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Zeremonie der Gegensätzlichkeiten...,
3. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Ceremony of Opposites (Audio CD)
Als Samaels dritte Scheibe 1994 erschien war das durchaus eine kleine Überraschung. Ein Stilwechsel hatte sich zwar auf *Blood Ritual* bereits abgezeichnet, aber er brach dennoch wie ein Orkan über die Fans herein, um es mal mit etwas Pathos zu betrachten.
Die Entwicklung konnte man fast mit den buchstäblichen Sieben-Meilen-Stiefel betrachten. Dark-Metal mit sehr stilsicherer Atmosphäre, starkes Riffung und einer sehr sauberen Produktion wurden geboten. Für die Produktion war erneut Waldemar Sorychta verantwortlich, der bereits bei *Blood Ritual* hinter den Reglern saß, und es kann wohl getrost spekuliert werden, ob er nicht sein Schärflein zur musikalischen Entwicklung der Band mit beigetragen hat.
Trotz aller anfänglicher Euphorie muß man allerdings auch die andere Seite der Medaille betrachten. Der Black-Metal des Debüts war komplett eleminiert worden, die Songs klingen über weite Strecken zu gleichförmig, um das böse Wort *zu kommerziell* zu vermeiden. Die textliche Ideologie ist immer noch bedenklich, aber es fehlt dafür der eigene Stil. Man nimmt einfach das was zu jener Zeit im harten Sektor angesagt war um sich in verkaufstechnischer Hinsicht zu verbessern und um ein breiteres Publikum zu erreichen. Mehr war das einfach nicht.
FAZIT: gute Scheibe, aber nicht wirklich hart, sondern völlig unnötig kommerziell ausgerichtet...
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