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Kundenrezension

170 von 177 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse!, 12. Juli 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle Keyboard, eReader, Wi-Fi, 15 cm (6 Zoll) E Ink Display, englisches Menü (Elektronik)
Ich besitze das Kindle (heißt es eigentlich 'der' oder 'das' Kindle?) nunmehr schon seit einigen Wochen und habe mir Zeit für die Abgabe einer Wertung gelassen. Zeit gelassen, um nicht in die Gefahr zu geraten, in der ersten Begeisterung ein vielleicht zu voreilig-überschwängliches Urteil zu fällen.

Zunächst für all diejenigen, die an dieser Stelle keine längeren Texte durcharbeiten, und die also anschließend hier nicht weiterlesen wollen, sondern die nur an einem - in diesem Falle meinem - Gesamturteil interessiert sind, da ist die Bewertung in einem kurzen Absatz:

>> Hervorragend. Außerordentliche Kaufempfehlung. Jeder Bücherfreund sollte sich selbst die Freude bereiten, das Kindle anzuschaffen. Fünfeinhalb Sterne.

Der Preis, selbst für die teurere 3G-Version, ist wahrlich nicht zu hoch, als daß man ein Besserverdiener sein müßte, um sich das Gerät leisten zu können.

Und nun, bevor ich es vergesse, zuerst ein Punkt, den ich in den bisherigen Besprechungen anderer Nutzer noch nicht deutlich genug hervorgehoben finde, der mir selbst aber - meiner gemachten Erfahrung nach - sehr wichtig ist: Der außergewöhnlich gute amazon-Service im Anschluß an den Kauf. Im Zeitraum seit dem Erwerb des Kindle habe ich dem Kundendienst zwei Anfragen übersandt (per E-Mail). Sie betrafen keine gravierenden Probleme, sondern waren eher Bitten um Klarstellungen, um nähere Erläuterungen. Auf beide Rückfragen wurde im wahrsten Sinne des Wortes unverzüglich reagiert. Beide wurden in verbindlichem, freundlichem, zuvorkommendem Tonfall beantwortet; dabei keineswegs in Standardfloskeln, sondern vielmehr, indem der amazon-Mitarbeiter fundiert und für mich hilfreich auf mein Anliegen einging. Eigentlich hätte ich, wie ich später herausfand, die Antwort auf eine meiner Fragen auch selbst aus den Informationen auf den amazon-Kindle-Webseiten destillieren können. Aber trotzdem war die Reaktion des Kundendienstes in keiner Weise unhöflich oder gar genervt. Im Gegenteil: Man fand es schade (und drückte es auch aus), daß ich zum jeweiligen Zeitpunkt der Antworten telephonisch nicht erreichbar gewesen war (sondern nur per E-Mail), denn man hätte gern persönlich mit mir gesprochen, um mir weiterzuhelfen. Da fühlt man sich gut aufgehoben und als Kunde ernstgenommen! Und wer jetzt erwidern wird: Ja, ein solcher Service sei doch selbstverständlich - nun, ich habe in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bei anderen Firmen sowohl direkt als auch per Internet einige Waren wie Autos, Computer und DVD-Player gekauft, die teilweise (weit) kostspieliger waren als jetzt das Kindle, stand anschließend dann bei Problemen oder Unstimmigkeiten aber zu oft alleine da oder hatte zu oft mit überheblichen und auch proletenhaften 'Dienstleistungs'-Vertretern zu tun, um jetzt nicht angenehm überrascht zu sein. Natürlich will amazon Geld verdienen und das ist auch völlig legitim, solange das Unternehmen nicht nur gute Ware liefert, sondern darüber hinaus den Kunden auch als solchen behandelt und ihm konkret beweist, daß man ihn wertschätzt und, ja, ihn auch halten will.

Ist die mitgelieferte gedruckte Kindle-Bedienungsanleitung zu knapp? Ich finde nein. Hinweis an alle potentiellen Käufer: Nehmt Euch die Zeit, Euch auf dem ziemlich umfangreichen amazon-Kindle-Webauftritt umzusehen. Hier gibt es, natürlich deutschsprachig, ausführliche, hilfreiche - und bebilderte - Erläuterungen ('Sie haben keine Erfahrung mit Kindle? Hier finden Sie die wichtigsten Informationen'; 'Die Mein Kindle-Seite'; 'Dateien auf Kindle übertragen, herunterladen und senden' u. v. m.). Man muß sich etwas durchklicken, aber es geht gut.

Und dann, liebe Gemeinde, seien wir auch einmal mit etwas zufrieden. Natürlich kann man und wird man das Kindle, jetzt auch schon in der dritten Generation, weiter verbessern.

> Die pdf-Darstellung ist, besonders in ihrer Vergrößerungsfunktionalität, verfeinerbar.
> Die Buchstabentasten auf dem Gerät sind sicherlich für viele Menschen zu klein; hier wäre eine per einzelnem Knopfdruck ein- und ausblendbare virtuelle Tastatur (inkl. Zahlentasten) auf einem Touchscreen sehr hilfreich. So könnte die jetzige elektromechanische Tastatur im unteren Bereich der Geräte-Vorderseite eingespart und damit gleichzeitig das Display erweitert werden, bei gleichbleibender Gesamtgröße des Kindle.
> Die Bedienungs-Software sollte noch ausdifferenzierter sein: die sogenannten Collections müßte man, es ist in vorherigen Besprechungen schon des öfteren angesprochen worden, als in mehreren Ebenen verschachtelt anlegen können.

Das sind für mich aber Einzelheiten. Ich habe nie das Gefühl, im Kindle ein unausgereiftes Produkt in den Händen zu halten. Seine Grundfunktionalität ist hervorragend gewährleistet: man kann bestens auf ihm lesen; man kann Schriften verändern, vergrößern, verkleinern, je nach gusto; kann bequem Notizen, Anmerkungen und 'Eselsohren' fertigen; man kann die Darstellungsart von hoch zu quer drehen; man kann auf der Stelle einzelne (Fremd-)Wörter im Text in integrierten Lexika nachschlagen - ein Duden wird umsonst mitgeliefert - oder sich übersetzen lassen (für ein paar Cent lädt man sich z. B. ein Englisch-Deutsch-Wörterbuch auf das Kindle). Frischt Eure Englischkenntnisse auf, indem ihr 'Dracula' im Original lest! Knopfdruck genügt, und ein nicht geläufiges Wort wird ins Deutsche übersetzt.

Und 'Dracula' gibt's umsonst! Ja, da wären wir bei dem (ohne Übertreibung) gewaltigen Bücherberg, den sich ein Kindle-Nutzer bei amazon - neben den Büchern, die käuflich zu erwerben sind - GRATIS auf das Kindle laden kann, darunter schon heute tausende deutschsprachige Werke. Allein dafür bereits lohnt der Kauf des Gerätes! Als Leseratte trägt man in diesem superflachen und leichten Computerchen ganze Bücherschränke mit sich herum, einen vollgestellten Bibliotheksraum! Jeweils mehrere Bände Fontane, Kafka, Schnitzler, Edgar Allan Poe, E. T. A. Hoffmann, Wilhelm Hauff (den hätte ich ohne das Kindle-Angebot nie gelesen, sehr empfehlenswert!), Dostojewski, Goethe, Schiller, Schopenhauer, Nietzsche, Jules Verne, Joseph Roth, Conan Doyle, Fürst zu Eulenburg (bekommt man den sonst noch irgendwo außer in Antiquariaten? Unbedingt sein Buch über das Ende Ludwigs II. herunterladen!); ein Dutzend Karl May-Wälzer ... und so weiter und so fort ... noch vieles mehr ... Ich betone: Die Schriften der fremdsprachigen Autoren unter den soeben genannten Verfassern sind als deutsche Übersetzungen im Angebot, wie gesagt kostenlos! (Alle entsprechenden Originalwerke der angelsächsischen Schriftsteller werden sicherlich daneben auch auf Englisch zu erstehen sein, das habe ich allerdings nicht nachgeprüft. Bei Conan Doyle zum Beispiel trifft es zu; eine Gesamtausgabe seines Sherlock Holmes kann zwar nicht gratis, aber für neckische 99 Cent heruntergeladen werden.)

Selbst einige Kleinigkeiten des Kindle erscheinen wohldurchdacht. Beispiel: Es gibt auf der flachen Vorderseite des Gerätes keine Ein-/Aus-Taste; eine solche könnte durch unbeabsichtigten Druck betätigt werden, etwa beim Transport des Kindle in einer Aktenmappe. Aktiviert - präziser gesagt: in den Lesemodus versetzt - wird das Gerät vielmehr dadurch, daß man einen kleinen Schalter, der in die vordere Kante des Readers eingebettet ist, kurz nach rechts schiebt und wieder zurückschnappen läßt. Auf dieselbe Weise ist umgekehrt das Kindle leicht in einen Standby-Modus zu versetzen - etwa, wenn der Leser vom Bus in die U-Bahn wechselt und das Gerät währenddessen kurz wegstecken möchte. Hat man anschließend vor, weiterzulesen, kann man das, wenn man will, sofort an derselben Stelle des Buches tun, wo man zuvor aufgehört hat: schwupp, Schalter betätigen: da ist der Text oder das Bild wieder. Aber natürlich ist es ebenso gut möglich, per einfachem Druck auf die "Home"-Taste seine auf dem Gerät gespeicherte Bibliothek aufzurufen und sodann ein anderes Buch 'aufzuschlagen'.

Ich sprach gerade vom Standby-Modus, von amazon auch 'Schlafmodus' genannt. Warum das Kindle nicht ganz und gar ausschalten, wenn man nicht liest? Geht auch, ist aber nicht notwendig. Der Reader verfügt nämlich über ein sogenanntes Electronic Ink-Display, das, wenn Buchseiten oder Bedienungsmenüs bloß angezeigt, d. h. in ihrer Darstellung nicht verändert werden, keinen Strom verbraucht. Letzteres geschieht nur dann, wenn die Anzeige geändert wird (also etwa beim 'Umblättern' der Seiten, beim Weitersuchen im Menü o. ä.). Angenehme Nebenwirkung: das Gerät wärmt sich nie auf oder wird gar heiß; man kann es aus diesem Grund beliebig lang in der Hand halten. Allerdings unbedingt beachten: Die Wi-Fi-/ Wireless-Funktion sollte man per Menü ausschalten, wenn sie nicht benötigt wird! Nur so wird die Stromspar-Eigenschaft des Displays bzw. des Gerätes voll ausgenutzt.

Ich räume ein: Nicht mit Ruhm bekleckert habe ich mich, als ich das Kindle erhalten und ausgepackt hatte. Auf die Vorderseite des Gerätes schien ein Bild geklebt zu sein, und zwar auf einer Displayschutz-Folie, wie man sie von neuen Handys kennt. Aber wie ich auch fummelte und rieb und schließlich fluchte: die Folie ging nicht ab! Hier nun sollte amazon zukünftig die erstmaligen Kindle-Benutzer darauf hinweisen: DA IST KEINE FOLIE! (Ein solcher Hinweis könnte erfolgen, indem man veranlaßt, daß der Hersteller eine Notiz in der Tat auf das Display heftet.) Es ist so: Wenn man das Kindle erhält, befindet es sich in obengenanntem Schlafmodus; in diesem Zustand zeigt der Bildschirm eine Illustration, etwa das Porträt eines Schriftstellers. Die Darstellung auf dem Display wirkt indes so wirklichkeitsgetreu, als seien die Bilder und Texte darauf aufgedruckt, als habe man eine reale Buchseite vor sich! (Ich hab's dann glücklicherweise gemerkt, bevor ich daranging, die vermeintliche 'Folie' mit dem Küchenschaber abkratzen zu wollen.)

Wer das Kindle besitzt, wird sich die Frage, ob oder ob nicht die moderne Technologie die bisherigen Papierbücher ablösen werde, nicht stellen. Er wird stattdessen sagen: Beide Medienformen haben, jedenfalls beim derzeitigen Stand der Technik, nebeneinander ihre Berechtigung. Großformatige, zumal farbige Bildbände oder Atlanten mit komplexen Kartenwerken werden so schnell nicht von den ja deutlich größenlimitierten E-Readern abgelöst werden. Dazu ist die Bilddarstellung auf ihren begrenzten Displays, auch beim Kindle, doch (noch) zu schlecht. Das heißt, ich würde Bücher, die viele Illustrationen beinhalten, noch dazu hochaufgelöste, fein ziselierte und detailreiche, weniger gern auf dem E-Reader lesen. Aber ich sage auch klar: Bücher, deren Inhalt fast allein aus Text (eventuell zuzüglich weniger Bilder) besteht, werde zumindest ich, sofern solche Bücher als E-Books verfügbar sind, nur noch mittels Kindle erwerben und lesen. Nur noch und ausschließlich. Dafür sind die Vorteile zu überwältigend. Hier und in anderen Besprechungen sind diese Vorzüge schon deutlich genannt worden: Tausende Werke sofort zur Verfügung, per Knopfdruck darstellbar und rasch nach Begriffen oder Wendungen durchsuchbar, auf einem handlichen Gerät, das fast nichts wiegt. Mit dem Kindle in der U-Bahn, im Restaurant, im Zug oder Flugzeug, beim Arzt im Wartezimmer oder in der Hotelhalle sitzen, als befände man sich in einer Bibliothek. Und erstaunlich: Das eigentliche Lesen scheint leichter als aus einem Buch 'von der Hand' zu gehen. Sei es buchstäblich, weil das federgewichtige Kindle seinen Benutzer, man möchte fast sagen: augenzwinkernd-listig, über das tatsächliche Zementgewicht des Papierstapel-Berges beschummelt, den man nach den Maßstäben der alten Ära materieller Bücher 'in Wirklichkeit' in der Hand hält; sei es auch, weil man von dem einzelnen Werk, das man gerade zu lesen im Begriff ist, nur jeweils eine einzelne Seite auf einer harmlos flachen, liebenswert kleinen Apparatur sieht und sich somit dem Lesegenuß nicht ein ungewollt-unbewußtes Unbehagen untermischen kann angesichts eines dicken Wälzers, den man noch 'durcharbeiten' müsse - sei dem wie auch immer, ich finde das Lesen wieder erfrischender, leichter.

Die E-Reader verkörpern eine Revolution, die vieles überrollen wird: Lesegewohnheiten, das gesamte Verlagswesen - und das Kindle dieser Generation ist an vorderster Front dabei in seiner flachen, leichten Handhabbarkeit. Und wir sind ebenso dabei, wie wir es bei der Einführung des PCs waren. Man darf sich freuen, es mitzuerleben. Aber wer meckern will, soll meckern.

Gewiß bleiben Fragen. Werde ich heute gekaufte E-Books in 40, auch nur in 15 Jahren noch öffnen, darstellen, lesen können, auf dem Kindle der 20. Generation? Und wenn die Marke und die Technologie 'Kindle' dann nicht mehr existieren werden? Es ist ja so: Viele althergebrachte Bücher aus meiner Kindheit habe ich gepflegt, besitze sie heute noch, sie gehören zu mir. Wird das mit E-Books möglich sein? Die Wahrheit ist: Keiner weiß es. Wir stehen erst am Anfang einer noch unübersehbaren Entwicklung. Aber man soll sinnvollen neuen Technologien nicht ausweichen, weil man Angst um Besitzstände hat. Vorderhand sichert amazon die Werke (E-Books), die man bei ihm erworben hat, auch auf seinen eigenen Servern; jeder Kunde kann über sein amazon-kindle-Konto jederzeit auf die Bücher zugreifen. Auch das sollten potentielle Käufer wissen. Es ist kein Beinbruch, wenn das Kindle einmal kaputtgeht und man fahrlässigerweise seine E-Books nicht auf dem PC gesichert hat.

Und zuletzt: Ich hoffe für die Zukunft auf eine angemessene und zweckmäßige Evolution des Kindle. Geräte künftiger Kindle-Generationen werde ich nur dann kaufen, wenn sie weiterhin von ebenso klarer, sachlicher, schlichter und ordentlicher Funktionalität sind wie das jetzige. Andere Nutzer mögen es anders sehen: Aber wenn ich einen E-Reader kaufe, muß der nicht auch noch tanzen und kuchenbacken können. Wer heute einen ausgereiften Browser auf dem Kindle vermißt, der will morgen ein Telephon, übermorgen eine Kamera, dann einen Videobildschirm mit DVB-T-Empfang und schließlich alle möglichen Apps auf dem Gerät bzw. in es integriert. Mein Rat, amazon: Wenn ihr so eine eierlegende Wollmilchsau entwickeln wollt, schafft dafür eine eigene, neue Produktlinie, aber verschont das Kindle davon.

Ich habe den Kauf nicht einen Augenblick bereut. Die Lieferung, das Gerät, die Kindle-spezifische amazon-Infrastrukur, der Service: alles ausgezeichnet. Traut Euch auch!

Jetzt mache ich Schluß. Mein Kindle wartet. (Wirklich!)

P. S.: Weiter vorn sprach ich über die eingehenden, bebilderten Erläuterungen auf dem hiesigen amazon-Kindle-Webauftritt. Wer's noch nicht gefunden hat: Geht auf dieser Seite, wo ihr jetzt meinen Kommentar lest, ganz nach oben rechts und klickt dann auf "Kindle-Hilfe" (steht unter "Einkaufswagen").

Epilog: Es gibt viele sehr intelligente, oft ältere Menschen, die seit langem Büchernarren sind. Sie arbeiten heutzutage zusätzlich auch am PC, sind jedoch mit den PC-spezifischen Fachbegriffen wenig vertraut. Ich weiß, daß es sich so verhält, und die genannte Tatsache wertet selbstverständlich niemanden auch nur im geringsten ab. Seit dem Erwerb meines Kindle und dem erstmaligen Erscheinen der vorliegenden Rezension habe ich nun auch mehrere persönliche Gespräche über das Gerät mit einigen Bekannten geführt, die erstens erstaunt waren, daß es 'so etwas' wie das Kindle (und 'so etwas' mit diesen qualitätvollen Eigenschaften) gibt, die zweitens jetzt einen Kauf erwägen - und die drittens mit all den technischen Begriffen wie Whispernet, WiFi, 3 G und anderem Kokolores auf dem amazon-Kindle-Webauftritt nicht viel anzufangen wissen. Vielleicht sind daher für den einen oder anderen folgende Hinweise noch hilfreich.

Es gibt 2 Varianten des Kindle. Sie unterscheiden sich ihrer Form nach nicht, sie differieren kaum in ihrem Gewicht (die teurere Version ist nur 6 Gramm schwerer) und nicht in ihrer Funktionalität, außer: sie unterscheiden sich darin, auf welche Art man sich - eben auch ohne Umweg über den eigenen PC - mit amazon DRAHTLOS verbinden kann, von vielen Orten und Gegenden in Europa und der ganzen Welt aus, um z. B. den Lesestoff, hauptsächlich Bücher und Zeitungen, auf das Gerät zu bringen, oder zwecks Verwaltung, Abgleichung und Aktualisierung seines Kindle-Kontos. BEIDE Kindle-Typen verfügen über eine solche Funk-Funktionalität (schönes Wort). Die kostspieligere Ausführung bietet indes leichter handhabbare und räumlich umfassendere Möglichkeiten. Welches Kindle soll man kaufen?

Vereinfacht ausgedrückt: Wer diesen Kommentar an einem PC liest, welcher mittels eines KABELS mit dem Internet verbunden ist, wem dazu der Begriff 'WLAN' kaum etwas sagt und wer ebenso nicht vorhat, sich ein DRAHTLOSES Netzwerk zu Hause einzurichten, der sollte sich eher für die teurere Variante des Gerätes (€ 189) entscheiden. Denn sonst muß man bei sich daheim, will man sich von dort aus (was ja sehr häufig der Fall sein wird) über Funk mit amazon verbinden, vor der Kindle-Inbetriebnahme schon ein Drahtlos-Netzwerk installiert und konfiguriert haben oder zumindest über eines verfügen. Nun möchte sich nicht jeder damit überhaupt befassen und unter Umständen dann etwa hilflos folgendem technosprachlichem Humbug gegenüberstehen: "Kindle kann derzeit nur dann Verbindungen zu Routern vom Typ N ("Draft-N-Router") herstellen, wenn diese mit den herkömmlichen Wi-Fi-Standards "b" und "g" kompatibel sind. Wenn der MAC-Filter Ihres Routers aktiviert ist, können Sie Kindle nur dann mit dem Netzwerk verbinden, wenn sich die MAC-Adresse Ihres Kindle auf der Whitelist für zugelassene Geräte befindet. Bitte legen Sie gegebenenfalls eine Whitelist an. Damit Ihr Netzwerk angezeigt wird, muss Ihr Wi-Fi -Kanal im Bereich zwischen 1 und 11 liegen." (Auszug aus amazon.de-Kindle-Hilfe.) Gewiß: Man kann mit der preiswerteren Kindle-Version durchaus auch Stellen außerhalb seiner Wohnung aufsuchen, Orte, wo man sich, über einen sogenannten 'Hotspot', mit einem öffentlich zugänglichen Funknetzwerk und damit mit amazon verbinden kann. Von derartigen Hotspots gibt es besonders in Großstädten einige, vielfach in Restaurants; auf dem Lande werden allerdings weit weniger angeboten. Die Nutzung mancher Hotspots ist gebührenpflichtig.

Mit dem teureren Kindle dagegen verbindet man sich, ohne vorher irgendwelche Netzwerke arrangiert haben oder sich um solche kümmern zu müssen - und auch ohne gegebenenfalls weitere Umstände oder 'Apparaturen' beziehungsweise Programme, Einwahlen oder WLAN-Paßworteingaben - von zuhause oder von anderswo aus, im Nu DIREKT mit amazon, natürlich auch über Funk, aber: Man verbindet sich quasi per Tastendruck. Ganz unkompliziert in derselben Art, als ob man mittels seines Handys jemanden anriefe, allerdings noch einfacher: Man muß nur die Netzwerk-Funktion des Kindle über das Menü einschalten ('Turn wireless on') - fertig, um den Rest kümmert sich das Gerät, man ist verbunden, sofern man sich nicht in Gegenden ohne Verbindungsmöglichkeiten aufhält - siehe unten. Und diese sogenannte '3 G'-Funktionalität des teureren Kindle ist kostenlos, es fallen, im Gegensatz hier zum Handy, für die Verbindung selbst also keine Kosten an. (Es gibt geringe Gebühren für einige wenige Zusatz-Übertragungs-Leistungen betreffs des Kindle, dazu gehören z. B. der 'Persönliche Dokumentenservice'; hierzu siehe die entsprechenden amazon-Angaben.) Die in Rede stehende 'Direktverbindung' mit amazon ist in Deutschland so gut wie FLÄCHENDECKEND möglich, vielfach mit Hochgeschwindigkeit; auch z. B. in Spanien und Italien (beste Hochgeschwindigkeits-Abdeckung) und ebenso flächendeckend in den meisten anderen west- und mitteleuropäischen Ländern und in vielen außereuropäischen Regionen; amazon bietet dazu auf seinem Kindle-Webauftritt eine Netzwerkkarte über die entsprechende Verfügbarkeit an. (Der Vollständigkeit halber: Man kann sich übrigens mit der kostspieligeren Kindle-Version, wenn man dies, aus welchen Gründen auch immer, will, wahlweise auch mit einem Drahtlos-Netzwerk - derjenigen Funk-Verbindung, die bei dem preiswerteren Modell allein möglich ist - verbinden.)

Sicher, es ist möglich, sich seinen Lesestoff auch über eine KABEL-Internetverbindung auf den PC zu laden und anschließend per USB auf das Kindle zu überspielen. Abgesehen davon, daß man damit einen Grundvorteil des Gerätes nicht ausnutzt: Nämlich sich (fast) ortsunabhängig neue Bücher sowie aktuelle Zeitungen sehr schnell verfügbar zu machen, abgesehen also davon: Man muß sich zumindest nach Erhalt des Gerätes einmal drahtlos mit amazon verbinden, nämlich, um das Kindle anzumelden und zu personalisieren; tut man das nicht, sind einige Funktionen nicht nutzbar. Kurz: Bequemer geht's mit dem um 50 € kostspieligeren Kindle 3 G - insbesondere für den, der speziell zu Hause nicht schon ohnehin (s)ein eigenes WLAN nutzt.

Dieser Epilog sollte verständlich und daher möglichst einfach gefaßt sein. Wenn Ihr Euch daran stört, liebe Computerfreaks: Ich weiß, unter Zuhilfenahme von Fachkauderwelsch wären die Anmerkungen bestimmt noch präziser geraten. Ich glaube jedoch, nicht jeder, der das Kindle bedienen will, muß das Internet-Dienstprotokoll X 4366.0815.007 Suppenhuhn 18 aus dem Jahr 1828 kennen. Entsprechende Kommentare wären also bestimmt gut gemeint, aber Zeitverschwendung.
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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.07.2011 13:37:05 GMT+02:00
Wirklich amüsant zu lesen und ich teile ihre Erfahrung mit der "aufgeklebten " Folie ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.07.2011 17:51:16 GMT+02:00
Seraphina meint:
Klasse Bewertung, ich trage mich mit dem Gedanken, den Kindle anzuschaffen. Ich habe zusammen mit meinem Mann Tränen gelacht über die "Schutzfolie". Das hätte ich sein können. Klasse! Ich werde mir den Kindle zum Geburtstag schenken lassen. Vielen Dank !

Veröffentlicht am 25.07.2011 11:25:51 GMT+02:00
Kephas meint:
Erst einmal ein herzliches Danekschön für diese hilfreiche Rezension! Ich möchte mich eigentlich nur zu zwei vl. unwichtigen Punkten äußern: a) "heißt es 'der' oder 'das' Kindle?" Da keine Person gemeint ist, muss wohl die Regel des Diminutiv zum Zuge kommen, d.h. die Verkleinerungsformen -chen und -lein machen jedes Wort sächlich. Da -le das schwäbische Diminutiv von -lein ist, muss es dann wohl auch das Kinde heißen.
b) Die Feststellung, dass eine freundliche und hilfreiche Stellungnahme eines Herstellers/Verkäufers nach einer entsprechenden Anfrage 'eigentlich eine Selbstverständlichkeit' sei, kommt sicher irgendwo aus dem Ausland. Die Bezeichnung 'Servicewüste Deutschland" ist keineswegs eine Übertreibung. Meine persönliche Erfahrung ist da im Allgemeinen durchweg negativ. Eine ganz große Ausnahme, und das habe ich in mehreren Foren immer wieder gerne zum Ausdruck gebracht, ist Amazon. Ich bin seit Jahren ein Kunde bei Amazon und kann sagen, dass jeder Kauf schnell, korrekt und kundenfreundlich über die Bühne gegangen ist. Großartig, dass es das in unserer Servicewüste noch gibt!

Veröffentlicht am 04.08.2011 12:38:45 GMT+02:00
Rezensionist meint:
Super, die Geschichte mit der Schutzfolie, ich habe Tränen gelacht.
Bei vielen Geräten mit Display ist es ja heute üblich, sie mit bedruckten Folien zu liefern, das kann also jedem Kindle-Neuling passieren, der diese Rezension nicht gelesen hat - aber nicht jeder könnte seine Erfahrung so humorvoll beschreiben!

Ansonsten hat die Rezension sehr dazu beigetragen, dass ich wohl in Kürze auch ein Kindle bestellen werde.

Veröffentlicht am 01.09.2011 15:33:16 GMT+02:00
Sepp Dobler meint:
vielen dank für die recension. würden sie mir den kindle auch empfehlen, wenn ich ihnen sage, dass ich bereits bei usenet.nl einen vertrag (1 jahr) habe. kann ich das wifi auch nutzen um von dort bücher oder audibooks herunterladen. wenn nicht, wäre das kein beinbruch, da ich die bücher von dort über meinen computer beziehe und wenn ich den usb-anschluß dazu benutzen kann, die daten (ebooks, audiobooks) von meinem computer auf den kindle zu überspielen (ich habe nicht ganz verstanden ob der usb-anschluss nicht nur zum laden (strom?) sondern auch zum übertragen von pdf und mp3 daten (was eigentlich normal sein sollte) verwendbar ist.

danke für einen hinweis,

Josef Dobler

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.09.2011 21:44:34 GMT+02:00
cobalt meint:
Sehr geehrter Herr Dobler,

GENERELL läßt sich sagen: Der Kindle-USB-Anschluß dient nicht nur zum Aufladen des Gerätes mit Strom. Ebenso können Sie über diesen Anschluß und das mitgelieferte Kabel auf dem PC gespeicherte Dateien vom PC auf das Kindle übertragen, sofern solche Dateien "Kindle-kompatibel" sind, was z. B. für diejenigen E-Books natürlich uneingeschränkt zutrifft, die Sie vorher bei amazon erworben und dann erst auf den PC (und nicht direkt auf das Kindle) überspielt haben. Es gibt darüberhinaus (für den Fall, daß Sie von anderen Unternehmen als von amazon E-Books erworben haben, die nicht Kindle-kompatibel sind) eine kostenlose Software, nämlich Calibre, mit der Sie viele unterschiedliche Formate von E-Books, die Sie bereits auf dem PC gespeichert haben, ineinander umwandeln können, so daß derartige Dateien auf verschiedene E-Book-Reader zu überspielen und dort zu lesen sind. Calibre ist über einige Internet-Seiten erhältlich; "googeln" Sie einfach danach.

Leider kann ich Ihnen in Ihrem SPEZIELLEN Einzelfall nicht weiterhelfen, da ich noch niemals versucht habe, über WiFi irgendwelche Daten von anderen Anbietern als von amazon direkt auf mein Kindle downzuloaden. Ich würde an Ihrer Stelle folgendermaßen verfahren: Gehen Sie auf die amazon-Kindle-Seite (wo Sie auch meinen Kommentar lesen), klicken Sie dort auf die Schaltfläche "Kindle-Hilfe" (rechts oben auf der Seite, unter "Einkaufswagen"), und klicken Sie auf der nun erscheinenden Seite auf "Kontaktieren Sie uns". Schicken Sie jetzt amazon direkt eine E-Mail mit Ihrer Frage. Wie ich in meinem Kommentar ja geschrieben habe, ist der amazon-Kundendienst meiner Erfahrung nach sehr freundlich - und auch wenn Sie noch kein amazon-Kunde sind, wird man Ihnen bestimmt eine fundierte Auskunft erteilen, bevor Sie "ins Blaue hinein" ein Kindle kaufen.

Freundliche Grüße

Cobalt.

Veröffentlicht am 29.07.2013 14:30:37 GMT+02:00
KCS meint:
Wunderbare Rezi, auf den Punkt gebracht, schön u. mit viel Wortwitz geschrieben. Danke ;-)
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