Kundenrezension

748 von 778 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein (fast) perfekter mp3-Player, 15. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Sandisk Sansa Clip+ MP3-Player 2 GB (FM-Tuner, microSD Slot) schwarz (Elektronik)
Wichtigste Neuerung beim Sansa Clip+, gegenüber dem normalen "Clip", ist wohl eindeutig der Kartenslot für microSD-Karten. Eine Beschränkung der möglichen Kartengröße konnte ich dem Handbuch nicht entnehmen, also kann man den Winzling damit jetzt nahezu unbeschränkt erweitern, und auch sehr umfangreiche Musiksammlungen permanent mit sich führen. Eigentlich ist es mir sowieso unverständlich warum Sandisk ausgerechnet dieses Feature in der Vorgängergeneration ausgelassen hat, schließlich ist Sandisk Erfinder und weltgrößter Hersteller von SD-Karten. Verstehe einer die Konzernstrategen... ;)

Auch an der Optik wurde etwas gefeilt, am augenscheinlichsten am neu gestalteten Steuerkreuz. Ob einem das neue Design nun besser gefällt ist natürlich Geschmacksache, ich finde es aber durchaus gelungen. Etwas weniger verspielt, gediegener wirkend, und nicht mehr so offensichtlich die Nähe zum iPod suchend. ;) Eine sache stört mich jedoch sehr: Die glänzende Klavierlackoptik der Vorderschale. Auf Produktfotos und frisch aus der Schachtel sieht das sicherlich sehr edel aus, aber in kürzester Zeit starrt das nur so von Schlieren und Fingerabdrücken, so daß von der Eleganz nichts mehr übriggbleibt. Ich würde mir hier von Sandisk wirklich etwas mehr "Mut zur Häßlichkeit" wünschen, und auch die Vorderschale einfach aus demselben aufgerauten Hartplastik herstellen wie es die Rückschale und das Steuerkreuz ohnehin schon haben. Die sehen nämlich bei mir auch jetzt noch aus wie frisch aus dem Laden. Nun ja, da muß wohl noch eine Schutzhülle her, dann hat man das Problem auch gleich nicht mehr. Scheint leider im Moment noch keine erhältlich zu sein, aber das wird sich wohl auch bald ändern.

Ich konnte mich zuerst nicht so richtig zwischen dem Clip+ und seinem größeren Bruder, dem Sansa Fuze, entscheiden, bin jetzt aber doch froh daß ich den Clip+ genommen habe. Die Videofunktion des Fuze und sonstigen Schnickschnack brauche ich alles nicht, ich wollte nur ausschließlich einen guten mp3-Player. Was mich am Fuze nur noch gereizt hat war die Möglichkeit beim mp3-hören die Album-Cover darzustellen, und zweitens dachte ich daß das größere Display vielleicht eine einfachere Navigation durch die Dateien ermöglicht.

Was die Cover angeht fände ich das zwar immer noch schön, aber andererseits sind die beim Fuze leider auch nur Halbbriefmarkengroß dargestellt, und wie oft schaut beim herumlaufen schon auf's Display...

Bei der Navigation haben sich meine Bedenken gegenüber dem Clip+ vollkommen zerstreut. Ich finde das 4-zeilige Display reicht vollkommen aus um einfach und schnell durch die Alben und Songs zu navigieren. Der Player sortiert die Songs sauber unterteilt nach Interpret, Album und Track-Nummer, und das Bedienkonzept geht einem schon nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr leicht von der Hand. Natürlich sollte man darauf achten daß alle Songs sauber mit ID3 getaggt sind, hierfür kann ich übrigens sehr die Freeware "MediaMonkey" empfehlen. Ich habe noch keine Speicherkarte, aber laut Handbuch macht der Player auch keinen Unterschied darin ob die Songs nun im internen Speicher oder auf der Karte abgelegt sind. Sie werden automatisch zu einer kombinierten Datenbank zusammengefügt, so daß ein umständliches umherspringen entfällt, wie das leider bei vielen anderen Playern der Fall ist. Das hinzufügen von Songs zu einer individuellen Play-Liste ist auch möglich.

Die Qualität des Displays hat mich sehr positiv überrascht. Es wirkt, obwohl es so winzig und nur zweifarbig ist (oberste Zeile Gelb, unterste drei Cyan), sehr qualitativ. Es ist gestochen scharf, die Farben kräftig, und läßt sich einwandfrei sowohl im Dunkeln als auch im hellen Sonnenlicht ablesen.

Die mitgelieferten Kopfhörer finde ich durchaus brauchbar, auch wenn sie natürlich nicht mit 20 EUR Kopfhörern konkurrieren können. Ich habe als Vergleich hier noch die Sennheiser MX500. Nach meinem Empfinden klingen die Sansa-Hörer in den Höhen deutlich dumpfer, weniger brilliant, dafür haben sie etwas mehr Bass und sind etwas lauter. Wobei der Bass natürlich bei fast allen Ohrmuschel-Hörern prinzipbedingt ziemlich mickrig ist. Wer darauf Wert legt sollte sich lieber nach In-Ear-Hörern umschauen, die dann aber oft wieder Schwächen bei den Höhen haben... ;)

Was die eigentliche Sound-Qualität des Players angeht habe ich keinen Grund zur Beschwerde. Ich bin kein Audio-Experte, aber nach meinem persönlichen Empfinden hört er sich sehr gut an. Zuerst war ich etwas enttäuscht über die geringe Lautstärke, habe dann aber schnell rausgefunden daß man in den Systemeinstellungen noch zwischen "Mittel" und "Laut" wählen kann. Auf "Laut" gestellt legt er schon ordentlich los. Zwar nicht so daß einem die Ohren wegfliegen, aber das darf wohl auch kein Player weil das gesetzlich begrenzt ist.

Die Radio-Funktion war mir jetzt auch nicht soo wichtig, alles was ich dazu sagen kann ist daß sie funktioniert. Die Sender werden gefunden, und in akzeptabler Qualität wiedergegeben.

Als Fazit kann ich sagen daß der Clip+ genau das ist was ich gesucht habe: Ein kleiner handlicher mp3-Player, mit guter Sound-Qualität, einfacher Navigation, praktischer Clip-Befestigung, und unbegrenzt erweiterbar mit Speicherkarten.
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Kommentare

Von 5 Kunden verfolgt

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1-10 von 63 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.10.2009 23:39:10 GMT+02:00
Danke für die ausführliche Rezension!
Könnten Sie vielleicht noch etwas zu der neuen Ordnerfunktion sagen?
Meine mp3s sind hauptsächlich Mitschnitte von Radiosendungen, die ich nicht getaggt habe, weil ich bislang noch keinen mp3-player benutzt habe. Verstehe ich die Produktinformationen richtig, wenn ich annehme, dass der Clip+ sich mit Ordnern bestücken lässt, deren Inhalt dann in derselben Reihenfolge abgespielt wird, wie er auf meinem PC dargestellt wird?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.10.2009 11:32:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.10.2009 11:40:48 GMT+02:00
Ja, man kann durch die Ordnerstruktur auch manuell navigieren, das ist kein Problem. Statt der ID3-Tags wird dann eben der Dateiname angezeigt, und die Files werden in alphabetischer Reihenfolge sortiert. Der Clip+ spielt dann auch immer alle Files in einem Ordner hintereinander ab.

Was vielleicht auch noch erwähnenswert ist: Wenn der Text zu lang für das Display ist wird er einfach immer fortwährend gescrollt, das ist eigentlich ganz gut gemacht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.10.2009 23:15:19 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.10.2009 23:25:38 GMT+02:00
Super, das ist der Player, nach dem ich immer gesucht habe!
Danke für die rasche Hilfe!
Etwa wüsste ich noch gerne: hat der Player eine Resume-Funktion, d.h. merkt er sich die Stelle, an der er zuletzt gestoppt wurde?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.10.2009 11:10:41 GMT+02:00
pree meint:
Ja, merkt er sich. Das konnte schon das Vorgängermodell, insofern absolut hörbuchtauglich! :-)

Für Audible-Hörer noch zu erwähnen, der Clip+ kann das AAX-Format wiedergeben,
konnte der Clip noch nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.10.2009 20:05:35 GMT+02:00
Das hört sich wirklich überzeugend an! Schade nur, dass die Akkuleistung so gering ist.
Aber was mich noch interessieren würde: unterstützt der Clip+ Gapless Playback, d.h. ist er in der Lage, Titel ohne lästige Pause aufeinander folgen zu lassen? Ist besonders nervig bei Klassik oder Live-Konzerten, wenn der Applaus von Pausen zerhackt wird.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.10.2009 10:24:46 GMT+02:00
Ja, macht er, die Tracks gehen nahtlos ineinander über. :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.10.2009 14:46:29 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.10.2009 14:47:21 GMT+02:00
pree meint:
Wenn Ihnen die Akkuleistung wirklich zu gering ist, würde ich einen Player von Cowon empfehlen.
Der D2 zum Beispiel beherrscht eigentlich alles, was der Clip+ auch kann, und ein bisschen mehr. Sehr guter Klang, prima Display, Ordnernavigation, man kann eigene Lesezeichen setzen, Videos abspielen etc und er kommt im Audio-Modus auf knapp über 50 Stunden Laufzeit. Ist dafür halt teurer und grösser.

Ein Player von der Grösse einer Streichholzschachtel kann naturgemäss keinen grossen Akku haben. Aber für die Grösse und Ausstattung des Clip finde ich eine reelle Akkulaufzeit von 10-15 Stunden sehr gut.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.10.2009 20:11:38 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.10.2009 01:14:32 GMT+02:00
Danke für den Tipp!
Mit dem Cowon habe ich mich auch schon beschäftigt. Überlege noch...
Habe aber in irgendeinem Forum gelesen, dass er Gapless Playback nicht unterstützen soll.
Können Sie eventuell etwas dazu sagen?
Ach ja, Sie sprechen vom D2; inzwischen gibt es ja den D2+. Hat es einen bestimmten Grund, warum Sie den Vorgänger empfehlen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.10.2009 10:30:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.10.2009 14:11:56 GMT+02:00
pree meint:
Den D2 habe ich, das neue Modell nicht. :-)

Das mit dem Gapless Playback kann ich mal ausprobieren. Wir haben damit allerdings schon Hörbücher im mp3-Format gehört und es wäre mir nicht aufgefallen, dass irgendwo störende Pausen gewesen wären.
Wünsche für den Test? Was soll ich ausprobieren?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.10.2009 12:15:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.10.2009 16:43:31 GMT+02:00
Ach so! :-)
Herzlichen Dank für das Angebot!
Ich hätte eine Idee für den Test, wäre allerdings etwas aufwändiger...
Am besten wäre es, wenn Sie am PC ein Lied "durchschneiden" und dann die beiden Dateien auf den Cowon abspielen würden. So ließe sich am leichtesten hören, ob es einen Aussetzer gibt oder nicht.
Hätten Sie die Möglichkeit dazu?

Nachtrag (16:20 Uhr):
Habe eben die Stelle wiederentdeckt, wo über die fehlende Gapless-Funktion geschrieben wurde. Habe sie selbst vor ein paar Tagen kommentiert, konnte mich aber nicht mehr dran erinnern:
http://www.amazon.de/review/R1BVP7Y7Y991FE/ref=cm_cr_rdp_perm
Falls der Link nicht funktioniert, hier das Zitat:
"Für mich einziger Nachteil des D2+ ist, dass die eingebaute Software kein "Gapless" kann , d.h. bei Klassik gibt es zwischen den einzelenen Stücken eine hörbare Pause."

Wieder an anderer Stelle habe ich gelesen, dass sich der Cowon durch Umrüsten auf eine andere Software angeblich zu Gapless Playback bewegen lassen könne.
Es ist zwar klasse, dass der Player überhaupt solche Möglichkeiten bietet, aber vor dem Aufwand scheue ich dann doch etwas zurück.

Für die Arbeit - wo im wahrsten Sinne schon mal die Funken fliegen - bin ich glaub ich mit dem Clip+ besser beraten. Der Cowon scheint mir eher was für stressfreie Stunden zu sein.

Möglicherweise nehme ich irgendwann beide... :-)
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