Kundenrezension

39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Top semiprofessionelle SLR Kamera für den Hobby-Foto-Alltag, 3. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nikon D90 SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Live-View, HD-Videofunktion) Kit inkl. 18-105mm 1:3,5-5,6G VR Objektiv (bildstab.) (Elektronik)
Es war für mich ein unendlicher innerer Kampf - die Entscheidung zwischen Canon und Nikon! Meine früheren Fotoerfahrungen liegen Jahre zurück, damals hat man grundsätzlich alles per Hand geregelt - heute in Zeitalter der digitalen Fotografie sieht die Welt ganz anders aus.

Die Entscheidung zwischen Canon und Nikon ist auch immer eine Systementscheidung. Die Wahl zwischen "Mercedes" und "BMW" zwischen "Pest" und "Cholera". Es gibt heftige Verfechter auf beiden Seiten, sogenannte "Canonisten" und "Nikonianer". Mancher Streit driftet schon in`s Absurde ab. Ich möchte eigentlich zu niemanden gehören, einfach nur gute Bilder schießen!

Nach zahllosen Recherchen standen zur Auswahl: Canon EOS 50 D und Nikon D 90! Grundsätzlich ist die Canon 50 D schon ein Profimodell, jedoch sind beide Kameras derzeit zum fast gleichen Preis zu bekommen. Die D 90 wildert als ausgereifte Consumerkamera bereits im Profilager. Bliebe man im selben Segment, müsste man sich als Gegner eher die Canon EOS 500 oder 550 D ansehen. Ich möchte aber für mein Geld das Beste erhalten.

Canon EOS 50 D - ein wirklich klasse Gehäuse (fast baugleich wie die Canon 7D) aus einer Magnesium Legierung, super Haptik und für große Hände sehr griffig! Das Gehäuse der Canon kriegt 5 Sterne. Die Tests der Zeitschriften und User sind gut bis sehr gut. Sucherbild - entgegen allen Unkerufen hell und groß. Menueführung mehr als übersichtlich, klasse Monitor etc.. eine Top Kamera! Dennoch wurde es eine Nikon, warum?

Hier der Versuch einer Beschreibung und Einschätzung der Fotoleistung:

Es gab für mich folgende wichtige Auswahlkriterien:

- Bildqualität
- Nachträgliche Bildbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera
- Variabilität (Objektive etc.)
- Benutzerfreundlichkeit + Alltagstauglichkeit
- Haptik im Allgemeinen

Alles subjektive Kriterien, logisch. Canon bietet Gleiches, teils auch Besseres aber anders. Letztendlich ist es auch immer eine Bauchentscheidung. Zudem gab es ein Argument, was sicherlich mit den Tick zu Nikon gab, nämlich ein echt guter Kumpel -Fotojournalist- benutzt ausschließlich Nikon, dies seit gut 20 Jahren, das täglich - ohne Probleme! Kamera tausend mal raus und rein in die Tasche, Objektive mehrmals am Tag gewechselt, Hitze, Staub, Nässe...Das hat mich persönlich überzeugt. Die Teile sehen zwar benutzt aus, aber arbeiten wie am ersten Tag - Qualität vom Profi für Profis - so was wollte ich auch haben. Leider kenne ich keinen Journalist mit einer Canonausrüstung persönlich - so konnte ich diesen Punkt nicht vergleichen. Aber Canon ist in der Pressewelt eine gleichgroße, wenn nicht sogar größere Nummer im Geschäft.

Was hat die Canon 50 D nicht? Ein gutes kamerainternes Bildbearbeitungsprogramm, denn ich habe nicht Lust wirklich jedes Foto erst am PC nachzuarbeiten. Was sicherlich nicht immer nötig ist, aber bei Schnappschüssen kann der Farbwert etc. schon mal daneben liegen und muss korrigiert werden. Nicht erst am heimischen Rechner, nein sofort, in der Kamera. Dazu später mehr. Profis sehen das natürlich anders und arbeiten grundsätzlich vieles am Rechner nach. Die D90 hat das alles und noch viel mehr!

Im Einzelnen:

Bildqualität: 5 Sterne +

Mit einem Wort grandios (je nach Objektiv)! Der visuelle Eindruck: knackscharf, farb- und kontrastreich. Mit solch einer Abbildungsleistung habe ich wahrlich nicht gerechnet.
Das Bildrauschen ist auch bei sehr hohen ISO-Werten sensationell niedrig. Selbst im Schummerlicht gelingen noch recht scharfe und farbenfrohe Bilder und das alles ohne Blitz. Ganz so wie es die zahlreichen Testberichte in den Zeitschriften vorhergesagt haben. Mit Blitz werden trotz des kleinen kamerainternen Lichtspenders sehr gut ausgeleuchtete und ebenfalls knackscharfe Fotos erstellt. Bei größeren Räumen etc. benötigt man selbstverständlich ein Zusatzblitzgerät.
Der Weißabgleich (automatisch) arbeitet zufrieden stellend, man kann aber zahlreiche individuelle Einstellungen in diesem Bereich vornehmen und sogar die Farbtemperatur verändern.

Bei den Rauschwerten geht nämlich die 50 D recht früh in die Knie. Der Vorteil für Nikon ist auf die etwas größere Pixelgröße zurückzuführen. Selbst die topaktuelle Canon 550 D mit 18 Mio Pixel schafft es, laut neuester Fachzeitschrift "FotoColor" (Ausgabe 04.2010), in punkto Bildqualität nicht, die D 90 vom Thron zu stoßen. Für Leute, die sehr viel mit Zusatzblitzgeräten arbeiten ist dieser Umstand aber vernachlässigbar. Im ISO 200er Bereich schenken sich Nikon und Canon nämlich nichts.
Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die D 90 in allen ISO-Bereichen in Sachen Farbneutralität und Rauschen, der 50 D deutlich überlegen ist. Dagegen ist die Canon aber schneller, dazu gleich mehr.
Das Plus in meiner Sterneskala hat sich die D 90 redlich verdient - sie zeigt selbst neuesten Kameragenerationen aus dem Hause Canon (Canon 550 D, Canon 7D und Canon 50 D) in Sachen Bildqualität, wo der Hammer hängt. Meine ersten eigenen Aufnahmen sind einfach nur "Klasse" geworden.

Benutzerfreundlichkeit: 4 Sterne

Die Benutzer- Menueführung ist anders als bei Canon. Anfangs bin ich fast verzweifelt, wollte das Teil schon wieder einsenden, aber mit etwas Geduld hat sich auch mir das Bedienkonzept erschlossen, auf das "Nikonianer" so schwören. Mittlerweile finde ich es sogar logisch aufgebaut, man kann fast blind und intuitiv arbeiten. Beispiel gefällig?

Die Einstellräder (Blende + Belichtungszeit) befinden sich rechts am Handgriff. Mit Daumen und Zeigefinger kann man intuitiv alles verstellen, das gelingt super schnell und problemlos. Verfechter des Einstellrades - wie bei Canon müssen den Daumen etwas mehr verbiegen. Hat aber auch Vorteile in anderer Hinsicht. Die Funktionstaste an der Gehäusefront mit dem "Autofokusmessfeldauswahlmodus" belegt und schon kann man im Verbund mit eines der Einstellrädchen die einzelne Messfelder des Autofokus rasend schnell und problemlos anwählen.

Die Inbetriebnahme ein Traum: Rechte Hand an die Kamera - Wahlhebel am Auslöseknopf gedreht und sofort (nicht mal 1 sec Anschaltzeit) losknipsen! Sprich im Alltag: Rechte Hand in die Fototasche, Kamera greifen, mit demselben Griff anschalten und Auslöser betätigen. Die linke Hand kann der Weil schon mal das nächste Objektiv rauskramen.

Neben RAW Dateien kann man auch JPEG Dateien oder wenn man Lust hat beides gleichzeitig in verschiedenen Qualitätsstufen abspeichern. Leider besitzen die RAW Dateien nur 12-Bit Konvertierung. Canon bietet noch eine zusätzliche Größen-Abstufung der RAW-Dateien an.

Was zu erwähnen wäre, ist das Active D-Lighting, damit gelingen ohne Nachbearbeitung (statt D-Lighting im Bildbearbeitungsporgramm) kontraststarke Bilder (Aufhellungen in den Schattenbereichen) - großes Kino - sage ich nur. Ich nutze es leidlich!

Mit der Automatikfunktion gelingen zu 98 % fast immer sehr scharfe und kontrastreiche Bilder - wenn es mal schnell gehen muss und keine Zeit für eigene Einstellungen bleibt.

Was ich etwas vermisse ist eine "leise Auslösung" wie es die 50 D von Canon bzw. die Nikon D300s bietet, das hat große Vorteile in der Tierfotografie, na ja die "Eierlegendewollmichsau" gibt es eben nicht, schon gar nicht für diesen Preis.

Dafür besitzt die D 90 zur besseren Bildausrichtung ein einblendbares Gitternetz im Sucher, das bietet die 50 D nicht.

Die Videosektion nutze ich gar nicht, dafür habe ich einen Videocamcorder, Basta! Die 50 D bringt erst gar keine solche Funktion mit - Zielrichtung klar: der Semiprofi.

Thema Serienbildgeschwindigkeit, fast immer ein Steckenpferd der Canons. Diese Zeiten sind aber vorbei. Die D 90 bietet mit serienmäßigen 4,5 Bildern/sec noch ein gutes Ergebnis. Sofern man sich eine SanDisk Extreme III Karte mit 30 MB/sec Schreibgeschwindigkeit gönnt, steigt diese über die Herstellerangaben auf recht sportliche 5,5 Bilder/sec. Die 50 D von Canon legt mit ihren 6,2 Bilder/sec aber ein rasantes Tempo vor, was die D 90 in der Summe nicht erreicht. Aber jeder sollte überlegen, ob es darauf ankommt? Für den Amateurbereich sind beides Topwerte und fast jede sportliche Situation lässt sich damit gut einfangen. Insofern stört mich auch die geringere Verschlusszeit der D90 mit 1/4000sec gegenüber der Canon mit 1/8000sec wenig. Zumal vor nicht all zu langer Zeit im analogen Bereich 1/3000sec und mehr als Sensation galten, oder haben etwa unsere Vorväter schlechte Sportaufnahmen gezeigt?

Der Autofokus der Nikon greift - je nach Einstellung - auf bis zu 11 Meßfelder zurück und arbeitet entsprechend des verwendeten Objektives schnell und sicher. Die D90 bietet ihrem User auch ein 3D-Tracking-Modus im Autofokusbetrieb an, so dass bei schnell bewegten Zielen, die Schärfe automatisch nachgeführt wird. Von daher gelingen auch Sportaufnahmen vorzüglich. Allenfalls im LiveView-Modus läßt er sich deutlich mehr Zeit, besitzt aber eine Gesichtserkennung (bis zu 5 Gesichter). Ich selbst bin ein "Sucher-Kind" und ich glaube auch nicht, das jemand die D90 mit großem Objektiv lange mit seinen Armen von sich streckt, um den LiveView zu benutzen. Die Nikon hat schon ordentlich Gewicht. Ich benutze LiveView max. auf dem Stativ. Insoweit stört mich der langsame Autofokus im LiveView Betrieb nicht.

Grundsätzlich bietet daher die D 90 auch dem Sportfotografen ein recht ordentliches Arbeitsgerät.

Gehäuse - Haptik: 3 Sterne

Viel Polycarbonat umgarnt den Kunden aber zumindest ein kleiner Metallkern (Aluminiumlegierung) mit Metallbajonett. Canon 50 D bietet schon ein Gehäuse aus Magnesiumlegierung, wer so was im Nikonlager sucht muss schon zur erheblich teureren D300s greifen. Deren Gegner ist dann aber schon die Canon 7D. Zudem ist die D 90 etwas kleiner und leichter als die Canon 50 D, was für mich mit meinen großen Grabschen schon ein Problem darstellt. Der Griff ist schmal und der Auslöseknopf sehr an den Rand gerückt. Kleinere Hände werden wiederum die Canon für zu "Big" halten und mit der Nikon besser zu Recht kommen. Die Damen unter den Fotoenthusiasten werden es aber sicher mögen. Um die mangelnde Griffgröße, die noch akzeptabel war, auszugleichen, habe ich den optionalen Handgriff MB-D80 angeschraubt. Zusammen ist das Handling auch für große Hände recht ordentlich.
Zudem wurde ein echtes Glasprisma und kein verspiegeltes Plastik-Dachkantenprisma verbaut. Das Sucherbild ist hell und klar, aber besitzt nur 96% des Bildausschnittes - ganz ähnlich die 50 D.

Verarbeitung und Finish: 5 Sterne

Die D 90 ist trotz allem sehr solide verarbeitet aber nicht so tresorartig und schon gar nicht abgedichtet wie die Canon 50 D. Dennoch, alles passt und hat keine Luft, keine Gehäusespalten etc. etc. Die Gummierung ist sehr sauber aufgebracht, das Plastikgehäuse wurde in der Summe wie ein großes Metallgehäuse verarbeitet. Lediglich der Gehäuseblitz könnte im zugeklappten Zustand noch etwas enger anliegen. Die D 90 wirkt in der Tat solide und wertig. Wenn man es nicht genau wüsste, könnte man meinen einen Metallkorpus in den Händen zu halten. Überhaupt punkten Nikon Kameras mit einer Traumverarbeitung.

Bildbearbeitungsfunktionen: 5 Sterne

Die D90 bietet seinem User zahlreiche manuelle Korrekturmöglichkeiten, wie etwa das bereits erwähnte D-Lighting, verschiedene Filter, Rote-Augen-Korrektur (welche sehr wirkungsvoll und natürlich arbeitet), RAW in JPEG Konvertierung (mit allen Möglichkeiten der Bildbearbeitung), Vignettierungskorrektur, Horizontbegradigungen etc, etc. Das alles ohne PC! Wenn das Bild bearbeitet wurde, wird neben dem Original die geänderte Version abgespeichert. So geht nichts verloren und man kann, wenn man möchte am PC noch mal alles nachbearbeiten - aber die Ergebnisse sind meisten so gut, dass es diesen Aufwandes nicht bedarf. Das war für mich das "Totschlagargument" gegen die 50 D von Canon. Wer sehr schnell gut verarbeitete Aufnahmen zu Papier bringen möchte ist mit der D 90 sehr gut beraten. Ich bin Amateur und kein Profi, der stundenlang vor dem PC abhängen möchte. Hätte die 50D Ähnliches ich hätte wohl nicht zur D90 gegriffen, so viel steht fest. Zudem halte ich die in der 50 D fehlende kamerainterne RAW in JPEG Konvertierung für ein Manko. Letztlich sind aber auch die RAW Bilder der D 90 für tolle Ergebnisse am heimischen PC verantwortlich und somit schon profitauglich.

Weiterhin bietet die D90 ein so genanntes PictureControl System, sprich auf 9 separaten Plätzen kann man ganz individuelle Bildparameter für Aufnahmen abspeichern und diese via Speicherkarte sogar auf den PC oder in andere Nikons übertragen! Die Anwahl dieser individualen Parameter kann im Menü oder über den Monitor mit der Infotaste leicht erfolgen. So was in der Art hat die Canon auch, aber ohne Übertragungsfunktion. Dagegen besitzt die Canon drei zuvor definierbare Benutzereinstellungen (Belichtung, Zeit etc.), am Programmdrehrad anwählbar, was wiederum der D 90 fehlt - alles kann man eben nicht haben.

Dafür bietet Nikon eine sehr intelligente Blitzsteuerung, wobei der Gehäuseblitz als Masterblitz eingesetzt werden kann. Diese Masterfunktion gibt es bei dem Canon 50 D Gehäuseblitz gar nicht. Canon geht dabei einen anderen Weg, der nur über teures Zubehör realisiert werden kann.

Überhaupt kann man fast alle Funktionen an der D90 individualisieren. Wenn alles "doof" läuft, einfach die Reset-Tasten-Kombination drücken und schon hat man wieder den Werkszustand!

Alltagstauglichkeit (Akkulaufzeiten): 5 Sterne

Wie gesagt, erstmal dran gewöhnt, kann man die D90 schnell und intuitiv bedienen. Besonders erwähnenswert die Akkulaufleistung, diese ist sensationell, dank kamerainterner Energiesparmaßnahmen. So sind mit einem einzigen Nikon EN--EL3e Beipack-Akku sagenhafte 1850 Bilder drin, mit teilweisem Blitzeinsatz immerhin noch 1250! Bei der EOS 50 D sieht das ganz anders aus. Ohne Blitz noch stolze 1200 Bilder mit Blitz nur noch 770.
Bei LiveView wird es noch krasser, Nikon schafft mit Blitz so um die 200 Aufnahmen, Canon knickt bei nicht mal 140 Aufnahmen ein (nachzulesen bei [...] Ich konnte diese Werte im Alltag nachvollziehen.

Mit Batterriepack MB-D80 (passend für 2x EN-EL3e)erhöht sich diese Laufleistung noch erheblich. So habe ich mit unterschiedlichsten Aufnahmetypen (viele Blitzaufnahmen + einige LiveView Bilder) beachtliche 1967 Fotos (Bildzähler in Kamera) gemacht, bevor beide Akku`s die Segel strichen! Vorteil, der Batteriegriff greift auf jeden einzelnen Akku separat zu, so dass man auch nur mit einem EN-EL3e die Nikon "fahren" kann, während der andere geladen wird. Das bedeutet im Urlaub nur selten bis gar nicht den Akku nachzuladen, oder etwa Ersatzbatterien rumzuschleppen - SUPER! Wer einmal im teuren Übersee-Urlaub gute Schnappschüsse wegen leerer Akkus verpasst hatte, und weit und breit weder Steckdose noch Wegwerfakkus aufzutreiben waren, weiß diese Energieversicherung sehr zu schätzen.
Wer normale R 6 Akkus verwenden möchte - mit dem MB-D 80 kein Problem, ein entsprechender Adapterkäfig ist beigefügt. Ich empfehle aber die Nikon eigenen Energieblöcke.

Mitgelieferte Objektive: 3,5 Sterne

Das kleine Zoom DX 18 - 105 VR mm ist ein Traum aus "Hartplastik" mit billigem Kunststoffbajonett. Bin mal gespannt wie lange es durchhält. Eigentlich für mich ein No-Go, aber Nikon gibt immerhin 2 Jahre Garantie. Die optische Leistung ist aber mehr als ausreichend, die Verzeichnung hält sich jeh nach Blende in Grenzen, am ausgeprägtesten ist diese im 18 mm Weitwinkelbereich. Auch Farbsäume konnte ich, selbst bei großen Bildvergrößerungen, fast keine ausmachen - toll soweit. Problematisch ist dagegen die Nahfokussierungsgrenze von 45 cm, das stört teilweise schon. Ein vernünftiges Reisezoom sozusagen. Somit bekommt es gute 3 Sterne. Wäre es aus Metall könnte man auch guten Gewissens 4 Sterne vergeben.

Das große Zoom AF-S 70 - 300 mm VR ist da von ganz anderem Schrot und Korn. Gute Haptik, Metallausführung und sehr ordentliche optische Leistungen. Die Aufnahmen werden noch einen Zacken schärfer als beim kleinen Zoom und auch der Ultraschallmotor arbeitet geräuschärmer. Die Vignettierung ist im unteren und oberen Drittel ausgeprägter, aber typisch für ein Superzoom dieser Klasse. Bei 300 mm fährt es leider gehörig aus, es verdoppelt fast seine Baulänge, von daher etwas Vorsicht walten lassen. Gute 4 Sterne dafür.

Ein 5 Sterne Objektiv kann man in diesem Set aber ehrlicherweise nicht erwarten.

Beide Objektive besitzen einen integrierten Bildstabilisator (der sehr gut in der Praxis funktioniert) und Ultraschallmotoren, was den Autofokus sehr leise arbeiten lässt. Beide Optiken können je nach fotografischem Können extrem detailreiche und sehr scharfe Bilder produzieren, in der Summe somit die besagten 3,5 Sterne.

Preisleistung: 4 Sterne

Ich habe das große Set gekauft. 2 Objektive (incl. Gegenlichtblenden + Body + diverse Kabel, Schnellladegerät + Handbuch + Software + Objektivbeutel) Hier bei Amazon bei unter 1.300 , das ist noch gerade so ok, aber ich habe auch schon günstigere Angebote gesehen - so um die 1150 €.

End Fazit: 4,3 Sterne

Im Ergebnis kann man sagen, ein ordentliches Gehäuse, sehr sauber verarbeitet, jedoch mehr Plastik als Metall und von der Haptik mit der Canon 50 D leider nicht vergleichbar. (Jedoch ist die D 90 in der Gehäusequalität der neuen EOS 550 D deutlich überlegen. Mit dem optionalem Zusatzhandgriff aber in der Summe ganz ok. Die Bildqualität ist wirklich fantastisch, das Rauschverhalten in allen ISO Bereichen sensationell niedrig. Die Schärfe und der Detailreichtum der Aufnahmen, auch bei hohen ISO Werten, haben mich vollends überzeugt. Die tollen Bildnachbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera runden die positive Gesamteinschätzung ab und sind der eigentliche Knaller neben der grandiosen Fotoleistung. Enorme Akkulaufzeiten versüßen zudem den langen Fotoausflug.

Ob ich die D90 auf Dauer in mein Herz schließen werde, wird die Zeit zeigen. Allen Interessenten kann ich den Kauf insoweit guten Gewissens empfehlen. Mehr braucht man nicht, es sei dann man ist Profifotograf. Dieser würde aber eher zur D300s, D700 oder neuen D3s greifen (letztere besticht durch eine Fotoleistung, die derzeit in ihrem Preissegment unerreicht ist). Gute 4 Sterne für die Nikon D 90 als semiprofessionelle Kamera. Dennoch auch die Canon 50 D ist ein klasse Gerät. Wer lieber bzw. grundsätzlich am PC nachbearbeitet sollte (beim gleichen Preis) eher zur Canon 50 D greifen, deren Fotoleistung ist grundsätzlich gleichwertig, vorausgesetzt, man arbeitet mehr mit dem Blitz, denn das Gehäuse ist ein absolutes Gedicht - meine ganz persönliche Meinung.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.06.2010 06:26:00 GMT+02:00
Happy Day meint:
Eine ausführliche und gut geschriebene Rezension, für die ich Ihnen danken möchte.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.06.2010 09:55:46 GMT+02:00
norway123 meint:
Vielen Dank. Es freut mich riesig, wenn ich jemanden eine Hilfestellung sein konnte.

Habe die D 90 jetzt schon eine ganze Weile in Benutzung. Ich muss sagen, je mehr man sich mit der Kamera befasst, desto besser werden die Ergebnisse. Ich ertappe mich, dass ich den Automatikmodus gar nicht mehr benutze. Die Qualität der Aufnahmen stieg mit der Veränderung einzelner Parameter und individuellen Einstellung. Mittlerweile bin ich ganz froh mich für die D 90 entschieden zu haben, denn die Benutzerführung ist mir in Fleisch und Blut übergegangen.

Veröffentlicht am 15.01.2013 15:06:48 GMT+01:00
Lancelot meint:
Geringfügige Ergänzung: In der Tat gibt es "Nikonographen" und "Canoniere", :-))
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