Kundenrezension

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen MONSTER?!?!?, 29. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Monster (Limited 3D Cover Special Edition) (Audio CD)
Als grosser KISS Fan hab ich mir diese Scheibe natürlich gekauft. Die offiziellen Album Releases kauft man sich als KISS Fan immer, egal wie das Ergebnis auf dem jeweiligem Tonträger klingt, selbst wenn KISS n Album mit dem Titel "KISS meets Justin Bieber" rausbringen würde.

OK, jetzt gehts los: Erstmal zu den Pluspunkten des Albums. Wie von Mr. Simmons und Mr. Stanley im Vorfeld angekündigt sind alle Nummern straighte Rocker. Kleine Ausnahme ist vielleicht die von Eric Singer gesungene Nummer "All for the Love of Rock & Roll", die eher an Peter Criss erinnert, weil seine Tracks auf früheren KISS Alben auch eher einen anderen Charme versprühten und schliesslich trägt Singer auch das Make up von Peter. Für junge Fans, die in den letzten Jahren die Shows mit Tommy Thayer und Eric Singer als "Ace" und "Peter" Klon besucht haben ist so ein Album wie Monster oder Sonic Boom sicher ne gute Sache, schliesslich will man auch die Leute die man live gesehen hat auch auf Platte hören, oder wie man es heute so schön sagt, als mp3 auf dem IPhone/Smartphone haben. Positivster Punkt ist wohl dass KISS auf Monster ohne externe Songwriter oder Studiomusiker das Album geschrieben und eingespielt haben.

Nun zu den Minuspunkte des Albums: Straighte Rocker, schön und gut. Ich hab dieses Album mindestens nochmal 10 mal hintereinander durchlaufen lassen über mehrere Tage bevor ich jetzt an dieser Rezension sitze. Und nach dem 10sten Durchlauf brauchte ich mal schnell ne kleine Dosis "Goin blind" oder "God of Thunder"! Nicht weil es sich dabei um Highlights aus den 70er Äre handelt, sondern eher wegen einem Kontrast an Geschwindigkeit, Groove oder Lebendigkeit. Zu wenig Abwechslung bietet für mich "Monster", ne Midtempo Nummer wie "Goin' blind" oder etwas im Stil von "I still love you" wär super gewesen, muss ja nicht gleich ne Ballade wie "Beth" oder ne Nummer wie "A World without Heroes " sein. Kiss waren oftmals am besten wenn ihnen das Wasser bis zum Hals stand, wie zur Anfangszeiten wo sie von den schlechten Plattenverkäufen der ersten Scheiben leben mussten, oder als nach Peter, Anfang der 80er auch Ace die Band verlies, riss man sich zusammen und brachte "Creatures of the Night" raus. Bei Monster ist dieser Hunger einfach nicht mehr da, da sieht es eher so aus, als würde ihnen das Geld bis zum Hals stehen. Den Album Titel "Monster" find ich persönlich sehr banal, genau so wie das Coverartwork. Der 3D Effekt in der Sonderedition, ist ganz nett. Ich denk KISS ziehlen damit genau auf die jungen Fans ab, die gleich die Band auf dem Cover erkennen müssen und der Albumtitel liefert den Rest, ein Album wie "Revenge" oder "Psycho Circus" verwirrt eher und "The Elder" würd sich keiner unter 20 kaufen.

Zu den Songs: Hell or Hallelujah ist meiner Meinung nach ein gelunger Einstieg in das Album und leider bleibt er auch das Highlight des Albums, gutes Riff, gutes Feeling, guter Stanley, rockt! Nur der Titel, ich musste gleich an Lordi denken und an deren Nummer "Hard Rock Hallelujah"! Und wenn jetzt jemand meint, "Hey KISS interessiert doch die Szene in Europa gar nicht und die können ja auch nicht Alles mitbekommen was hier läuft", muss ich sagen: Wenn jemand so den Demon mit Maske und Make up gibt wie der Frontman von Lordi und die auch damit Erfolg haben, bekommt ein Gene Simmons, der ja immer noch King Diamond der ja aus Dänemark kommt, also auch Europa, rechtlich hinterher jagt wegen etwas weisser und schwarzer Schminke im Gesicht, bin ich der Meinung KISS haben sich schon etwas, viellleicht auch unterbewusst an Lordi orientiert bei dem Titel.
Wall of Sound kommt mit einem coolen Riff daher. Was mich aber stört und das zieht sich durch alle Riffs von Monster, ist diese immer wieder nur einen Takt langen Riffs, die einfach zu Monoton klingen wenn sie 4 mal oder mehr hintereinander gespielt werden, keine oder nur sehr wenig Variation. Der Song von Gene gesungen hat für mich nur das 80er Jahre Gene Simmons Niveau.
Mit Freak hat man meiner Meinung nach einen Nachfolger zu "Flaming Youth" von Destroyer erschaffen wollen, nur ist Paul nicht mehr jung und und klingt auch gar nicht bedrohlich oder hungrig, also kurz: Ich nehm es ihm einfach nicht ab "I'm a Freak" wie er es singt klingt wie ich geh nach den Aufnahmen nach Hause und lese die Times am Kaminfeuer.
Back to the Stone Age ist ein stumpfer Stampfer, dem etwas weniger Geschwindigkeit und etwas mehr "God of Thunder" oder "I love it loud" gut getan hätte! Die Lyrics sind echt banal, Manowar like.
Shout Mercy, ist ein kleiner Lichtblick nach Freak und Back to the Stone Age, die Flamme verglimmt aber viel zu schnell...
Long Way down: Eindeutig ist das "Shape of Things" von den Yardbirds oder den etlichen Coverversionen die es gibt. Hab den Titel gehört und hab beim Gesangseinsatz gleich Shaps mitgesungen, Paul singt Gypsy. Dachte krass, ein Tribut an das Lied? Hhm, auf jeden Fall haben die Yardbirds wohl nicht so scharfe Anwälte wie Alice Cooper an den KISS zu Psycho Circus Zeiten ne Stange Kohle zahlen mussten, wegen Ähnlichkeiten von "I'm dreamin" zu seinem Hit "I'm eighteen". Ansonsten hat der Song keine Gesangs Hooks wo einem irgendwie im Kopf hängen bleiben, leider wieder keine tolle Nummer.
Eat your Heart out, der Harmonie Gesang war bei KISS auch schon mal besser. Hat eine leichten Firehouse Einschlag, den Refrain find ich für KISS Niveau echt schlecht und Gene's Bass Sound wenn die Gitarren mal kurz weg sind auch schrecklich.
The Devil is me, hier gilt das gleich wie bei Back to the Stone Age und Wall of Sound.
Outta this World, krass, wie Tommy Thayer am Gesang nach Gene klingt, nur etwas klarer. Kann leider das Album auch nicht retten, war wohl zu lange KISS Manager und zu wenig Rock Gitarrist, ist für mich n PopRock Song.
All for the Love of Rock & Roll, von Eric Singer gesungen, das Riff bedient sich ein wenig an Deuce vom KISS Debut. Ist ein kleiner Kontrast vom Song Feeling her, aber zu sehr in Richtung Bon Jovi/Bryan Adams "... and have a nice Day"
Take me down below, der Verse verspricht einiges, aber der Refrain und der immergleiche Singsang von der restlichen drei, wie in fast allen Monsterstücken ist die Nummer dann doch nur ein weiterer durchschnittlicher Rocker, aber nicht mehr.
Last Chance, wie schon der Titel verrät ist hier die letzte Chance ne gute Nummer abzuliefern, was sich aber meiner Meinung nach zu einem Tiefpunkt des Albums entwickelt. Letzte Chance vorbei!

Fazit: Eine gute Rock Platte, für KISS Niveau aber deutlich unter dem Durchschnitt. Ein Monster muss nicht unbedingt etwas kraftvolles sein, sondern kann auch etwas Erschreckendes sein. Ich denk den "Test of Time" wird diese Platte nicht ganz bestehen, sie funktoniert bei nem Grillabend, wo man gerne mal ne rockige Scheibe auflegt die im Hintergrund rifft ganz gut und auch bei den jüngeren Fans gut ankommt, mehr aber auch nicht. Sollten KISS in der Zukunft noch mehr Alben veröffentlichen wird Monster immer mehr in den Hintergrund geraten. Wenn es das letzte Studiowerk bleibt, hat es vielleicht noch eher einen bessern Status, als letztes KISS Album.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.07.2013 01:18:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.11.2013 19:13:59 GMT+01:00
Rhinoman meint:
Danke - sehe ich sehr ähnlich.
Diese übertriebenen masslosen Lob-Huldigungen für dieses eher dürftige 70er-Jahre-Rock-Feeling-Album sind so peinlich. Auf Monster ist nicht ein Song drauf, der wirklich das Zeug dazu hat in eine Kiss-Setlist hineinzugehören. Und Gassenhauer? - kleinere, wie auch grössere radiotaugliche "Hits" konnte man bisher auf jedem Kiss-Album finden - ausser eben auf Monster. Die Songs sind alle OK, tun niemandem weh - aber was wirklich tolles fehlt ganz einfach.
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