Kundenrezension

83 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 37,5 Grad - 'Der Hobbit' leidet noch immer an erhöhter Prequelitis, 9. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde (DVD)
--- SPOILERWARNUNG für 'Der Hobbit' und 'Der Herr der Ringe' ---

Ein guter Film zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass er noch Jahre später nachdem der 'Eye Candy' seiner Action Szenen verblichen ist, weiterhin durch das Drama der Geschichte und seiner Figuren das Publikum zu unterhalten vermag. Ob "Smaugs Einöde" auch so ein Film ist? Drehbuchautorin Phillipa Boyens erwähnte bereits im 'Making of' zu "Eine unerwartete Reise", dass der zweite Teil einer Trilogie immer am schwersten zu schreiben ist. Das trifft besonders auf "Smaugs Einöde" zu dessen Dramaturgie offensichtlich gelitten hat, als die ursprünglichen zwei Hobbit Filme zu einer Trilogie ausgebaut wurden.

- Die Reise geht weiter, jedoch treten die Charaktere auf der Stelle -

Es ist nicht leicht sich für 13 Zwerge zu interessieren, die untereinander nicht nur optisch sondern auch in ihrem Handeln schwer zu unterscheiden sind. Manche Zwerge treten als Charakter immer noch nicht in Erscheinung, sondern sind nur für Lacher zuständig (Bombur). Wie schon bei der Flucht aus den Goblin Höhlen im Vorgänger, können die Zwerge bei der Flucht in den Fässern die tollsten Kunststücke vollführen und sind nahezu unverwundbar. Oh, halt! Ein Zwerg wird verwundet, nämlich Kili ... zu einem bestimmten Zweck. Mehr dazu später. Die Erzfeinde der Zwerge - die ewig hinterher laufenden Orks - werden reihenweise und allzu leicht dezimiert und lassen so keine echte Gefahr oder Bedrohung aufkommen. Warum sollte das Publikum mitfiebern, wenn den Figuren sowieso nichts von Substanz passiert?

Ganz besonders Thorin Eichenschild - der wichtigste Zwerg überhaupt - schwächelt an dramaturgischer Zugkraft und Charisma. Mit der im Vorgänger angedeuteten "Drachenkrankheit" wird leider nichts gemacht. Will Thorin seinem Volk den Erebor zurückgeben oder will er im tiefsten Herzen nur den Arkenstein zurück bekommen? Das Zeigen dieser inneren Zerrissenheit wäre ein Faktor, wo man als Zuschauer mitfiebern könnte. Thorin schwärmt zwar bedeutungsschwanger hier und da vom Erebor, aber das war es dann auch schon - sein Charakter ist reduziert auf pathetische Reden und grimmige Blicke. Am Ende von "Eine unerwartete Reise" gab es diese schöne Szene als Thorin zugibt sich in Bilbo getäuscht zu haben und ihn als vollwertiges Mitglied seiner Gemeinschaft akzeptiert. In "Smaugs Einöde" gibt es leider kaum Momente, die diese neue Freundschaft vertieft. Was sehr schade ist, denn Kenner des Buches wissen, dass Thorins und Bilbos Freundschaft noch auf eine harte Probe gestellt wird.

Und Bilbo? Der titelgebende Hobbit tritt oft in Aktion, indem er den Zwergen mal wieder mehrere Male aus der Patsche hilft (Spinnenbefreiung, Fässerflucht, Lösung des Türrätsels). Und natürlich der Dialog mit dem Drachen Smaug (das Highlight des gesamten Films) zeigt Bilbos Cleverness, die er schon beim Rätselspiel mit Gollum unter Beweis stellen durfte. Aber anscheinend hat die Reise zum Erebor kaum noch Auswirkungen auf Bilbo. Anstatt seiner besseren Charakterentwicklung im Buch zu folgen, lässt Peter Jackson ihn lediglich Frodo-artige Ringsucht Symptome spüren, die wir alle schon aus den "Herr der Ringe"-Filmen kennen. Warum? Im Buch bleibt Bilbos Ring relativ unscheinbar. Womit wir beim nächsten Punkt wären.

- Gandalf ächzt 'Sauron!' ... und das Publikum zuckt mit den Schultern -

Tolkien hat so manche Begebenheit aus gutem Grund in den sogenannten "Anhängen" abgelegt. Sie trugen zur Handlung der Bücher wenig bei und lenkten mitunter von der Geschichte ab. Die "Anhänge" dienen in erster Linie als Hintergrundmaterial, wenn man sein Wissen bezüglich einiger Charaktere und Geschehnisse vertiefen möchte. Und genau aus diesen Anhängen schöpft Peter Jackson zusätzliches Material um seinen Hobbit-Mehrteiler mit mehr Laufzeit zu füllen. Ob das wirklich effektiv ist, veranschaulicht die Nebenhandlung um den Nekromanten.

Was wäre das schön gewesen für die Zuschauer, die sich nicht so sehr mit den Büchern auskennen: da steckt ein gruseliger Hexer mit den Orks unter einer Decke und baut in einer ebenso gruseligen Festung eine Armee auf. Wow, das könnte spannend werden! Und vielleicht am Ende des dritten Teils gibt es einen kleinen Fingerzeig, der den Zuschauern die Scheuklappen von den Augen blässt und alle schreien erstaunt: "Dieser Hexer ... das war Sauron!". Aber leider entzauberte bereits "Eine unerwartete Reise" das Potential einer mysteriösen und spannenden Nebenhandlung. Wir alle sahen den Hexenkönig in seiner Ringgeistform, als er den Zauberer Radagast angriff. Jeder halbgescheite Kinogänger brauchte nur 1 + 1 zusammen zu zählen, wer sich da in Dol Goldur als Nekromant eingenistet hatte. Mit dem bereits entlarvten Wissen verpufft jegliche Spannung bzw. Enthüllung sämtlicher diese Nebenhandlung betreffenden Szenen. Stattdessen gibt es optisch nur alt Bekanntes: Bilbo spürt den Einfluss des Einen Ringes, das lidlose Auge wird mehrmals eingeblendet, Gandalf verteidigt sich erneut mit seinem Balrog-bewährten weissen Schutzschild und Sauron darf sich kurz in seiner bekannten Rüstung aus dem Prolog von "Die Gefährten" zeigen.

Durch die Miteinbeziehung Saurons verliert die Reise von Bilbo und den Zwergen an Bedeutung und Fokus. Anstatt sich stärker auf die Charaktere und Geschehnisse des Buches einzulassen bzw. ihnen mehr Platz einzuräumen, wird eine Menge Laufzeit mit dem uninteressanten Aufbegehren Saurons als Nekromant verschwendet. Gleichzeitig werden die interessanten Passagen des Buches wie z.B. Beorn und der Düsterwald viel zu schnell abgehakt und hastig zu den Elben und weiter in die Seestadt gehetzt. Mehr von der eigentlichen Geschichte und weniger überflüssige und teils sogar plumpe Referenzen an die "Herr der Ringe"-Filme täte Jacksons Hobbit-Mehrteiler gut.

- Das Studio wollte es so: die Tauriel / Kili / Legolas Liebelei -

Von diesen drei Charakteren taucht eigentlich nur Kili im Buch auf. Was machen also die beiden anderen hier? Wie schon unlängst bekannt, ist die weibliche Elbin "Tauriel" eine Schöpfung von Peter Jackson um sagen wir es mal ganz banal: um der frauenlosen Kinderbuchgeschichte eine Frauenquote zu verpassen. Was Legolas angeht ist es schon zwielichtiger. Vielleicht sollte es anfangs nur ein kleiner Cameo-Auftritt werden. Einerseits ist er zweifelsohne der Sohn des Königs der Waldelben, andererseits war Legolas in "Herr der Ringe" besonders beim weiblichen Publikum sehr beliebt. Als "Der Hobbit" auf drei Filme ausgedehnt wurde, benötigte Jackson ein zusätzliches Drama in seinem hobbit'schen Mittelstück. Was hat sich im zweiten Teil einer jeden Trilogie schon immer am Besten bewährt um die Zuschauer zu unterhalten? Richtig, ... Liebe! Evangeline Lilly, die Darstellerin von Tauriel, bestätigte in einem Interview, dass diese Dreiecksbeziehung auf Wunsch des Studios bei den im Jahr 2012 stattgefundenen Re-Shoots hinzugefügt wurde. Das Ganze beginnt so: als Tauriel den Zwerg Kili im Verließ einsperrt, gibt dieser einen "Ich könnte was in meiner Hose haben"-Spruch zum Besten. Tauriel antwortet: "Oder auch gar nichts." Unglaublich aber wahr, Peter Jackson ist auf das Niveau abgerutscht in Mittelerde Unterhosenwitze zu benötigen! Ein paar Szenen später darf Legolas auch noch "eifersüchtig" mitlauschen. Oh la la, durch simple Daily-Soap Mechanismen ist der Film gleich viel interessanter geworden! Später eilt Tauriel Kili zu Hilfe und heilt ihn von seiner Morgul Vergiftung mit Königskraut. Sanft greift Kili nach Tauriels Hand und der Romantik Nonsens ist perfekt.

Warum ist das ein Problem? Studiobosse verstehen vom Drehbuch schreiben meistens soviel, wie eine Kuh vom Eier legen. In erster Linie sind sie an den Einspielergebnissen interessiert und das ein Film (besonders aus dem Fantasy Genre) möglichst alle Zuschauerschichten bedienen kann. Getreu ihrer Konstruierung und ohne Rücksicht auf die ursprüngliche Konstellation der Figuren, wirkt das Liebesdreieck gezwungen und fehl am Platz. Darüber hinaus wird der Charakter von Legolas "beschädigt": der exzellente Bogenschütze und "zarte" Elb ("Es liegen grausame Stimmen in der Luft."/"Eine rote Sonne geht auf. Heute Nacht ist Blut vergossen worden.") aus "Herr der Ringe" verkommt hier zu einem arroganten Schnösel, der nur over-the-top Bewegungsvariationen seiner Olifanten Tötung aus "Die Rückkehr des Königs" zum Besten geben darf. Legolas fühlte sich wie ein echter Charakter an, als sich über drei Filme hinweg eine Freundschaft zwischen ihm und Gimli entwickelte und beide so ihre gegenseitigen Vorurteile überwanden. In "Smaugs Einöde" ist Legolas leider nur Mittel zum Zweck.

Tauriels ursprüngliche Charakterisierung für die Zweifilmstruktur kann man nur erahnen. Man bedenke: es gibt im Film keine eindeutige Aktion seitens Legolas, die den Zuschauern deutlich macht, dass er tatsächlich in Tauriel verliebt ist. Lediglich Thranduil erwähnt es ihr gegenüber, dass Legolas Gefühle für sie hat. Blendet man diesen Dialog aus, erhärtet sich der Verdacht, dass Legolas und Tauriel ursprünglich als Geschwister konzipiert waren! Und die Sache mit Kili bekäme somit eine "großer-Bruder-mag-nicht-den-neuen-Freund-der-kleinen-Schwester"-Dynamik. Alle Szenen mit Legolas, Tauriel und Kili funktionieren in dieser Konstellation. Als das Studio eine zusätzliche Liebelei im Film haben wollte, bedurfte es lediglich der Änderung weniger Dialogzeilen im Drehbuch - z.B. aus: "Dein Bruder macht sich große Sorgen. Er sagte mir, Du wanderst zu oft ausserhalb der Grenzen unseres Reiches bla bla bla" wurde: "Legolas hat Gefühle für Dich." Und sofort bekam dieses Figurendreieck einen anderen Kontext.

- Aus Zwei macht Drei: wir brauchen ein neues Ende! -

Ein weiteres "Opfer" des Hobbit-Trilogie-Umbaus ist das Finale von "Smaugs Einöde". Das Ende des ersten Hobbit Films markierte ursprünglich die Flucht in den Fässern. Durch die neue Drei-Film-Struktur verschoben sich massiv die Spannungsbögen in der Handlung. Für "Smaugs Einöde" benötigte Peter Jackson jetzt ein oder zwei "neue" Höhepunkte, bevor das Licht im Kinosaal wieder angeht: die Erebor Verfolgungsjagd und die Ork Scharmützel in Seestadt. In der ehemaligen Zwei-Film-Struktur, waren diese Szenen nicht vorhanden. So unglaubwürdig wie diese Szenen aussehen und choreographiert sind (besonders die Verfolgungsjagd), wurden sie nahezu komplett vor einem Green Screen im Jahr 2012 bei den oben erwähnten Re-Shoots gedreht. Einige Passagen sind eindeutig in dem online gestellten Re-Shoot Production Blog zu erkennen.

Und erneut rennen und hüpfen die Zwerge unverwundbar durch die Szenerie und Smaug ist erstaunlich leicht auszutricksen - Smaug der Unbeholfene! Es entsteht kaum Spannung und nur der pure 'Eye Candy' der Effekte hält die Zuschauer bei Laune. Das Ganze mündet in einem Versuch den Drachen mit einem riesigen Zwerg (!) aus Gold zu ertränken. Parallel dazu darf sich Legolas an einer Strassenecke (wie episch) mit dem CGI-Ork Bolg prügeln. Smaug befreit sich aus dem flüssigen Gold und "wäscht" sich mit wenigen Flügelschlägen komplett davon rein. Aber anstatt weiter die paar Zwerge und den "Fassreiter" im Erebor zu jagen ... fliegt er lieber Richtung Seestadt. Warum? Dieses unlogische Verhalten von Smaug ist ein verräterisches Anzeichen für die ursprüngliche Zwei-Film-Struktur: Smaug hätte nach Bilbos Verschwinden und ohne zu wissen wo sich die Zwerge verstecken, aus Frust und Rache das nächstbeste Ziel angegriffen: die "Fassverhökerer" vom See. Klingt nachvollziehbar. Die jetzige Fassung wirkt so, als ob Smaug nach der Golddusche spontan einfach keine Lust mehr auf die Zwergenjagd hat.

Was bleibt sonst noch? Bilbo darf mal wieder den letzten Satz sprechen und dann Schnitt, Dunkelheit, Abspann. Insgesamt fühlt sich das Ende zusammengestückelt, übertrieben und vor allem unbefriedigend an. Am Schluss von "Die Zwei Türme" wurden die Zuschauer belohnt: Rohan wurde von der Unterdrückung Sarumans befreit. Das Thema bzw. der Konflikt innerhalb des zweiten Film wurde gelöst und die Sorge um liebgewonnene Charaktere hatte sich ausgezahlt. "Smaugs Einöde" hingegen belohnt die Zuschauer mit nichts außer Schauwerten und vertagt (oder sollte man sagen "verjährt") alle etablierten Konflikte auf den dritten "Hobbit"-Film.

- FAZIT -

Es ist schon faszinierend, wenn ein Regisseur zum zweiten Mal das gleiche Material anfasst. Er schafft es nicht vollends die Magie des Erstlingswerks erneut einzufangen, sondern eher den Ruf der Filmreihe und seiner eigenen Reputation in Zweifel zu ziehen - vergleichbar mit Steven Spielberg und "Indiana Jones 4", Ridley Scott und "Prometheus" und den "Star Wars Prequels" von George Lucas. Zugegeben ist Peter Jackson weit von den Regieschwächen eines George Lucas entfernt, jedoch kranken die ersten beiden Filme seiner "Hobbit"-Trilogie an ähnlichen Symptomen, wie die "Star Wars Prequels": wenig bis gar keine Charakterentwicklung (Bombur), der Hang zu albernen Elementen (Radagast), statt praktischer Effekte verstärkt auf CGI zu setzen (Orks) und der Drang den Zuschauern die Verbindung zur ersten Trilogie unmissverständlich unter die Nase zu reiben (Sauron).

Peter Jackson vermeidet in "Smaugs Einöde" größtenteils die Albernheiten und den Slapstick des Vorgängers, liefert aber im Gegenzug nur spannungsarme und übertriebene Action Szenen ab. Erneut versucht er die epische und emotionale Tiefe der "Herr der Ringe"-Filme zu erreichen, scheitert jedoch daran die kleine Kinderbuchgeschichte zu etwas Größerem aufzublasen. 'Der Hobbit' darf nicht er selbst sein, sondern wird dazu genötigt die viel zu großen Fussstapfen der ersten Trilogie zu füllen. Es wäre interessant zu erfahren, wer für die Ausdehnung des Hobbits auf drei Filme verantwortlich ist. War es das Studio, um (Achtung Klischee) mehr Geld an den Kinokassen zu verdienen? Oder war es Peter Jackson der annahm, dass der Hobbit Geschichte ein vergleichbar episches Potential innewohnt wie den "Herr der Ringe"-Filmen?

Eine Sache hat mich von Anfang an irritiert: das Erste was wir in "Smaugs Einöde" sehen ist ... Peter Jackson. Wie damals in "Die Gefährten" futtert er in Bree eine Karotte. Vielleicht ist es ein augenzwinkernder Cameo-Auftritt für die Fans ... oder aber die filmische Visualisierung eines Regie Egos, welches mittlerweile etwas zu selbstsicher mit Tolkiens Vermächtnis herum hantiert. Subtil sieht anders aus.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 22 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.01.2014 14:50:41 GMT+01:00
meanmc meint:
Sehr gut auf den Punkt gebracht... und es ließe sich sogar noch mehr anfügen! Schade um die vertane Chance bezüglich dieser Triologie...

Veröffentlicht am 09.01.2014 15:20:54 GMT+01:00
Alesius meint:
Sie wollen sich selbst "überbieten" und die Schwäche dabei ist, dass das einzige was hier als Meßinstrument dient mehr Geld/Gewinn zu sein scheint.
Irgendwie ist dabei der Irrglaube weit verbreitet zu sein, mit immer mehr CGI-Effekten genau das zu erreichen.

Ich "fühle" diesen unbeschwerten Spaß an der Arbeit nicht mehr, wie er noch bei Herr der Ringe da war oder bei George Lucas bei den ersten Star Wars Filmen. Sie meinen mit Geld alles erreicht zu haben und haben dabei vergessen wie viel Spaß es doch eigentlich macht sich selbst zu verwirklichen.

Veröffentlicht am 09.01.2014 20:42:51 GMT+01:00
Oliver Föger meint:
1. Ist die Trilogie noch nicht beendet.
2. Hat zumindest der 1. Teil eine enorme Anhängerschaft (siehe zB Rezension hier).
3. Wollte Peter Jackson im Gegensatz zu Lucas und Spielberg nie mit sich selbst konkurrieren, da er als Fachmann genau weiß nach einer epischen Trilogie kannst du mit einer Hobbit-Adaption nur minimal punkten, wenn überhaupt. Am Ende "sprang er halt in die Bresche", da er am langen Hebel saß (Hintergrund: die Schlammschlacht mit der neuseeländischen Gewerkschaft) und somit das tun konnte was er wollte: es ordentlich krachen zu lassen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.01.2014 22:17:06 GMT+01:00
Sehr schöne (und wie ich finde völlig zutreffende) Bewertung des Films und seiner zahlreichen Baustellen. Vielen Dank, hat mir aus der filmischen Seele gesprochen.

Veröffentlicht am 10.01.2014 15:54:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.01.2014 01:27:01 GMT+01:00
Stratovariutz meint:
Gute Rezension
Ich persönlich bin mit dem zweiten "Hobbit" etwas in Zwietracht. Sicherlich ist es ein guter Film (aus meiner Sicht, das ist und bleibt objektiv) und weiß durchaus zu unterhalten und mit Martin Freeman ist ein begandeter Schauspieler für die Rolle des Bilbo gefunden wurden. Auch die anderen Schauspieler, Ian McKellen, da sollte klar sein, dass er Gandalf spielt wie kein zweiter oder auch Richard Armitage als "Anfrüher" der Gemeinschaft, auch sind die CGI-Effekte finde ich gut gelungen...und trotzdem kann er mich nicht überzeugen. Weil es einfach zu VIEL CGI ist (wie schon von Ihnen, Holden Caulfield, angesprochen, die Orks und die Pferde am Ende), da hab sogar ich mich gefragt, wanns endlich mal genug ist. Warum musste man die Orks digital einfügen? Im Herr der Ringe hat die leicht schleimig schimmernde Haut bei mir immer einen leichten Gruselfaktor hervorgerufen oder immer etwas Ekel verursacht. Das war von den Maskenbildnern erstklassige Arbeit. Warum musste man das im Hobbit anders machen? Die Orks sehen aus wie aus "Avatar" entsprungen.
Auch die scheinbar sehr wichtige mittelerd'sche Frauenquote mit Tauriel empfinde ich als absoluten Schwachsinn. Bei Der "Hdr"-Trilogie war Arwen wenigstens ein Buchcharakter und hat die Handlung mehr oder weniger vorangetrieben (vor allem sind die Ereignisse zwischen ihr und Aragorn WIRKLICH passiert), aber dass sich immer eine Art Feminismusklischee der starken, unabhängigen Frau in Jacksons Filmen erheben muss, werde ich nie verstehen. Tolkiens Werke spielen nun mal in einer Zeit, die an das Mittelalter angelehnt ist und es kommen nur wenige Frauen (abgesehen von Arwen und Lúthien, die eine wichtige Rolle gespielt haben) darin vor. Aber scheinbar ist das in der heutigen Zeit, in der man, wenn man sich gegen den Feminismus ausspricht, schon als "Frauenfeind" oder "mieses Männerschwein" abgestempelt wird, zwingend notwendig, damit alle Zielgruppen zufrieden sind.
Die Dreiecksbeziehung Kili - Tauriel - Legolas war einfach nur ermüdend und unnötig. Die ganze Geschichte hat mich ziemlich an Twilight erinnert. Besonders fasziniert hat mich, wie schnell das halt ging. Tauriel sieht Kili das erste Mal, sperrt ihn in den Kerker und zehn Sekunden später schwärmt sie Legolas vor, wie ach so toll sie ihn findet. (Whatzefack??) Und am Ende, als sie Kilis Wunde heilt, war es an Kitsch fast nicht mehr zu übertreffen. (aber ich muss zugeben, dass Kilis "Glaubt Ihr, sie hätte mich lieben können?" auch mir ein kleines Tränchen hervorgelockt hat :'-) )
Von der CGI-Bombe am Ende will ich gar nicht erst anfangen. Alles sieht viel zu künstlich aus.
Natürlich hat man heute viel mehr Möglichkeiten also noch vor über zehn Jahren, aber Peter Jackson hat im "Herr der Ringe" die Landschaft Mittelerdes so voller Leben und mit atemberaubenden Luftaufnahmen dargestellt, nur um sie jetzt im Hobbit gegen eine Greenscreen-Wand einzutauschen.
Ich persönlich bin vom neuen "Hobbit" ziemlich zwiegespalten und weiß nicht, wie ich ihn einordnen soll.
Ich hoffe, dass "Hin und Zurück" die Fehlgriffe des zweiten Teils etwas ausbügelt und uns einen epischen Abschluss der Trilogie beschert. Die Schlacht der Fünf Heere und der Marsch gegen Dol Guldur sollten endlich das gewisse Herr der Ringe-Feeling entfachen :)

Veröffentlicht am 10.01.2014 16:38:02 GMT+01:00
Noch nirgends bisher so gleichzeitig präzise und umfangreich auf den Punkt gebracht! Bravo! Und dabei wollten und wollen wir diese Filme doch alle lieben und stellen sie ja letztlich doch in unsere Sammlung ... Aber der fade Beigeschmack wird bleiben. Immerhin: "Die Rückkehr des Königs" enttäuschte mich im Kino auch (z. B. das völlige Ausbleiben Sarumans als charismatischem Bösewicht) und die "Extended Edition" wurde die beste, die es je gab (auch wenn sein Filmtod gegenüber dem Buch immer noch etwas unbefriedigend ist ...). Somit bleibt etwas Hoffnung im Herbst für ruhigeres, vertiefendes Material in der gehetzten ersten Hälfte. Und der dritte Teil steht weiterhin aus. Nachdrehs gibt es ja auch noch. Was wird wohl gedreht? Ich wünschte, etwas von dieser (hier ja im Übrigen wirklich nicht zum ersten Mal geäußerten) Kritik würde mal bei Jackson/Walsh/Boyens vordringen und ankommen. Wir meinen es ja alle nicht böse!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 13:19:57 GMT+01:00
le44442244 meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 14:35:36 GMT+01:00
Persönlich betrachte ich keinen der von mir genannten Filme als wirklich 'Schlecht' oder gar als 'Abwertung' in dem Sinne. "Prometheus" finde ich z.B. visuell sehr beeindruckend und die Darstellung von Michael Fassbender als Androide 'David' ist wirklich toll. Die Filme sollen lediglich den Lesern als vergleichbare Beispiele für die Situation des hier besprochenen Films ("Smaugs Einöde") und seinen Regisseur (Peter Jackson) dienen.

Veröffentlicht am 11.01.2014 17:02:56 GMT+01:00
R.Reger meint:
Welch wortgewaltige und punktgenaue Rezension :-) - die meine nahezu uneingeschränkte Zustimmung in allen Bereichen erfährt. Vielleicht sollte man zur Ehrenrettung des Regisseurs Eines noch ergänzen: alles, was Peter Jackson macht, ist an sich legitim; er transferiert mit der gebotenen künstlerischen Freiheit das Gerüst eines Kinderbuches (zzgl. der Anhänge des Hauptwerkes) aus den Dreißiger Jahren in das Jahr 2013 und macht die erforderlichen zeitgeistigen Zugeständnisse an die Kids von heute. Man glaubt es als Erwachsener kaum, wie gut das muntere "Orks-Schlachten" in allen artistischen und zynischen Varianten bei den 12-16 Jährigen ankommt (originäre Hauptzielgruppe des Buches), nämlich als kindlich naives Vergnügen. Man muss das nicht mögen.... (ich zumindest nicht). Aber hier zieht PJ die Grenze zum HdR, wo gerade die Schlachten deutlich gewichtiger und düsterer daherkommen. Eine tiefere Charakterisierung der Zwerge fehlt bereits im Buch. Tja, ist halt alles sehr schwierig, wenn man das Prequel nach dem Hauptwerk verfilmt, das Maßstäbe gesetzt hat. Ich fürchte, dass eine vorlagegetreuere Umsetzung deutlich weniger Zuschauer gefunden hätte.
Ansonsten beglückwünsche ich Sie zu Ihrem "Werk".

Veröffentlicht am 15.01.2014 02:01:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.01.2014 02:38:00 GMT+01:00
Saint Sam meint:
Nach dem Lesen dieser Rezension brauche ich jetzt erst einmal eine Zigarette!

...

So.
Hammerbombenaffentittengeil! Allein mit welch chirurgischer Präzision Du den Film in seine Einzelteile zerlegst, dabei jedoch sachlich, konstruktiv und - vor allem - unterhaltsam bleibst, ist bemerkenswert! Obgleich mich der Wahrheitsgehalt Deiner Kritik eher erschrecken, als denn unterhalten sollte...

schwer begeisterte Grüße aus,

Sams Einöde

PS: Mit Deinen drei Sternen bist'e aber s-e-h-r gnädig gewesen, oder? ;-)
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