Kundenrezension

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz einwandfrei, 7. Dezember 2012
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Rezension bezieht sich auf: Smetana, Friedrich - Die verkaufte Braut (DVD)
Vom umfangreichen Oeuvre des tschechischen Komponisten Bedøich Smetana (1824-1884) haben sich nur wenige Werke ihren festen Platz im internationalen Klassikzirkus erhalten können. Unter denselben rangiert auch die Oper "Die verkaufte Braut".
Smetana schrieb für dieses Stück, das original auf Tschechisch vorzutragen war, allerdings einer deutschen Überarbeitung aus eigener Hand oblag - indes Smetana zeitlebens besser Deutsch als Tschechisch sprach - einige seiner schönsten Tänze und Arien. Die Handlung, basierend auf einem Libretto von Karel Sabina - deutsche Übertragung von Max Kalbeck - ist schnell erzählt: Zahlreiche Ränkespiele, die auch die oft verwerfliche Macht des Geldes offenlegen, führen die füreinander bestimmten Marie und Hans letztlich zusammen. Zwischendurch erfreut Smetana uns mit kurios-grotesken Zirkusszenen.

Die vorliegende Inszenierung stammt aus dem Jahre 1982. Sie erfreut sich trotz ihres recht hohen Alters sehr guter Bild- und hervorragender Tonqualität. Den Zuschauer erwartet ein recht konservatives Bühnenbild mit authentischen Requisiten.
Das Orchester der Wiener Staatsoper unter der Federführung von Adam Fischer leistet Gewaltiges. Im großen Ensemble gewinnen sie der Oper etwas Feines, Pittoreskes ab, das sich perlend an den Bombast reiht. Schattierte Nuancen und treffsichere Akzentuierungen verleihen dem Ganzen die nötige Würze. Dabei bleibt der Vortrag stetweg transparent und hundertprozentig differenziert.
Gesanglich herausragend gebart sich Lucia Popp als burschikose Marie, deren Leistung mit Worten gerecht zu werden hier nicht anstehen kann. Begleitet wird sie vom brillierenden Chor der Wiener Staatsoper, Heinz Zednik als täppischem Wenzel und anderen. Buh-Rufe kassierten dagegen Karl Ridderbusch als Kezal sowohl, als auch der Wagner-Exeget Siegfried Jerusalem, Hans mimend; ganz zu Unrecht gewisslich nicht, indes die beiden bisweilen deutliche stimmliche Probleme haben.
Der größte Kritikpunkt ist jedoch die Tatsache, dass die Regie zwei blutjunge Liebende von zwei - pardon - alten Säcken mimen lässt. Das ist durchaus bizarr, denn so wirkt beispielsweise Marie älter als ihre Mutter. Auf das ohnehin angestaubte Bühnenbild legt sich somit ein schmoddriger Film...
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.06.2013 18:15:38 GMT+02:00
"Die vorliegende Inszenierung stammt aus dem Jahre 1982. Sie erfreut sich trotz ihres recht hohen Alters sehr guter Bild- und hervorragender Tonqualität."

Warum auch nicht - damals befanden sich analoge Ton- und Filmaufnahme technisch auf höchstem Niveau.
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