Kundenrezension

11 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschung auf der ganzen Linie, 4. März 2012
Von 
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Lost Chronicles of Zerzura - [PC] (Computerspiel)
Als begeisterter Adventurefan muss ich hier leider allen, die auf der Suche nach einem tollen Spiel in Richtung Nibiru, Black Mirror, Geheimakte oder Syberia sind, dringend vom Kauf abraten.

Doch zu erst zum Positiven: Die Hintergründe sind grandios gezeichnet. Ende.

Über die Charakterzeichnung kann man nur wenig sagen, da diese kaum zu erkennen sind.
An sich ist es fragwürdig, ob man bei den "Darstellern" überhaupt von "Charakteren" im eigentlichen Sinne sprechen kann. Die Personen sind mehr als oberflächlich, der Hauptdarsteller erinnert eher an einen Nebendarsteller eines Barbie-Filmes als an einen Abenteurer.

Die Animationen sind dürftig über bekloppt (Ich trage einen Riesenhaufen Kamelmist mit einer Handbewegung in ein Loch) bis nicht vorhanden.

Die Animation der Hintergründe beschränkt sich auf wehenden Sand, im Minutenturnus sinnlos herumlaufenden Personen, wehenden Sand, flatternden Vögeln und wehenden Sand.

Die zu lösenden Aufgaben (ich will hier gar nicht erst von Rätseln sprechen) sind primitiv und werden größtenteils zufällig gelöst. Warum man eine Pfeife an einen Blasebalg anbringt ist fragwürdig, allerdings für den Hauptdarsteller anscheinend völlig logisch. Dagegen weigert er sich wehemend Steine in ein rotes Tuch zu wickeln. Würde ich persönlich auch, wenn ich meine teure Pfeife schon an den Blasebalg verschärbelt habe - trotzdem behält der Hauptdarsteller seine Gedanken zu dem Thema für sich (bis endlich logischerweise die Würfel entzinkt (oder -bleit)und das Fass wie von Zauberhand dem Darsteller folgend jedoch an einer Schräge stoppend seinen vorbestimmten Platz eingenommen hat.)

Sowieso gibt der Hauptdarsteller selten nützliche Kommentare zum Besten. Nachdem er sich bei gefühlten 17 Personen über schwarze Schärpen erkundigt hat, nimmt er diese dann mit den Worten "Oh, schwarze Schärpen, keine Ahnung wofür die mal gut sein sollen, aber ich nehm die mal mit..." in sein übersichtliches Inventar auf.

Das Adventure wird mit über 50 Schauplätzen angepriesen. Großer Umfang - wenig Inhalt. Die Schauplätze sind stark rationiert. Man kann immer nur maximal 2 bis 5 betreten. Und in jedem, nachdem man die Füllitems und nutzlosen Kommmentare weggeklickt hat, mit vielleicht noch 2 oder 3 Hotspots interagieren. Da fällt der "Rätselspass" eher unter die Kategorie "Der Plumpsack geht rum".

Der Sound reicht von nervig (endlos schreiende Frauen) bis nicht vorhanden, oder einem kurzen aufblitzen einer schauderhaften Musik in völlig unspannenden Momenten.

Ansonsten läuft das Spiel reibungslos.
Wem seine Wimmelbildspielesammlung auf Dauer zu langweilig wird, der kann hier getrost zugreifen, denn hier darf man sich sogar ohne Zeitdruck durchklicken.
Wer ein anspruchvolles Adventure sucht sollte lieber zum 42. Mal Monkey Island durchspielen. Das ist immernoch spannender...
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.08.2012 19:31:41 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.08.2012 19:32:29 GMT+02:00
Nyarlathotep meint:
ich kann nicht ein einziges wort von deinem geschreibsel nachvollziehen. ich habe das spiel durch und war sogar traurig, als es zu ende war. andererseits hatte ich aber auch so ein wohliges gefühl der zufriedenheit im bauch und ein lächeln im gesicht, denn es ist wirklich eines der besten adventures der letzten jahre. bitte gehe wieder "call of duty" zocken!

Veröffentlicht am 24.07.2013 09:48:16 GMT+02:00
me meint:
ja super, jemand der 42 x Monkey Island durchspielt, sich aber über zu leichte Rätsel beschwert. Hat er/sie die Rätsel 41 mal vergessen oder werden diese dynamisch immer neu generiert? Weiß ich leider nicht, da ich pseudo-witzige Adventures nicht mag. Und die anderen "Referenzen" :

Nibiru = gut, aber mindestens genauso hölzern, wenige Schauplätze, leicht
Black Mirror = völlig überschätzt, zum Gähnen
Geheimakte = gut
Syberia = schön, aber sehr langatmig und vorhersehbar (insbesondere Teil 2)

Veröffentlicht am 29.11.2013 23:47:08 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.11.2013 23:53:11 GMT+01:00
fluxeer meint:
Diese ewige Überhöhung von Monkey Island ist nervig. Sicher war und ist Monkey Island ein gutes Adventure und sicher sind die Sprüche darin gut und originell. Ich selber habe es damals als eines meiner ersten Adventures gespielt, als es neu heraus kam. Ich gehöre also zur alten Garde. Aber mittlerweile gibt es Adventures, die dem alten Monkey Island durchaus das Wasser reichen können und es in Teilen übertreffen. Darum ergibt es absolut keinen Sinn, ausgerechnet Monkey Island als Referenz hervorzukramen, denn es ist zwanzig Jahre alt, und seitdem haben sich sowohl die Spielerschaft, als auch die Anforderungen und die Spielgewohnheiten längst weitreichend geändert. Das muss man auch mal sehen und nicht zu sehr im Gestern verharren. Alten Jugendlieben hinterherzutrauern und sie zu Heiligen hochzustilisieren, bringt einen nicht weiter.
Mein absoluter Adventure-Hit heißt beispielsweise The Whispered World. Unübertroffen in Stimmung und Setting. Auch nicht von Monkey Island (in meinen Augen). Und wer's lustiger und abgedrehter mag, versuche sich an der überaus gelungenen Deponia-Serie. Funkelnagelneu und sehr gut. Tauglich als aktuelle Referenz.

Womit Sie Recht haben ist, dass Zerzura nicht zur Spitzengruppe zählt. Etliche der erwähnten Schwachpunkte sind tatsächlich vorhanden, aber in Summe ergibt sich daraus noch kein schlechtes, sondern nur ein mittelmäßiges Spiel.
Spieleraktions- und Hintergrundanimationen sind bspw. nette Dreingabe, aber für ein Adventure nicht essentiell (Monkey Island hatte bspw. auch sehr wenig davon und auch dort rannten Leute ohne erkennbaren Grund durch die Stadt, was einer der witzigen Punkte war). Woran es Zerzura wirklich mangelt, ist Spirit. Es ist ein wenig tot, die Glaubwürdigkeit der Spielwelt fehlt (wobei ich gar nicht genau festmachen kann, an welchen Kleinigkeiten es liegt). Die von Ihnen als nutzlos deklarierten Füllitems sind eigentlich sonst dafür da, Atmosphäre zu schaffen, also prinzipiell positiv. Dass sie es hier oft nicht so ganz schaffen, ist schade und das Warum immer klar. Es ist eher eine Suboptimalität der Regie.

Ein paar der Kritikpunkte wurden also zu Recht erwähnt, ein völliger Verriss ist jedoch unverdient. Da war jemand in Schreiblaune und hat mit dem Bade auch gleich das Kind ausgeschüttet, nur weil's gerade so schön lief. Mein Tipp ist, mal die rosarote Nostalgiebrille abzunehmen und neuere Adventures vorurteilsfrei zu beurteilen und nicht ständig das romantisch verklärte Monkey Island als Vergleich heranzuziehen, gegen das in der Erinnerung an vergangene Jugend und die damals neue, aufregende Entdeckung der Welt des PCs (oder AMIGA) sowieso nichts anderes eine Chance hat. Das führt dann zu einer weitaus differenzierteren Sicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.11.2013 00:02:17 GMT+01:00
fluxeer meint:
@me:
Zustimmung bei Geheimakte, Widerspruch bei BlackMirror (jedenfalls, was Teil 1 betrifft), teilweise Zustimmung zu den Kritikpunkten von Nibiru und größtenteils Übereinstimmung bezüglich Syberia, auch wenn ich die Vorhersehbarkeit bei Teil 1 gar nicht unterschreiben würde.

Was mich aber richtig stört, ist das "pseudowitzig". Es ist in Ordnung, wenn jemand etwas nicht lustig findet. Das bedeutet aber im Umkehrschluss noch lange nicht, dass jene Spiele nicht tatsächlich witzig sind. Monkey Island ist definitiv an vielen Stellen witzig, und jemand, der es nicht gespielt hat, sollte sich kein Urteil erlauben. Auch Deponia ist definitiv witzig, selbst wenn es Leute gibt, die die Art von Humor nicht mögen und darum nicht darüber lachen oder schmunzeln können. Ich trinke nicht so gern Kaffee, versteige mich aber nicht zu der Behauptung, es handele sich dabei um ein pseudo-leckeres Getränk. Mit dieser "pseudo"-Vorsilbe sollte man sehr vorsichtig sein. Allzu schnell entsteht der Eindruck, man wolle sich selber als jemand hinstellen, der pseudo von echt unterscheiden kann und im Besitz der einzig wahren Messlatte sei.
Ohne den zweiten Satz wäre der Kommentar Dank des ersten Satzes übrigens echt witzig gewesen, aber dieses "pseudo" überschattet leider den Effekt.
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