Kundenrezension

54 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hatte Jussi Adler-Olsen diesmal einen Ghostwriter?, 22. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller (Gebundene Ausgabe)
Eine Insel für geächtete junge Frauen und eine Frau, die Rache nimmt an ihren Peinigern. Das ist also der vierte Fall für Carl Mørck und das Sonderdezernat Q.

Als Fan der ersten Stunde des kuriosen Ermittlerteams um Carl Mørck hatte ich mich sehr auf diesen Fall gefreut und auch der Klappentext klang bzw. klingt vielversprechend. Wie eben gewohnt bizarr und irgendwie ungewöhnlich.

Der Kriminalfall spielt in verschiedenen Zeiten und zwar in den 1950er, 1980er und 2010er Jahren ab, wobei dem Autor die Verknüpfung der Zeiten ganz gut gelungen ist.

Trotz allem konnte der Autor mich diesmal nicht mitreißen. Mir hat nicht gefallen, dass die Sprache teilweise extrem auf jugendlich getrimmt ist, sodass es oft ziemlich lächerlich rüberkommt. Ich kann gar nicht nachvollziehen, was das soll und musste mich zwischendurch immer wieder fragen, ob Adler-Olsen einen Ghostwriter hatte.

Es vergehen mindestens 120 Seiten, bevor endlich Bewegung in die Geschichte kommt. Stattdessen wird der Leser fast bis zum Ende der Geschichte mit einer Magen-Darm-Grippe, die irgendwie fast das gesamte Polizeidezernat erwischt hat, regelrecht gepeinigt. Das sollte wohl witzig sein. Meinen Humor hat es nicht getroffen.

Gut fand ich, dass es wie immer neben dem eigentlichen Kriminalroman eine zweite Erzählebene gibt und zwar die Entwicklung der Protagonisten Mørck, Assad und Rose. Da scheint doch jeder noch irgendein Geheimnis zu haben. Das macht neugierig. Unter anderem kam diesmal noch ein weiterer mysteriöser Todesfall aus Mørcks Jugend zu seinen bisherigen Altlasten hinzu, der aber wohl in keinem Zusammenhang zu den anderen Ereignissen zu stehen scheint. Vielleicht in den nächsten Bänden, es sollen ja wohl insgesamt zehn werden, die dann hoffentlich wieder besser sind.

Das Ende des Kriminalfalls fand ich dann doch überraschend, aber rausgerissen hat es nichts mehr.

Ein interessanter Kriminalfall, gewebt um eine wahre Begebenheit, aber leider diesmal völlig ausdruckslos umgesetzt. Schade.
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Kommentare


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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.10.2013 23:21:09 GMT+02:00
Gringuita meint:
Ja, schade, obwohl man dem Roman durchaus Spannung attestieren kann, bin ich mit Funkelsuse einig: in der Sprache pubertär und man fragt sich, ob Adler-Olsen nie aus der analen Phase herausgekommen ist. Es ist schon einige Zeit vergangen, seitdem ich die ersten drei Bände gelesen habe, und ich habe mich gefragt, ob mein Geschmack sich in der Zeit so sehr geändert haben kann. Jedenfalls glaube ich nicht, dass ich mir noch den nächsten Band zumuten werde. Übrigens war das Alphabetenhaus auch grottenschlecht. Vielleicht doch ein Ghostwriter?
GRINGUITA

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.03.2014 13:35:50 GMT+01:00
Elke Meves meint:
Gut, dass der letzte Satz noch kam. Hatte mir schon überlegt, dieses Buch nicht zu kaufen aber vom Alphabethaus (so der korrekte Name) war ich begeistert.

Veröffentlicht am 30.07.2014 09:19:17 GMT+02:00
Andreas meint:
MOin, auch ich bin enttäuscht vom vierten Band. Und hatte mich doch so gefreut (und gewartet das er als Taschenbuch erscheint). Verachtung ist mit den Vorgängern nicht vergleichbar und sollte Adler-Olsen mit dem 5. Fall Ähnliches abliefern hat er einen Leser weniger.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.01.2015 00:55:12 GMT+01:00
Moinsen, ich habe vor einiger Zeit das "Alphabethaus" gelesen und als sehr spannend in Erinnerung. Habe gerade im ZDF die Verfilmung von "Erbarmen" gesehen und werde in die Reihe um Morck und Assad einsteigen. LG Frank
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