Kundenrezension

20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Legende vom Wendigo, 29. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Ondragon: Menschenhunger (Mystery-Thriller) (Kindle Edition)
Im Laufe eines Jahres lese ich wirklich viele Bücher. Oft Fortsetzungen einer bestimmten Reihe oder mir schon bekannter Autoren, bei denen ich in etwa weiß, was mich erwartet. Aber natürlich mache ich auch immer wieder neue Lesebekanntschaften, die mal sehr unterhaltsam, mal enttäuschend oder auch nur ganz nett sind. Jedes Jahr sind aber auch immer einige wenige Bücher dabei, die mich richtig begeistern und ihre Verfasser samt allen vorhandenen Werken und all dem was noch kommen mag, auf meiner Wunschliste ganz nach oben katapultieren. Anette Strohmeyer und ihr Buch "Menschenhunger", der erste Band ihrer Thriller-Serie "Die mysteriösen Fälle des Mr. Ondragon", gehören zu den Letztgenannten. Zusammen mit ihrer Hauptfigur Paul Eckbert Ondragon bin ich mit Affenzahn durch diese Geschichte geschlittert und jetzt sitz ich hier und will mehr...

Die Story selbst ist schnell zusammengefasst: Ondragon checkt in der Cedar Creek Lodge ein, einer exklusiven und teuren psychiatrischen Privatklinik, die mitten in den Wäldern Nord Minnesotas am Fuße des Mount Witiko liegt. Ihr Leiter Dr. Arthur, anerkannter Spezialist für Phobien, Angstzustände und Erforscher des Kannibalismus, hat den Ruf, auch bei schwierigen Fällen große Erfolge zu erzielen und genau so jemanden braucht Ondragon für sein spezielles Problem. Viel Zeit, sich auf seine Therapie zu konzentrieren, hat der Unternehmensberater der etwas anderen Art aber nicht, denn in unmittelbarer Nähe zur Klinik wird eine Leiche gefunden. Die Polizei glaubt an einen tragischen Unfall mit einem wilden Bären, doch von anderer Seite wird immer wieder eine alte Legende der Indianer erwähnt. Ein Wendigo soll in den Wäldern leben. Ein ruheloses Wesen, getrieben vom Nordwind, mit dem unbändigen Hunger auf Menschenfleisch.
Ondragons Neugier und seine Neigung, sich in analytischen Gedankenspielchen zu verlieren, machen es ihm unmöglich, sich aus den Ermittlungen der Polizei heraus zu halten und so ermittelt er auf eigene Faust. Doch was als spielerischer Zeitvertreib gedacht war, entpuppt sich als ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel mit einem erbarmungslosen Gegner...

Paul E. Ondragon hat innerhalb kürzester Zeit mein Herz erobert. Selbstbewusst und arrogant spaziert er durch die Geschichte, zieht gegen alle Widerstände einfach sein Ding durch. Er ist nicht nur überdurchschnittlich intelligent, sondern auch hartnäckiger als viele Menschen. Eine für seinen Beruf sehr wichtige Eigenschaft, die auf seine Mitmenschen allerdings eher abschreckend wirken kann. Ich finde ihn einfach nur cool und liebe seine durchdachte, aber direkte Art.
Die Geschichte wird neben dieser charismatischen Hauptfigur außerdem von teilweise sehr skurrilen Personen bevölkert, doch diese Vielfalt fand ich äußerst unterhaltsam. Kateri Wolfe, eine dunkle, indianische Schönheit sorgt für eine Prise Sexappeal, Pete Parker, der etwas dusselige Kofferträger der Klinik und der Deathmetal-Sänger Hatchet sind für die eher spaßigen Passagen zuständig. Einige Patienten wie der aufdringliche Tommy Shamgood und sein Kumpan Norrfoss sorgen ebenso wie ihr behandelnder Arzt Dr. Arthur für die brisanten oder unheimlichen Szenen. Und dann ist da natürlich noch die Ungewissheit, ob tatsächlich ein Wendigo durch die Wälder Nord Minnesotas streift, die für permanente Spannung sorgt.
Neben den Ereignissen in der Gegenwart kann man in einem weiteren Handlungsstrang die Erlebnisse des alten Fallenstellers Alan Parker und seiner Freunde Lacroix und Two-Elk verfolgen. Im Jahr 1835 haben sie es ebenfalls mit einigen bestialischen Morden zu tun. Als Täter steht auch hier ein Wendigo unter Verdacht. Am Ende des Buchs werden schließlich alle Fäden gekonnt miteinander verknüpft und nicht nur das Geheimnis um die menschenfressende Bestie gelüftet, sondern auch die Verbindung der beiden unterschiedlichen Geschichten offen gelegt.

Sprache und Ausdruck Anette Strohmeyers haben mich ebenso überzeugt. Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich auf einen männlichen Autor getippt. Ihre Wortwahl wirkte auf mich eher maskulin, was natürlich perfekt zu ihrer äußerst männlichen Hauptfigur und auch dem Inhalt der Story passt. Sie schafft es, ab der ersten Seite eine tolle Atmosphäre zu schaffen, die sich in ihren Beschreibungen der abgeschiedenen Wildnis frei entfalten kann. Die Mischung aus indianischer Mystik und modernem Thriller hat es mir jedenfalls angetan und ich kann es kaum erwarten, in "Ondragon: Toten Ernte" (Arbeitstitel) zusammen mit Paul E. Ondragon auf Zombiejagd zu gehen.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.04.2012 21:00:37 GMT+02:00
phoenix meint:
Ganz hervorragende Rezension, Dankeschön!

Veröffentlicht am 07.04.2012 21:01:25 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 07.04.2012 21:02:14 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 24.04.2012 04:04:50 GMT+02:00
thorin meint:
Wirklich schöne Rezension, ich habe zwar erst die Hälfte des Buches durch, finde es bisher aber auch sehr spannend und freue mich schon auf mehr!
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Details

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Rezensentin / Rezensent

S. Kapper
(REAL NAME)   

Ort: Niedersachsen

Top-Rezensenten Rang: 1.240