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Kundenrezension

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Back Seat of my Car, 27. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Ram (Audio CD)
Ein Jahr nach der Trennung der Beatles und seinem ersten Soloalbum "McCartney", das er 1970 eigentlich zu seinem eigenen Vergnügen aufgenommen hatte, beschloss Paul, seine Karriere jetzt doch wieder ernsthaft in Angriff zu nehmen. (Da er sich immer als Bandmusiker empfunden hatte, lancierte er bald darauf die Wings.) Dass er dabei aufgrund der frischen Trennungswunden und des Rechstreites mit den drei anderen Beatles nicht gleich einen Klassiker wie "Band on the Run" vorlegen konnte, ist verständlich; Paul spielte sich erst wieder warm, und ich finde, das ist ihm hervorragend gelungen.

Einige Kritiker empfinden "McCartney" als das gelungenere und "Ram" als das weniger ausgearbeitete Album; mir geht es genau umgekehrt: "McCartney" klang - gewollt - sehr rau, dafür kam Pauls Spielfreude gut zum Ausdruck, aber ein Gutteil der Kompositionen hatte für mich kaum mehr Nährwert als Demos. Auch wenn Paul später einräumte, seine frühen Alben wie "Ram" und "Wild Life" hätten eine klare Rock-Richtung vermissen lassen, ist "Ram" dagegen - mit New Yorker Studiomusikern aufgenommen, von denen Schlagzeuger Denny Seiwell sich bald darauf den Wings anschließen sollte -, für mich ein gut produziertes Popalbum mit schönen Songs und gelungener Gitarrenarbeit geworden, das ich immer wieder gerne auflege. Ich mag das Cover, und mit der US-Nr. 1 Uncle Albert/Admiral Halsey und dem CD-Bonustrack Another Day, seiner ersten Solosingle, enthält es zwei meiner Lieblingssongs von Paul McCartney.

Ich mag auch den Folksong Heart of the Country und besonders The Back Seat of my Car, das bis zu den "Let it be"-Sessions zurückreichen soll. McCartneys Gespür für Melodien trägt auch gut durch die längeren Songs wie Long haired Lady und Monkberry Moon Delight. Witzig finde ich, wie er den Titelsong Ram on in bester "Sgt. Pepper's"-Manier als vorletzten Song auf dem Album erneut bringt. Besonderen Spaß hat es ihm bei diesem Album offenbar gemacht, seine Stimme in unterschiedlichen Bandgeschwindigkeiten aufzunehmen (z.B. Dear Boy oder Uncle Albert) und gemeinsam mit Linda beim Harmoniegesang zu experimentieren. Nun stand Paul ja nie im Verdacht falscher Bescheidenheit, aber ich kann nachvollziehen, wenn er später Elton John zitierte, auf diesem Album fänden sich einige der besten Gesangsharmonien, die er seit langem gehört habe.

Über die in den Songtexten verborgenen Sticheleien zwischen Lennon und McCartney auf den Alben aus dieser Zeit ist viel spekuliert worden - Lennon sang z.B. in How do you sleep? "the only thing you've done was yesterday/and since you've gone you're just another day", und die Postkarte, die seiner LP "Imagine" beilag und ihn ein Schwein an den Ohren haltend zeigte, war eine Persiflage auf das Cover von "Ram", auf dem Paul ein Schaf an den Hörnern hält. Paul sang hier u.a. "that was your first mistake/you took your lucky break" (Too many People), und der Song 3 Legs soll sich auf die Rechtsstreitigkeiten mit den anderen drei Beatles beziehen, so war das damals eben.

"Ram" (das einzige von Paul UND Linda veröffentlichte Album) ist kein Hitalbum, aber es hat, so wie Elton Johns zweites Album, eine stille Größe und wird in McCartneys Werk oft zu Unrecht übersehen. Seit 2012 gibt es das Album endlich als brillantes Remaster..
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.07.2011 11:17:05 GMT+02:00
Ich stimme ihrer Rezension in großen Teilen zu. Ich halte "Ram" für ein sehr unterschätztes Album. Eigentlich ist hier viel von dem drauf, was McCartney auszeichnet. Die (Musik)presse war ihm damals aber nicht sehr gewogen. Ich finde sogar, dass sich McCartney hier nicht warmspielt, sondern eine richtig gelungene Scheibe vorlegt. Eine sehr bunte Platte, so wie das Cover. Auch einige Anklänge an die Beatles sind hier, z. B. bei "Uncle Albert/Admiral Halsey", zu finden. Der Vorgänger "McCartney" hat mir aber auch immer schon gefallen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2011 15:23:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.07.2011 15:23:41 GMT+02:00
Ich finde "Ram", seit ich diese Rezension geschrieben habe, mittlerweile noch besser. Mit "Warmspielen" meine ich weniger die musikalische Qualität als die widrigen Umstände damals und den Aufbau einer Folgekarriere - wie sollte man an eine Band wie die Beatles anknüpfen? Mit "McCartney" mache ich langsam meinen Frieden, aber finde nach wie vor, dass viele Songs auf dem Album einfach nicht so gut sind wie hier.

Veröffentlicht am 03.10.2015 14:46:41 GMT+02:00
sehr treffende und ausgewogene Rezension
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Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent

Toby Tambourine
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

Ort: Gießen

Top-Rezensenten Rang: 637