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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Rezension bezieht sich auf: Adobe Photoshop Elements 11 (DVD-ROM)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Adobe Photoshop Elements 11 wird mit jeweils einer DVD für Windows und Mac ausgeliefert. Die Verpackung erinnert ein wenig an eine Matroschka-Puppe: nachdem man eine Schachtel der Verpackung geöffnet hat, kommt stets eine weitere zum Vorschein. Auf einer der vielen Schachteln klebt der Aufkleber mit der Seriennummer. Enthalten ist ausserdem ein kurzes, weitgehend sinnfreies Handbuch für erste Schritte, das bei allen kritischen Fragen auf das Internet verweist.Der Versuch, das Programm auf einem Netbook (Betriebssystem Windows 7) zu installieren, schlug komplett fehl, obwohl alle Systemvoraussetzungen erfüllt waren. Der nächste Versuch erfolgte auf einem Desktop PC mit Windows 7 64 professional, 8GB Hauptspeicher und 512GB SSD als Systemfestplatte. Dort dauerte die gesamte Installation 75 Minuten - vorausgesetzt man schafft es, die Testversion von Premiere Elements nicht auch noch zu installieren. Elements genehmigt sich insgesamt 4GB auf der Festplatte. Installiert wird neben dem Bildeditor auch ein Organizer, der zum Verwalten der Bilder auf der Festplatte dienen soll. Zur Startgeschwindigkeit kann ich hier nur die Angaben zum Verhalten mit SSD machen, dort ist das Tempo recht flott, Aussagen über das Arbeiten mit normaler Festplatte stehen mir nicht zur Verfügung. Beim Organizer fiel mir als erstes auf, dass man die Bilder importieren muss. Aber was heißt importieren? Sind dann alle Bilder aus den ursprünglichen Ordnern verschwunden und in einer Datenbank? Die Hilfe öffnete hierzu eine Webseite, die ebenso wenig aussagekräftig war wie das beigefügte Handbuch. Also erst einmal mit kopierten Daten probiert. Die Bilder blieben an ihrem Platz, es werden offensichtlich nur (kleine?) Kopien in der Datenbank abgelegt. Importieren heißt aber auch, dass das Programm nicht mitbekommt, wenn ausserhalb des Programmes Ordner bzw. Bilder umbenannt, gelöscht oder verschoben werden. Wie man den Datenbestand aktualisieren kann, erschließt sich dem Nutzer nicht. Schlimmer noch, gelöschte Ordner im Datenbestand werden immer noch als vorhanden angezeigt. In der Standardansicht wird auch nicht die Ordnerstruktur, sondern eine unstrukturierte Liste von Ordnern angezeigt. Die Zusammenarbeit mit dem Bildeditor ist nicht besonders gut gelungen. Um ein Bild im Editor zu öffnen, muß man erst mit einem Rechtsklick ein Menu öffnen, dort mit einem weiteren Klick ein Untermenu und kann dann mit dem dritten Klick den Editor starten. Tastenkürzel: Fehlanzeige. Das Erstellen eines Bildbandes aus dem Organizer mit 30 ausgewählten Bildern öffnet zwar den Editor, erstellt aber nur ein Buch mit dem Deckblatt und zwei Seiten mit insgesamt 4 Bildern. Der Rest der Bilder: Fehlanzeige. Es ist auch nicht möglich, durch Ziehen aus dem Organizer in den Bildeditor weitere Bilder im Buch hinzuzufügen, man muss jedes Bild einzeln über den Dateidialog nachladen. Nachdem ich etwas später feststellte, dass die Bildersammlungen nur nach "Neueste" und "Älteste" und "Importstapel" sortiert werden können, hab ich das Programm wieder deinstalliert. Wer das programmiert hat, hat noch nie selbst mit dem Organizer gearbeitet, das kann jedes kostenlose Programm, wie z.B. XnView, besser. Also den Bildeditor geöffnet. Er startet zuerst in der Schnellansicht, die einfache und schnelle Bildkorrekturen erlauben soll. Leider sind viele der vereinfachten Regler nur sehr schlecht implementiert und lassen keine feinfühlige Korrektur zu. In der zweiten Ansicht, der Assistentenansicht, sieht es noch schlechter aus. Zwar funktionieren die einzelnen das Programm nicht aus dem Tritt gerät und fehlerhafte Bilder erzeugt. Der Expertenmodus ist recht brauchbar, erlaubt sogar das Arbeiten mit Ebenen und Einstellebenen und hat eine Protokollfunktion. Nur die wichtige Gradationskurve fehlt nach wie vor. Beim Öffnen von RAW-Dateien wird eine abgespeckte Version von Camera RAW geöffnet, die allerdings so abgespeckt wurde, dass eigentlich auch gleich das Bild direkt in Elements geöffnet werden könnte. Man kann Elements auch für 16Bit-Bilder nutzen, ist dann aber in den Funktionen weiter eingeschränkt als ohnehin schon, selbst die mitgelieferten Hintergrundbilder lassen sich mit dieser Farbtiefe nicht nutzen. Fazit: Photoshop Elements wurde in meinen Augen konzipiert, um Nutzern, die wenig Erfahrung mit Bildbearbeitungsprogrammen haben, als Gegenstück zu CS6 ein leicht zu bedienendes Programm zur Verfügung zu stellen. Dieses Konzept ist allerdings so lieblos und frei von jedem Wissen über Workflows umgesetzt worden, dass es genau diesen Nutzern nicht zu empfehlen ist. -- Der Organizer ist für Einsteiger undurchschaubar und schlicht unbrauchbar. -- Die Assistenzfunktionen im Bildeditor sind lieblos implementiert und haben teilweise Fehlfunktionen. -- So bleibt nur der Expertenmodus, der jedoch wieder ebenso komplex ist, wie die große Version von Photoshop und der Anfänger völlig überfordert. -- Es wird auch nicht klar, warum Adobe wieder von der sinnvollen dunklen Oberfläche auf ein hellgraues Layout übergegangen ist, bei dem Fehler in der Bearbeitung teilweise nur schlecht zu erkennen sind. Dabei hätte es Adobe leicht, denn hinter jedem Programmteil steckt eigentlich das Original der großen Versionen von Photoshop bzw. Lightroom. Auch wenn das Programm inzwischen zu einem güstigen Peis angeboten wird, kann man eine etwas liebevollere Umsetzung der abgespeckten Version Elements erwarten, sonst können die potentiellen Kunden gleich Open Source Software nutzen. So kommen für dieses Programm nur Nutzer in Frage, die hauptsächlich mit JPG-Bildern arbeiten, schon ein wenig Grundkenntnisse in der Bildbearbeitung mit Ebenen haben, vielleicht später mal auf die große Version von Photoshop umsteigen wollen und daher den Expertenmodus nutzen. Allen anderen kann man nur raten, sich die Konkurrenz anzusehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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