Kundenrezension

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh no! guess who's back?, 24. Juni 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gold Cobra (Deluxe Edition) (Audio CD)
Hallo zusammen,

Vorab: Falls ihr euch fragt 'wie kann der Kerl jetzt schon eine Rezension zum Album schreiben?': Ich habe das Album als MP3-Download um kurz nach 0 Uhr gekauft und jetzt mehrfach gehört. Mehrfach? Ja, es lohnt sich verdammt nochmal!

Nun ist es endlich da, das neue Album der 5 Nu-Metall Helden. Lange, sogar sehr lange (das letzte Studioalbum erschien 2005) hat man uns Fans warten lassen (wobei ich nicht so ein Ultrahardcore Fan von Limp Bizkit bin und meine Rezension durchaus versucht Objektivtät auszustrahlen). Um es vorweg zu nehmen: das Warten hat sich gelohnt. Ich werde im Folgenden, die einzelnen Tracks näher beschreiben. Grundsätzlich freue ich mich darüber, dass Limp Bizkit ihrem Stil treu geblieben ist und man nachvollziehen kann warum sich diese Band als 'Rockband' bezeichnen darf d.h. Wes lässt es an der Gitarre krachen, John Otto lässt die Sticks fliegen und Fred Durst experimentiert nicht mit seiner einzigartigen Stimme. Und die Band ist zum Glück auch nicht auf den derzeitigen Elektrozug aufgesprungen. "Nu Metall Band" war ja nicht bei jeder bekannten Band in letzter Zeit die zutreffende Bezeichnung. Auch wenn diese sich "weiterentwickeln" wollten. Ich denke jeder weiß, wer gemeint ist. Umso schöner ist es, dass Limp Bizkit sich hier absolut treu geblieben ist.

Introbra (keine Wertung)
Kleines Wortspiel an dieser Stelle seitens der Band, dabei handelt es sich natürlich um das Intro des Albums, welches ich durchaus als gelungen bezeichnen würde. Es lädt dazu ein, weitere Songs anzuhören. Vor allem der relativ starke Bass am Anfang klingt ein wenig bedrohlich, was bei einer Rockband aber eher einladend als abschreckend wirkt und man gespannt auf den nächsten Track wartet.

Bring it back 6/10
Der verspätete Opener des Albums. Eigentlich nicht das, was ich nach dem Intro erwartet habe. Hätte eher was wirklich aggressiv, lauteres erwartet. Der Song dümpelt so vor sich hin. Hätte hier eher den Track 'Why try' (siehe unten) mit seiner opening line 'Guess who's back?' erwartet.

Gold Cobra 10/10
Der nächste Track des gleichnamigen Albums. Erinnert mich ein wenig an "Rollin" und geht sofort ins Ohr. Mir gefällt der Rap Part richtig gut und ein schöner Flow der Worte ist zu erkennen und wird sich durch das immer wiederkehrende 'Holdin the gold it's so gold it's so golden y'all
The Golden Cobra' in euer Ohr brennen. Erstes richtiges Highlight des Albums. Sind aber auch erst beim zweiten Track ;-)

Shark attack 9/10
Geht richtig gut weiter! Ein typischer Limp Bizkit Song. Das ist Nu Metal, tolle Symbiose von Rap und Rock.

Get a life 10/10
'Get a life, get a motherfuckin' life'. Wer denkt, dass nicht häufiger über andere? Der Song zeichnet sich vor allem durch den Wechsel von sehr ruhigen Passagen und dem herausgebrüllten (!!) Refrain aus, welcher der Aufforderung nur Nachdruck verleiht. Richtig hammergute Rockmusik!

Shotgun 9/10
Erste Singleauskopplung des Albums. Kennen die meisten sicherlich schon aus dem Radio oder Internet. Textlich sehr stark. Könnte vor allem in den waffenverliebten USA Aufsehen erregen! 'In the neighbourhood everyone got one'. Das Ende des Songs ist dann ein immer wiederkehrendes Abfeuern der Waffe und das bekannte klickende Nachladen der Shotgun, welches den Lyrics nochmal stark Nachdruck verleiht.

Douche Bag (deutsch: Arschloch) 9/10
Spätestens jetzt sollte klar sein warum das Album den 'Parental Advisory' Aufkleber hat ;-) Das von Fred Durst so geliebte "f***" kommt in dem Song gefühlte 500 Mal vor. ABER: Der Song ist richtig rockig und wird euch auch auf jeden Fall ins Ohr gehen, vor allem weil wirklich jeder den Refrain mitsingen kann ;-)

Walking away 10/10
Mein persönlicher Lieblinssong auf dem Album. Wenn man so will, eine Ballade über die Einsamkeit und das Gefühl der Hilflosigkeit, die sich gegen Ende vollkommen musikalisch, aggressiv entlädt. Erinnert mich zu Beginn an 'Lonely World'.

Loser 4/10
Erster Song, der mir persönlich nicht ganz so gut gefällt. Textlich durchaus gar nicht so schlecht und sich ,wie der Titel bereits hergibt, mit dem Zustand des Versagens beschäftigt. Musikalisch gefällt das Lied mir nicht so. Schwer zu sagen warum. Eher ein Lückenfüller.

Autotunage 9/10
Schön rockiger Song. 'Let me see you rock, turn this place in something they cannot stop' lautet ein Part des Refrains. Stell ich mir vor allem live richtig gut vor. Der "Party Song" des Albums, wenn man so will.

90.2.10 7/10
Ist das eine Anspielung auf Beverly Hills 90210? ;-) Zu Beginn richtig schneller, schnörkelloser Rock! Danach gekonnter Wechsel von ruhigeren Phasen und Rock. Nur das 'hey, hey, hey' stört mich persönlich in dem Song.

Why try 10/10
Jetzt, der von mir schon zu Beginn erwähnte Track. 'Boooooom' heißt es im Text und das passt. Richtig schön rockig, wenn auch etwas kurz. Textlich eher irrelevant, aber man kann drauf abgehen und es rockt.

Killer in you 6/10
Hier gefällt mir Wes an der Gitarre besonders. Irgendwie fehlt mir aber die Melodie, die im Ohr bleibt. Kein schlechter Track, aber bei dem hohen Niveau bisher, eher ein Lückenfüller.

Back in Porch 8/10
Wieder sehr eingängig, was Wes uns da präsentiert. 'Let's move to the next town' heißt es im dem Stück, was sich auf die nächste Party bezieht. Ich hoffe, man kann es auch so verstehen, dass die Party 'Limp Bizkit' nicht aufhört und uns auch in den nächsten Jahren noch mit ihrer Musik vergnügen wird.

My own Cobain 8/10
Hat musikalisch fast schon eine beruhigende Wirkung. Sehr relaxed der Song, wenn man das so sagen kann. Ruhige Nummer für Limp Bizkit Verhältnisse wohl gemerkt. Die Anspielung auf den Nirvana Frontman ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. So unterstreich dies textlich auch das 'I can't believe it's over, I can't believe I'm broken' .

Angels 8/10
Der letzte Track des Albums. Wieder ein etwas ruhigerer Song und gleichzeitig ein würdiger Abschluss eines fantastischen Albums, welches zwar ein paar wenige Lückenfüller aufweist, in seiner Gesamtheit aber dennoch nahezu uneingeschränkt überzeugen kann. Mich zumindest. Melodisch hat der Hit auf jeden Fall Ohrwurm Potential.

Fazit:

Das Warten hat sich definitiv gelohnt. Aber bitte nicht nochmal 6 Jahre! Das Album lädt zum kollektiven Abrocken ein, bedient aber auch die Freunde von ruhigeren Rockballaden (Angels), weist Songs mit sozialkritischen Hintergründen auf und verdammt oft wird man von dem Sound, der aus den Boxen kommt,richtig weggeblasen. Starke Nummer und die Lückenfüller kann ich verzeihen, wobei es natürlich auch sein kann, dass ihr die entsprechenden Titel nicht als eben diese empfindet. Musik bleibt Geschmackssache.
'Gold Cobra' ist auf jeden Fall besser als 'Results may vary', was sicherlich auch seine Highlights hatte, aber auch ganz schwache Nummern (ich sag nur: Snoop Dogg'was der jetzt für eine elektronische Schrottmusik produziert wissen wir ja, egal). In der Breite auch definitiv stärker als 'Chocolate Starfish'. In der Spitze'weiß ich nicht'kann man sicherlich drüber streiten. Dass "Cod Cobra" "The Unquestionable Truth (Part 1)" übertifft, sollte niemanden überraschen. Für mich aber jetzt schon das internationale Nu Metall Album des Jahres und daher auch eine klare Kaufempfehlung von mir. Limp Bizkit is back!

MfG
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