Kundenrezension

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geplante Obsoleszenz, 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wacom PTH-651-DEIT Intuos Pro M Grafik-Tablet (DE und IT) (Elektronik)
Meine Wacom Erfahrung umfasst das Intuos A4 oversize, Intuos 3 A5 und nun das Intuos Pro M.

Vergleich mit dem Intuos 3 A5:
Im Vergleich zum Intuos 3 A5 ist das Intuos Pro M eine klein wenig größer, aber nicht wesentlich und statt einem Pro Pen wird nun ein Grip Pen mitgeliefert. Der USB Anschluss ist beim Intuos Pro mittig auf der rechten Seite, beim Intuos 3 oben-links. Das Intuos 3 wird ausserdem durch die Treiber in seiner Funktion eingeschränkt - Touch-Strips lassen sich nicht gut konfigurieren und es gibt kein Radialmenü, das ist beim Intuos Pro M besser gelöst. Nicht zuletzt besitzt das Intuos Pro statt Touch-Strips einen TouchRing, der sich mit insgesamt 8 Funktionen belegen lässt.

Software:
Beim Berühren der ExpressKeys blendet sich per Default eine Seitenleiste auf dem Bildschirm ein (Express View) welche die Belegungen der Tasten anzeigt. Die ExpressKeys können für unterschiedliche Programme verschieden belegt werden. Express View lässt sich in der Software ausschalten auch ausschalten.
Touch funktioniert mit Gesten, jedoch nur eingeschränk. Touch lässt sich nicht pro Applikation ein und ausschalten sondern nur allgemein.

Äußeres:
Der äußere Rand besteht aus einem weichen Kunststoff. Die Arbeitsfläche unterscheidet sich nicht groß von einem Intuos 3 und die ExpressKeys sind aus einem harten Kunststoff.
Die Arbeitsfläche lässt sich nicht wie bei älteren Geräten austauschen. Ist diese verschlissen, oder beschädigt muss man das Gerät wohl einschicken, oder entsorgen.
Der USB Anschluss sitzt auf der rechten Seite und kann unter Umständen einer Mouse im Weg sein.
Den in anderen Rezensionen beschriebenen heftigen Kunststoff-Geruch kann ich trotz feiner Nase nicht bestätigen. Das Pen Tablet riecht, wie viele Kunststoffprodukte, leicht nach Kunststoff.

positiv:
- 16:9 Format (entspricht den meisten Monitoren)
- es gibt keinen Rand an dem man beim malen hängenbleiben kann
- Radialmenü
- Touchring
- Nibs finden im Stifthalter Platz
- Wireless Kit enthalten
- rutschfest

neutral:
- USB Anschluss mittig auf der rechten Seite
- leichter Kunststoff-Geruch

negativ:
- Arbeitsfläche nicht austauschbar
- Touch nur bedingt benutzbar
- Nibs halten nicht länger als einen Tag

Persönliche Meinung:
Mich persönlich stört der USB Anschluss auf der rechten Seite, weil meine Mouse nah am Tablet liegt.
Auch stört mich dass man die Arbeitsfläche nicht mehr wechseln kann.
Jedoch am schlimmsten finde ich die Touch Funktion: Ist diese aktiviert und man hat das Tablet z.b. vor der Tastertur liegen und möchte kurz etwas eintippen erkennt die Touch-Funktion selbst einen ganzen Unterarm als 1, 2, 3, 4 oder 5 Finger... Fenster springen auf und zu zoomen, scrollen...etc.
Gut man kann diese ja allgemein ausschalten und nur für bestimmte Applikationen nutzen... dachte ich mir...
Ich testete das Tablet unter anderem mit Photoshop und Mudbox - wobei Mudbox einen extra Support für Multi-touch Devices hat...

Photoshop und Touch:
Liegt beim zeichnen oder malen der Handballen auf... kann das schonmal als Geste erkannt werden...dann rotiert das bild, oder verschiebt sich...oder zoomt... aber als ich dachte es geht nicht schlimmer:

Mudbox und Touch:
...da tat sich die Hölle unter meiner Hand auf. Es geschah ALLES..nur nicht was ich wollte... Zoom!, Pinch!, Undo!, ABSTURZ! Und alles nur weil ich eine Textur auf ein Objekt malen wollte und dabei meine Hand mit der ich male, auf dem Tablet abstützte... Ich habe Mudbox bereits auf einem Cintiq mit Touch getestet. Dort treten diese Probleme nicht derart heftig auf.

Kurzum:
Touch sollte kein entscheidender Grund für den Kauf sein. Denn die Touch Funktionalität ist zum jetzigen Zeitpunkt eher sowas wie ein frühes Alpha-Release... und funktioniert im Gegensatz zu einem Cintiq sehr schlecht. Um auf Webseiten zu scrollen reicht es allemal... aber zum Arbeiten kann man es vergessen.

Fazit:
Mit deaktivierter Touch-Funktion ein gutes Tablet das man auch wireless betreiben kann. Dafür ist es nicht auf Langlebigkeit ausgelegt; man kann die Arbeitsfläche nicht auswechseln.

EDIT:
Bereits nach wenigen Stunden(ca. ein halber Tag) Nutzung sind deutliche Gebrauchsspuren auf der Tabletoberfläche zu sehen und man kann den "Sheet" wie erwähnt nicht ersetzen. Auch die neuen Stiftspitzen sind nach wenigen Stunden deutlich schräg abgerieben. Die Abnutzungen am Intuos Pro M nach nur wenigen Stunden - entsprechen den Abnutzungen die ich mit dem Intuos 3 nach einem Jahr hatte. Klingt übertrieben? Ist es aber nicht. Dabei gehöre ich zu den Leuten die den Stift weicher einstellen um nicht so feste drücken zu müssen. Hier muss man von einer geplanten Obsoleszenz ausgehen.

EDIT die Zweite:
Ich habe ein Wacom Companion Hybrid gekauft. Hier nutzen sich die neuen Spitzen auch nach 2 Tagen nicht sichtbar ab. Ich habe die Pens mal getauscht - und die Nibs vom der Hybrid(Pro-Pen) nutzen sich auf dem Intuos auch binnen weniger Stunden ab.
Es liegt also definitiv an der Oberfläche des Intuos Pro. Das Intuos Pro M geht heute zurück an Amazon.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.05.2014 15:16:01 GMT+02:00
JyBGoode meint:
Danke für den Erfahrungsbericht.
Ich interessiere mich für das Gerät, allerdings würde mich der Verschleiß der nicht austauschbaren Oberfläche sehr ärgern. Für mich wäre es das erste Grafiktablett, da ich es nur hobby-mäßig nutzen würde, würde ich nur ungern mehr als 300 Euro ausgeben - aber "doppelt" kaufen möchte ich ebenfalls vermeiden.

Wäre es sinnvoll, die aktiv nutzbare Fläche mit einer Schutzfolie zu versehen (Empfehlung?)? Oder schränkt eine solche die Funktionsfähigkeit ein? Ich habe leider keine eigenen Erfahrungen mit dem Thema.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.05.2014 18:55:36 GMT+02:00
Versteckt meint:
Ich würde z.B. auf eBay nach einem Intuos 3 oder 4 ausschau halten. Diese Modelle haben das Problem noch nicht und dort kann man auch die "Sheets" also die Oberflächen vom Tablet selbst austauschen. Eine Schutzfolie würde nicht helfen da die Oberfläche relativ weich ist und eine Folie dann auch nur nachgeben würde. Auch kann man nicht absehen wie hoch der Verschleiss der Spitzen mit einer Schutzfolie ist...aber ohne diese ist er jedenfalls enorm bei den aktuellen Modellen. Ich würde schätzen dass ein Intuos Pro M ca. 2 Jahre hält und dass man in dieser Zeit bei mäßiger Nutzung ca. 100¤ für die Ersatzspitzen dazurechnen muss. Bei den Alten Geräten wären es umgerechnet 6¤ für die Spitzen in 2 Jahren. Ich selbst habe mir ein Cintiq 24HD touch zugelegt. Die Rezension gibts auch hier bei Amazon. Ich hoffe derzeit auf das 4. Austauschgerät diesmal wird es direkt von Wacom und nicht vom Händler ausgetauscht. Bei alolen Cintiq's entspricht die Abnutzung der Spitze in etwa den alten Intuos Tablets. Das nur nebenbei erwähnt. Warum Wacom derzeit bei der Qaulität so stark einspart weiss ich nicht. Vermutlich weil Ihnen bewusst ist, dass es keine Alternativen gibt...hoffen wir mal auf ein StartUp Unternehmen dass Wacom wieder wachrüttelt. ;)

Veröffentlicht am 16.08.2014 11:33:07 GMT+02:00
Ich habe eine "kleinere Version" von Wacom. Das Intuos Pen&Touch S und überlege jetzt ob ich mir ein Pen&Touch M oder ein (gebrauchtes) Intuos Pro M holen soll, in der Hoffnung, das ich mit einer größeren Version etwas besser oder Komfortabler malen kann).

Da lese ich das mit den Gestern-Fehlern. Also meines hat ja auch eine Touch-Oberfläche, doch wenn ich den Stift über die Fläche halte, ist die Touch-Eingabe komplett ausgeschaltet. Ich muß den Stift erst etwas anheben, bis ich mit dem Finger arbeiten kann.. Also ich habe da keine Probleme mit, beim zeichnen auch die Hand mit aufzulegen. Ich kann mir kaum vorstellen, das es bei den Teureren Modellen so sein soll.
Wobei mir Wacom auch mitteilte, das die Touch-Funktion eher Experimentell ist. Das sie prinzipiell nur Tasteneingaben emuliert und wenn ein Programm z.B. das Zoomen und verschieben mittels Tastenkombination nicht unterstützt auch die entsprechende Funktion beim Programm nicht funktioniert. So z.B. bei Manga Studio, das nicht wirklich gut auf Touch-Eingaben reagiert (was lustig ist, weil genau das Programm den kleinen Dingern beiligt).

Das mit den Spitzen habe ich aber auch schon bemerkt. Ich weiß jetzt aber auch nicht, ob man die noch "Nachschieben" kann. Sie sind ja etwas länger.. Finde den Preis für die Spitzen auch ziemlich unverschämt für so ein bissl Plastik..
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