Hat jemand das Ende kapiert???,
4. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Dororo (DVD)
OK...Dororo...grundsätzlich einer der besseren Asia-Fantasy-Action-Filme (weil's kaum gute gibt).
Die Grundidee ist echt Klasse und hat potential, leider hat die Umsetzung dieses potential nicht ausgeschöpft.
Mehrfach erwähnt wurden bereits die Computereffekte die beiweitem nicht dem Stand der Technik von 2007 entsprechen und die Schauspieler in Gummikostümen, wie die Gegner der Power Ranger. Das hat mich teilweise etwas gestört, ab und zu fand ich das allerdings ganz witzig.
Die Kampfszenen sind, für mich als eingefleischten Kampfkunstfilm-Fan, nicht vorhanden. In einer Kampfszene muss ich sehen was passiert, wo trifft bzw. wird welche Technik angesetzt und welche Wirkung hat sie bzw. welche Reaktion löst sie beim Gegner aus. Wenn es gute Kämpfe sein sollen müssen die Techniken auch ausführbar sein, heißt der menschliche Körper muss grundsätzlich in der Lage sein diese Bewegungen auszuführen. Da es allerdings ein Fantasy-Film ist erfolgt hiermit der Freispruch.
Die Handlungsumsetzung ist aber recht gelungen, im Gegensatz zu anderen Produktionen dieser Art. Besonders der "Sidekick" in Form der Dororo lockert die düstere Stimmung und wertet den Film somit auf (die Kleine ist echt putzig).
Das große Problem der Handlung ist das Ende, welches, wie sehr oft bei Asia-Movies, sehr zerfahren wirkt. Es zieht sich unnötig lang und baut keine Spannung auf, nur Langeweile. Für mich persönlich ergibt sich das Problem, dass die Hauptfigur die selbstgestellte Aufgabe, alle 48 Dämonen zu töten und seine Körperteile wieder zu erlangen, nicht vollendet hat. Vielleicht hab ich was nicht verstanden, aber da fehlt doch noch ein Teil der während des Films ganz oft erwähnt wird.
Fazit: für Asia-Kino erfahrene OK, typische Genre schwächen, trotz den 130min nur gegen Ende langweilig (währ bei kürzerer Dauer genauso).
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