Kundenrezension

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder ein sehr gutes Album, 25. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In the Minds of Evil (Audio CD)
Obwohl ich schon immer eine gewisse Schwäche für Glen Benton und Deicide hatte, ist die Qualität der Veröffentlichungen leider insgesamt zu inkonsistent, um Deicide mit voller Überzeugung als eine Top-Band der mittlerweile Old-School Florida Death Szene zu bezeichnen.

Klar, das hysterische selbstbetitelte Debut, das angeblich meistverkaufte Death Metal Album und Zweitwerk "Legion" und vor allem 2006er The Stench of Redemption sind absolute Sternstunden des Genres. Leider liegen dazwischen 14! Jahre von höchst austauschbarem, generischem Gerödel und Geknödel, so dass es fast unangemessen erscheint, dass "ausgerechnet" Deicide es sind, die im Jahre 2013 die Flagge des Florida Death am überzeugendsten schwenken, während Morbid Angel (heul!) ihr Faible für angestaubten 90er EBM entdeckt haben, Malevolent Creation seit In Cold Blood nicht mehr zünden, Obituary nur noch von der Vergangenheit zehren und Death leider unwiederbringlich weg sind.

Nachdem Deicide mit Til Death Do Us Part nach der hypergalaktischen Sternenstunde und Guitar-Drill Instruction Album "The Stench" geradezu ein verstörend schlechtes Album geliefert hatten, war "To Hell With God" (*gähn*) immerhin nur relativ langweilig.

Auf "In The Minds Of Evil" zeigt sich die Band wie ausgewechselt. Das Gerangel mit und um Ralph Santolla, der mittlerweile bei den wiedervereinigten TOXIK (! - neue Platte kommt!) zockt, ist beendet. Dafür ist immer wieder mal Live Gitarrist Kevin Quirion endgültig offizielles Mitglied. Zusammen mit Jack Owen (ex- Cannibal Corpse) zockt endlich wieder tolle Leads und fette Riffs, die auch wieder relevant sind. Gerade die Leads des Duos lassen oft aufhören und machen die Scheibe dadurch melodiöser und eingängier, ohne dass dabei die Härte auf der Strecke bleiben würde. Die Leads kommen leider nicht so genial wie auf TSOR, aber werten die Songs deutlich auf. V.a. die Sachen von Kevin klingen deutlich anders, als das übliche Tremolo / Pinched Harmony Gezerre, vergl. Cannibal Corpse, selten so sinnlose Soli gehört - sondern passen durchaus in einen Power Metal / US - Metal Kontext wie z.B. die Leads bei Angent Steel.

Schließlich muss noch Bandmotor und Drummer Steve Asheim erwähnt werden, der wohl auf ewig unterbewertet bleiben wird. Er zieht hier erneut alle Register in allen Geschwindigkeiten und ist der einzige in der Geschichte der Band, der durchwegs eine konstante Performance (gerde auf den schwächeren Platten) abgeliefert hat.

Insgesamt eine gute halbe Stunde unterhaltsamen Death Metals aus dem Sunshine State, die rein musikalisch eher mit 4.45 Punkten bewerten würde - aufgerundet wird wegen der gelungenen Produktion mit klaren, trockenen Klampfen und einem sehr sonor brummenden Bass und dem Umstand, dass richtig gute DM Scheiben alter Prägung (gerade aus FL) so rar geworden sind. Aber es kann ja nicht immer 1991 sein und bleiben...
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.11.2013 15:47:06 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.11.2013 15:47:31 GMT+01:00
Mischa meint:
"die rein musikalisch eher mit 4.45 Punkten bewerten würde"

Genau - und weil ich die Scheibe eher mit 4.4476986 Punkten sehe, kann ich mit den aufgrundeten 4.45 Punkten auch noch leben :O

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.11.2013 15:50:19 GMT+01:00
Sascha meint:
Lol Mischa :D

Ich denke, der gute "Wandel" liegt daran, dass nicht Steve das komplette Material, sondern jeder einzelne in der Band mitgeschrieben hat.

Mich hat auch zuletzt The Stench Of Redemption so begeistert.

Und dass Benton diesmal sogar ein wenig mehr Wert auf die Aussprache legt (auf kosten des tiefsten Geröhres seinerseits) macht's auch nicht schlechter.

Ist ein gutes Werk.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.11.2013 17:18:07 GMT+01:00
muffy666 meint:
LOL!
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