Kundenrezension

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wanderer zwischen Welten, 5. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Operation Heimkehr: Bundeswehrsoldaten über ihr Leben nach dem Auslandseinsatz (Broschiert)
*
In diesem Porträtbuch werden großformatig 70 Bundeswehrangehörige vorgestellt, die unter ihrem S/W Porträt in der Ich-Form aus ihrem Leben, von ihren Einsätzen und ihren Ansichten sprechen. Dazu wird immer ein Gegenstand mit abgebildet, der Ihnen im Kriegseinsatz wichtig war: dort in Rosenkranz, hier ein Granatsplitter, ein Familienfoto oder irgendein Glücksbringer. Die Autoren führte diese Befragung in Zusammenarbeit mit der Pressestelle der Bundeswehr durch.

Alle 70 Porträts haben sicherlich einen gemeinsamen Nenner, nämlich ein tief beeindruckendes, lebensverändertes Erlebnis in ihrem Herzen zu haben! Bei den meisten wird man sogar von einem traumatischen Erlebnis sprechen können, das die Seele und die Lebenseinstellung komplett verändert hat. Die Porträts zeigen oft gezeichnete Männer und Frauen, die an der Front dienten! Es ist ein neuer Krieg, ein neues Gefühl, das sie entdecken. In Deutschland gab es seit 3 Generationen keinen Konflikt mehr, die Streitkräfte Deutschlands wurden seit über einem halben Jahrhundert nicht mehr eingesetzt und die Bevölkerung nimmt allgemein die Bundeswehr nur noch als wirtschaftlich positives Element wahr, das vor allem dann zum Ausdruck kommt, wenn Standorte geschlossen werden und die Wirtschaftskraft der Standortumgebung gefährdet ist. Die Bundeswehr wird laufend reduziert, so gibt es fast keine Panzer mehr, Rüstungsaufträge sind vor allem durch Fehlkalkulationen und schlechte Qualität im Gespräch, die neuen Sturmgewehr schiessen daneben und die Truppe in Afghanistan beklagt sich wegen der mangelhaften Ausrüstung. Viele lebensnotwendige Dinge müssten von den Soldaten persönlich gekauft werden, wie schusssichere Westen oder gar Kugelschreiber.

Die Bundeswehr, ein Sauhaufen also?

Man sollte zwischen diesen "Einzelschicksalen", diesen Porträts, und der Wirklichkeit unterscheiden! Hier werden deutsche Bürger in einen Krieg fern der Heimat geschickt, zu dem eigentlich niemand in der Runde einen Bezug hat. Was ist eigentlich der Kampfauftrag der Bundeswehr und warum sollen sich dort deutsche Soldaten töten lassen? Es geht um irgendwelche indigenen Völker und komplexe politische Entscheidungen, zu denen Deutschland an sich keinen Bezug hat. Warum nicht auch in Mexiko gegen die Drogenbosse kämpfen oder in einen anderen der zur Zeit 166 laufenden Kriege dieser Welt eingreifen? Der Afghanistan Einsatz ist ein typischer Söldnereinsatz oder wäre ein Fall für die Fremdenlegion! Der deutsche Soldat benötigt dahingegen Motivation und ein Spielfeld für seinen Idealismus! Das kann dieser Krieg nicht bieten. Im Kosovo ging es, mitten in unserem Europa, um die "Sichtbarkeit" des deutschen Soldaten, heute, 20 Jahre später, eher um die Anerkennung dieser Tätigkeit innerhalb der deutschen Bevölkerung! Gut ausgebildete, mittelmässig bezahlte Soldaten ziehen befehlsgemäss in einen Krieg, der von der Mehrheit in Deutschland nicht wahrgenommen wird, sie werden für diesen Kampfeinsatz schlecht ausgerüstet, kämpfen für politische Ziele, die sehr vage sind, müssen im Kampfeinsatz hinter ihrem Zeigefinger einen Rechtsanwalt sitzen haben, der sie über die Konsequenzen einer evtl. Tötungsabsicht aufklärt (Beispiel damaliger Oberst Klein) und werden nach ihrem Einsatz wieder sang- und klanglos eingegliedert- wenn sie es überlebt haben! Von den posttraumatischen Belastungsstörungen sprechen nur wenige und nur 20% der Rückkehrer gehen in psychiatrische Behandlung, weil sie dadurch Nachteile für ihre Karriere befürchten. Zu recht übrigens. Das heisst, mehr als die Hälfte der Rückkehrer muss selbst mit diesen Traumata zurechtkommen. Viele versinken im Alkohol, finden sich in ihrer Familie nicht mehr zurecht, finden sich in ihrer Gesellschaft nicht wieder. Denn die Gesellschaft hat sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt, weg vom Nationalgefühl, hin zu einer diffusen "europäischen Nationalität" und zur Spass- und Spielgesellschaft! Da werden auch junge Rückkehrer aus Afghanistan schon zu Dinosauriern, die nicht mehr in unseren Zeitrahmen passen! "Bezahlte Killer, Mörder, Unterschicht, perverse Neonazis, Kriegsspieler", so werden sie gerne betitelt oder zumindest wahrgenommen. Ein "normaler Deutscher" geht in ein Büro und spielt abends Playstation, aber setzt sich nicht den Anstrengungen und Gefahren eines echten Krieges aus! Wozu auch?

Der Artikel 87a unseres Grundgesetzes beschränkt die Aufgaben der Bundeswehr auf die Verteidigung- womit sicher nicht die Verteidigung der Profite der afghanischen Warlords gemeint ist! Es geht immer wieder um die Motivierung von Soldaten in solchen Kriegen. Sie halten den Kopf nicht für ihr Vaterland, für ihren Stolz und noch weniger für ihr Heldentum hin, sondern werden mitten in ein Gemetzel und eine himmelschreiende Ungerechtigkeit eines nationalen Problems geschickt, das sie persönlich nicht motiviert, aber umso mehr berührt! Sie leben kurzfristig in einer anderen Welt, die grausamer kaum sein kann, um dann wieder in das Playstation- und Smartphonoparadies Deutschland zurückzukehren. Nur wenige sind so abgestumpft, um mit diesen Extremen seelisch fertig zu werden. Die meisten sehen keinen Sinn mehr in ihrem Leben, versuchen krampfhaft auf eine neue Schiene zu kommen, denn weder Afghanistan ist ihr wirkliches Leben, noch - nach dieser Erfahrung - das Elfenbeinturmleben in Deutschland!

Ganz anderer Natur sind Einsätze wie zum Beispiel in Mali, wo es heute eine 180 Mann starke Ausbildertruppe gibt, die den Mali-Soldaten etwas Kampfgeist beibringen sollen. Hier gibt es keinen Kriegseinsatz, sondern es geht mehr um psychologische Betreuung einer Operettenarmee.

Ich selbst war 4 Jahre lang als deutscher Offizier in Zentralafrika eingesetzt. Zusammen mit der Bundeswehrberatertruppe in Burkina Faso bauten wir an internen Strukturen und Kooperationen zwischen den verschiedenen Staaten. Mit vielen meiner damaligen afrikanischen Kollegen pflege ich auch heute noch ein herzliches Verhältnis. Trotzdem war auch ein derartig friedlicher Einsatz psychisch sehr belastend. Man lernt deutsche Minister auf der Durchreise kennen, geht mit afrikanischen Ministern essen, ist bei allen Botschaftsempfängen rundum eingeladen, lernt den Staatspräsidenten persönlich kennen, unterschreibt selbst Aufträge in hoher DM-Höhe, wird von russischen und amerikanischen Botschaftsangehörigen umworben, lebt wochenlang im Dschungel mit Eingeborenen, erlebt hautnah die politischen Veränderungen in der Region - um dann plötzlich wieder in einem kleinen Büro in Deutschland zu sitzen, Bleistifte zu spitzen und sich total abgeschoben vorzukommen. "Der war 4 Jahre in Zentralafrika", heisst es dann, na ja, der ist zu nichts mehr zu gebrauchen. Man hat den unbedingten Eindruck, etwas Tolles für sein Land gemacht zu haben und wird dann mehr oder weniger unter den Tisch gekehrt, denn es (und man) passt nicht zur bundesdeutschen Normalität!

Das sind die größten Belastungen und deshalb sollte die Bundeswehr endlich ein passendes Rückkehrerprogramm einführen, um diesen Soldaten wieder ein positives Lebensgefühl zu geben!

Das Buch ist wichtig für alle Soldaten und ihre Familien. Vieles klingt allerdings etwas beschönigend und spielt die Musik der Bundeswehr Presseabteilung, aber das Buch spiegelt unbedingt eine Realität der Bundeswehr wieder, nämlich die menschliche Komponente!
.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.02.2014 11:48:37 GMT+01:00
Gratuliere, das sie das Buch so früh schon zur Verfügung hatten. Die Mitwirkenden (auch ich) warten derzeit noch auf ihre Exemplare. Aber sie saßen ja an der Quelle :)

Zur Entstehung:
Ich habe zwei Autorinnen erlebt, die nicht nur den Entstehungsprozess kompetent organisiert sondern auch Rücksichtsvoll begleitet haben. Ein bisschen Bauchschmerzen macht mir, dass es von der Bundeswehr 40 vorgeschlagene Teilnehme gegeben hat. Da die Bundeswehr dazu neigt, sehr selektiv in der Unterstützung vorzugehen wüsste ich gern, wie die 40 Teilnehmer gefunden worden sind.

Schaut man in Bücher, wie "Feldpost: Briefe deutscher Soldaten aus Afghanistan " dann beschreiben die Autoren einen sehr fragwürdigen Stil des Verteidigungsministeriums. Die Autoren dieses Buches erhielten - trotz anfänglicher Zusage - keine Unterstützung des Ministeriums. Daher bin ich skeptisch, welche "dienstlich gelieferten Profile" enthalten sein werden. Generell spreche ich mich dafür aus, dass Soldaten nicht ohne ihren Dienstgrad in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig sein sollten. In allen Medien und auch in Buchprojekten sollte ein aktives Dienstverhältnis und eine Vermittlung durch der Verteidigungsministerium kenntlich gemacht werden. Denn wer nichts zu verbergen hat, der kann das ja auch zulassen.

Ich setze darauf, das die Sichtweisen der Mitwirkenden viele ehemalige Soldaten und ihre Angehörige nachdenklich machen und - auch wenn sich viele derzeit nicht als Traumabetroffene sehen mögen - ihnen dadurch der Weg in eine notwendige Aufarbeitung möglich wird.

Persönlich:
Für mich war das Buchprojekt der Beginn meiner Aufarbeitung. Wenige Monate später war ich mit der Diagnose konfrontiert - es hatte viereinhalb Jahre gedauert, bis die Depressionen und das Trauma so lähmend waren, das ich Hilfe suchen musste. Erst mit er Diagnose war ich in der Lage, die Probleme der letzten Jahre zu verstehen, die mich Familie, aber auch den Kontakt zu Freunden gekostet haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.02.2014 12:47:46 GMT+01:00
Jouvancourt meint:
Hallo,

ja, die Quelle heißt Rezensionsexemplare für Journalisten und andere Buchbesprecher, und diese Sorte von Büchern bekommen wir oft schon Wochen vor dem offiziellen Erscheinungstermin!

Dann danke ich Ihnen für Ihren hochinteressanten Kommentar! Selbstverständlich ist auch dieses Buch in allerbester Tradition ein Propagandawerk geworden, das die Berichterstattung in eine einseitige Richtung steuern soll. 40 ausgewählte Soldaten, das bedeutet, dass die Mehrheit der vorgestellten Porträts einem "netten Trend" entsprechen soll. Es geht wieder mal um das "Mainstreamthinking", also eine weichgespülte, publikumsgerechte Meinung des BW-Einsatzes zu erzeugen.

Die individuelle Aufarbeitung der Erlebnisse wäre dabei extrem wichtig, anstatt eine 08/15 Wiedereingliederung oder eine simple Gesprächstherapie anzubieten. Die französische Armee bietet 4 wöchige Rückkehrerseminare in einem Wüstencamp in der Sahara an, die sehr effizient sind. Anstatt die Frontkämpfer sofort wieder mit den Gegebenheiten der westlichen Welt zu konfrontieren, wird eine Art Zwischenstufe angeboten: ähnliche klimatische Bedingungen, Ausland, nicht sehr luxuriös, aber in einem sehr freundlichen, angenehmen, kameradschaftlichen Umfeld, bei dem man es langsam verlernt, stets nach der Waffe zu schielen und mit dem Rücken gegen die Wand zu sitzen. Die Spannung fällt ab und man geht damit wesentlich weicher und selbstsicherer in das gewohnte europäische Umfeld ein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.02.2014 13:28:03 GMT+01:00
Das Schreiben hat mir unheimlich geholfen - ich bin derzeit nur nicht in der Lage, so strukturiert und konsequent zu arbeiten, dass ich meinen Blog in Buchform wandeln könnte. Die Therapie dauert an - viele Aspekte der PTBS machen mir einen geordneten Alltag derzeit noch schwer bis unmöglich.

Meine Rückkehrerseminare waren mit jeweils 3 Tagen schlicht zu kurz - vor allem, weil sie innerhalb der vier Wochen nach Rückkehr aus Afghanistan lagen, in denen die Familie Priorität haben sollte. Hinzu kam, dass ich nach dem ersten Einsatz bereits 12 Stunden nach Rückkehr mit dem nächsten Auslandsengagement konfrontiert war. Als es dann drei Wochen später ins Rückkehrerseminar ging waren die Gedanken fast schon bei der nächsten Auslandsübung und bei der Familie zu Haus. Ich habe sogar meinen Sohn noch mit ins Seminar geholt, weil meine Frau erkrankt war.

Alles freiwillig? Aus Karrieregeilheit? Nein - es war mein Job und derselbe Chef, dem ich hätte Absagen müssen war derjenige, der über die Freistellung für meine Berufsförderung (ich bin heute noch Abiturient mit Führerschein) wesentlich mitzuentscheiden hatte.

11 Monate Einsatz (3x AFG, inkl. NRF-7-Übungen), 6 Monate Bereitschaft - 2 angefragte Kontingente, die ich ablehnte in 34 Monaten: soetwas hinterlässt Spuren.... mehr, als gut sind...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.02.2014 14:25:53 GMT+01:00
"Propagandawerk"? Niemand, der sich dieses Buch unvoreingenommen ansieht, kann diesen Eindruck gewinnen. Es fehlt darin wahrhaftig nicht an Bundeswehr-kritischen Stimmen. Hier werden wieder einmal halbgare Hintergrundinformationen zu einer absurden Verschwörungstheorie zusammengerührt - um die Integrität eines verdienstvollen Projekts in Zweifel zu ziehen, vor allem aber, um sich selber wichtig zu machen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.02.2014 17:17:32 GMT+01:00
Jouvancourt meint:
Lieber Herr Wiethoff, Sie greifen mich an und meinen also, ich würde mich wichtig machen? Geben Sie anderen Meinungen auch eine Chance, denn Sie selbst müssen sich hinter einer Anonymität verbergen, um eine fahle Stimme in den Raum zu stellen, aber so funktioniert Demokratie und "Unvoreingenommenheit" einmal nicht!

Die Bundeswehr hat 40 Soldaten ausgewählt- dass es dabei auch genug kritische Stimmen gab, ist nur natürlich, denken Sie nur an ADAC und Warentest und die Funktionsweisen aller anderen Institutionen, die seit Jahrzehnten die selbe Platte auflegen! Wir sind alle hier in Deutschland lange genug an der Nase herumgeführt worden, als dass wir "Integritäten" kritiklos schlucken würden und auch bei "verdienstvollen Projekten" uns den Mund von bezahlten Agitateuren hinter anonymen Masken verbieten lassen würden!

Ja, das Projekt ist sicher ein lobenswertes Projekt- und das dürfen Sie gerne so Ihrer Dienststelle übermitteln - aber außer Blabla und ein paar verschämten Tränen kommt nichts dabei raus! Was wollen wir denn mit diesem Projekt? Wieder mal an der Weichspülerkurbel drehen, eine Schweigeminute für die tollen Soldaten da draussen absitzen und durchdiskutieren, wie man das in den nächsten Jahren ändern könnte? Währenddessen gibt es dringenden Handlungsbedarf für die Kameraden und andere Nationen machen das vorbildlich, nur wir können uns zu keiner angepassten Lösung entscheiden und lassen unsere Kameraden im Stich!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.02.2014 17:57:36 GMT+01:00
Nachbesserungsbedarf klar erkannt & beim Namen genannt. Verklärende Hochglanzwerbung verfehlt ihre Wirkung, wenn die Realität so aussieht, wie es viele im Buch beschreiben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.02.2014 09:50:16 GMT+01:00
Genau, ich greife Sie an, weil Sie in verantwortungsloser Weise ein seriöses Buchprojekt als Propagandawerk diffarmieren. Ich weiß genausowenig wie Sie, wie die Soldaten für dieses Buch ausgewählt wurden. Was ich SEHE, sind Soldaten (und Ex-Soldaten), die in persönlicher, reflektierter und differenzierter Weise von ihrer Rückkehr aus dem Einsatz in die Zivilgesellschaft berichten. Genau darum geht es dem Buch, nicht um Kritik an Auslandseinsätzen oder der Bundeswehr. Wenn Ihnen ein anderes Buch vorschwebt, müssen Sie es wohl selber schreiben, sollten aber anderen Projekten nicht Ihre exzentrische Erwartungshaltung anlasten. Lustig finde ich Ihre Bemerkung, ich verberge mich hinter der Anonymität des Internets. Ich heiße wirklich und echt Tobias Wiethoff (und Sie heißen also Jouvancourt?), stand und stehe in keiner Verbindung zur Bundeswehr, habe nicht einmal "gedient", sondern den Wehrdienst in den achtziger Jahren verweigert. Insofern müssten Sie mir bitte helfen, welcher "Dienststelle" ich Ihre Grüße übermitteln darf.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.02.2014 10:51:27 GMT+01:00
Jouvancourt meint:
Danke für Ihre ehrliche Auskunft. Ihr Profil zeigt keine Rezensionen an und keine weiteren Adressangaben. Viele arbeiten hier mit 20 verschiedenen Pseudos und es ist schön, dass Sie das richtigstellen. Ich war im deutschen Auftrag 4 Jahre lang im Generalstab einer afrikanischen Armee tätig und danach jahrelang Berater einer Bundeswehrgruppe in Westafrika. Ich weiss also, von was ich rede und es ist keine Rede davon, dieses Buchprojekt herunterzuspielen, denn ich zolle ihm meine ganze Achtung, sondern es geht darum, einen Schritt weiterzugehen. Ihr Idee würde ich nun gerne aufgreifen und in die Tat umsetzen, anstatt ahnungslos warme Luft zu produzieren!

Wer macht bei der Gründung eines Bundeswehr-Rückkehrervereins mit? Ich stelle dazu eine Webseite und ein Diskussionsforum zur Verfügung!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.02.2014 11:15:22 GMT+01:00
Dann wünsche ich Ihnen bei Ihrem Vorhaben aufrichtig viel Glück!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.02.2014 11:20:58 GMT+01:00
Bitte nicht eskalieren. Wer sich mit Hintergrundwissen über die Presse-und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr einem solchen Buch widmet, der diskreditiert nicht das Werk oder die Autoren, sondern spricht nur die Mechanismen an, die seit Jahren wahrnehmbar sind.

Nicht jeder Journalist wird von der Bundeswehr in seiner Arbeit unterstützt.

Mich interessiert, wie intern nach den Leuten gesucht wurde.
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

3.6 von 5 Sternen (5 Kundenrezensionen)
5 Sterne:
 (3)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
EUR 24,90
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Rezensentin / Rezensent

Jouvancourt
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   

Ort: Schweiz

Top-Rezensenten Rang: 17