Kundenrezension

31 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die üblichen Fehler auch in GT6, 9. Dezember 2013
Von 
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Gran Turismo 6 - Standard Edition - [PlayStation 3] (Videospiel)
Endlich ist es raus, das lang ersehnte Update zu Gran Turismo 5.... ach nein, es handelt sich ja hier um den 6. Teil und so mit um ein eigenes Spiel. Nun denn, auch wenn es mir nur wie ein Update vorkommt, scheue ich mich nicht vor einer Rezension.

Dieser Teil der Serie spricht mich nur wenig an, da wieder die selben Dinge Fehlen, die meiner Meinung nach auch schon in den anderen Teilen fehlten. Fangen wir mal an:

- Für Leute, die mit Controller spielen, ist es ein Ding der Unmöglichkeit, ab der A-Lizenz alle goldenen Trophäen zu holen. Spätestens beim Slalom-fahren stößt man mit dem Controller an die Grenzen des machbaren. Natürlich kann man sich ein geeignetes Lenkrad kaufen, welches dann über 100€ kostet, man kann es aber auch lassen. Speziell in meinem Fall, da GT das einzige Rennspiel ist, welches ich spiele. Dafür lohnt ein solch teurer Lenkrad nicht. Gar nicht. Man muss sich also damit abfinden, dass man ab der A-Lizenz mit maximal silbernen Trophäen nach hause fährt. Es mit dem Controller immer und immer wieder zu versuchen führt bei mir nur zu Wutanfällen, weswegen ich meinen Controller bereits bei GT5 an die Wand schmiss und ihn schrottete. Erspart Euch das.

- Wie immer fehlt eine Rennleitung. Als Spieler darf man also fahren wie Berti aus Manta Manta. Gas geben und gib ihm. Sollte man kurz vor einer Kurve überholen wollen, aber leider abbremsen muss, kann man optimal einen gegnerischen Wagen als mobile Bande nutzen und so auch in den engsten Haarnadelkurven mit mindestens 20% mehr Geschwindigkeit überholen. Selbstverständlich kann man auch, überall wo es geht, nach belieben die Strecken abkürzen und so leichter überholen. Es interessiert ja niemanden. Bestes Beispiel dafür ist Spa in Belgien. Dort kann man, wenn man abkürzt, unmöglich ein Rennen verlieren. Sollte man auf einer langen Geraden, z.b. in Monza, von einem schnellerem Wagen überholt werden, kann man ihn im richtigen Moment einfach von der Strecke drängen und im Rückspiegel zusehen, wie der gegnerische Wagen, der die Unverschämtheit hatte, mich überholen zu wollen, mit 200km/h gegen die Wand knallt. Es gibt keine Rennleitung, die das interessiert.

- Des weiteren fehlt ein Fahnensystem. Kommt man mit deutlich schnellerer Geschwindigkeit an einen gegnerischen Wagen herangefahren, der deutlich langsamer ist als man selbst, wird dieser zu 200% keinen Platz machen und starr die Indeallinie fahren. So wird man in vielen Rennen unnötig ausgebremst, da man notgedrungen in den gegnerischen Wagen knallt und man kurz langsamer wird.

- Fliegender Start. Gott wie ich ihn hasse. Warum gibt es den? Wäre es so schwer gewesen, vor jedem Rennen eine Qualifikationsrunde einzuführen? Man startet IMMER vom letzten Platz. "Ein guter Fahrer wird das kompensieren können", wird sich so mancher nun denken. Das stimmt, aber es verzerrt die Simulation. Ein Beispiel?
Ich trete ein Rennen mit einem absolut Wettkampf fähigen Wagen an und starte, wie immer, als letzter aus dem Feld. Nun habe ich 2 - 3 Runden Zeit, mich an die Spitze zu kämpfen. In der Regel klappt das, manchmal aber auch nicht. Ich würde es aber schaffen, hätte ich mehrere Runden zur Verfügung. Immer hin ist mein Wagen ja durchaus in der Lage zu gewinnen, mir bleibt nur einfach nicht die Zeit. Also gehe ich zum Tuner und motze die Karre auf (ich tune nur dezent, um es nicht ungerecht werden zu lassen). Nach dem tunen trete ich das Rennen erneut an und führe bereits nach einigen 100 Metern. Die Balance stimmt hier mal so gar nicht.
Und überhaupt: Sagt mal zu einem gewissen Herrn Vettel, dass er in einem fliegendem Start von Position 8 aus starten muss und 3 Runden Zeit hat, erster zu werden. Ein Ding der Unmöglichkeit.

- Unsichtbare Mauern. Die hasse ich noch mehr als den fliegenden Start. Ein Musterbeispiel dafür ist Monaco. Fahrt mal mit Top Speed so eng wie möglich durch die Kurven, Ihr werdet sehen, es geht nicht. Bestes Beispiel dafür ist die Haarnadelkurve am Casino. Ca. 1 Meter vor der Innenbegrenzung ist eine unsichtbare Mauer, die bei Berührung den Wagen extrem ausbremst, wenn nicht sogar um 180° dreht.

- 1200 Wagen. Wow. Davon 57 verschiedene Honda Civics, die sich nur mini mini mini minimal von einander unterscheiden. Das selbe ist bei gefühlten 3592 anderen Wagen auch der Fall. Absolut unnötig.

- Porsche fehlt. Schon wieder! Aus irgendeinen Grund, den ich zu recherchieren keine Lust habe, fehl die Marke Porsche komplett. Statt dessen darf man sich mit den Modellen von RUF begnügen. Mir als Fan deutscher Automobilgeschichte tut es in der Seele weh, dass Porsche fehlt. Lieber 200 Honda Civics weniger, dafür einen 911er mehr.

Ich kann also keine Kaufempfehlung aussprechen! Wen aber die o.g. Gründe nicht stören, der wird seinen Spaß haben.
Nun möge man mich flamen :)
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Kommentare

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.12.2013 19:56:43 GMT+01:00
QuickNickFan meint:
Endlich mal jemand der GT6 nicht "zerreißt" sondern konstruktive Kritik üben kann.
Dafür erstmal ein Lob.Ja,ich stimme zu dass eine "Rennsimulation" den Anspruch haben sollte Flaggen und
auch den normalen Verlauf eines Rennwochenendes zu integrieren.Das haben sogar Codemasters in ihren F1 Spielen umgesetzt.
Und wenn die das können,sollte es Polyphony erst recht gelingen.Na ja,mal abwarten wieweit das Spiel noch über die üblichen Updates verbessert wird.Ist ja leider normal geworden dass man heutzutage keine fertigen Spiele mehr kaufen kann,sondern dass diese mit der Zeit über eine Internetverbindung perfektioniert werden.

Veröffentlicht am 09.12.2013 20:16:55 GMT+01:00
K. Matthias meint:
Habe irgendwo gelesen, dass das Fehlen von Porsche darin begründet liegt, dass EA die Exclusivrechte an der Marke in Videospielen besitzt. Deswegen gibt es in den Need for Speed-Teilen diese Modelle, in Gran Turismo und Co dagegen nur die Abhilfe mit RUF's. Ansonsten gute Kritik, auch der Punkt mit dem notwendigen Lenkrad und den Goldtrophäen. Habe die gleiche Erfahrung gemacht.

Veröffentlicht am 10.12.2013 00:14:13 GMT+01:00
Herr Vettel braucht nur zwei Runden um sieben Kontrahenten zu überholen, auch wenns unmöglich ist.
Ansonsten muß ich leider zustimmen - kein großer Schritt für die Serie :c)

Veröffentlicht am 15.07.2014 02:33:45 GMT+02:00
Strikeforce meint:
Rezi geht in Ordnung. Das daß Game ohne Pad (Slalom) nicht spielbar ist, dem kann ich leider nicht beipflichten. Habe selbst Platin innerhalb von ca. 4 Wochen mit Controller eingefahren. Spiele allerdings auch seit Teil 1 mit Pad, und eine gewisse Geduld und Nervenstärke sollte man schon mitbringen, gepaart mit dem notwendigen Quentchen Glück. Mehr Spaß macht das ganze natürlich mit dem dazu passendem Lenkrad.

Persönlich erziele ich mit dem Controller allerdings bessere Zeiten. Warum das so ist, weiß ich nicht. Entweder die Gewohnheit, oder das der Controller eine kürzere Reaktionzeit hat, da kleinere mechanische Wege zurückzulegen sind.
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