem Titeltrack meines Erachtens der Höhepunkt des Albums. Selten eine Nummer erlebt, die eigentlich alle positiven Eigenschaften, die ein Song haben sollte, so gut vereint. Es ist schwer zu beschreiben - hört es euch an! Jetzt schon eine meiner Lieblingstracks überhaupt. Mit "Weekend" startet der letzte, schnellere Song des Albums seinen Durchmarsch. Kurz gesagt einfach eine feine Gute-Laune-Nummer mit gewohnt schöner Melodie. Den Abschluß des Albums macht das entspannte, fast vollkommen gitarrenfreie "Movie". Songs dieser Art gelingen nur ganz wenigen Bands, da die Lieder meistens zum Schlafmittel verkommen. Hierbei absolut nicht - schöner und ruhiger kann man ein Album kaum ausklingen lassen.

Fazit: Für mich ist die Musik von TBM ein ziemlicher Unterschied zu dem, worüber ich sonst reviewe. Ich will damit zeigen, dass es (ganz gleich welchen Musikgeschmack man favorisiert) albern ist, eine Band in ein bestimmtes Klischee zu stecken und deshalb die Musik zu meiden oder ungehört darüber zu urteilen. Hierbei kann ich ganz eindeutig sagen: Wer nicht grade Ohrenkrebs von Synthie-Sound kriegt, teils heftigen E-Gitarrensound nicht verabscheut und leichte, eingängige (aber nichtsdestotrotz wahnsinnig tolle) Melodien mag, gepaart mit einer schönen Frauenstimme, der wird hieran seine helle Freude haben. Wirkliche Schwächen existieren praktisch garnicht, was man bei heutigen kommerziell ausgerichteteren Bands eher selten findet. Das Album macht einfach Laune und selbst bei mir als gestandener "Metalhead" rotiert die Scheibe derzeit dauerhaft im CD-Player. Ein ganz großes Stück Musik und unbedingte Kaufempfehlung!

Wertung: 5/5 Sterne

Anspieltipps: Kill The Lights, Red Stars, To Die For (2007), Walking With Strangers
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