Kundenrezension

31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geld statt Schein(-)Geld, 6. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Schein-Geld-System: Wie der Staat unser Geld zerstört (Taschenbuch)
In diesem Buch geht es um die Geschichte des Geldes und wie der Staat dieses seiner Gewalt unterworfen hat.

In Anlehnung an Menger und Mises erläutert der Autor, wie Geld als Tauschmittel entstanden ist. Das beliebteste Tauschmittel (bei uns Silber oder Gold) wurde zum Standard und damit zu Geld. Später haben Goldschmiede Gold gelagert und den Kunden dafür Quittungen ausgestellt. Mit diesen Quittungen konnte man einfacher bezahlen, weil man nicht immer Unmengen von Gold zum Markt schleppen musste. Aus diesen Quittungen entstanden im Laufe der Zeit die Banknoten. Falls eine Bank mehr Geldnoten ausgab, als sie an Gold besaß, lief sie Gefahr, dass die Leute das merkten und die Bank schließen musste.

Der Staat verlangt ständig nach mehr Geld. Da die Leute Steuern nicht in unbegrenzter Höhe ertragen, suchte der Staat nach neuen Einnahmemöglichkeiten:

- der Staat beschaffte sich das Münzmonopol und konnte damit deren Edelmetallgehalt verschlechtern, um den Unterschiedsbetrag in die eigene Tasche zu stecken
- eine staatliche Zentralbank kann insolventen Banken neue Reserven verschaffen und so verhindern, dass Banken schließen
- der Staat kann das ungedeckte Papiergeld seiner Zentralbank zum alleinigen Zahlungsmittel erklären und damit seine Schulden zahlen
- durch Inflation kann man Schuldnern (und damit dem Staat) helfen
- man kann den Banken erlauben, mehr Geld zu erzeugen, als deren Reserven erlauben

Diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass das Bankwesen Geld aus dem Nichts erzeugen kann. Da hinter dieser Geldschöpfung keine Reserven stehen, sind Banken nach Ansicht des Autors bereits zum Zeitpunkt ihrer Gründung insolvent. Darüber hinaus erzeugen Zentralbanken Konjunkturzyklen und schaden somit der Wirtschaft.

Aus diesen Gründen empfiehlt der Autor, das staatliche Geldmonopol abzuschaffen und wieder zum Goldstandard mit 100 % Reservehaltung zurück zu kehren.

Mir hat das Buch gut gefallen. Obwohl das Buch verhältnismäßig dünn ist, enthält es viele Informationen. Besonders die Darstellung der Geschichte des Geldwesens seit dem 19. Jahrhundert war sehr lehrreich. Die Beweisführung ist rigoros und konsequent. (Hinweis: Ich habe die amerikanische Originalausgabe "What Has Government Done to Our Money?" gelesen, welche nur die Zeit bis ca. 1975 berücksichtigt.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.09.2008 09:28:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.09.2008 09:29:16 GMT+02:00
Lieber Herr Reibold,

habe ein wenig in Ihren Rezensionen gestöbert und finde sie alle sehr gut - zu diesen anspruchsvollen Themen! Schade, dass man am Ende nur zugucken kann, wie das Geldsystem die Wirtschaft zerstört. In den USA hat jetzt sogar das FBI Ermittlungen aufgenommen, wie es zu der Finanzkrise gekommen ist. Dabei bräuchten sie wohl einfach nur die FED und ihr ungedecktes Geld und Alan Greenspan und seine Geldblasen zu fragen :-) Schuld sind am Ende wahrscheinlich die Kunden, die alle auf einmal ihr Geld von der Bank abheben wollten und Buchautoren, die den Geldbetrug aufgedeckt haben...

Alles Gute und weiter so!
Christian von Montfort

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.06.2009 13:48:02 GMT+02:00
Treb Melsa meint:
Lieber Herr von Montfort!

Alles richtig, das FBI braucht zusätzlich nur den "Community Realinvestment Act" und die daraus folgenden Massnahmen zu recherchieren, dann wüsste auch das FBI, dass ein großer Teil des Schadens dadurch entstanden ist, weil die Banken per Gesetz gezwungen waren Hypothekendarlehen an Leute ohne Kreditbonität zu vergeben.
Schade das unsere heutige Demokratie keine Strafen für schlechtes Regieren vorsieht, in der Ur-Demokratie von Athen konnte schlechtes Regieren zum Schaden der Polis bestraft werden - sogar mit dem Tode. Soweit sollten wir heute nicht gehen, aber zumindest ist es eine Überlegung wert, auch Strafen für schlechte Politik einzuführen.

Mit den besten Grüßen
Treb Melsa

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.08.2009 12:42:27 GMT+02:00
Glauben sie etwa die wüssten das nicht alles selbst.
Aber damit wüden die ganzen Pfeffersäcke überflüssig.
Ich persönlich halte sehr viel von der griechischen Polis und empfehle diesem subversivem Pack den Zwangsschierlingsbecher.
Sie handeln wider besseren wissens und erklären Ihre bewusst gefälschte und ihre "Spezies" erhaltende Art als Wissen.

O tempora o mores
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

4.1 von 5 Sternen (14 Kundenrezensionen)
5 Sterne:
 (11)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
EUR 14,32
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Rezensentin / Rezensent


Ort: Gehrden

Top-Rezensenten Rang: 1.004